Foto: EHang
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Bild: Lilium

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric Flight
Der erfolgreiche e-Genius der Universität Stuttgart stand Pate für einen maßstabgetreuen Demonstrator der Universität in Delft/Niederlande. Das im Maßstab 1:3 ist für das dortige Stundenteam Demonstrator um die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie auch für Kleinflugzeuge zu erproben. Bereits am 14. Juni flog dieses Modell mit reinem Elektroantrieb, doch erst am 7. Juli 2022 gab das Studententeam der Universität Delft bekannt, dass sie am 14. Juni 2022 mit Flugtests des Phoenix-Demonstrators begonnen haben. Das Modell mit 6 Meter Spannweite wurde zunächst mit dem Strom von Lithiumzellen versorgt. Für das kommende Jahr sind erste Flüge mit flüssigen Wasserstoff geplant. Die Studien dienen mit dem Demonstrator dienen bereits als Vorarbei-ten für den KIT-Zweisitzer Sling-4, der mit flüssigen Wasserstoff ab 2025 fliegen soll. Mit 10 kg flüssigem Wasserstoff betreiben soll der Doppelsitzer dann 2 Stunden fliegen könne und eine Reichweite von 400 km haben. www.tudelft.nl
13.07.2022
Foto: Uni Delft
Dass man israelische Flugzeugbauer ernst nehmen muss, ist nicht neu. Spätestens mit dem Motorenbauer MagniX, der inzwischen in die USA übersiedelte, ist die Ernsthaftigkeit und auch das Können israelischer Ingenieure unter Beweis gestellt. Ebenso ernsthaft geht Airev mit sei- nem Doppelsitzer, einem eVTOL um, der für 200 000 $ an den Markt gebracht werden soll. „Air One“ wie sich der auch von uns bereits vorge- stellte Kopter mit fester Fläche und 8 Motoren konnte nun zumindest schon mal ferngesteuert seine Schwebfähigkeit unter Beweis stellen. Im Norden von Israel, in Megiddo, wo es sogar grüne Felder gibt, wurden inzwischen mehrere Flüge durchgeführt. Im Gegensatz zu den meisten anderen eVTOL-Anbietern wendet sich Airev ganz bewusst an zukünftige private Halter. Laut Rani Plaut, CEO der Firma soll Air One so sicher wie ein Auto gebaut und auch gehandhabt werden können. Schon Ende Juli soll es auf der EAA Airventure in Oshkosh präsentiert werden. www.airev.aero
13.07.2022
Foto: Airev
VoltAeros Prototyp, die Cassio 330 wird mit dem E-Motor ENGINEUSTM 100 smart von Safran Electrical & Power ausgestattet. Die Verwen- dung des Motors im Parallel-Elektro-Hybrid-Antriebssystem des Flugzeugs, wurde auf der Farnborough Interna-tional Airshow von beiden Partnern unterzeichnet. Der ENGINEUSTM 100 wird beim Start eine maximale Nennleistung von weit über 150 kW haben. Er wird mit einem 150-kW-Verbrenner in der Cassio 330-Hybridantriebseinheit integriert. Der Fünfsitzer Cassio 330 erhält ein 330-kW-Elektro-Hybrid-Gesamtan- triebssystem. Wie VoltAero mitteilte, soll der mit einem integrierten Motorcontroller versehene E-Motor mit einem integrierten Thermomana- gement-System und einer Luftkühlung im kommenden Jahr von Safran ausgeliefert werden. Die Zertifizierung des Motors soll 2023 erfolgen. Dann werden auch die ersten Flugversuche mit dem Cassio 330 Prototyp beginnen. VoltAero wird die Cassio-Flugzeuge in drei Versionen entwickeln und produzieren. www.voltaero.aero
20.07.2022
Foto: Airev
Bristow Group Inc., der weltweit führende Anbieter innovativer und nachhaltiger Vertikalfluglösungen, und Lilium, Ent-wickler des eVTOL, gab auf der Farborough Airshow gekannt, eine strategische Partnerschaft einzugehen, bei der Bristow die Option zum Kauf von 50 Lilium Jets ha- ben wird, zusätzlich zur Bereitstellung von Wartungsdiensten für das Startnetzwerk des Lilium Jets in Florida, und andere zukünftige Märkte in den USA und Europa. Das Memorandum of Understanding („MOU“) umreißt die Zusammenarbeit zwischen Bristow und Lilium bei der Ent- wicklung eines Wartungsprogramms zur Unterstützung des Betriebs des Lilium Jets. Bristow wandelt sein Geschäft aktiv um, um innovative und nachhaltige Technologien, einschließlich eVTOL-Flugzeuge zu nutzen. Die Vereinbarung zwischen Bristow und Lilium steht unter dem Vorbehalt, dass die Parteien die Handelsbedingungen fi-nalisieren und diesbezüglich endgültige Vereinbarungen eingehen sowie bestimmte Bedingungen erfüllen. www.lilium.com
21.07.2022
Bild: Lilium
Bild: Voltaero
Mit einer Absichtserklärung haben der Rolls-Royce und die Hyundai Motor Group erklärt, zukünftig gemeinsam an Elektroantrieben und Brennstoffzellen-Systemen für Luftfahrzeuge zu arbeiten. Dabei hat der US-Hersteller Supernal an der Farnbo-rough Airshow sein erstes eVTOL Kabinenkonzept enthüllt. Mit dem Prototyp zeigt Supernal, wie der Mutterkonzern Hyundai Motor Group seine auf dem Automobilmarkt erworbenen Kompetenzen nutzt, um das Geschäft im Bereich Advanced Air Mobility (AAM) voranzutreiben. Supernal hat sich für die Entwick- lung seines eVTOL mit den Hyundai Designstudios zusammengetan, damit das neue Luftfahrzeug schon 2028 in den USA und wenig später auch in der EU und Großbritannien eingesetzt werden kann. Zusätzlich arbeitet Supernal mit externen Partnern und einigen der mehr als 50 Hyundai Konzerngesellschaften zusammen. Wichtig sind hier vor allem die Branchen Automobilbau und Autoteile sowie Konstruktion, Robo- tik und autonomes Fahren. www.supernal.aero
21.07.2022
Bild: Hyundai
Collins Aerospace entwickelt einen 500-kW-Motor als Teil einer Familie von Elektromotoren, die nach oben oder unten skaliert werden können. Collins hat in Zusammenarbeit mit Hybrid Air Vehicles und der University of Nottingham den ersten funktionsfähigen Prototypen seines 500- Kilowatt-Elektromotors hergestellt, der für das Fluggerät Airlander 10 geeignet ist. Collins hat mit den Tests des Motors an der University of Nottingham begonnen. Für den -Elektromotor mit 2.000 U/min strebt Collins eine spezifische Leistungsdichte von 9 Kilowatt pro Kilogramm und einen Wirkungsgrad von 98 % durch die Verwendung einer neuartigen Motortopologie und einer Verbundkonstruktion an. Collins entwik- kelt den Motor in seinem Kompetenzzentrum für elektronische Steuerungen und Motorsysteme in Solihull, Großbritannien, wo es auch seinen 1-MW-Elektromotor und seine Motorsteuerung für den regionalen Hybrid-Elektro-Flugdemonstrator von Pratt & Whitney Canada (P&WC) entwickelt. www.collinsaerospace.com
21.07.2022
Bild: Hyundai
Statt normale Gasdrucktanks sollen nun Hochdrucktanks zur Aufnahme von Flüssigwasserstoff im Versuchsträger HY4 eingebaut werden. Der Vorteil: flüssiger Wasserstoff ist wesentlich energiereicher und laut Angaben von H2Fly kommt man so auf die doppelte Reichweite. Nach der Integration des neuen Tanks und der Brennstoffzellen in das Testflugzeug, soll Anfang 2023 ein intensives Testprogramm am Boden starten und die HY 4 das weltweit erste Verkehrsflugzeug sein, das mit flüssigem Wasserstoff fliegt. Damit der Wasserstoff flüssig bleibt, muss er auf - 253 C Grad gekühlt werden. Es soll das erste Mal sein, dass das Team mit flüssigem Wasserstoff an Bord umgeht. Es ist ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung des Ziels von H2FLY, den weltweit ersten vollständig wasserstoff-elektrischen Antriebsstrang zu entwickeln, der Brenn- stoffzellen und flüssigen Wasserstoff integriert. Dies ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Realisierung von emissionsfreien Mittel- und Langstreckenflügen.www.h2fly.de
27.07.2022
Foto: H2Fly
Hybridtechnik erfolgreich anwenden, das ist das Ziel der US-Firma Ampaire. Jüngst meldete Ampaire mit seinem De-monstrator „EEL Am- paire“ und nur einem Zwischenstopp von Los Angeles nach Oshkosh, Wisconsin, geflogen zu sein, wo es auf dem EAA AirVenture zurzeit ausgestellt wird. Auf einer Teilstrecke mit 1.135 Meilen (1.825 km) handelte es sich um den längsten Nonstop-Flug, der je von einem Hybrid- Flugzeug durchgeführt wurde. Dabei, so die Firma Ampaire, habe man 40% Treibstoff einsparen können. Derzeit wird das Flugzeug noch mit einem Continental-Kolbenmotor IO-360-GB und einem Elektromotor angetrieben, der eigenständig im Parallelbetrieb mit Batterie funktioniert. Als weiterführendes Produkt bietet Ampaire nun eine Eco Caravan von Cessna an. Dieser Typ, von dem bereits fünf Maschinen bestellt sind (+20 Optionen), wird den deutschen Dieselmotor RED Air-craft AO3 mit 405 kW (550 PS) mit einem Supplemental Type Certificate (STC) erhal- ten.www.ampaire.com, https://red-aircraft.com/
28.07.2022
Foto: Ampaire
Lange lagen die Pläne zur Zertifizierung von Pipistrels Panthera auf Eis. Anlässlich der EBACE 22 in Genf hatte Textron seine Hybridversion vorgestellt. Doch nun, so scheint es, habe man bei Pipistrel die Karten neu gemischt. Auf der Adventure Show in Oshkosh in Wisconsin gab der neue Präsident und CEO der Firma, Gabriel Massey bekannt, dass man für das Jahr 2024 die EASA-Zulassung für den einmotorigen Vier- sitzer anstrebt. So werden durchaus im Topsegment der Viersitzer, in dem auch Cirrus Aircraft eine bedeutende Rolle spielt, dem bereits 2011 erstmals auf der AERO vorgestellten Reiseflugzeug aus Slowenien gute Marktchancen eingeräumt. „Die Panthera wird das Segment der Leichtflugzeuge revolutionieren“, meinte Gabriel Massey. Zunächst soll die Maschine die erste Hürde mit dem 260 PS starken Lycoming IO- 540v-V4AR-Motor nehmen müssen. 1100 Meilen Reichweite bei 230 Meilen pro Stunde sind angesagt. Wann die Hybrid-Version und die Elektroversion kommen soll, ist offen. www.pipistrel.si
29.07.2022
Foto: Pipistrel
Ricardo, ein globales Strategie-, Umwelt- und Engineering-Beratungsunternehmen, hat einen mehrjährigen Vertrag mit Pratt & Whitney Cana- da, einem weltweit führenden Unternehmen in der Entwicklung, Herstellung und Wartung von Flugzeug- und Hubschraubertriebwerken und Hilfsaggregaten, unterzeichnet. Der mehrjährige Vertrag sieht vor, dass das Luft- und Raumfahrttechnikteam von Ricardo Pratt & Whitney Canada bei der Entwicklung fortschrittlicher hybrid-elektrischer Antriebstechnologien für Flugzeuge der nächsten Generation unterstützt. Das Projekt ist Teil des regionalen Hybrid-Elektro-Flugdemonstrator-Programms von Pratt & Whitney Canada auf Basis des De Havilland Dash 8 Versuchsträgers. Eine ähnliche Kooperation besteht bereits mit H55 für die Batterien und Collins, der Tochter von Pratt & Whitney. Collins entwickelt bereits ein 1 MW Antriebsstrang. Die Bodentests sollen noch in diesem Jahr beginnen. Die Flugtests könnten im Jahr 2024 aufge- nommen werden. www.ricardo.com i
01.08.2022
Foto: Pratt & Whitney
Einmal mehr konnte bei einem Testflug mit dem inzwischen bekannten Hybridflugzeug e-Genius die Leistungsfähigkeit dieses Typs mit einem Hybrid-Triebwerk unter Beweis gestellt werden. Das Experimentalflugzeug der Universität Stuttgart flog mit seinen Piloten, dem Wissenschaft- lichen Mitarbeiter des IFB an der Uni-Stuttgart, Jonas Lay und Weltrekord-Pilot Klaus Ohlmann auf einem Nonstop-Flug am 01.08.22 vom Flug- platz Mengen aus bis an den Atlantik und zurück. Beide Piloten wechselten sich während des strapaziösen über 2000 Kilometer langen Flu- ges nacheinander ab. Mensch und Maschine stießen dabei wahrhaftig an ihre Grenzen, dennoch ein großartiger Erfolg, wie Jonas Lay berich- tete. Traumsicht nach „CAVOK“ und als Beweis brachten sie unter anderem Fotos der Vulkankrater über den Pyrenäen mit. Gesamtspritvee- brauch: 81 Liter auf der Gesamtstrecke von 2002 km. Zuvor hatte das Duo bereits im April und im Juli dieses Jahres sechs Weltrekorde erflogen. www.ifb.uni.stuttgart.de
02.08.2022
Foto: IFB-Uni Stgt.
Die kanadische Horizon Aircraft hat einen 50-Prozent-Prototyp seines eVTOL vorgestellt. Der fünfsitzige Cavorite X5 hebt sich als einziges VTOL von der Masse ab. Seine Auftriebsrotoren werden bei der Transition in den Reiseflug vollständig abgedeckt. Der Cavorite X5 hat ein rei- nes Lift & Cruise Canard-Design mit 16 im Flügel eingebetteten Rotoren und einem Schubpropeller im Heck. Der wird durch einen Corvette- Motor angetrieben, der mit einem Generator zur Stromherstellung für die Rotoren gekoppelt ist und der für den eigentlichen Vortrieb sorgt. Beim patentierten Flügeldesign teilt sich die aerodynamische Hülle in einen vorderen und hinteren Teil. Die Vorder- und Hinterkanten bewegen sich dabei auseinander, um die Auftriebsrotoren für den VTOL-Betrieb freizulegen, und sie schließen und verriegeln wieder, wenn es in den Vorwärtsflug gehen soll. Cavorite X5 bietet eine maximale Reisegeschwindigkeit von 240 Knoten (450 km/h). Die Reichweite beträgt 500 Kilo- meter. www.horizonaircraft.com
04.08.2022
Bild:: Horizon Aircraft
ZeroAvia ist im Begriff sich in der Luftfahrt einen Namen zu machen. Begonnen haben die Arbeiten bei der Umrüstung einer Piper M46 Malibu. Neben seinem Stammsitz in Everett/WA/USA und Hollister in CA/USA wurde eine zweite Location in Memble/Cirencester in Großbritannien eröffnet. Nahezu konkurrenzlos hat sich das Unternehmen in der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie an die Spitze gearbeitet. Gegen- wärtig ist man dabei, den kompletten Antriebsstrang ZA2000-RJ in der 2 bis 5 MW-Klasse einsatzreif zu machen. Nach einer zweiten Geldbe- schaffungsrunde sind die Einstiege der großen Airlines eine willkommene Absicherung. So konnte man inzwischen 150 Millionen Dollar für weiterführenden Arbeiten einnehmen. Dabei steht American Airlines mit 82 Mio. Dollar an der Spitze. Die Airline möchte für seine Regionalliner alleine 100 Einheiten beschaffen. Auch United Airlines hatte bereit 100 Einheiten vorbestellt. Ob sich die Nachrüstungen rechnen, steht auf einem anderen Blatt: www.zeroavia.com
05.08.2022
Bild:: ZeroAvia
Europa steckt in der Mobilitätswende: weg von fossilen Brennstoffen hin zur nachhaltigen Elektromobilität. Damit ist der Kontinent zu dem am schnellsten wachsenden Markt für die Produktion von Lithium-Ionen-Akkus weltweit geworden. Doch die Erfolgsstory hat einen Haken: Bis heute gibt es keine innereuropäische Versorgung mit Lithiumhydroxid, um die enorm Nachfrage zu decken. Dem wollen jetzt die deutsch-aus- tralische „Vulkan Energy“ entgegentreten. Ihr Ziel: aus den Tiefen des Oberrheingrabens gefördertes Lithium aus Thermalwasser zutage brin- gen. Dazu erhielten sie bereits fünf Explorationslizenzen. Jetzt ziehen die Stadtwerke Speyer und Schifferstadt nach und wollen ein eigenes Unternehmen gründen, das die Förderung von lithiumhaltigen Ther-malwasser aus einer Region von 150 Quadratkilometer aus mehreren tau- sende Meter Tiefe vorsieht. Damit könnte das ressourcenarme Deutschland zum Lieferanten des kostbaren Basismaterials für Lithium-Batte- rien werden. www.stadtwerke-speyer.de
10.08.2022
Symboldbild:
Bild: Stadtwerke Speyer
Die britische Vertical Aerospace, Entwickler des eVTOL V4X4 gab bekannt, die Endmontage seines Senkrechtstarters abgeschlossen zu haben und dass man jetzt mit einer mehrmonatigen Testkampagne beginne. Das Unternehmen arbeitet eng mit Rolls-Royce zusammen, die die An- triebsstränge liefern. Unter anderem sind die Briten mit Molicel, einem der führenden Hersteller von Lithium-Ionen-Zellen in eine strategische Partnerschaft eingegangen. Molicel ist für die Lieferung VX4 Bat-teriepack zuständig. Vertical Aerospace hat bereits 1400 Vorbestellungen, darunter allein 350 von American Airlines (davon 250 als Vorbestellung und 100 weitere als Option). Zudem hat American Airlines versichert, eine Vorabzahlung zu leisten, um die Liefertermine für die ersten 50 VX4 zu sichern. Hubschrauberbetreiber Babcock denkt außerdem an den Einssatz des VX4 als fliegenden Krankenwagen. Es wird angestrebt sowohl die EASA- als auch die CAA-Zulassung gleichzeitig zu erhalten. www.vertical-aerospace.com
18.08.2022
Foto: Rolls-Royce
Meldungen 2. Halbjahr 2022
Calin Gologan ist einer der Elektroflug-Pioniere. Mit dem Jungfernflug seines Doppelsitzers am 29. Juni 2022 könnte ihm nun der große Wurf gelingen. Der darin verbaute 40 kW starke Außenläufer des HPD 50D von Geiger-Engineering ist luftgekühlt und wird mit einer Niederspan- nung von 48 Volt betrieben. Gologan’s Firma Elektra Solar gibt an, dass man mit dem Flugzeug 2,5 Stunden Flugdauer und 300 km Reichweite erreichen kann. Es wird das doppelt redundante elektrische Antriebssystem sowie der hohe Komfort für Piloten hervorgehoben. Die Aufbau- zeit vom Transportanhänger bis zur Flugbereitschaft betrage etwa 30 Minuten. Der Elektra Trainer wurde als ideales Flugzeug für Flugschulen und Flugvereine konzipiert, was den Kauf von privaten Haltern nicht ausschließen wird. Die Betriebskosten betragen weniger als 60 EURO/- Stunde, was etwa der Hälfte der Kosten eines klassischen Ultraleichtflugzeugs entspricht. Der Anschaffungspreis werde bei ca. 200 000 € liegen.www.elektra-solar.com
11.07.2022
Foto: Elektra-Solar
Der 47-jährige Bremer Flughafen-Experte Florian Kruse, Gründer von EVIA AERO GmbH gab jüngst bekannt, bei der britischen Firma Cranfield Aerospace Solution eine „Letter of intent“ für 10 Umrüstkits unterschrieben hat, die den normalerweise mit Kolbenmotoren betriebenen Brit- ten Norman Islander antreiben. Noch aber forscht Cranfield Aerospace an diesen speziellen Kits, die was die Energieversorgung betrifft, an Pods unter die Flügel gehängt werden soll. Der serienmäßige Islander, der fast unverändert seit den sechziger Jahren gefertigt wird, erhält dann anstelle der zwei Lycomings zwei Elektromotoren. In den Pods werden sich je ein Brennstoffzellen- System mit dem Gastank und einer Pufferbatterie zum Betrieb des Elektromotors befinden. Diese Flugzeuge werden die Pläne von EVIA AERO zur Entwicklung einer nachhaltigen Luftfahrt an den Nordküsten Deutschlands unterstützen, den Niederlanden und Dänemark und wird zu den Umweltbelangen und -zielen der Region beitragen. www.CAeS.com
16.07.2022
Foto: CAeS
CAE Inc., weltweit größter und führender Anbieter von Flugsimulationstechnologien und Ausbildungs- sowie Schulungszentren in 20 Ländern auf fünf Kontinenten gab auf der Farnborough International Air Show 2022 bekannt, dass es eine Partnerschaft mit Piper Aircraft geschlossen hat. Es soll ein Umbausatz über ein Supplemental Type Certificate (STC) für in Betrieb befindliche Flugzeuge Piper Archer PA-28-181 entwik- kelt und eine elektrische Variante als Option des legendären Flugzeugs auf den Markt als Option angeboten werden. CAE brachte die beiden Partner H55 und Safran Electrical Power zusammen, den kompletten elektrischen Antriebsstrang für die technisch in die Jahre gekommen Ganzmetallkonstruktion Piper PA-28 Archer zu liefern. CAE beabsichtigt zwei Drittel seiner Piper Archer-Schulungsflotte umzurüsten und ei- nen Lehrplan für zukünftige Piloten für Elektroflugzeugen in Kanada, den USA und Europa zu entwickeln und die Lärmpegel an den Flugschu- len zu reduzieren. www.cae.com
20.07.2022
Bild: CAE
Die Volkswagen Group China hat 2020 ein Projekt zur „Vertikalen Mobilität“ ins Leben gerufen, um Mobilitätslösungen für die Zukunft zu ent- wickeln. Dazu gehören auch der Markt für urbane Luftmobilität und die Ausweitung des städtischen Verkehrs von der Straße in den Luftraum. Nach intensiver Forschungs-, Konzeptions- und Entwicklungsarbeit hat das Projektteam nun seinen ersten Prototypen zur Erprobung im Luft- raum entwickelt – den V.MO. Das Modell ist als X-Wing-Konfiguration konzipiert, mit einer Länge von 11,2 m und einer Spannweite von 10,6 m. Es verfügt über acht Rotoren für den Auftrieb und zwei Rotoren für den Vortrieb. Der Konzern führt im Laufe dieses Jahres eine Reihe von Flugtests zur technischen Optimierung durch. Ein verbesserter Prototyp wird bis Spätsommer 2023 noch weitergehende Testflüge absolvie- ren. Das automatisierte eVTOL könnte in seiner endgültigen Ausführung vier Passagiere plus Gepäck über eine Entfernung von bis zu 200 km transportieren. www.vw.china.cn
28.07.2022
Bild: VW China
Die kanadische Regional-Airline Harbour Air betreibt eine Flotte von ein- und zweimotoriger Wassersflugzeugen von De Havilland. 2019 ent- schied man sich nach und nach die Turbopropflugzeuge auf Elektroantriebe umzurüsten. Jetzt meldete das Un-ternehmen aus Vancouver zum ersten Mal einen vollelektrischen Punkt-zu-Punk Flug durchgeführt zu haben. Der Flug mit der De Havilland DHC-2 Beaver über eine Strecke von 45 Meilen dauerte 24 Minuten. Das Flugzeug verließ sein Terminal am Fraser River neben YVR und landete in Pat Bay neben YYJ. Der Start war am 22. August 2022 morgens um 8.12 Uhr. Nach der Landung um 8.36 Uhr, was einer normalen Kurzflugstrecke der Airline betrifft, gab der Pilot an, noch über reichlich Reserveleistung verfügt zu haben. Das Team des Motorenherstellers MagniX und die kanadische Transportbe- hörde überwachten den Flug. Die Maschine bleibt auf Vancouver Island zu einem „Tag der offenen Tür“ und wird danach wieder zurück nach Vancouver fliegen. www.harbourair.com
25.08.2022
Foto: Harbour Air
Meilenstein bei Smartflyer erreicht Der Rumpf des Smartflyer SFX1 nimmt langsam Gestalt an. Nachdem in den vergangenen Jahren die Vorarbeiten für das hybride Antriebssys- tem fertig entwickelt wurden und auf einem Testprüfstand die volle Funktion bestehend aus Rotax-Motor, Generator und dem eigentlichen elektrischen Antriebsmotor nachgewiesen werden konnte, hatte Firmengründer Rolf Stuber grünes Licht bei der Schweizer Firma Aerolite aus Ennetbüren bei Luzern zur Fertigung der erste CFK-Rumpfstruktur gegeben. Nach Angaben von Smartflyer kann somit die Systemintegration beginnen. Dazu ist man von Grenchen nach Selzach umgezogen. In einer neu angemieteten Halle mit 500 Quadratmeter soll nun in den nächs- ten Wochen der einbaufertige Antriebsstrang in den Rumpf eingebaut werden. Dennoch lässt es sich das Unternehmen nicht nehmen, auf dem Electrifly-In, das erstmals in Bern stattfinden soll, ebenfalls präsent zu sein. Der Erstflug des Hybrid-Viersitzer ist für das kommende Jahr geplant. www.smartflyer.ch
05.09.2022
Foto: Smartflyer AG
Elektroflugzeuge können jetzt zwei Stunden Nonstop fliegen! Nicht die Entfernung mit einem rein elektrisch betriebenen Flugzeug von A nach B war die kleine Sensation des diesjährigen Electrifly-In in Bern, sondern die Flugzeit, bedingt durch Gegenwind mit 1 h und 55 Minuten war das herausragende Merkmal. Bisher galten 50 Minuten Flug- zeit für das einzig zugelassene Motorflugzeug Pipistrel Velis als Referenzflugzeug. Das Rekordflugzeug Elektra Trainer mit Uwe Nortmann am Steuer ist allerdings für die 600 kg-Klasse entwickelt worden, die das Schweizer BAZL nicht anerkennt. Zu den wenigen Neuigkeiten am neuen Standort für das Fly-in zählten auch neben Nortmanns Flieger der e-Genius der Uni Stuttgart mit einem Range-Extender auf Basis des Smart Dieselmotors. Desgleichen der Rumpf des SF-1 von der Smartflyer AG. Dieser Typ wird ebenfalls einen Range Extender erhalten. Und um noch längere Flugzeiten zu ermöglichen, wurden neue Perspektiven mit möglichen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Systeme im Vortrag vorgestellt, die in den nächsten Jahren im Fokus stehen. www.electrifly-in.ch
13.09.2022
Foto: H.Penner
Kitty Hawk, eines der ersten VTOL-Unternehmen schließt seine Pforten Der im Kalifornien ansässige Lufttaxi-Entwickler Kittyhawk hat beschlossen, seine Türen nach mehr als 10 Jahren zu schließen. „Wir haben die Entscheidung getroffen, Kittyhawk einzustellen“, schrieb das Unternehmen am 21. September in Beiträgen auf Sozialmedia. "Wir arbeiten noch an den Details dessen, was als nächstes kommt." Kittyhawk wurde im Januar 2010 als Zee.Aero mit Unterstützung von Larry Page, Mit- begründer der Google-Muttergesellschaft Alphabet gegründet. Das Unternehmen stellte 2014 seinen einsitzigen Flyer vor, gefolgt von einem halbautonomen zweisitzigen Flugzeug eVTOL Cora im Jahr 2018. 2019 beendete Kittyhawk das Projekt und schloss sich mit Boeing zusam- men, um ein Joint Venture, die Wisk Aero zu gründen, und um das Projekt Cora weiter zu entwickeln. Wisk Aero bleibt im Geschäft. Im Juli gab Wisk bekannt, dass es erwartet, die Serienversion seines eVTOLs und damit die sechste Generation seiner Lufttaxis – in den kommenden Mo- naten vorzustellen. Es ist geplant, diese Version durch die Zertifizierung der Federal Aviation Administration zu bringen. www.kittyhawk.aero
29.09.2022
Foto: Kitty Hawk
Elektroflugzeug für den Selbstbau Pie Aeronefs ist ein junges Schweizer Unternehmen. Gründer, Marc Umbricht hat sich erst vor einigen Jahren entschieden, Flugzeuge zu bau- en. Dazu hat er sich inzwischen eine junge Mannschaft rekrutiert, die zunächst an einem einsitzigen Elektroflugzeug werkelt, mit dem man an Rennflugzeug-Wettbewerben teilnehmen möchte. Voraussichtlich wird das Flugzeug noch in diesem Jahr in die Luft kommen. Im Gegensatz zu den Segelflug- und anderen -Kleinflugzeugherstellern setzte die Firma von Anfang an im Zellbau auf eine moderneres Prepreg-Verfahren, auch wenn weitgehend schon CFK zum Einsatz kommt. UR-2 “Bouvreuil“ soll ein Zweisitzer mit rein elektrischen Antrieb werden. Es soll den Leistungen einer Cessna 152 oder Piper Warrior entsprechen (VS0: 50 KIAS, VS1: 95 KIAS). Ziel für UR-2 als auch für die UG-3, die danach als Viersitzer kommen soll, sind ihre Kurzstartfähigkeit auf Plätzen bis 500 Meter Länge und mit Reichweiten von etwa 1 000 Kilometern. Die UG-2 wird ausschließlich als Experimental-Kit-Flugzeug zu einem mit einer Glasair kompatiblen Preis erhältlich sein. www.pieaeronefs.ch
12.09.2022
Bild: Pie Aeronefs
Zukuftsorientierte Brasilianer Eine Symbiose, die sich bezahlt machen soll? Warum nicht? Auch wenn sich zwei ungleiche Partner leiert haben: auf der einen Seite steht Luftfahrtriese Embraer und auf der anderen Seite die kleine norwegische Airline Widerøe. Doch die kleine Fluggesellschaft bevorzugt Kurz- strecken in Skandinavien. Das auch dank ihrer kreativen Führung. Im vergangen Jahr kam es zwischen Widerøe und der Embraer-Tochter EVE zu einer Vereinbarung zur Gründung von Widerøe Zero, um das emissionsfreie und geräuscharme eVTOL von Eve zu nutzen, um ein neues Betriebskonzept zu entwickeln. Dessen nicht genug, machten Embraer und Widerøe noch während der diesjährigen Farnborough Airshow die Ansage, einen kooperativen Weg zur Entwicklung zukünftiger emissionsfreier Flugzeuge zu beschreiten. Die Airline verpflichtete sich, als eine der ersten Fluggesellschaften der Welt emissionsfrei zu werden. Widerøe hat für eine nachhaltige Luftfahrt zunächst nur ein MoU unterschrie- ben. Das Ziel ist ein emissionsfreies Flugzeug mit 50 Sitzen so schnell wie möglich in den Flugbetrieb aufzunehmen. www.embaer.com
30.08.2022
Bild: Embraer
Stuttgarter Studententeam entwirft für DLR-Wettbewerb Löschflugzeug gegen Waldbrände Seit Jahren schreibt das DLR Wettbewerbe für Studierende aus. Durch den Klimawandel nehmen Waldbrände zu. Die Aufgabe der Design Challenge 2022 griff dieses Thema auf. Ein systemischer Entwurf im Zusammenwirken einer Flotte von Löschflugzeugen sowohl untereinan- der als auch mit Einheiten am Boden soll die transportierte Wassermenge innerhalb von 24 Stunden zum Brandgebiet maximieren. Die eigent- liche Aufgabe: eine Flotte von Luftfahrzeugen für die Indienststellung bis zum Jahr 2030 zu konzipieren, die zusammen mindestens 11.000 Li- ter Wasser in einem Löschangriff an einen Brandort liefern kann. Die einzelnen Flugzeuge sollten so aufgebaut sein, dass sie auch als Passa- gier- oder Frachtvarianten produziert werden können. Mit dem ersten Platz prämierte die Jury des DLR bei der diesjährigen DLR das Konzept INFERNO der Uni Stuttgart. Es folgten die TU Dresden mit PEL-E-FAN-T auf Platz zwei und die RWTH Aachen mit FireWasp auf Platz drei. Auf die weiteren Plätze wurden die Teilnehmer der RMTH Aachen und der DHBW Ravensburg mit ähnlichen Beiträgen verwiesen. www.dlr.de
19.08.2022
Bild: Uni Stuttgart
STOL-Electra kann nach 50 Metern schon abheben Acht Elektromotoren zu „Verteilten Antrieben“ vereint, sollen die amerikanische Electra für 9 Passagiere schon nach 50 Meter Rollstrecke ab- heben lassen. Besonderes Interesse zeigen nicht nur kleine Gesellschaften, die im Outback fliegen, sondern auch das US-Militär und ebenso wie die Lockheed Martin Ventures, eine Tochter des Luft-und Raumfahrtkonzern Weit über 900 Vorbestellungen stehen in den Auftragsbüch- ern. Darunter auch eine in Gründung befindliche deutsche Gesellschaft, die eine Möglichkeit im Inselflugverkehr sieht. Die kleinen elektrisch- en Antriebsstränge wurden bereits in der Schweiz mithilfe von Turbogeneratoren getestet. Als weitere Möglichkeit neben der Verwendung von Turbogeneratoren sieht das gleichnamige Unternehmen Electra auch die Verwendung von Brennstoffzellen vor. Primär sieht man in erster Li- nie eine Reduzierung der CO2-Emissionen durch die Hybridantriebsstränge vor, die auch auf größere Maschinen skalierbar wären. Im Moment wird vorerst an einem zweisitzigen Demonstrator gearbeitet, um daraus dann das spätere Serienmuster zu evaluieren. www.electra.aero
17.09.2022
Bild Electra
Schwedischer 30-sitziger Commuter mit großer Perspektive Heart Aerospace ist Newcomer mit ambitionierter Plänen. Als Hybridflugzeug ES-30 ausgelegt soll der 30-Sitzer, angetrieben durch vier Elek- tromoren besonders im Kurzstreckenverkehr eingesetzt. Zunächst war das erste Konzept als 19-Sitzer ausgelegt. Marketing-Untersuchungen führten jedoch schnell zu der Überlegung, das die Passagierkapazität erhöht werden muss. Nach dieser Entscheidung stiegen die kanadische Airline und die schwedische Flugzeugherstellerfirma mit je fünf Millionen Dollar als Minderheitsgesellschafter in das junge Unternehmen ein. Zudem orderte Air Canada 30 Flugzeuge. Insgesamt sind jedoch schon 230 Maschinen mit 100 weiteren Optionen vorbestellt. Die reguläre si- chere Reichweite als reine Elektroversion soll bei 200 km liegen. In einer Reserve-Hybrid-Konfiguration mit zwei Turbogeneratoren soll die Reichweite auf 400 Kilometer erweitert werden können. Hearts Konzept sieht vor, die meisten Baugruppen von Aernnova in Spanien herstellen zu lassen und nur die Endmontage in Schweden durchzuführen. ES-30 soll ab 2018 in den Liniendienst gehen. www.heartaerospace.com
18.09.2022
Bild: Heart Aerospace
Nach Umkonstruktion endlich geschafft: Alice fliegt! Am 27.09.2022 konnte am Grant County International Airport (MWH) erfolgreich Alice von Eviation seinen Jungfernflug absolvieren. Die Ma- schine flog acht Minuten und erreichte dabei eine Flughöhe von 3.500 Fuß (ca. 1.100 Meter). Damit ist das rein elektrisch betriebene Flugzeug die erste absolute Neukonstruktion! Alice soll als Cargo-Flugzeug und für den Passagiertransport mit bis zu 9 Sitzen in den Einsatz kommen. Als letzte Gesellschaft orderte Evia Aero 25 Maschinen dieses Typs, nachdem Eviation bereits 137 Vororders in den Bestellbüchern verzeich- nen konnte. Alice soll Strecken zwischen 150 und 250 Meilen bedienen können. Die Reisegeschwindigkeit soll bei 260 kts liegen. Das Flug- zeug weist im Gegensatz zu anderen Typen dieser Klasse eine sehr hohe Flügelstreckung auf. Der Antrieb erfolgt durch zwei 650 kW MagniX- Elektromotoren, die das 6,7 Tonne schwere Flugzeug in die Luft bringen. Der 820 kW/h-Batteriesatz wiegt 3720 kg. Die gegenwärtige Fluger- probung des 2015 gestarteten Projekts soll 2025 abgeschlossen werden. Der erste Einsatz könnte ab 2027 erfolgen. www.eviation.com
28.09.2022
Foto: Eviation
Italiens erster Vertiport am Fiumicino Airport in Rom in Betrieb genommen Am Flughafen Rom haben am 6. Oktober 2022 Atlantia, UrbanV und Volocopter, einer der Pioniere der Urban Air Mobility (UAM), haben die ers- ten bemannten elektrischen eVTOL Testflüge im italienischen Luftraum erfolgreich durchgeführt. Diese Tests waren Teil eines Mobilitäts-Öko- system-Events am internationalen Flughafen Leonardo da Vinci in Fiumicino. Die Tests sowie die Inbetriebnahme des ersten Vertiports in Ita- lien sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur kommerziellen Einführung von Advanced Air Mobility (AAM) in Rom, die für das Jahr 2024 geplant ist. Volocopters Testpilot an Bord des elektrischen Volocopter 2X flog vor Zuschauern für 5 Minuten eine Route auf 40 Metern Höhe bei ca. 40 km/h Geschwindigkeit. Dies erforderte die Zustimmung der italienischen zivilen Luftfahrtbehörde Ente Nazionale per l'Aviazione Civile (ENAC) und den italienischen Flugsicherungsdiensten. Der Vertiport wurde im Rahmen des von ENAC genehmigten regulatorischen Testfelds entwickelt und entspricht den Spezifikationen der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). www.volocopter.com
06.10.2022
Symbolfoto: Volocopter
Erster 11-Blatt-Propeller der Welt in Deutschland bei MT-Propeller entwickelt Der bei Straubing ansässige Propellerhersteller MT-Propeller ist für seine innovativen Propellerentwicklungen bekannt. Jetzt wartet das Unter- nehmen mit einer weiteren Weltneuheit auf, um auch die Möglichkeiten der Propellertechnologien zu erforschen. Auf einer werkseigenen Piper Cheyenne PA31T1, der mit Pratt& Whitney PT6A-135A Turbinen ausgestattet ist, beeindruckte der weltweit erste 11-Blatt-Propeller, der auf das rechte Triebwerk montiert wurde mit einer beeindruckenden Geräusch- und Klangsignatur. Wie so viel der dortigen Propellerentwicklungen erfolgten die Untersuchungen ebenfalls in Eigeninitiative. Wie Gerd Mühlbauer, Firmengründer und CEO einmal mitteilte, flossen bisher alle Entwicklungen in Serien ein. Nach ersten Messungen konnte das Ingenieurteam gegenüber dem standardzertifizierten 5-Blatt-Propeller einen 15%-igen höhen Standschub liefern. Dieses Propellersystem in Kombination mit einer Stromversorgung mit niedriger Drehzahl von einer Tur- bine oder einem Elektromotor eröffnet neue Möglichkeiten für Leistung, Effizienz und Geräuschentwicklung. www.mt-propeller.com
13.10.2022
Foto: MT-Propeller
13.10.2022
Foto: Wright Electric
Wright Electric entwickelt eigenen 2 MW Elektromotor In der Regel entwickeln Flugzeughersteller keine eigenen Triebwerke. Anders die Firma Wright, die das elektrisch betriebene Passagierflug- zeug Spirit 100 entwickeln will und die sich zuerst die Aufgabe machte, einen geeigneten Elektro-Antriebsmotor zu entwickeln. Der 100-sitzige Passagierflieger benötigt zwei Triebwerke von je 2 Megawatt. Wright ist mit Advanced Research Projects Agency-Energy (ARPA-E) unter Vertrag, um eine superleichte Version eines leichten elektrischen Triebwerks zu entwickeln. Wright gibt an, derzeit über einen 2-MW-Motor, der etwa zehnmal leichter ist als ein Industriemotor, mit derselben Leistung zu verfügen. Der Motor wurde in den letzten drei Jahren parallel zu Verträgen mit der NASA, der US-Navy und USAF fertiggestellt. Es soll ein wichtiger Baustein für eine emissionsfreie Luftfahrt für Flugzeuge in Boeing- und Airbus-Größe sein. Die Skalierung von elektrischen und hybridelektrischen Antriebssystemen von der allgemeinen Luftfahrt auf größere Flugzeuganwendungen erfordert viel leistungsfähigere und leichtere höhentaugliche Technologien. www.h55.ch
20.10.2022
Bild: Eviation
Nach DHL unterschrieb zweites deutsches Unternehmen Evia Aero Vorvertrag über 25 Flugzeuge Florian Kruse, CEO und Gründer der neuen Fluggesellschaft von Evia Aero machte im Frühsommer von sich Reden als er eine Kaufabsichtser- klärung (MoU) über die Lieferung von 10 umgerüsteten Britten Norman Islander unterzeichnete. Die Maschinen sollen dann mit Brennstoffzel- len betrieben werden. Jetzt meldete Eviation, der Hersteller des neunsitzigen Elektroflugzeugs Alice, dass Avia Aero als zweites Unterneh-men aus Deutschland ebenfalls eine MoU über 25 Maschinen unterschrieben habe. Evia Aero gibt sich als nachhaltige Fluggesellschaft aus, die die Maschinen für Point-to-point-Regionalflüge innerhalb Deutschlands, Dänemarks, Belgiens, Österreichs und der Niederlande in Betrieb zu neh- men. Die Vereinbarung folgt auf den historischen Erstflug von Eviations Alice am 27. September 2022. Das Flugzeug produziert keinerlei CO2- Emissionen und kostet nur einen Bruchteil der Betriebskosten pro Flugstunde im Vergleich zu Light Jets oder High-End-Turboprop-Flugzeu- gen und bietet damit die Möglichkeit, mehr Strecken zu bedienen und den Komfort des Luftverkehrs zu erbessern. www.eviation.com
Bild: Lilium
29.10.2022
Foto: Ampaire
Weitere Aufträge für Ampaire durch Leasing-Unternehmen Monte Monte ist ein Leasing-Unternehmen, dass sich nachhaltiger Regionalluftfahrt-Technologie verschrieben hat. So hat man sich in jüngerer Zeit auf schnell umsetzbare Konzepte fokussiert. Dazu gehört auch Ampaire, die mit einer Hybridversion erfolgreiche Flüge mit einer Cessna 337 durchführen konnten. Dabei konnten Spriteinsparungen zwischen 40 und 50 Prozent bei Reiseflügen eingespart werden. Als Weiterentwick- lung gilt die Cessnas 208B Grand Caravan, die Ampaire zur Eco Caravan modifiziert hat. Das Flugzeug kann seine bordeigenen Batterien wäh- rend des Reiseflugs aufladen, was bedeutet, dass es jeden Flughafen nutzen kann, von dem Caravans heute fliegen, unabhängig von der Bo- denladefähigkeit. Der Batteriesatz befindet sich in einem Pod unter dem Rumpf. Die Maschine kann trotz der Batteriezuladung bis zu 9 Passa- giere oder eine entsprechende Cargolast mitnehmen. Je nach Flugstrecke lassen sich mit der Eco Caravan zwischen 50 und 50 Prozent Treib- stoff einsparen. Nun hat Monte einen ersten Festauftrag über 25 Maschinen mit der Option auf weitere 25 Optionen erteilt. www.ampaire.com
21.10.2022
Bild: Overair
Hubschrauberbetreiber könnte auf Tilt-Konzept setzen Bristow, weltweit tätiger und erfahrener Hubschrauber-Betreiber möchte nun auch die einzigartigen Eigenschaften von eVTOL-Flugzeugen zu nutzen, um seinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Das Unternehmen ist sich der Vorteile einer vielfältigen Flotte bewusst und beabsichtigt, seinen bestehenden Betrieb mit „Butterfly“ und anderen eVTOLs für kommerzielle Flugtaxi-Routen in Ballungsgebieten zu diversifizieren. Be- merkenswerterweise ist, dass „Butterfly“ von den Luftfahrzeugen, die Bristow derzeit in Betracht zieht, das einzige Flugzeug mit einer vekto- riellen Schubkonfiguration ist. Über ein Memorandum-of-Understanding (MoU) signalisierte Bristow den möglichen Kauf von 20 bis 50 sechs- sitzige Einheiten vom Typ „Butterfly“. Diese Entscheidung und eine Finanzspritze von 145 Millionen US-Dollar aus Südkorea stärkt Entwickler Overair nacherfolgreichen Bodentests in die Projektionsphase überzugehen, schließlich habe man auch über Karem Aircraft aus militärischen Programme lernen können. Ein Prototyp des Tilt-Flugzeugs soll bereits Ende 2023 in die Luft kommen. www.overair.com
05.10.2022
Bild: H.Penner
Was Studenten so alles können Studenten der ETH-Zürich hatten sich als Ziel gesetzt ein modernes Elektroflugzeug in die Luft zu bringen. Selbstverständlich wollte man da- rin auch einen Elektroantrieb verbauen. Doch statt gleichzeitig ein neues Flugzeug zu entwickeln und dazu noch einen entsprechenden An- triebstrang, wie man es normalerweise mit Verbrennungsmotoren von der Stange macht, passte nicht in deren Philosophie. Und eigentlich wollte man sich nur auf den Elektroantrieb konzentrieren. Die Wahl fiel auf den südafrikanischen Bausatz Sling4. Um genügend Auftrieb dafür zu erhalten, wurde die Spannweite vergrößert. Mit einem Schweizer E-Motorhersteller und durch Eigenentwicklungen entstand der Antriebss- trang. Im September erfolgte dann der ersehnte Erstflug. Die Südafrikaner erhalten das Recht der wirtschaftlichen Umsetzung mit dieser Ent- wicklung. Schon aber arbeitete man in Dübendorf bei Zürich, wo die Studententeams wirken, an der Realisierung Brennstoffzellen-Antriebs. Der Prototyp funktionierte bereits auf Anhieb. 2023 will man das System installieren und auch erstmals im Flugzeug nutzen.www.cellsius.ch
Erster gelungener Fesselflug mit VX4 von Vertical Aerospace mit starken Perspektiven Das englische eVTOL-Projekt Vertical Aerospace VX4 konnte denn ersten gefesselten Flug absolvieren. Zuvor hatte die britische Luftfahrtbe- hörde CAA der Firma ein „Permit to Fly erteilt“. Das viersitzige Flugtaxi wurde in seiner Auslegung besonders von Rolls-Royce E-Motoren un- terstützt, die das achtmotorige Fluggerät antreiben. Eigenen Angaben zufolge soll dies der erste Neustart eines neuentwickelten Fluggerätes nach 20 Jahren Pause in Großbritannien gewesen sein. Der Flug mit Testpilot Justin Plaines am Steuer erfolgte jedoch nur bis in eine Höhe von 1,50 m. Bei der Flugerprobung sollen auch Transitionen und später danach auch Marschflüge erfolgen. Das Konzept folgt denen anderer Hersteller, die von Anbeginn auf eine Kombination von Flächenflugzeug und Kopter gesetzt haben, was weitere Strecken von bis 160 km und schnellere Flüge mit bis zu 130 Knoten (240 km/h) erlaubt. Vertical Aerospace erhofft sich bei der EASA schon für 2025 eine Musterzulassung. Laut Vertical Aerospace habe man bereits mehr als 1400 Vorbestellungen in den Auftragsbüchern. www.vertical-aerospace.com
01.10.2022
Foto: Vertical Aerospace
US-Airline beteiligt sich direkt an eVTOL-Entwickler Joby Aviation Amerikanische Airlines befürchten von gutzahlenden Kunden auf lange Sicht nicht ernst genommen zu werden. Es geht ihnen darum, verein- fachte Transite und Zeiteinsparungen zu schaffen. Das Reiseerlebnis soll für den gehobenen Kundenkreis nahtloser, angenehmer und ohne Wartezeiten stattfinden. Davon ist auch Delta Airlines überzeugt. Delta sieht in dem Transport zwischen den Flughäfen und den Stadtzentren die Einsatzmöglichkeiten von eVTOLs, den Staus zu entgehen. Es gibt allerdings nur sehr wenige Anbieter auf der Welt, die über ausreichende Erfahrungen mit ihren eVOLs verfügen. Dazu zählt mit Sicherheit aber Joby Aviation. Mit seinem sechsmotorigen Antriebskonzept und aerody- namischer Fliegbarkeit konnte das in Kalifornien ansässige Unternehmen die Airline ebenso überzeugen, wie mit den über 1000 nachgewiese- nen Flüge. Aus diesem Grund stieg Delta bei Joby mit zunächst 60 Millionen US-Dollar ein. Diesen Betrag wolle man auf bis zu 200 Mio. Dollar erhöhen, wenn der Partner wesentliche Meilensteine bei der Entwicklung und Bereitstellung des Dienstes erreicht hat. www.joby-aviation.com
14.10.2022
Foto: Joby Aviation
21.10.2022
Bild: Embraer
Weit vorgedacht: Pilotless und modernster Antrieb Embraer, Hersteller einer ganzen Baureihe von Geschäftsreisejets mit den Modellreihen Phenom und Praetor, hat auf der diesjährigen Ge- schäftsluftfahrtmesse NBAA in Orlando/Florida erstmals Darstellungen eines futuristischen Geschäftsreiseflugs gezeigt. Weil es außer Detail- verbesserungen keine wesentlichen Neuheiten vorzustellen gab, gab aber Firmenchef Michael Amalfitano einen schmalen Einblick in ein für ihn inspirierendes Konzept, eines vollständig autonomen mittelgroßen Jets mit drei Kabinenzonen ohne Cockpit. Bei dem zwar schon fast utopisch wirkenden Entwurf stand die Praetor-Serie Pate. Das Flugzeug würde ein V-Leitwerk erhalten. Zwei übereinanderliegende Triebwerks- stränge, egal ob für Turbinen oder Elektroantrieb sorgen für den Vortrieb. Das vorgestellte Konzept, so ein Firmensprecher, sei ein vollständig autonomes Flugzeug mit Künstlicher Intelligenz (KI), das die Notwendigkeit eines Cockpits erübrige. Dadurch sei eine Lounge im vorderen Kabinenteil möglich. Ob potenzielle Kunden das akzeptieren würden, ist eher fraglich. Also nur eine Marketing-Gag? www.embraer.com
28.10.2022
Lilium unterzeichnete Vorvertrag über 100 Lilium Jets für Upper-Class bei Saudia Die saudische Fluggesellschaft Saudia, die gegenwärtig 158 Maschinen von Airbus und Boeing betreibt, gab zusammen mit dem Münchener Unternehmen Lilium bekannt, 100 eVTOLs kaufen zu wollen. Das Memorandum of Understanding (MoU) sieht für die geplante Entwicklung und den Betrieb eines eVTOL-Netzwerks durch SAUDIA in ganz Saudi-Arabien an. Die vorgeschlagene Vereinbarung wird Saudia zur ersten Fluggesellschaft in der Middle East and North Africa (MENA)-Region machen, die 100 Lilium Jets neben jährlichen Support-Services kauft. Die Vereinbarung zwischen Saudia und Lilium unterliegt der Durchführung einer Machbarkeitsprüfung durch die Parteien, der Zustimmung zu kommerziellen Bedingungen und dem Abschluss diesbezüglicher, endgültiger Vereinbarungen sowie der Erfüllung bestimmter Bedingungen. Saudia beabsichtigt, mit den der 100 Lilium Jets einen hochmodernen Service einzuführen, einschließlich neuer elektrischer Punkt-zu-Punkt- Verbindungen sowie nahtloser Zubringerverbindungen zu Saudias Drehkreuzen für Business-Class-Gäste. www.lilium.com
28.10.2022
DLR will alten Lufthansa-Airbus als Hydrogen-Labor nutzen Die Luftfahrtbranche will klimaneutral werden und setzt auf Wasserstoff als mögliche Energiequelle der Zukunft. Neue Flugzeuge brauchen da- für eine neue Infrastruktur am Boden, deren Entwicklung jetzt in Hamburg beginnt: Das DLR, Lufthansa Technik, das ZAL und Hamburg Air- port werden gemeinsam umfangreiche Wartungs- und Bodenprozesse in Verbindung mit der Wasserstofftechnologie konzipieren und erpro- ben. Mit einem 30 Jahre alten Airbus A320, der in Zukunft am Boden bleiben wird, erhält das Flugzeug ein zweites Leben im Dienst der Wissen- schaft. Dazu hat Lufthansa Technik die Maschine nun so weit vorbereitet, dass sie in den nächsten Monaten als Reallabor ausgestattet werden kann. Dazu gehören der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur am Boden sowie die Installation eines Flüssigwasserstofftanks und einer Brennstoffzellen im Flugzeug, wofür das DLR seine Kompetenz einbringt. Mit dem Hydrogen Aviation Lab möchten sich die Projektpartner in Hamburg schon heute bestmöglich auf die Abfertigung und Instandhaltung wasserstoffbetriebener Flugzeuge vorbereiten. www.dlr.de
Foto: DLR
21.11.2022
Hybrid Caravan fliegt Ampaire, ein US-Unternehmen erhielt kürzlich einen ersten Auftrag für eine Hybrid-Version für 50 umrüstende Grand Caravans. Anstelle der üblichen Propellerturbine wird ein Paralleltriebwerk - bestehend aus einem 160 kW-Elektromotor und dem aus Deutschland kommenden Die- selmotor RED A03 zu ersetzt. Damit stehen insgesamt 570 kW (765 PS) Startleistung zur Verfügung. Vorteil: der 12 Zylinder Dieselmotor be- gnügt sich mit deutlich weniger Kerosin als die Propellerturbine. Die Eco Caravan reduziert so den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen um bis zu 70 %. Bei der Verwendung von nachhaltigem Flugkraftstoff sind die Emissionen nahezu Null. Die Betriebskosten werden je nach Streckenstruktur der Airline um 25 bis 40 Prozent gesenkt. Für den Start zieht der Elektromotor zusätzlich Strom aus dem Batteriespeicher- system, das als modulares Speichersystem von der amerikanischen Firma EPiC Energy geliefert wird. Die Energiedichte der Lithium-Zellen beträgt etwas mehr als 200 Wh/kg, die mit garantierten 2000 Schnellladezyklen angegeben wird. www.ampaire.com
Foto: Ampaire
24.11..2022
AERO 2023 kündigt sich mit Innovationen an Die Luftfahrtmesse AERO (19. - 22. April 2023) ist auch im kommenden Jahr der wichtigste Treffpunkt für Innovationen in der Branche. Auf der AERO zeigen Aussteller den Besuchern ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen, mit denen sie die Zukunft der Luftfahrt gestalten. Erst- malig treffen sich auf der AERO 2023 Fachleute auf dem Symposium AERO Hydrogen Summit, um sich über Wasserstoff als Luftfahrt-Treib- stoff der Zukunft auszutauschen. Der AERO Sustainable Trail kennzeichnet auch 2023 wieder alle Aussteller, die sich der Nachhaltigkeit in der Luftfahrt verschrieben haben. Die Bandbreite der Produkte und Dienstleistungen reicht von Antrieben über Treibstoffe, neue Flugzeugmuster, Drohnen bis hin zur Flugplanungssoftware, die optimierte Streckenführungen ermöglicht. Die e-flight-expo als integraler Bestandteil der AERO 2023 vereint in der Halle A7 Aussteller aus dem Bereich der nachhaltigen Luftfahrt und verdeutlicht durch die wachsende Ausstellervielfalt den technologischen Fortschritt und Wandel in diesem Bereich. Erstmals ist auch das DLR wieder dabei. www.dlr.de
Foto: Messe-FN
03.11.2022
Bild: Voltaero
VoltAero lässt die Flugzeugzellen des Cassio 330 in Italien fertigen VoltAero gab am 2.11.2022 den Abschluss seiner Serie-B-Finanzierung bekannt. Damit wurde die italienische Tecnologie E Servizi Innovativi S.r.l. (TESI) ein strategischer Investor und Industriepartner. Die neue Finanzierungsrunde, die eine Kapitalbeschaffung in Höhe von 32 Millio- nen Euro umfasst, umfasst die Zertifizierung und den Produktionsstart der ersten Maschine seiner Elektro-Hybrid-Flugzeugfamilie, der Cassio 330. TESI wird den Flugzeugzellen-Prototypen für die Cassio 330-Zertifizierung in seinem Werk in Cicerale in der Region Kampanien im Süd- westen Italiens bauen. Als erstes zertifiziert wird dier Cassio 330 mit fünf Sitzen und einem 330-Kilowatt-Elektro-Hybrid-Antriebssystem. Die Wirkungsweise des Parallel-Hybridsystems wurde bereits mit dem Entwicklungsträger Cassio erfolgreich mit 135 Flugstunden getestet. Volt- Aero hat seinen Hauptsitz am Aérodrome de Royan-Médis im Südwesten Frankreichs. Die Cassio-Flugzeuge werden am Flughafen Rochefort in der französischen Region Nouvelle-Aquitaine endmontiert. Größere Typen wie Cassio 480 und Cassio 600 sollen folgen. www.voltaero.aero
15.11.2022
Foto: Xpeng Aeroht
Chinesen versprechen sich gute Geschäfte mit Flugautos Xpeng Aeroht ist die Tochtergesellschaft des in China bekannten Roboter- und E-Autoherstellers Xpeng. Angeblich ist es das größte Unterneh- men in Asien für Flugautos. Das Ziel ist ein zweisitziges eVTOL zu möglichst geringen Kosten anzubieten. Die Vorgabe liegt bei 157 000 US- Dollar. Erst kürzlich gab XPeng Aeroht bekannt, nach einer Flugvorführung in Dubai nun auch ein reines Flugauto fertiggestellt zu haben. Der Prototyp wurde auf der Zhuhai Airshow vorgeführt. Beide Flugdemos wurde jedoch ferngesteuert vorgeflogen, dennoch gab das Unternehmen an 15 000 sichere bemannte Flüge zuvor durchgeführt zu haben. Xpeng verfügt über genügend Kapital, hatte man doch erst im vergangenen Jahr in einer ersten Finanzierungsrunde 500 Mio. US-Dollar aufgetrieben. Gegenwärtig arbeiten 700 Mitarbeiter im 2013 gegründeten Unterneh- men. Schon kommendens Jahr möchte man marktreif damit sein. Xpeng X2 soll autonom und manuell geflogen werden können. Das große Ziel ist den Stadtverkehr damit zu entlasten. Ideen mit fliegenden Autos tauchen immer wieder auf. www.aeroht.com
15.11.2022
Bild: Eviation
Eviation mit dem Projekt Alice auf der Erfolgswelle Bei Eviation füllt sich das Auftragsbuch. Jüngst bestellt die australische Fluggesellschaft Northern Territory Air Service (NTAS) 20 Flugzeuge des Typs Alice. Alice soll bei NTAS für kürzere Inlandflüge sowohl für Passagiere als auch für Fracht eingesetzt werden. NTAS hat seinen Sitz in Alice Springs, dem Tor zum Northern Territory im australischen Outback. Die Gesellschaft stellt Verbindungen zu großen Fluggesellschaften an den Flughäfen wie Alice Springs, Uluru und Mt. Isa her, die dort entweder ankommen oder abfliegen. Dabei ist man auf Linien- und Charter- flugdienste für Geschäftsgruppen, Privat- und Touristenreisen sowie Fracht-Transport spezialisiert. Das Unternehmen ist bemüht, die Einfüh- rung des elektrischen Fliegens zu unterstützen. Alice machte erst im September dieses Jahres seinen Erstflug in den USA. Die Maschine, aus- gestattet mit zwei Elektromotoren von MagniX mit je 650 kW. Es ist die erste vollelektrische Neukonstruktion eines Flugzeugs dieser Größen- ordnung. Cape Air, Global Air sowie die deutsche Evia Air. Auch die deutsche DHL hat laut bereits bei Eviation bestellt. www.eviation.com
23.11.2022
Foto: Archer Aviation
Archer steuert mit United Airlines auf das Jahr 2025 zu United Airlines hat diesen Monat Pläne mit dem eVTOL-Entwickler Archer Aviation skizziert, seine erste UAM-Route (Urban Air Mobility) von einem Flughafen im Großraum New York in die City der Millionenstadt ab 2025 zu starten. Die Flüge sollen Liberty International Airport in New Jersey in New Jersey in Richtung Downtown Manhattan Heliport starten. So ein Flug dauere weniger als 10 Minuten, behaupten die Partner. Es wird Archers neues viersitziges Serienflugzeug „Midnight“ einsetzen. United zahlte im August die erste Rate in Höhe von 10 Millionen US-Dol- lar für die bis zu 200 Archer-Lufttaxis, deren Kauf im Februar 2021 vereinbart wurde. Die Bauarbeiten für die Fertigung gehen zügig voran. Die Anlagen in Convington/Georgia sind so weit fortgeschritten, dass mit in der zweiten Jahreshälfte mit der Produktion beginnen könne, die bei 650 jährlichen Flugtaxis liege. Archer gab auch bekannt, mit dem taiwanesischen Batteriehersteller Molicel zu kooperieren, der jährlich Batte- rien mit 1,8 Gigawattstunden produzieren will. Archers Midnight ist ein konventionelles Flugzeug mit 12 Schwenkrotoren. www.archer.com
25.11.2022
Foto: H3 Dynamics
Internationales Unternehmen will Wasserstoff-Systemlösungen anbieten H3 Dynamic, ein noch junges Unternehmen, bemühte sich zunächst nur für Drohnenantriebe. Um lange Flugzeiten zu erreichen, hat man Was- serstoff als Energielieferant ausgewählt. Im November 2021 stellte H3 Dynamics seine erste funktionierende Wasserstoff-Antriebsgondel fer- tig. Im Juli 2022 stieg das erste verteilte Pod-System in einem verkleinerten Maßstab auf dem Flugplatz „Hub Drones - Systematic“ bei Paris in die Luft. Der Wasserstoffflug erhielt die Freigabe von der französischen Zivilluftfahrtbehörde (DGAC). Das 25-kg-Testflugzeug von H3 Dyna- mics ist bereits ein Durchbruch – es hat elektrische Reichweite von bis zu 900 km mit flüssigem Wasserstoff oder 350 km mit unter Druck stehendem Wasserstoff. Ziel ist eine historische und symbolträchtige Atlantiküberquerung Wasserstoff-Elektroantrieb in den kommenden zwei Jahren. H3 Dynamic hat mit 75 Mitarbeitern noch eine relativ kleine Mannschaft, die sich auf Standorte in den USA, Asien und Frankreich erstreckt. Der nächste Schritt ist die Skalierung des Leistungsniveaus für ein 2-4 sitziges Flugzeug bis Ende 2023. www.h3dynamics.com
30.11.2022
Bild Airbus
Airbus und Renault suchen nach neuen gemeinsamen Wegen Airbus und die Renault Group haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die darauf abzielt, Transversalitäten und Synergien zu verbessern, um die Elektrifizierungs-Roadmaps der Unternehmen zu beschleunigen und ihre jeweilige Reichweite zu verbessern. Diese Partnerschaft wird Airbus helfen, ausgereifte Technologien im Zusammenhang mit zukünftigen Hybrid-Elektroflugzeugen zu entwickeln. Die Kooperationsverein- barung wird insbesondere Technologiebausteine und der Verbesserung des Batteriegewichts abdecken und nach den besten Wegen suchen, um von der aktuellen Zellchemie zu den Festkörperdesigns überzugehen, die die Energiedichte von verdoppeln könnten Batterien im Zeitrah- men 2030. „Diese branchenübergreifende Partnerschaft mit der Renault Group wird uns helfen, die nächste Batteriegeneration im Rahmen der Elektrifizierungs-Roadmap von Airbus auszureifen“, sagte Sabine Klauke, Chief Technical Officer von Airbus. „Das Erreichen von Netto-Null- CO2-Emissionen bis 2050 ist eine einzigartige Herausforderung, die eine sektorübergreifende Zusammenarbeit erfordert.“ www.airbus.com
07.12.2022
Bild: H2fly
H2FLY beschleunigt wasserstoffelektrischen Antrieb für 40-Sitzer H2FLY ist ein in Stuttgarter Unternehmen, das auf die Entwicklung von Brennstoffzellensystemen für Flugzeuge spezialisiert ist. Es übernimmt die Projektleitung im HEAVEN-Projekt. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, einen auf Brennstoffzellen und Kryotechnologie basierenden An- triebsstrang zu entwickeln und in ein Flugzeug zu integrieren sowie im Flugbetrieb zu testen. HEAVEN ist Teil des Forschungs- und Innova- tionsprogramms „Horizon 2020“, das von der Europäischen Union sowie durch Spanien, Frankreich, Deutschland und Slowenien gefördert wird. Die H2FLY GmbH wurde von Ingenieuren des DLR in Stuttgart und der Universität Ulm gegründet und arbeitet daran, den ersten zertifi- zierbaren, wasserstoffelektrischen Flugzeugantrieb auf den Markt zu bringen. Die HY4, das erste wasserstoff-elektrische Passagierflugzeug der Welt, hob 2016 ab und demonstrierte bereits die Umsetzung dieser Technologie für die Luftfahrt der Zukunft. H2FLY verfügt über ein star- kes Netzwerk aus Partnern in Industrie und Wissenschaft. Das Ziel: 40 Passagiere bis zu 2000 km weit transportieren. www.h2fly.de
07.12.2022
Brasilianer konzentrieren sich auf zwei Zukunftskonzepte Vor einem Jahr stellte der brasilianische Hersteller Embraer eine Reihe von Konzeptflugzeugen vor, die den Luftverkehr auf „Zero Emission“ bringen sollten. Ein Jahr später konzentrierte er sich jetzt auf zwei Projekte. Embraer hat gerade im Rahmen seines Fortschrittsberichts zu En- ergia, seiner Initiative, die Luftfahrtindustrie bis 2050 auf Netto-Null zu bringen, neue Flugzeugkonzepte vorgestellt. Durch neue Technologien und erneuerbare Energien setzt der Hersteller auf zwei 19- bis 30-sitzige Flugzeugkonzepte mit hybrid-elektrischem und wasserstoff-elektri- schem Antrieb. Der erste ist Energia Hybrid (E19-HE und E30-HE), der zwei Module mit 19 und 30 Sitzplätzen mit parallelem Hybrid-Elektroan- trieb umfasst. Es könnte Anfang des nächsten Jahrzehnts fliegen. Das zweite ist Energia H2 (E19-H2FC und E30-H2FC), ein Flugzeug mit 30 Sitzplätzen. Die Energia Advisory Group, eine Tochter von Embraer wurde gegründet, um Informationen für eine Zusammenarbeit von Partner- fluggesellschaften zu sammeln. Die jetzige Planung sieht eine Einführung der ersten Flugzeuge nicht vor 2035 vor. www.embraer.com
Bild: Embraer
08.12.2022
Französische Segelflieger wollen 100 E-Schleppflugzeuge kaufen Aura Aero, ein bei Toulouse ansässiges Unternehmen hatte den Kolbenmotor-Zweisitzer Integral mit Dreibein- und Spornradfahrwerk entwik- kelt, der später auch mit E-Antrieb geliefert werden sollte. Zeitgleich entwickelt man einen 6-motorigen 19-Sitzer mit E-Antrieb. Unmittelbar vor Beginn der AERO 2022 meldete das Unternehmen den tödlichen Absturz mit zwei Testpiloten. Das Integral-Programm wurde vorübergehend eingestellt. Nun aber unterschrieb der französische Segelflugverband FFVP mit Aura Aero einen Vorvertrag 100 Maschinen des Integral E als Schleppflugzeug beschaffen zu wollen. Aura Aero wartet zwar noch auf die Unfalluntersuchungsergebnisse, bevor sie das Testprogramm fort- setzen, doch scheinbar sehen die französischen Segelflieger auch keine Alternative für ein leisen Schlepper. Die 162 französischen Segelflug- zentren, die 215 Segel- und Schleppflugzeuge betreiben, hoffen auf erste Lieferungen des Integral E ab Ende 2024, doch erst 2023 der Erstflug des E-Schleppers erfolgen. Auch deutsche Flugschulen und Vereine sind an leiseren Schleppflugzeugen interessiert. www.aura-aero.com
Bild: Aura Aero
15.12.2022
Air New Zealand setzt mit neuen Ideen auf Nachhaltigkeit Air New Zealand will auf lange Sicht seine Inlandflugzeuge durch umweltfreundlichere Maschinen ersetzen. Dazu fand eine erste Auswahl aus 30 Zukunftsprojekten statt. Es waren die amerikanische Beta Technologies mit ihrem eVTOL, die britische Cranfield Aerospace mit dem Britten Norman Islander, die israelisch-amerikanische Eviation mit Alice und schließlich die französische Voltaero mit Cassiobaureihe. Air New Zea- land plant bis Ende des Jahres Absichtserklärungen mit den Partnern zu unterzeichnet zu haben, mit denen sie zusammenarbeiten wird. „Bis 2026 wollen wir unser erstes emissionsfreies Flugzeug, ob Frachtflugzeug oder Passagierflugzeug, in Neuseeland fliegen lassen“, sagte Greg Fo-ran, Geschäftsführer von Air New Zealand. Das Ziel des Unternehmens ist es, seine heimische Flotte ab 2030 von Q300-Turboprops durch nach-haltigere Flugzeuge zu ersetzen. Die Fluggesellschaft sagte, sie werde die Absichtserklärung zur Bestellung unterzeichnen, die darauf abzielt, zunächst drei Flugzeuge mit weiteren Optionen für 20 von einem oder mehreren Partnern zu erwerben. www.airnewzealand.co.nz
Bild: Air New Zealand
15.12.2022
Embraer findet Konzeptpartner bei chinesischer Airline Ruili Airlines ist die erste Airline in China, die Teil der Embraer Energia Advisory Group ist. Die Partnerschaft zwischen den Partnern gilt als bedeutender Schritt für das Energia-Projekt“, sagte Arjan Meijer, Präsident und CEO von Embraer Commercial Aviation. „Wir suchen nach Partnern auf der ganzen Welt, um ihre innovativen Ideen und betrieblichen Erkenntnisse zu teilen und die ihr Fachwissen in die nachhaltige Luftfahrtmission mit einbringen. Die Perspektive von Ruili Airlines wird für die Entwicklung der Flugzeugfamilie Energia von unschätzbarem Wert sein.“ Die Chinesen werden mit Embraer zusammenarbeiten, um bei der Definition von Leistungs- und Designanforderungen für ihr Ener- gia-Konzeptflugzeug mit zwei Designs mit 19 bis 30 Sitzen und hybrid-elektrischen und wasserstoff-elektrischen Antriebstechnologien behilf- lich zu sein. Um bei der Definition von Leistungs- und Designforderungen für das Energia-Konzeptflugzeug erfolgreich zu sein, werden die zwei ungleichen Partner zusammenarbeiten. Allerdings wird sich das Programm selbst wegen Lieferproblemen verzögern. www.embraer.com
Bild: Embraer
22.12.2022
Pratt & Whitney gibt ersten Hybrid-Triebwerkslauf bekannt Raytheon Technologies, Eigner von Pratt & Whitney sowie von Collins Aerospace gab am 20.12. 2022 den erfolgreichen ersten Triebwerkslauf des regionalen Hybrid-Elektro-Flugdemonstrators des Unternehmens bekannt, der einen wichtigen Meilenstein für die Flugerprobung dar- stellt, der für 2024 angestrebt wird. Der erste Lauf des Antriebssystems fand in Longueuil, Quebec beim der Innovationszentrum von Pratt & Whitney statt. Das System integriert einen von Collins Aerospace entwickelten 1-MW-Elektromotor mit einer Pratt & Whitney-Turbine, die für den hybridelektrischen Betrieb angepasst ist. Diese Triebwerkstechnologie ermöglicht eine effizientere Triebwerksleistung während der verschiedenen Flugphasen und reduziert den Treibstoffverbrauch sowie die CO2-Emissionen um bis zu 30 % im Vergleich zu den Turboprop- Regionalflugzeugen von heute. Als Demonstrator dient eine De Havilland Canada Dash 8-100, die als Plattform für zukünftige Flugversuche dienen wird. Raytheon ist in Amerika derzeit führend in der Entwicklung hybrid-elektrischer Antriebstechnologien. www.prattwhitney.com
Bild: Pratt & Whintney
01.12.2022
Geht Airbus jetzt unterdie Triebwerksbauer? Airbus hat sich schon lange zur CO2-freien Fliegerei ab 2050 bekannt. Die Einführung dazu soll schon ab 2035 mit den ersten emissionsfreien Flugzeugen bis 100 Passagiere erfolgen. Dies zu beschleunigen, führt nun mit Unterlieferanten zu einem ersten Versuchstriebwerk, das in Tou- louse entstehen soll. Ob ein Serienbau daraus wird, steht auf einem anderen Blatt. Eine andere Möglichkeit sind Brennstoffzellensysteme mit denen Elektromotoren angetrieben werden. Dazu hatte man 2021 die Aerostack GmbH, ein Joint Venture der beiden Partner Airbus und Elring- Klinger gegründet. ElringKlinger stellt eigene Stacks, die Grundlage für Brennstoffzellensysteme her. Die Aerostack GmbH wird von der EKPO Fuel Cell Technologies GmbH (EKPO), einer Tochter von ElringKlinger beliefert. Das Tanksystem bleibt für beide Varianten das gleiche. Ein rein wasserstoffbetriebenes Triebwerk soll an dem A380 parallel zu den Tests mit dem brennstoffzellenbetriebenen Muster ebenfalls getestet werden. Für beide Varianten sind Spezialtanks in dem im Umbau befindlichen A380 vorgesehen. www.airbus.com
Bild: Airbus
23.12.2022
Die Fliegenden Holländer aus Delft In den Niederlanden wollen Jan Willem Heinen und Joost Dieben, CEOs der Maeve Aerospace B.V. einen 44-sitzigen Commuter bauen. Zu ihrem Maeve 01 erhalten sie nun zunächst 2,5 Millionen EU-Förderung aus einem 470 Millionen Innovationsfond. Maeve Aerospace wird sich um weitere Investoren kümmern müssen, um aus den Renderings auch ein einsatzfähiges Flugzeug zu machen. Der erste Entwurf sieht einen konventionellen Schulterdecker mit T-Leitwerk vor, auf dem ein Trapezflügel sitzt. Der Flügel trägt acht elektrische Antriebsmotoren, die als verteilte Antriebe so angeordnet sind, dass sie auftriebsverstärkend, ergänzt durch Winglets, den Flieger mit 45 Tonnen Abflugmasse und 4 965 kg Nutzlast tragen kann. Der Flügel weist mit 36 Meter Spannweite eine ausgesprochen hohe Streckung auf. Das niederländische Ent- wicklungsteam setzt zunächst auf einen reinen Batterieflug. Bei einer angestrebten Reisegeschwindigkeit von 264 kts (490 km/h) wird man nach heutigen Batterie-Verfügbarkeit 90 Minuten fliegen können. Die Startrollstrecke soll nur 500 Meter betragen. www.maeve-aerospace.com
Bild: Maeve Aerospace
13.10.2022
Bild: Pie Aeronefs
Pie Aeronefs Elektrorenner soll möglichst dieses Jahr noch in die Luft kommen Mit dem Entwurf eines Rennflugzeugs erregte Pie Aeronefs schon vor zwei Jahren Aufsehen. So soll der Einsitzer UG-1 primär auf Geschwin- digkeit ausgelegt worden sein. Das halbkunstflugtaugliche Rennflugzeug entspricht der Air Race E Open Class. Das Schweizer Unternehmen gibt an, dass die UG-1 mehr als 270 kts fliegen könne. Für Freaks wird sie auch als Bausatz angeboten. Indes wurden fast alle Baugruppen für den Rennflieger gefertigt und erste Testläufe unter Volllast konnten mit dem elektrischen Antrieb durchgeführt werden. Zugleich stockte das Start-up Unternehmen seinen Personalbestand auf. Man hofft die ersten Testflüge noch in diesem Jahr mit der UG-1 durchführen zu können, der nächstes Jahr die ersten Wettbewerbe bestreiten soll. Inzwischen konnte auch das Konzept-Design für den Zweisitzer UG-2 abgeschlos- sen werden. Das Centre de prestations industrielles et de recherche en mécanique des fluides et énergie – Génie mécanique (CMEFE) und die Haute École Du Paysage, D 'ingénierie Et D'architecture De Genève HEPIA führte damit bereits Test durch. www.pieaeronefs.ch
11.10.2022
Symbolfoto: H55
Raytheon beteiligt sich an H55 und somit hat auch Pratt & Whitney Canada Zugang zu Schweizer Know-how RTX Ventures ist die Risikokapitalsparte von Raytheon Technologies. Sie investiert in kleine, wachsende Unternehmen und in Ideen, die die Luft- und Raumfahrt sowie die Verteidigung verändern werden. Eine Investition von RTX Ventures bringt Vorteile, die weit über eine Finanz- spritze hinausgehen. So hat jetzt RTX Ventures eine Minderheitsbeteiligung an dem schweizerischen Unternehmen für elektrische Antriebs- systeme H55 getätigt, um die Entwicklung von Lösungen für die elektrische Luftfahrt voranzutreiben. Als Teil dieser Investition wird H55 auch davon profitieren, um nicht nur eigene elektrische Antriebslösungen und Batteriesysteme zu beschleunigen. H55 arbeitet bereits mit dem Unternehmen zusammen, um hybrid-elektrische Antriebstechnologien zu entwickeln und zu demonstrieren. RTX Ventures wird auch Möglich- keiten zur Zusammenarbeit bei der zukünftigen Produktentwicklung ermöglichen. „Der Erhalt einer Investition von RTX Ventures ist eine weitere Anerkennung der Erfolgsbilanz, des Fachwissens und des Potenzials von H55“, sagte André Borschberg, CEO von H55. www.h55.ch
Aura Aero meldet 130 „Letter of Intent“ für 6-motoriges E-Flugzeug mit verteilten Antrieben Der französische Flugzeughegrsteller Auro Aero kündigte an, seinen 19-Sitzer bis 2027 auf den Markt zu bringen, denn man hätte bereits 130 Vororder für das Flugzeug. Die Aussage beruht auf eine Veranstaltung in Paris, die vom Aéroclub de France organisiert wurde, die Fluggesell- schaften zusammenrief, um denen das Projekt ERA (Electric Regional Aircraft) vorzustellen. Dort wurde am Airline Day bekannt, dass es sich um Letter of Intent handele. Zu den Airlines zählt auch die Schweizer Gesellschaft FMS mit 10 Flugzeugen. ERA wird Punkt-zu-Punkt-Mobilität für den Transport von Passagieren oder Fracht anbieten, mit einer massiven Reduzierung des Lärmpegels und der CO2-Emissionen im Hin- blick auf eine dekarbonisierte Luftfahrt. Bis heute steht das ERA-Programm bei über 330 Bestellabsichten. AURA AERO wurde 2018 gegrün- det, hat seinen Sitz in Toulouse-Francazal und beschäftigt bis jetzt über 100 Mitarbeiter. Das technische Team des Herstellers wird die Empfeh- lungen der Fluggesellschaften bei der Entwicklung von ERA berücksichtigen, das 2027 in Dienst gestellt werden soll. www.aura-aero.com
06.10.2022
Bild: Aura Aero
Meldungen 2. Halbjahr 2022
Calin Gologan ist einer der Elek- troflug-Pioniere. Mit dem Jungfern- flug seines Doppelsitzers am 29. Juni 2022 könnte ihm nun der große Wurf gelingen. Der darin ver- baute 40 kW starke Aussenläufer des HPD 50D von Geiger-Enginee- ring ist luftgekühlt und wird mit einer Niederspannung von 48 Volt betrieben. Gologans Firma Elektra Solar gibt an, dass man mit dem Flugzeug 2,5 Stunden Flugdauer und 300 km Reichweite erreichen kann. Es wird das doppelt redun- dante elektrische Antriebssystem sowie der hohe Komfort für Piloten
hervorgehoben. Die Aufbauzeit vom Transportanhänger bis zur Flugbereitschaft betrage etwa 30 Minuten. Der Elektra Trainer wurde als ideales Flugzeug für Flugschu- len und Flugvereine konzipiert, was den Kauf von privaten Haltern nicht ausschließen wird. Die Betriebs- kosten betragen weniger als 60 EUR/Stunde, was etwa der Hälfte der Kosten eines klassischen Ul- traleichtflugzeugs entspricht. Der Anchaffungspreis werde bei zirka 200 000 € liegen. www.elektra-solar.com
Der 47-jährige Bremer Flughafen- Experte Florian Kruse, Gründer von EVIA AERO GmbH gab jüngst bekannt, bei der britischen Firma Cranfield Aerospace Solution eine „Letter of intent“ für 10 Umrüstkits unterschrieben hat, die den nor- malerweise mit Kolbenmotoren betriebenen Britten Norman Islan- der antreiben. Noch aber forscht Cranfield Aerospace an diesen speziellen Kits, die was die Ener- gieversorgung betrifft, an Pods unter die Flügel gehängt werden soll. Der serienmäßige Islander, der fast unverändert seit den
sechziger Jahren gefertigt wird, erhält dann anstelle der zwei Lyco- mings zwei Elektromotoren. In den Pods werden sich je ein Brenn- stoffzellen- System mit dem Gas- tank und einer Pufferbatterie zum Betrieb des Elektromotors befin- den. Diese Flugzeuge werden die Pläne von EVIA AERO zur Ent- wicklung einer nachhaltigen Luft- fahrt an den Nordküsten Deutsch- lands unterstützen, den Nieder- landen und Dänemark und wird zu den Umweltbelangen und -zielen der Region beitragen. www.CAeS.com
Erstflug des Schulungsdoppelsitzer Elektra Solar
Kurzstrecken-Airline EVIA AERO will mit Wasserstoff fliegen
CAE Inc., weltweit größter und füh- render Anbieter von Flugsimulati- onstechnologien und Ausbildungs- sowie Schulungszentren in 20 Län- dern auf fünf Kontinenten gab auf der Farnborough International Air Show 2022 bekannt, dass es eine Part-nerschaft mit Piper Aircraft geschlossen hat. Es soll ein Um- bausatz über ein Supplemental Type Certificate (STC) für in Be- trieb befindliche Flugzeuge Piper Archer PA-28-181 entwickelt und eine elektrische Variante als Op- tion des legendären Flugzeugs auf den Markt als Option angeboten
werden. CAE brachte die beiden Partner H55 und Safran Electrical Power zusammen, den kompletten elektrischen Antriebsstrang für die technisch in die Jahre gekommen Ganzmetallkonstruktion Piper PA- 28 Archer zu liefern. CAE beab- sichtigt zwei Drittel seiner Piper Archer-Schulungsflotte umzurüsten und einen Lehrplan für zukünftige Piloten für Elektroflugzeugen in Kanada, den USA und Europa zu entwickeln und die Lärmpegel an den Flugschulen zu reduzieren. www.cae.com
CAE lässt eigene Piper-Archer-Flotte auf Elektroantrieb umstellen
Die Volkswagen Group China hat 2020 ein Projekt zur „Vertikalen Mobilität“ ins Leben gerufen, um Mobilitätslösungen für die Zukunft zu entwickeln. Dazu gehören auch der Markt für urbane Luftmobilität und die Ausweitung des städti- schen Verkehrs von der Straße in den Luftraum. Nach intensiver For- schungs-, Konzeptions- und Ent- wicklungsarbeit hat das Projekt- team nun seinen ersten Prototypen zur Erprobung im Luftraum entwi- ckelt – den V.MO. Das Modell ist als X-Wing-Konfiguration konzi- piert, mit einer Länge von 11,2 m
und einer Spannweite von 10,6 m. Es verfügt über acht Rotoren für den Auftrieb und zwei Rotoren für den Vortrieb. Der Konzern führt im Laufe dieses Jahres eine Reihe von Flugtests zur technischen Opti- mierung durch. Ein verbesserter Prototyp wird bis Spätsommer 2023 noch weitergehende Test- flüge absolvieren. Das automati- sierte eVTOL könnte in seiner endgültigen Ausführung vier Pas- sagiere plus Gepäck über eine Entfernung von bis zu 200 km transportieren. www.vw.china.cn
VW-China entwickelt in China für eigenen Markt ein eVTOL
Ampaire will sein Hybrid-System mit Wasserstoff betreiben
Hybridtechnik erfolgreich anwen- den, das ist das Ziel der US-Firma Ampaire. Jüngst meldete Ampaire mit seinem Demonstrator „EEL Ampaire“ und nur einem Zwischen- stopp von Los Angeles nach Osh- kosh, Wisconsin, geflogen zu sein, wo es auf dem EAA AirVenture zurzeit ausgestellt wird. Auf einer Teilstrecke mit 1.135 Meilen (1.825 km) handelte es sich um den läng- sten Nonstop-Flug, der je von ei- nem Hybrid-Flugzeug durchgeführt wurde. Dabei, so die Firma Ampai- re, habe man 40% Treibstoff ein- sparen können. Derzeit wird das
Flugzeug noch mit einem Conti- nental-Kolbenmotor IO-360-GB und einem Elektromotor angetrie- ben, der eigenständig im Parallel- betrieb mit Batterie funktioniert. Als weiterführendes Produkt bietet Ampaire nun eine Eco Caravan von Cessna an. Dieser Typ, von dem bereits fünf Maschinen be- stellt sind (+20 Optionen), wird den deutschen Dieselmotor RED Air- craft AO3 mit 405 kW (550 PS) mit einem Supplemental Type Certifi- cate (STC) erhalten. www.ampaire.com, https://red- aircraft.com/
Pipistrel will zuerst die Panthera-Kolbenversion zulassen
Lange lagen die Pläne zur Zertifi- zierung von Pipistrels Panthera auf Eis. Anlässlich der EBACE 22 in Genf hatte Textron seine Hybrid- version vorgestellt. Doch nun, so scheint es, habe man bei Pipistrel die Karten neu gemischt. Auf der Adventure Show in Oshkosh in Wisconsin gab der neue Präsident und CEO der Firma, Gabriel Mas- sey bekannt, dass man für das Jahr 2024 die EASA-Zulassung für den einmotorigen Viersitzer an- strebt. So werden durchaus im Topsegment der Viersitzer, in dem auch Cirrus Aircraft eine bedeu-
tende Rolle spielt, dem bereits 2011 erstmals auf der AERO vor- gestellten Reiseflugzeug aus Slo- wenien gute Marktchancen ein- geräumt. „Die Panthera wird das Segment der Leichtflugzeuge re- volutionieren“, meinte Gabriel Massey. Zunächst soll die Maschi- ne die erste Hürde mit dem 260 PS starken Lycoming IO-540v- V4AR-Motor nehmen müssen. 1100 Meilen Reichweite bei 230 Meilen pro Stunde sind angesagt. Wann die Hybrid-Version und die Elektroversion kommen soll, ist offen. www.pipistrel.si
Die kanadische Regional-Airline Harbour Air betreibt eine Flotte von ein- und zweimotoriger Wassers- flugzeugen von De Havilland. 2019 entschied man sich nach und nach die Turbopropflugzeuge auf Elek- troantriebe umzurüsten. Jetzt mel- dete das Unternehmen aus Van- couver zum ersten Mal einen voll- elektrischen Punkt-zu-Punkt-Flug durchgeführt zu haben. Der Flug mit der De Havilland DHC-2 Bea- ver über eine Strecke von 45 Mei- len dauerte 24 Minuten. Das Flug- zeug verließ sein Terminal am Fra- ser River neben YVR und landete
in Pat Bay neben YYJ. Der Start war am 22. August 2022 morgens um 8.12 Uhr. Nach der Landung um 8.36 Uhr, was einer normalen Kurzflugstrecke der Airline betrifft, gab der Pilot an, noch über reich- lich Reserveleistung verfügt zu haben. Das Team des Motorenher- stellers MagniX und die kanadi- sche Transportbehörde überwach- ten den Flug. Die Maschine bleibt auf Vancouver Island zu einem „Tag der offenen Tür“ und wird da- nach wieder zurück nach Vancou- ver fliegen. www.harbourair.com
Harbour Air geht auf Strecke
Die britische Vertical Aerospace, Entwickler des eVTOL V4X4 gab bekannt, die Endmontage seines Senkrechtstarters abgeschlossen zu haben und dass man jetzt mit einer mehrmonatigen Testkampa- gne beginne. Das Unternehmen arbeitet eng mit Rolls-Royce zu- sammen, die die Antriebsstränge liefern. Unter anderem sind die Bri- ten mit Molicel, einem der führen- den Hersteller von Lithium-Ionen- Zellen in eine strategische Partner- schaft eingegangen. Molicel ist für die Lieferung VX4 Batteriepack zuständig. Vertical Aerospace hat
bereits 1400 Vorbestellungen, dar- unter allein 350 von American Airli- nes (davon 250 als Vorbestellung und 100 weitere als Option). Zu- dem hat American Airlines versi- chert, eine Vorabzahlung zu leis- ten, um die Liefertermine für die ersten 50 VX4 zu sichern. Hub- schrauberbetreiber Babcock denkt außerdem an den Einssatz des VX4 als fliegenden Krankenwagen. Es wird angestrebt sowohl die EASA-als auch die CAA-Zulassung gleichzeitig zu erhalten. www.vertical-aerospace.com
Mit 1400 Vorbestellungen geht VX4 in die Flugerprobung
Europa steckt in der Mobilitätswen- de: weg von fossilen Brennstoffen hin zur nachhaltigen Elektromobili- tät. Damit ist der Kontinent zu dem am schnellsten wachsenden Markt für die Produktion von Lithium-Ion- en-Akkus weltweit geworden. Doch die Erfolgsstory hat einen Haken: Bis heute gibt es keine in-nereuro- päische Versorgung mit Lithiumhy- droxid, um die enorm Nachfrage zu decken. Dem wollen jetzt die deutsch-australische „Vulkan Ener- gy“ entgegentreten. Ihr Ziel: aus den Tiefen des Oberrheingrabens gefördertes Lithium aus Thermal-
wasser zutage bringen. Dazu er- hielten sie bereits fünf Explorati- onslizenzen. Jetzt ziehen die Stadtwerke Speyer und Schiffer- stadt nach und wollen ein eigenes Unternehmen gründen, das die Förderung von lithiumhaltigen Thermalwasser aus einer Region von 150 Quadratkilometer aus mehreren tausende Meter Tiefe vorsieht. Damit könnte das res- sourcenarme Deutschland zum Lieferanten des kostbaren Basis- materials für Lithium-Batterien wer- den. www.stadtwerke- speyer.de
Lithium auf den Tiefen des Oberrheingrabens
ZeroAvia ist im Begriff sich in der Luftfahrt einen Namen zu machen. Begonnen haben die Arbeiten bei der Umrüstung einer Piper M46 Malibu. Neben seinem Stammsitz in Everett/WA/USA und Hollister in CA/USA wurde eine zweite Loca- tion in Memble/Cirencester in Großbritannien eröffnet. Nahezu konkurrenzlos hat sich das Unter- nehmen in der Wasserstoff-Brenn- stoffzellen-Technologie an die Spit- ze gearbeitet. Gegenwärtig ist man dabei, den kompletten Antriebs- strang ZA2000-RJ in der 2 bis 5 MW-Klasse einsatzreif zu machen.
Nach einer zweiten Geldbeschaf- fungsrunde sind die Einstiege der großen Airlines eine willkommene Absicherung. So konnte man inzwi- schen 150 Millionen Dollar für wei- terführenden Arbeiten einnehmen. Dabei steht American Airlines mit 82 Mio. Dollar an der Spitze. Die Airline möchte für seine Regionalli- ner alleine 100 Einheiten beschaf- fen. Auch United Airlines hatte be- reit 100 Einheiten vorbestellt. Ob sich die Nachrüstungen rechnen, steht auf einem anderen Blatt: www.zeroavia.com
ZeroAvia steigt in die 2-5 MW-Klasse für Brennstoffzellen ein
Die kanadische Horizon Aircraft hat einen 50-Prozent-Prototyp seines eVTOL vorgestellt. Der fünfsitzige Cavorite X5 hebt sich als einziges VTOL von der Masse ab. Seine Auftriebsrotoren werden bei der Transition in den Reiseflug volltän- dig abgedeckt. Der Cavorite X5 hat ein reines Lift & Cruise Canard-De- sign mit 16 im Flügel eingebetteten Rotoren und einem Schubpropeller im Heck. Der wird durch einen Cor- vette-Motor angetrieben, der mit einem Generator zur Stromherstel- lung für die Rotoren geoppelt ist
und der für den eigentlichen Vor- trieb sorgt. Beim patentierten Flü- geldesign teilt sich die aerodynami- sche Hülle in einen vorderen und hinteren Teil. Die Vorder- und Hin- terkanten bewegen sich dabei aus- einander, um die Auftriebsrotoren für den VTOL-Betrieb freizulegen, und sie schließen und verriegeln wieder, wenn es in den Vorwärts- flug gehen soll. Cavorite X5 bietet eine maximale Reisegeschwindig- keit von 240 Knoten (450 km/h). Die Reichweite beträgt 500 Kilome- ter. www.horizonaircraft.com
Erfolgereicher Streckenflug mit Hybridflugzeug über 2002 Kilometer
VTOL mit neuartigem Hubsystem aus Kanada
Einmal mehr konnte bei einem Testflug mit dem inzwischen be- kannten Hybridflugzeug e-Genius die Leistungsfähigkeit dieses Typs mit einem Hybrid-Triebwerk unter Beweis gestellt werden. Das Expe- rimentalflugzeug der Universität Stuttgart flog mit seinen Piloten, dem Wissenschaftlichen Mitarbei- ter des IFB an der Uni-Stuttgart, Jonas Lay und Weltrekord-Pilot Klaus Ohlmann auf einem Non- stop-Flug am 01.08.22 vom Flug- platz Mengen aus bis an den At- lantik und zurück. Beide Piloten wechselten sich während des stra-
paziösen über 2000 Kilometer lan- gen Fluges nacheinander ab. Mensch und Maschine stießen da- bei wahrhaftig an ihre Grenzen, dennoch ein großartiger Erfolg, wie Jonas Lay berichtete. Traumsicht nach „CAVOK“ und als Beweis brachten sie unter anderem Fotos der Vulkankrater über den Pyrenä- en mit. Gesamtspritverbrauch: 81 Liter auf der Gesamtstrecke von 2002 km. Zuvor hatte das Duo be- reits im April und im Juli dieses Jahres sechs Weltrekorde erflogen. www.ifb.uni.stuttgart.de
Ricardo, ein globales Strategie-, Umwelt- und Engineering-Bera- tungsunternehmen, hat einen mehrjährigen Vertrag mit Pratt & Whitney Canada, einem weltweit führenden Unternehmen in der Entwicklung, Herstellung und War- tung von Flugzeug- und Hub- schraubertriebwerken und Hilfsag- gregaten, unterzeichnet. Der mehr- jährige Vertrag sieht vor, dass das Luft- und Raumfahrttechnikteam von Ricardo Pratt & Whitney Cana- da bei der Entwicklung fortschrittli- cher hybrid-elektrischer Antriebs- technologien für Flugzeuge der
nächsten Generation unterstützt. Das Projekt ist Teil des regionalen Hybrid-Elektro-Flugdemonstrator- Programms von Pratt & Whitney Canada auf Basis des De Havil- land Dash 8 Versuchsträgers. Eine ähnliche Kooperation besteht be- reits mit H55 für die Batterien und Collins, der Tochter von Pratt & Whitney. Collins entwickelt bereits einen 1 MW Antriebsstrang. Die Bo-dentests sollen noch in diesem Jahr beginnen. Die Flugtests könn- ten im Jahr 2024 aufgenommen werden. www.ricardo.com
Ricardo unterstützt Pratt & Whitney of Canada
Kitty Hawk, eines der ersten VTOL-Unternehmen schließt die Pforten
Der im Kalifornien ansässige Luft- taxi-Entwickler Kittyhawk hat be- schlossen, seine Türen nach mehr als 10 Jahren zu schließen. „Wir haben die Entscheidung getroffen, Kittyhawk einzustellen“, schrieb das Unternehmen am 21. Septem- ber in Beiträgen auf Sozialmedia. "Wir arbeiten noch an den Details dessen, was als nächstes kommt." Kittyhawk wurde im Januar 2010 als Zee.Aero mit Unterstützung von Larry Page, Mit-begründer der Google-Muttergesellschaft Alpha- bet gegründet. Das Unternehmen stellte 2014 seinen einsitzigen Fly- er vor, gefolgt von einem halbauto-
nomen zweisitzigen Flugzeug eVTOL Cora im Jahr 2018. 2019 beendete Kittyhawk das Projekt und schloss sich mit Boeing zu- sammen, um ein Joint Venture, die Wisk Aero zu gründen, und um das Projekt Cora weiter zu entwickeln. Wisk Aero bleibt im Geschäft. Im Juli gab Wisk bekannt, dass es erwartet, die Serienversion seines eVTOLs und damit die sechste Generation seiner Lufttaxis – in den kommenden Monaten vorzu- stellen. Es ist geplant, diese Ver- sion durch die Zertifizierung der Fe- deral Aviation Administration zu bringen. www.kittyhawk.aero
Nicht die Entfernung mit einem rein elektrisch betriebenen Flug- zeug von A nach B war die kleine Sensation des diesjährigen Elec- trifly-In in Bern, sondern die Flug- zeit, bedingt durch Gegenwind mit 1 h und 55 Minuten war das her- ausragende Merkmal. Bisher gal- ten 50 Minuten Flugzeit für das einzig zugelassene Motorflugzeug Pipistrel Velis als Referenzflugeug. Das Rekordflugzeug Elektra Trai- ner mit Uwe Nortmann am Steuer ist allerdings für die 600 kg-Klasse entwickelt worden, die das Schwei- zer BAZL nicht anerkennt. Zu den
wenigen Neuigkeiten am neuen Standort für das Fly-in zählten auch neben Nortmanns Flieger der e-Genius der Uni Stuttgart mit ei- nem Range-Extender auf Basis des Smart Dieselmotors. Desglei- chen der Rumpf des SF-1 von der Smartflyer AG. Dieser Typ wird ebenfalls einen Range Extender erhalten. Und um noch längere Flugzeiten zu ermöglichen, wurden neue Perspektiven mit möglichen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Sys- teme im Vortrag vorgestellt, die in den nächsten Jahren im Fokus ste- hen. www.electrifly-in.ch
Elektroflugzeuge können jetzt zwei Stunden Nonstop fliegen!
Pie Aeronefs ist ein junges Schwei- zer Unternehmen. Gründer, Marc Umbricht hat sich erst vor einigen Jahren entschieden, Flugzeuge zu bauen. Dazu hat er sich inzwisch- en eine junge Mannschaft rekru- tiert, die zunächst an einem einsit- zigen Elektroflugzeug werkelt, mit dem man an Rennflugzeug-Wett- bewerben teilnehmen möchte. Vo- raussichtlich wird das Flugzeug noch in diesem Jahr in die Luft kommen. Im Gegensatz zu den Segelflug- und anderen -Kleinflug- zeugherstellern setzte die Firma von Anfang an im Zellbau auf eine moderneres Prepreg-Verfahren,
auch wenn weitgehend schon CFK zum Einsatz kommt. UR-2 “Bou- vreuil“ soll ein Zweisitzer mit rein elektrischen Antrieb werden. Es soll den Leistungen einer Cessna 152 oder Piper Warrior entspre- chen (VS0: 50 KIAS, VS1: 95 KIAS). Ziel für UR-2 als auch für die UG-3, die danach als Viersitzer kommen soll, sind ihre Kurzstartfä- higkeit auf Plätzen bis 500 Meter Länge und mit Reichweiten von etwa 1 000 Kilometern. Die UG-2 wird ausschließlich als Experimen- tal-Kit-Flugzeug zu einem mit einer Glasair kompatiblen Preis erhältlich sein. www.pieaeronefs.ch
Elektroflugzeug für den Selbstbau
Der Rumpf des Smartflyer SFX1 nimmt langsam Gestalt an. Nach- dem in den vergangenen Jahren die Vorarbeiten für das hybride An- triebssystem fertig entwickelt wur- den und auf einem Testprüfstand die volle Funktion bestehend aus Rotax-Motor, Generator und dem eigentlichen elektrischen Antriebs- motor nachgewiesen werden konnte, hatte Firmengründer Rolf Stuber grünes Licht bei der Schweizer Firma Aerolite aus Ennetbüren bei Luzern zur Ferti- gung der erste CFK-Rumpfstruktur gegeben. Nach Angaben von
Smartflyer kann somit die Syste- mintegration beginnen. Dazu ist man von Grenchen nach Selzach umgezogen. In einer neu angemie- teten Halle mit 500 Quadratmeter soll nun in den nächsten Wochen der einbaufertige Antriebsstrang in den Rumpf eingebaut werden. Dennoch lässt es sich das Unter- nehmen nicht nehmen, auf dem Electrifly-In, das erstmals in Bern stattfinden soll, ebenfalls präsent zu sein. Der Erstflug des Hybrid- Viersitzer ist für das kommende Jahr geplant. www.smartflyer.ch
Meilenstein bei Smartflyer erreicht
Eine Symbiose, die sich bezahlt machen soll? Warum nicht? Auch wenn sich zwei ungleiche Partner leiert haben: auf der einen Seite steht Luftfahrtriese Embraer und auf der anderen Seite die kleine norwegische Airline Widerøe. Doch die kleine Fluggesellschaft bevor- zugt Kurzstrecken in Skandinavien. Das auch dank ihrer kreativen Füh- rung. Im vergangen Jahr kam es zwischen Widerøe und der Embra- er-Tochter EVE zu einer Vereinba- rung zur Gründung von Widerøe Zero, um das emissions-freie und geräuscharme eVTOL von Eve zu nutzen, um ein neues Betriebskon-
zept zu entwickeln. Dessen nicht genug, machten Embraer und Wi- derøe noch während der diesjähri- gen Farnborough Airshow die An- sage, einen kooperativen Weg zur Ent-wicklung zukünftiger emissi- onsfreier Flugzeuge zu beschrei- ten. Die Airline verflichtete sich, als eine der ersten Fluggesellschaften der Welt emissionsfrei zu werden. Widerøe hat für eine nachhaltige Luftfahrt zunächst nur ein MoU un- terschrieben. Das Ziel ist ein emis- sionsfreies Flugzeug mit 50 Sitzen so schnell wie möglich in den Flug- betrieb aufzunehmen. www.embaer.com
Zukuftsorientierte Brasilianer
Stuttgarter Studententeam entwirft für DLR-Wettbewerb Löschflugzeug gegen Waldbrände
Seit Jahren schreibt das DLR Wett- bewerbe für Studierende aus. Durch den Klimawandel nehmen Waldbrände zu. Die Aufgabe der Design Challenge 2022 griff dieses Thema auf. Ein systemischer Ent- wurf im Zusammenwirken einer Flotte von Löschflugzeugen sowohl untereinander als auch mit Einhei- ten am Boden soll die transportier- te Wassermenge innerhalb von 24 Stunden zum Brandgebiet maxi- mieren. Die eigentliche Aufgabe: eine Flotte von Luftfahrzeugen für die Indienststellung bis zum Jahr 2030 zu konzipieren, die zusam- men mindestens 11.000 Liter Was-
ser in einem Löschangriff an einen Brandort liefern kann. Die einzel- nen Flugzeuge sollten so aufge- baut sein, dass sie auch als Pas- sagier- oder Frachtvarianten pro- duziert werden können. Mit dem ersten Platz prämierte die Jury des DLR bei der diesjährigen DLR das Konzept INFERNO der Uni Stutt- gart. Es folgten die TU Dresden mit PEL-E-FAN-T auf Platz zwei und die RWTH Aachen mit FireWasp auf Platz drei. Auf die weiteren Plätze wurden die Teilnehmer der RMTH Aachen und der DHBW Ravensburg mit ähnlichen Beiträ- gen verwiesen. www.dlr.de
Nach Umkonstruktion endlich geschafft: Alice fliegt!
Am 27.09.2022 konnte am Grant County International Airport (MWH) erfolgreich Alice von Eviation sei- nen Jungfernflug absolvieren. Die Maschine flog acht Minuten und erreichte dabei eine Flughöhe von 3.500 Fuß (ca. 1.100 Meter). Damit ist das rein elektrisch betriebene Flugzeug die erste absolute Neuk- onstruktion! Alice soll als Cargo- Flugzeug und für den Passagier- transport mit bis zu 9 Sitzen in den Einsatz kommen. Als letzte Gesell- schaft orderte Evia Aero 25 Ma- schinen dieses Typs, nachdem Eviation bereits 137 Vororders in den Bestellbüchern verzeichnen
konnte. Alice soll Strecken zwis- chen 150 und 250 Meilen bedienen können. Die Reisegeschwindigkeit soll bei 260 kts liegen. Das Flug- zeug weist im Gegensatz zu ande- ren Typen dieser Klasse eine sehr hohe Flügelstreckung auf. Der An- trieb erfolgt durch zwei 650 kW MagniX-Elektromotoren, die das 6,7 Tonne schwere Flugzeug in die Luft bringen. Der 820 kW/h-Batter- iesatz wiegt 3720 kg. Die gegen- wärtige Flugerprobung des 2015 gestarteten Projekts soll 2025 ab- geschlossen werden. Der erste Einsatz könnte ab 2027 erfolgen. www.eviation.com
Schwedischer 30-sitziger Commuter mit großer Perspektive
Heart Aerospace ist Newcomer mit ambitionierter Plänen. Als Hybrid- flugzeug ES-30 ausgelegt soll der 30-Sitzer, angetrieben durch vier Elektromoren besonders im Kurz- streckenverkehr eingesetzt. Zu- nächst war das erste Konzept als 19-Sitzer ausgelegt. Marketing- Untersuchungen führten jedoch schnell zu der Überlegung, das die Passagierkapazität erhöht werden muss. Nach dieser Entscheidung stiegen die kanadische Airline und die schwedische Flugzeugherstel- lerfirma mit je fünf Millionen Dollar als Minderheitsgesellschafter in das junge Unternehmen ein. Zu-
dem orderte Air Canada 30 Flug- zeuge. Insgesamt sind jedoch schon 230 Maschinen mit 100 wei- teren Optionen vorbestellt. Die re- guläre sichere Reichweite als reine Elektroversion soll bei 200 km lie- gen. In einer Reserve-Hybrid-Kon- figuration mit zwei Turbogenera- toren soll die Reichweite auf 400 Kilometer erweitert werden können. Hearts Konzept sieht vor, die meis- ten Baugruppen von Aernnova in Spanien herstellen zu lassen und nur die Endmontage in Schweden durchzuführen. ES-30 soll ab 2018 in den Liniendienst gehen. www.heartaerospace.com
STOL-Electra kann nach 50 Metern schon abheben
Acht Elektromotoren zu „Verteilten Antrieben“ vereint, sollen die ame- rikanische Electra für 9 Passagiere schon nach 50 Meter Rollstrecke abheben lassen. Besonderes In- teresse zeigen nicht nur kleine Ge- sellschaften, die im Outback flie- gen, sondern auch das US-Militär und ebenso wie die Lockheed Mar- tin Ventures, eine Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzern Weit über 900 Vorbestellungen stehen in den Auftragsbüchern. Darunter auch eine in Gründung befindliche deutsche Gesellschaft, die eine Möglichkeit im Inselflugverkehr sieht. Die kleinen elektrischen An-
triebsstränge wurden bereits in der Schweiz mithilfe von Turbogener- atoren getestet. Als weitere Mög- lichkeit neben der Verwendung von Turbogeneratoren sieht das gleich- namige Unternehmen Electra auch die Verwendung von Brennstoff- zellen vor. Primär sieht man in ers- ter Linie eine Reduzierung der CO2-Emissionen durch die Hybrid- antriebsstränge vor, die auch auf größere Maschinen skalierbar wä- ren. Im Moment wird vorerst an einem zweisitzigen Demonstrator gearbeitet, um daraus dann das spätere Serienmuster zu evaluier- en. www.electra.aero
Bild: Lilium
Weitere Aufträge für Ampaire durch Leasing-Unternehmen Monte
Monte ist ein Leasing-Unterneh- men, dass sich nachhaltiger Re- gionalluftfahrt-Technologie ver- schrieben hat. So hat man sich in jüngerer Zeit auf schnell umsetz- bare Konzepte fokussiert. Dazu gehört auch Ampaire, die mit einer Hybridversion erfolgreiche Flüge mit einer Cessna 337 durchführen konnten. Dabei konnten Spritein- sparungen zwischen 40 und 50 Prozent bei Reiseflügen eingespart werden. Als Weiterentwicklung gilt die Cessnas 208B Grand Caravan, die Ampaire zur Eco Caravan modi- fiziert hat. Das Flugzeug kann sei- ne bordeigenen Batterien während des Reiseflugs aufladen, was be-
deutet, dass es jeden Flughafen nutzen kann, von dem Caravans heute fliegen, un-abhängig von der Bodenladefähigkeit. Der Batterie- satz befindet sich in einem Pod un- ter dem Rumpf. Die Maschine kann trotz der Batteriezuladung bis zu 9 Passagiere oder eine entsprech- ende Cargolast mitnehmen. Je nach Flugstrecke lassen sich mit der Eco Caravan zwischen 50 und 50 Prozent Treibstoff einsparen. Nun hat Monte einen ersten Fest- auftrag über 25 Maschinen mit der Option auf weitere 25 Optionen erteilt. www.ampaire.com
Lilium unterzeichnete Vorvertrag über 100 Lilium Jets bei Saudia
Die saudische Fluggesellschaft Saudia, die gegenwärtig 158 Ma- schinen von Airbus und Boeing be- treibt, gab zusammen mit dem Münchener Unternehmen Lilium bekannt, 100 eVTOLs kaufen zu wollen. Das Memorandum of Un- derstanding (MoU) sieht für die ge- plante Entwicklung und den Be- trieb eines eVTOL-Netzwerks durch SAUDIA in ganz Saudi-Ara- bien an. Die vorgeschlagene Ver- einbarung wird Saudia zur ersten Fluggesellschaft in der Middle East and North Africa (MENA)-Region machen, die 100 Lilium Jets neben jährlichen Support-Services kauft.
Die Vereinbarung zwischen Saudia und Lilium unterliegt der Durchfüh- rung einer Machbarkeitsprüfung durch die Parteien, der Zustim- mung zu kommerziellen Bedingun- gen und dem Abschluss diesbe- züglicher, endgültiger Vereinbarun- gen sowie der Erfüllung bestimm- ter Bedingungen. Saudia beab- sichtigt, mit den der 100 Lilium Jets einen hochmodernen Service einzuführen, einschließlich neuer elektrischer Punkt-zu-Punkt-Ver- bindungen sowie nahtloser Zubrin- gerver-bindungen zu Saudias Drehkreuzen für Business-Class- Gäste. www.lilium.com
Hubschrauberbetreiber könnte auf Tilt-Konzept setzen
Bristow, weltweit tätiger und erfah- rener Hubschrauber-Betreiber möchte nun auch die einzigartigen Eigenschaften von eVTOL-Flug- zeugen zu nutzen, um seinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Das Unternehmen ist sich der Vor- teile einer vielfältigen Flotte be- wusst und beabsichtigt, seinen be- stehenden Betrieb mit „Butterfly“ und anderen eVTOLs für kommer- zielle Flugtaxi-Routen in Ballungs- gebieten zu diversifizieren. Bemer- kenswerterweise ist, dass „Butter- fly“ von den Luftfahrzeugen, die Bristow derzeit in Betracht zieht, das einzige Flugzeug mit einer
vektoriellen Schubkonfiguration ist. Über ein Memorandum-of-Un-der- standing (MoU) signalisierte Bri- stow den möglichen Kauf von 20 bis 50 sechssitzige Einheiten vom Typ „Butterfly“. Diese Entschei- dung und eine Finanzspritze von 145 Millionen US-Dollar aus Süd- korea stärkt Entwickler Overair nacherfolgreichen Bodentests in die Projektionsphase überzuge- hen, schließlich habe man auch über Karem Aircraft aus militäri- schen Programme lernen können. Ein Prototyp des Tilt-Flugzeugs soll bereits Ende 2023 in die Luft kommen. www.overair.com
Weit vorgedacht: Pilotless und modernster Antrieb
Embraer, Hersteller einer ganzen Baureihe von Geschäftsreisejets mit den Modellreihen Phenom und Praetor, hat auf der diesjährigen Ge-schäftsluftfahrtmesse NBAA in Orlando/Florida erstmals Darstel- lungen eines futuristischen Geschäftsreiseflugs gezeigt. Weil es außer Detailverbesserungen keine wesentlichen Neuheiten vor- zustellen gab, gab aber Firmenchef Michael Amalfitano einen schmalen Einblick in ein für ihn inspirierendes Konzept, eines vollständig autono- men mittelgroßen Jets mit drei Kabinenzonen ohne Cockpit. Bei dem zwar schon fast utopisch wir-
kenden Entwurf stand die Praetor- Serie Pate. Das Flugzeug würde ein V-Leitwerk erhalten. Zwei über- einanderliegende Triebwerks- stränge, egal ob für Turbinen oder Elektroantrieb sorgen für den Vor- trieb. Das vorgestellte Konzept, so ein Firmensprecher, sei ein voll- ständig autonomes Flugzeug mit Künstlicher Intelligenz (KI), das die Notwendigkeit eines Cockpits erübrige. Dadurch sei eine Lounge im vorderen Kabinenteil möglich. Ob potenzielle Kunden das akzep- tieren würden, ist eher fraglich. Also nur eine Marketing-Gag? www.embraer.com
Evia Aero unterschrieb Vorvertrag über 25 Flugzeuge „Alice“
Florian Kruse, CEO und Gründer der neuen Fluggesellschaft von Evia Aero machte im Frühsommer von sich Reden als er eine Kaufab- sichtserklärung (MoU) über die Lie- ferung von 10 umgerüsteten Britten Norman Islander unterzeichnete. Die Maschinen sollen dann mit Brennstoffzellen betrieben werden. Jetzt meldete Eviation, der Herstel- ler des neunsitzigen Elektroflug- zeugs Alice, dass Avia Aero als zweites Unternehmen aus Deutschland ebenfalls eine MoU über 25 Maschinen unterschrieben habe. Evia Aero gibt sich als nach- haltige Fluggesellschaft aus, die
die Maschinen für Point-to-point- Regionalflüge innerhalb Deutsch- lands, Dänemarks, Belgiens, Österreichs und der Niederlande in Betrieb zu nehmen. Die Verein- barung folgt auf den historischen Erstflug von Eviations Alice am 27. September 2022. Das Flugzeug produziert keinerlei CO2-Emissio- nen und kostet nur einen Bruchteil der Betriebskosten pro Flugstunde im Vergleich zu Light Jets oder High-End-Turboprop-Flugzeugen und bietet damit die Möglichkeit, mehr Strecken zu bedienen und den Komfort des Luftverkehrs zu erbessern. www.eviation.com
US-Airline beteiligt sich an eVTOL-Entwickler Joby Aviation
Amerikanische Airlines befürchten von gutzahlenden Kunden auf lan- ge Sicht nicht ernst genommen zu werden. Es geht ihnen darum, ver- einfachte Transite und Zeiteinspa- rungen zu schaffen. Das Reiseer- lebnis soll für den gehobenen Kun- denkreis nahtloser, angenehmer und ohne Wartezeiten stattfinden. Davon ist auch Delta Airlines über- zeugt. Delta sieht in dem Transport zwischen den Flughäfen und den Stadtzentren die Einsatzmöglich- keiten von eVTOLs, den Staus zu entgehen. Es gibt allerdings nur sehr wenige Anbieter auf der Welt, die über ausreichende Erfahrungen mit ihren eVOLs verfügen. Dazu
zählt mit Sicherheit aber Joby Avia- tion. Mit seinem sechsmotorigen Antriebskonzept und aerodynami- scher Fliegbarkeit konnte das in Kalifornien ansässige Unterneh- men die Airline ebenso überzeu- gen, wie mit den über 1000 nach- gewiesenen Flüge. Aus diesem Grund stieg Delta bei Joby mit zunächst 60 Millionen US-Dollar ein. Diesen Betrag wolle man auf bis zu 200 Mio. Dollar erhöhen, wenn der Partner wesentliche Mei- lensteine bei der Entwicklung und Bereitstellung des Dienstes er- reicht hat. www.joby- aviation.com
Erster 11-Blatt-Propeller der Welt bei MT-Propeller entwickelt
Der bei Straubing ansässige Pro- pellerhersteller MT-Propeller ist für seine innovativen Propellerent- wicklungen bekannt. Jetzt wartet das Unternehmen mit einer weite- ren Weltneuheit auf, um auch die Möglichkeiten der Propellertechno- logien zu erforschen. Auf einer werkseigenen Piper Cheyenne PA31T1, der mit Pratt& Whitney PT6A-135A Turbinen ausgestattet ist, beeindruckte der weltweit erste 11-Blatt-Propeller, der auf das rechte Triebwerk montiert wurde mit einer beeindruckenden Ge- räusch- und Klangsignatur. Wie so viel der dortigen Propellerentwick-
lungen erfolgten die Untersuchun- gen ebenfalls in Eigeninitiative. Wie Gerd Mühlbauer, Firmengründer und CEO einmal mitteilte, flossen bisher alle Entwicklungen in Serien ein. Nach ersten Messungen konnte das Ingenieurteam gegen- über dem standardzertifizierten 5- Blatt-Propeller einen 15%-igen höhen Standschub liefern. Dieses Propellersystem in Kombination mit einer Stromversorgung mit niedri- ger Drehzahl von einer Turbine oder einem Elektromotor eröffnet neue Möglichkeiten für Leistung, Effizienz und Geräuschentwick- lung. www.mt-propeller.com
Pie Aeronefs Elektrorenner soll bald flügge werden
Mit dem Entwurf eines Rennflug- zeugs erregte Pie Aeronefs schon vor zwei Jahren Aufsehen. So soll der Einsitzer UG-1 primär auf Ge- schwindigkeit ausgelegt worden sein. Das halbkunstflugtaugliche Rennflugzeug entspricht der Air Race E Open Class. Das Schwei- zer Unternehmen gibt an, dass die UG1 mehr als 270 kts fliegen kön- ne. Für Freaks wird sie auch als Bausatz angeboten. Indes wurden fast alle Baugruppen für den Renn- flieger gefertigt und erste Testläufe unter Volllast konnten mit dem elektrischen Antrieb durchgeführt werden. Zugleich stockte das Start-
up Unternehmen seinen Personal- bestand auf. Man hofft die ersten Testflüge noch in diesem Jahr mit der UG-1 durchführen zu können, der nächstes Jahr die ersten Wett- bewerbe bestreiten soll. Inzwi- schen konnte auch das Konzept- Design für den Zweisitzer UG-2 abgeschlossen werden. Das Cen- tre de prestations industrielles et de recherche en mécanique des fluides et énergie – Génie mécani- que (CMEFE) und die Haute École Du Paysage, D 'ingénierie Et D'architecture De Genève HEPIA führte damit bereits Test durch. www.pieaeronefs.ch
Wright Electric entwickelt eigenen 2 MW Elektromotor
In der Regel entwickeln Flugzeug- hersteller keine eigenen Triebwer- ke. Anders die Firma Wright, die das elektrisch betriebene Passa- gierflugzeug Spirit 100 entwickeln will und die sich zuerst die Aufgabe machte, einen geeigneten Elektro- Antriebsmotor zu entwickeln. Der 100-sitzige Passagierflieger benö- tigt zwei Triebwerke von je 2 Me- gawatt. Wright ist mit Advanced Research Projects Agency-Energy (ARPA-E) unter Vertrag, um eine superleichte Version eines leichten elektrischen Triebwerks zu entwi- ckeln. Wright gibt an, derzeit über einen 2-MW-Motor, der etwa zehn-
mal leichter ist als ein Industriemo- tor, mit derselben Leistung zu ver- fügen. Der Motor wurde in den letzten drei Jahren parallel zu Ver- trägen mit der NASA, der US-Navy und USAF fertiggestellt. Es soll ein wichtiger Baustein für eine emissi- onsfreie Luftfahrt für Flugzeuge in Boeing- und Airbus-Größe sein. Die Skalierung von elektrischen und hybridelektrischen Antriebs- systemen von der allgemeinen Luftfahrt auf größere Flugzeugan- wendungen erfordert viel leistungs- fähigere und leichtere höhentaugli- che Technologien. www.h55.ch
Raytheon beteiligt sich an Schweizer H55
RTX Ventures ist die Risikokapital- sparte von Raytheon Technologies. Sie investiert in kleine, wachsende Unternehmen und in Ideen, die die Luft- und Raumfahrt sowie die Ver- teidigung verändern werden. Eine Investition von RTX Ventures bringt Vorteile, die weit über eine Finanz- spritze hinausgehen. So hat jetzt RTX Ventures eine Minderheitsbe- teiligung an dem schweizerischen Unternehmen für elektrische An- triebssysteme H55 getätigt, um die Entwicklung von Lösungen für die elektrische Luftfahrt voranzutrei- ben. Als Teil dieser Investition wird H55 auch davon profitieren, um
nicht nur eigene elektrische Antriebslösungen und Batteriesys- teme zu beschleunigen. H55 arbei- tet bereits mit dem Unternehmen zusammen, um hybrid-elektrische Antriebstechnologien zu entwickeln und zu demonstrieren. RTX Ventu- res wird auch Möglichkeiten zur Zusammenarbeit bei der zukünfti- gen Produktentwicklung ermögli- chen. „Der Erhalt einer Investition von RTX Ventures ist eine weitere Anerkennung der Erfolgsbilanz, des Fachwissens und des Potenzi- als von H55“, sagte André Borsch- berg, CEO von H55. www.h55.ch
Italiens erster Vertiport in Rom in Betrieb genommen
Am Flughafen Rom haben am 6. Oktober 2022 Atlantia, UrbanV und Volocopter, einer der Pioniere der Urban Air Mobility (UAM), haben die ersten bemannten elektrischen eVTOL Testflüge im italienischen Luftraum erfolgreich durchgeführt. Diese Tests waren Teil eines Mobi- litäts-Öko-system-Events am inter- nationalen Flughafen Leonardo da Vinci in Fiumicino. Die Tests sowie die Inbetriebnahme des ersten Ver- tiports in Italien sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur kom- merziellen Einführung von Advan- ced Air Mobility (AAM) in Rom, die für das Jahr 2024 geplant ist. Volo-
copters Testpilot an Bord des elek- trischen Volocopter 2X flog vor Zu- schauern für 5 Minuten eine Route auf 40 Metern Höhe bei ca. 40 km/h Geschwindigkeit. Dies erfor- derte die Zustimmung der italieni- schen zivilen Luftfahrtbehörde Ente Nazionale per l'Aviazione Civile (ENAC) und den italienischen Flug- sicherungsdiensten. Der Vertiport wurde im Rahmen des von ENAC genehmigten regulatorischen Test- felds entwickelt und entspricht den Spezifikationen der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). www.volocopter.com
Aura Aero meldet 130 „Letter of Intent“ für 6-motoriges E-Flugzeug
Der französische Flugzeugherstel- ler Auro Aero kündigte an, seinen 19-Sitzer bis 2027 auf den Markt zu bringen, denn man hätte bereits 130 Vororder für das Flugzeug. Die Aussage beruht auf eine Verantal- tung in Paris, die vom Aéroclub de France organisiert wurde, die Flug- gesellschaften zusammenrief, um denen das Projekt ERA (Electric Regional Aircraft) vorzustellen. Dort wurde am Airline Day be- kannt, dass es sich um Letter of Intent handele. Zu den Airlines zählt auch die Schweizer Gesell- schaft FMS mit 10 Flugzeugen. ERA wird Punkt-zu-Punkt-Mobilität
für den Transport von Passagieren oder Fracht anbieten, mit einer massiven Reduzierung des Lärm- pegels und der CO2-Emissionen im Hinblick auf eine dekarboni- sierte Luftfahrt. Bis heute steht das ERA-Programm bei über 330 Be- stellabsichten. AURA AERO wurde 2018 gegründet, hat seinen Sitz in Toulouse-Francazal und beschäf- tigt bis jetzt über 100 Mitarbeiter. Das technische Team des Herstel- lers wird die Empfehlungen der Fluggesellschaften bei der Ent- wicklung von ERA berücksichtigen, das 2027 in Dienst gestellt werden soll. www.aura-aero.com
Was Studenten so alles können
Studenten der ETH-Zürich hatten sich als Ziel gesetzt ein modernes Elektroflugzeug in die Luft zu brin- gen. Selbstverständlich wollte man darin auch einen Elektroantrieb verbauen. Doch statt gleichzeitig ein neues Flugzeug zu entwickeln und dazu noch einen entsprechen- den Antriebstrang, wie man es nor- malerweise mit Verbrennungsmo- toren von der Stange macht, pass- te nicht in deren Philosophie. Und eigentlich wollte man sich nur auf den Elektroantrieb konzentrieren. Die Wahl fiel auf den südafrikani- schen Bausatz Sling4. Um genü- gend Auftrieb dafür zu erhalten,
wurde die Spannweite vergrößert. Mit einem Schweizer E-Motorher- steller und durch Eigenentwicklun- gen entstand der Antriebsstrang. Im September erfolgte dann der ersehnte Erstflug. Die Südafrikaner erhalten das Recht der wirtschaftli- chen Umsetzung mit dieser Ent- wicklung. Schon aber arbeitete man in Dübendorf bei Zürich, wo die Studententeams wirken, an der Realisierung Brennstoffzellen-An- triebs. Der Prototyp funktionierte bereits auf Anhieb. 2023 will man das System installieren und auch erstmals im Flugzeug nutzen.www.cellsius.ch
Erster gelungener Fesselflug mit VX4 von Vertical Aerospace
Das englische eVTOL-Projekt Ver- tical Aerospace VX4 konnte denn ersten gefesselten Flug absolvie- ren. Zuvor hatte die britische Luft- fahrtbehörde CAA der Firma ein „Permit to Fly erteilt“. Das viersit- zige Flugtaxi wurde in seiner Aus- legung besonders von Rolls-Royce E-Motoren un-terstützt, die das achtmotorige Fluggerät antreiben. Eigenen Angaben zufolge soll dies der erste Neustart eines neuentwi- ckelten Fluggerätes nach 20 Jah- ren Pause in Großbritannien gewe- sen sein. Der Flug mit Testpilot Justin Plaines am Steuer erfolgte jedoch nur bis in eine Höhe von
1,50 m. Bei der Flugerprobung sol- len auch Transitionen und später danach auch Marschflüge erfolgen. Das Konzept folgt denen anderer Hersteller, die von Anbeginn auf eine Kombination von Flächenflug- zeug und Kopter gesetzt haben, was weitere Strecken von bis 160 km und schnellere Flüge mit bis zu 130 Knoten (240 km/h) erlaubt. Vertical Aerospace erhofft sich bei der EASA schon für 2025 eine Musterzulassung. Laut Vertical Aerospace habe man bereits mehr als 1400 Vorbestellungen in den Auftragsbüchern. www.vertical- aerospace.com
DLR will alten Lufthansa-Airbus als Hydrogen-Labor nutzen
Die Luftfahrtbranche will klimaneu- tral werden und setzt auf Wasser- stoff als mögliche Energiequelle der Zukunft. Neue Flugzeuge brau- chen dafür eine neue Infrastruktur am Boden, deren Entwicklung jetzt in Hamburg beginnt: Das DLR, Lufthansa Technik, das ZAL und Hamburg Airport werden gemein- sam umfangreiche Wartungs- und Bodenprozesse in Verbindung mit der Wasserstofftechnologie konzi- pieren und erpro-ben. Mit einem 30 Jahre alten Airbus A320, der in Zukunft am Boden bleiben wird, erhält das Flugzeug ein zweites Leben im Dienst der Wissen-
schaft. Dazu hat Lufthansa Technik die Maschine nun so weit vorberei- tet, dass sie in den nächsten Mo- naten als Reallabor ausgestattet werden kann. Dazu gehören der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruk- tur am Boden sowie die Installation eines Flüssigwasserstofftanks und einer Brennstoffzellen im Flugzeug, wofür das DLR seine Kompetenz einbringt. Mit dem Hydrogen Avia- tion Lab möchten sich die Projekt- partner in Hamburg schon heute bestmöglich auf die Abfertigung und Instandhaltung wasserstoffbe- triebener Flugzeuge vorbereiten. www.dlr.de
VoltAero lässt Flugzeugzellen des Cassio 330 in Italien fertigen
VoltAero gab am 2.11.2022 den Abschluss seiner Serie-B-Finan- zierung bekannt. Damit wurde die italienische Tecnologie E Servizi Innovativi S.r.l. (TESI) ein strategi- scher Investor und Industriepart- ner. Die neue Finanzierungsrunde, die eine Kapitalbeschaffung in Hö- he von 32 Millionen Euro umfasst, umfasst die Zertifizierung und den Produktionsstart der ersten Ma- schine seiner Elektro-Hybrid-Flug- zeugfamilie, der Cassio 330. TESI wird den Flugzeugzellen-Prototy- pen für die Cassio 330-Zertifizie- rung in seinem Werk in Cicerale in der Region Kampanien im Süd- westen Italiens bauen. Als erstes
zertifiziert wird dier Cassio 330 mit fünf Sitzen und einem 330-Kilo- watt-Elektro-Hybrid-Antriebssys- tem. Die Wirkungsweise des Pa- rallel-Hybridsystems wurde bereits mit dem Entwicklungsträger Cassio erfolgreich mit 135 Flugstunden getestet. Volt-Aero hat seinen Hauptsitz am Aérodrome de Roy- an-Médis im Südwesten Frank- reichs. Die Cassio-Flugzeuge wer- den am Flughafen Rochefort in der französischen Region Nouvelle- Aquitaine endmontiert. Größere Typen wie Cassio 480 und Cassio 600 sollen folgen. www.voltaero.aero
Chinesen versprechen sich gute Geschäfte mit Flugautos
Xpeng Aeroht ist die Tochtergesell- schaft des in China bekannten Ro- boter- und E-Autoherstellers Xpeng. Angeblich ist es das größte Unternehmen in Asien für Flugau- tos. Das Ziel ist ein zweisitziges eVTOL zu möglichst geringen Kos- ten anzubieten. Die Vorgabe liegt bei 157 000 US-Dollar. Erst kürz- lich gab XPeng Aeroht bekannt, nach einer Flugvorführung in Du- bai nun auch ein reines Flugauto fertiggestellt zu haben. Der Proto- typ wurde auf der Zhuhai Airshow vorgeführt. Beide Flugdemos wur- de jedoch ferngesteuert vorgeflo- gen, dennoch gab das Unterneh-
men an 15 000 sichere bemannte Flüge zuvor durchgeführt zu ha- ben. Xpeng verfügt über genügend Kapital, hatte man doch erst im ver- gangenen Jahr in einer ersten Fi- nanzierungsrunde 500 Mio. US- Dollar aufgetrieben. Gegenwärtig arbeiten 700 Mitarbeiter im 2013 gegründe-ten Unternehmen. Schon kommendens Jahr möchte man marktreif damit sein. Xpeng X2 soll autonom und manuell geflogen werden können. Das große Ziel ist den Stadtverkehr damit zu entlas- ten. Ideen mit fliegenden Autos tauchen immer wieder auf. www.aeroht.com
Eviation mit dem Projekt Alice auf der Erfolgswelle
Bei Eviation füllt sich das Auftrags- buch. Jüngst bestellt die australi- sche Fluggesellschaft Northern Ter- ritory Air Service (NTAS) 20 Flug- zeuge des Typs Alice. Alice soll bei NTAS für kürzere Inlandflüge so- wohl für Passagiere als auch für Fracht eingesetzt werden. NTAS hat seinen Sitz in Alice Springs, dem Tor zum Northern Territory im australischen Outback. Die Gesell- schaft stellt Verbindungen zu gros- sen Fluggesellschaften an den Flughäfen wie Alice Springs, Uluru und Mt. Isa her, die dort entweder ankommen oder abfliegen. Dabei ist man auf Linien- und Charterflug-
dienste für Geschäftsgruppen, Pri- vat- und Touristenreisen sowie Fracht-Transport spezialisiert. Das Unternehmen ist bemüht, die Ein- führung des elektrischen Fliegens zu unterstützen. Alice machte erst im September dieses Jahres sei- nen Erstflug in den USA. Die Ma- schine, ausgestattet mit zwei Elek- tromotoren von MagniX mit je 650 kW. Es ist die erste vollelektrische Neukonstruktion eines Flugzeugs dieser Größen-ordnung. Cape Air, Global Air sowie die deutsche Evia Air. Auch die deutsche DHL hat laut bereits bei Eviation bestellt. www.eviation.com
Hybrid-Caravan fliegt
Ampaire, ein US-Unternehmen erhielt kürzlich einen ersten Auftrag für eine Hybrid-Version für 50 um- rüstende Grand Caravans. Anstelle der üblichen Propellerturbine wird ein Paralleltriebwerk - bestehend aus einem 160 kW-Elektromotor und dem aus Deutschland kom- menden Dieselmotor RED A03 zu ersetzt. Damit stehen insgesamt 570 kW (765 PS) Startleistung zur Verfügung. Vorteil: der 12 Zylinder Dieselmotor begnügt sich mit deut- lich weniger Kerosin als die Propel- lerturbine. Die Eco Caravan redu- ziert so den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen um bis zu 70
%. Bei der Verwendung von nach- haltigem Flugkraftstoff sind die Emissionen nahezu Null. Die Be- triebskosten werden je nach Stre- ckenstruktur der Airline um 25 bis 40 Prozent gesenkt. Für den Start zieht der Elektromotor zusätzlich Strom aus dem Batteriespeicher- system, das als modulares Spei- chersystem von der amerikani- schen Firma EPiC Energy geliefert wird. Die Energiedichte der Lithi- um-Zellen beträgt etwas mehr als 200 Wh/kg, die mit garantierten 2000 Schnellladezyklen angege- ben wird. www.ampaire.com
Airbus und Renault suchen nach neuen gemeinsamen Wegen
Airbus und die Renault Group ha- ben eine Vereinbarung unterzeich- net, die darauf abzielt, Transversa- litäten und Synergien zu verbes- sern, um die Elektrifizierungs- Roadmaps der Unternehmen zu beschleunigen und ihre jeweilige Reichweite zu verbessern. Diese Partnerschaft wird Airbus helfen, ausgereifte Technologien im Zu- sammenhang mit zukünftigen Hy- brid-Elektroflugzeugen zu entwik- keln. Die Kooperationsvereinba- rung wird insbesondere Techno- logiebausteine und der Verbes- serung des Batteriegewichts ab- decken und nach den besten We- gen suchen, um von der aktuellen
Zellchemie zu den Festkörperdesi- gns überzugehen, die die Energie- dichte von verdoppeln könnten Batterien im Zeitrahmen 2030. „Diese branchenübergreifende Partnerschaft mit der Renault Group wird uns helfen, die nächste Batteriegeneration im Rahmen der Elektrifizierungs-Roadmap von Air- bus auszureifen“, sagte Sabine Klauke, Chief Technical Officer von Airbus. „Das Erreichen von Netto- Null-CO2-Emissionen bis 2050 ist eine einzigartige Herausforderung, die eine sektorübergreifende Zu- sammenarbeit erfordert.“ www.airbus.com
H3 Dynamic willWasserstoff-Systemlösungen anbieten
H3 Dynamic, ein noch junges Un- ternehmen, bemühte sich zunächst nur für Drohnenantriebe. Um lange Flugzeiten zu erreichen, hat man Wasserstoff als Energielieferant ausgewählt. Im November 2021 stellte H3 Dynamics seine erste funktionierende Wasserstoff-An- triebsgondel fertig. Im Juli 2022 stieg das erste verteilte Pod-Sys- tem in einem verkleinerten Maß- stab auf dem Flugplatz „Hub Dro- nes - Systematic“ bei Paris in die Luft. Der Wasserstoffflug erhielt die Freigabe von der französischen Zivilluftfahrtbehörde (DGAC). Das 25-kg-Testflugzeug von H3 Dyna-
mics ist bereits ein Durchbruch – es hat elektrische Reichweite von bis zu 900 km mit flüssigem Was- serstoff oder 350 km mit unter Druck stehendem Wasserstoff. Ziel ist eine historische und symbol- trächtige Atlantiküberquerung Was- serstoff-Elektroantrieb in den kom- menden zwei Jahren. H3 Dynamic hat mit 75 Mitarbeitern noch eine relativ kleine Mannschaft, die sich auf Standorte in den USA, Asien und Frankreich erstreckt. Der nächste Schritt ist die Skalierung des Leistungsniveaus für ein 2-4 sitziges Flugzeug bis Ende 2023. www.h3dynamics.com
AERO 2023 kündigt sich mit Innovationen an
Die Luftfahrtmesse AERO (19. - 22. April 2023) ist auch im kom- menden Jahr der wichtigste Treff- punkt für Innovationen in der Branche. Auf der AERO zeigen Aussteller den Besuchern ihre neuesten Produkte und Dienstleis- tungen, mit denen sie die Zukunft der Luftfahrt gestalten. Erstmalig treffen sich auf der AERO 2023 Fachleute auf dem Symposium AERO Hydrogen Summit, um sich über Wasserstoff als Luftfahrt- Treibstoff der Zukunft auszutau- schen. Der AERO Sustainable Trail kennzeichnet auch 2023 wieder alle Aussteller, die sich der Nach-
haltigkeit in der Luftfahrt verschrie- ben haben. Die Bandbreite der Produkte und Dienstleistungen reicht von Antrieben über Treib- stoffe, neue Flugzeugmuster, Droh- nen bis hin zur Flugplanungssoft- ware, die optimierte Streckenfüh- rungen ermöglicht. Die e-flight-ex- po als integraler Bestandteil der AERO 2023 vereint in der Halle A7 Aussteller aus dem Bereich der nachhaltigen Luftfahrt und verdeut- licht durch die wachsende Ausstel- lervielfalt den technologischen Fortschritt und Wandel in diesem Bereich. Erstmals ist auch das DLR wieder dabei. www.aero-expo.de
Archer steuert mit United Airlines auf das Jahr 2025 zu
United Airlines hat diesen Monat Pläne mit dem eVTOL-Entwickler Archer Aviation skizziert, seine erste UAM-Route (Urban Air Mobi- lity vom einem Flughafen im Groß- raum New York in die City der Mil- lionenstadt ab 2025 zu starten. Die Flüge sollen Liberty International Airport in New Jersey in New Jer- sey in Richtung Downtown Manhat- tan Heliport starten. So ein Flug dauere weniger als 10 Minuten, behaupten die Partner. Es wird Archers neues viersitziges Serien- flugzeug „Midnight“ einsetzen. Uni- ted zahlte im August die erste Rate in Höhe von 10 Millionen US-Dol-
lar für die bis zu 200 Archer-Luftta- xis, deren Kauf im Februar 2021 vereinbart wurde. Die Bauarbeiten für die Fertigung gehen zügig vo- ran. Die Anlagen in Convington/- Georgia sind so weit fortgeschrit- ten, dass mit in der zweiten Jah- reshälfte mit der Produktion begin- nen könne, die bei 650 jährlichen Flugtaxis liege. Archer gab auch bekannt, mit dem taiwanesischen Batteriehersteller Molicel zu koope- rieren, der jährlich Batterien mit 1,8 Gigawattstunden produzieren will. Archers Midnight ist ein konventio- nelles Flugzeug mit 12 Schwenkro- toren. www.archer.com
Die Fliegenden Holländer aus Delft
In den Niederlanden wollen Jan Willem Heinen und Joost Die- ben, CEOs der Maeve Aerospace B.V. einen 44-sitzigen Commuter bauen. Zu ihrem Maeve 01 erhal- ten sie nun zunächst 2,5 Millio- nen EU-Förderung aus einem 470 Millionen Innovationsfond. Maeve Aerospace wird sich um weitere Investoren kümmern müssen, um aus den Renderings auch ein einsatzfähiges Flug- zeug zu machen. Der erste Ent- wurf sieht einen konventionellen Schulterdecker mit T-Leitwerk vor, auf dem ein Trapezflügel sitzt. Der Flügel trägt acht elek- trische Antriebsmotoren, die als
verteilte Antriebe so angeordnet sind, dass sie auftriebsverstär- kend, ergänzt durch Winglets, den Flieger mit 45 Tonnen Ab- flugmasse und 4 965 kg Nutzlast tragen kann. Der Flügel weist mit 36 Meter Spannweite eine ausge- sprochen hohe Streckung auf. Das niederländische Entwick- lungsteam setzt zunächst auf einen reinen Batterieflug. Bei ei- ner angestrebten Reisegechwin- digkeit von 264 kts (490 km/h) wird man nach heutigen Batterie- Verfügbarkeit 90 Minuten fliegen können. Die Startrollstrecke soll nur 500 Meter betragen. www.maeve-aerospace.com
Pratt & Whitney gibt ersten Hybrid-Triebwerkslauf bekannt
Raytheon Technologies, Eigner von Pratt & Whitney sowie von Collins Aerospace gab am 20.12. 2022 den erfolgreichen ersten Trieb- werkslauf des regionalen Hybrid- Elektro-Flugdemonstrators des Unternehmens bekannt, der einen wichtigen Meilenstein für die Flug- erprobung darstellt, der für 2024 angestrebt wird. Der erste Lauf des Antriebssystems fand in Longueuil, Quebec beim der Innovationszen- trum von Pratt & Whitney statt. Das System integriert einen von Collins Aerospace entwickelten 1-MW- Elektromotor mit einer Pratt & Whit- ney-Turbine, die für den hybridelek-
trischen Betrieb angepasst ist. Diese Triebwerkstechnologie ermöglicht eine effizientere Trieb- werksleistung während der ver- schiedenen Flugphasen und red- uziert den Treibstoffverbrauch so- wie die CO2-Emissionen um bis zu 30 % im Vergleich zu den Turbo- prop-Regionalflugzeugen von heu- te. Als Demonstrator dient eine De Havilland Canada Dash 8-100, die als Plattform für zukünftige Flugver- suche dienen wird. Raytheon ist in Amerika derzeit führend in der Ent- wicklung hybrid-elektrischer An- triebstechnologien. www.prattwhitney.com
Embraer findet Konzeptpartner bei chinesischer Airline
Ruili Airlines ist die erste Airline in China, die Teil der Embraer Ener- gia Advisory Group ist. Die Part- nerschaft zwischen den Partnern gilt als bedeutender Schritt für das Energia-Projekt“, sagte Arjan Mei- jer, Präsident und CEO von Em- braer Commercial Aviation. „Wir suchen nach Partnern auf der gan- zen Welt, um ihre innovativen Ideen und betrieblichen Erkennt- nisse zu teilen und die ihr Fachwis- sen in die nachhaltige Luftfahrtmis- sion mit einbringen. Die Perspek- tive von Ruili Airlines wird für die Entwicklung der Flugzeugfamilie Energia von unschätzbarem Wert
sein.“ Die Chinesen werden mit Embraer zusammenarbeiten, um bei der Definition von Leistungs- und Designanforderungen für ihr Energia-Konzeptflugzeug mit zwei Designs mit 19 bis 30 Sitzen und hybrid-elektrischen und wasser- stoff-elektrischen Antriebstechnolo- gien behilflich zu sein. Um bei der Definition von Leistungs- und Desi- gnforderungen für das Energia- Konzeptflugzeug erfolgreich zu sein, werden die zwei ungleichen Partner zusammenarbeiten. Aller- dings wird sich das Programm selbst wegen Lieferproblemen ver- zögern. www.embraer.com
Air New Zealand setzt mit neuen Ideen auf Nachhaltigkeit
Air New Zealand will auf lange Sicht seine Inlandflugzeuge durch umweltfreundlichere Maschinen er- setzen. Dazu fand eine erste Aus- wahl aus 30 Zukunftsprojekten statt. Es waren die amerikanische Beta Technologies mit ihrem eVTOL, die britische Cranfield Aerospace mit dem Britten Norman Islander, die israelisch-amerikani- sche Eviation mit Alice und schließ- lich die französische Voltaero mit Cassiobaureihe. Air New Zealand plant bis Ende des Jahres Ab- sichtserklärungen mit den Partnern zu unterzeichnet zu haben, mit denen sie zusammenarbeiten wird. „Bis 2026 wollen wir unser erstes
emissionsfreies Flugzeug, ob Frachtflugzeug oder Passagierflug- zeug, in Neuseeland fliegen las- sen“, sagte Greg Foran, Ge- schäftsführer von Air New Zealand. Das Ziel des Unternehmens ist es, seine heimische Flotte ab 2030 von Q300-Turboprops durch nach- haltigere Flugzeuge zu ersetzen. Die Fluggesellschaft sagte, sie werde die Absichtserklärung zur Bestellung unterzeichnen, die dar- auf abzielt, zunächst drei Flug- zeuge mit weiteren Optionen für 20 von einem oder mehreren Partnern zu erwerben. www.airnewzealand.co.nz
Französische Segelflieger wollen 100 E-Schleppflugzeuge kaufen
Aura Aero, ein bei Toulouse ansäs- siges Unternehmen hatte den Kol- benmotor-Zweisitzer Integral mit Dreibein- und Spornradfahrwerk entwik-kelt, der später auch mit E- Antrieb geliefert werden sollte. Zeitgleich entwickelt man einen 6- motorigen 19-Sitzer mit E-Antrieb. Unmittelbar vor Beginn der AERO 2022 meldete das Unternehmen den tödlichen Absturz mit zwei Testpiloten. Das Integral-Pro- gramm wurde vorübergehend ein- gestellt. Nun aber unterschrieb der französische Segelflugverband FFVP mit Aura Aero einen Vorver- trag 100 Maschinen des Integral E
als Schleppflugzeug beschaffen zu wollen. Aura Aero wartet zwar noch auf die Unfalluntersuchungsergeb- nisse, bevor sie das Testprogramm fort-setzen, doch scheinbar sehen die französischen Segelflieger auch keine Alternative für ein leisen Schlepper. Die 162 französischen Segelflug-zentren, die 215 Segel- und Schleppflugzeuge betreiben, hoffen auf erste Lieferungen des Integral E ab Ende 2024, doch erst 2023 der Erstflug des E-Schlep- pers erfolgen. Auch deutsche Flug- schulen und Vereine sind an lei- seren Schleppflugzeugen interes- siert. www.aura-aero.com
Brasilianer konzentrieren sich auf zwei Zukunftskonzepte
Vor einem Jahr stellte der brasilia- nische Hersteller Embraer eine Reihe von Konzeptflugzeugen vor, die den Luftverkehr auf „Zero Emission“ bringen sollten. Ein Jahr später konzentrierte er sich jetzt auf zwei Projekte. Embraer hat ge- rade im Rahmen seines Fort- schrittsberichts zu Energia, seiner Initiative, die Luftfahrtindustrie bis 2050 auf Netto-Null zu bringen, neue Flugzeugkonzepte vorge- stellt. Durch neue Technologien und erneuerbare Energien setzt der Hersteller auf zwei 19- bis 30- sitzige Flugzeugkonzepte mit hy- brid-elektrischem und wasserstoff- elektrischem Antrieb. Der erste ist
Energia Hybrid (E19-HE und E30- HE), der zwei Module mit 19 und 30 Sitzplätzen mit parallelem Hy- brid-Elektroan-trieb umfasst. Es könnte Anfang des nächsten Jahr- zehnts fliegen. Das zweite ist Ener- gia H2 (E19-H2FC und E30- H2FC), ein Flugzeug mit 30 Sitzp- lätzen. Die Energia Advisory Group, eine Tochter von Embraer wurde gegründet, um Informatio- nen für eine Zusammenarbeit von Partnerfluggesellschaften zu sam- meln. Die jetzige Planung sieht eine Einführung der ersten Flug- zeuge nicht vor 2035 vor. www.embraer.com
H2FLY beschleunigt wasserstoff-Antrieb für 40-Sitzer
H2FLY ist ein in Stuttgarter Unter- nehmen, das auf die Entwicklung von Brennstoffzellensystemen für Flugzeuge spezialisiert ist. Es über- nimmt die Projektleitung im HEAVEN-Projekt. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, einen auf Brennstoffzellen und Kryotechnolo- gie basierenden Antriebsstrang zu entwickeln und in ein Flugzeug zu integrieren sowie im Flugbetrieb zu testen. HEAVEN ist Teil des For- schungs- und Innovationspro- gramms „Horizon 2020“, das von der Europäischen Union sowie durch Spanien, Frankreich, Deutschland und Slowenien geför-
dert wird. Die H2FLY GmbH wurde von Ingenieuren des DLR in Stutt- gart und der Universität Ulm gerün- det und arbeitet daran, den ersten zertifizierbaren, wasserstoffelektri- schen Flugzeugantrieb auf den Markt zu bringen. Die HY4, das erste wasserstoff-elektrische Pas- sagierflugzeug der Welt, hob 2016 ab und demonstrierte bereits die Umsetzung dieser Technologie für die Luftfahrt der Zukunft. H2FLY verfügt über ein star-kes Netzwerk aus Partnern in Industrie und Wis- senschaft. Das Ziel: 40 Passagiere bis zu 2000 km weit transportieren. www.h2fly.de
Geht Airbus jetzt unterdie Triebwerksbauer?
Airbus hat sich schon lange zur CO2-freien Fliegerei ab 2050 be- kannt. Die Einführung dazu soll schon ab 2035 mit den ersten emissionsfreien Flugzeugen bis 100 Passagiere erfolgen. Dies zu beschleunigen, führt nun mit Unter- lieferanten zu einem ersten Ver- suchstriebwerk, das in Toulouse entstehen soll. Ob ein Serienbau daraus wird, steht auf einem ande- ren Blatt. Eine andere Möglichkeit sind Brennstoffzellensysteme mit denen Elektromotoren angetrieben werden. Dazu hatte man 2021 die Aerostack GmbH, ein Joint Venture der beiden Partner Airbus und
ElringKlinger gegründet. ElringKlin- ger stellt eigene Stacks, die Grund- lage für Brennstoffzellensysteme her. Die Aerostack GmbH wird von der EKPO Fuel Cell Technologies GmbH (EKPO), einer Tochter von ElringKlinger beliefert. Das Tank- system bleibt für beide Varianten das gleiche. Ein rein wasserstoffbe- triebenes Triebwerk soll an dem A380 parallel zu den Tests mit dem brennstoffzellenbetriebenen Muster ebenfalls getestet werden. Für bei- de Varianten sind Spezialtanks in dem im Umbau befindlichen A380 vorgesehen. www.airbus.com

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric Flight
13.07.2022
Foto: Uni Delft
13.07.2022
Foto: Airev
Foto: VoltaAero
21.07.2022
21.07.2022
Bild: Hyundai
21.07.2022
Bild: Hyundai
27.07.2022
Bild: H2Fly
28.07.2022
Foto: Ampaire
29.07.2022
Foto: Pipistrel
01.08.2022
Foto: Pratt & Whitney
02.08.2022
Foto: IFB-Uni Stgt.
04.08.2022
Bild:: Horizon Aircraft
05.08.2022
Bild:: ZeroAvia
10.08.2022
Symboldbild:
Bild: Stadtwerke Speyer
18.08.2022
Foto: Rolls-Royce
11.07.2022
Foto: Elektra-Solar
16.07.2022
Foto: CAeS
20.07.2022
Bild: CAE
28.07.2022
Bild: VW China
25.08.2022
Foto: Harbour Air
05.09.2022
Foto: Smartflyer AG
13.09.2022
Foto: H.Penner
29.09.2022
Foto: Kitty Hawk
12.09.2022
Bild: Pie Aeronefs
30.08.2022
Bild: Embraer
19.08.2022
Bild: Uni Stuttgart
17.09.2022
Bild Electra
18.09.2022
Bild: Heart Aerospace
28.09.2022
Foto: Eviation
06.10.2022
Symbolfoto: Volocopter
13.10.2022
Foto: MT-Propeller
13.10.2022
Foto: Wright Electric
20.10.2022
Bild: Eviation
29.10.2022
Foto: Ampaire
21.10.2022
Bild: Overair
05.10.2022
01.10.2022
14.10.2022
Foto: Joby Aviation
21.10.2022
Bild: Embraer
28.10.2022
Bild: H.Penner
Foto: Vertical Aerospace
28.10.2022
Foto: DLR
21.11.2022
Foto: Ampaire
24.11.2022
Foto: Messe-FN
03.11.2022
Bild: Voltaero
15.11.2022
Foto: Xpeng Aeroht
15.11.2022
Bild: Eviation
23.11.2022
Foto: Archer Aviation
25.11.2022
Foto: H3 Dynamics
30.11.2022
Bild Airbus
07.12.2022
Bild: H2fly
07.12.2022
Bild: Embraer
08.12.2022
Bild: Aura Aero
15.12.2022
Bild: Air New Zealand
15.12.2022
Bild: Embraer
22.12.2022
Bild: Pratt & Whintney
01.12.2022
Bild: Airbus
23.12.2022
Bild: Maeve Aerospace
Der erfolgreiche e-Genius der Uni- versität Stuttgart stand Pate für ei- nen maßstabgetreuen Demonstra- tor der Universität in Delft/Nieder- lande. Das im Maßstab 1:3 ist für das dortige Stundenteam Demons- trator um die Wasserstoff-Brenn- stoffzellentechnologie auch für Kleinflugzeuge zu erproben. Be- reits am 14. Juni flog dieses Modell mit reinem Elektroantrieb, doch erst am 7. Juli 2022 gab das Studen- tenteam der Universität Delft be- kannt, dass sie am 14. Juni 2022 mit Flugtests des Phoenix-Demon- strators begonnen haben. Das
Modell mit 6 Meter Spannweite wurde zunächst mit dem Strom von Lithiumzellen versorgt. Für das kommende Jahr sind erste Flüge mit flüssigen Wasserstoff geplant. Die Studien dienen mit dem De- monstrator dienen bereits als Vor- arbeiten für den KIT-Zweisitzer Sling-4, der mit flüssigen Wasser- stoff ab 2025 fliegen soll. Mit 10 kg flüssigem Wasserstoff betreiben soll der Doppelsitzer dann zwei Stunden fliegen könne und eine Reichweite von 400 km haben. www.tudelft.nl/
Uni Delft: Erprobungsträger soll mit Wasserstoff fliegen
Dass man israelische Flugzeug- bauer ernst nehmen muss, ist nicht neu. Spätestens mit dem Motoren- bauer MagniX, der inzwischen in die USA übersiedelte, ist die Ernst- haftigkeit und auch das Können israelischer Ingenieure unter Be- weis gestellt. Ebenso ernsthaft geht Airev mit seinem Doppelsitzer, einem eVTOL um, der für 200 000 Dollar an den Markt gebracht wer- den soll. „Air One“ wie sich der auch von uns bereits vorgestellte Kopter mit fester Fläche und 8 Mo- toren konnte nun zumindest schon
mal ferngesteuert seine Schwebfä- higkeit unter Beweis stellen. Im Norden von Israel, in Megiddo, wo es sogar grüne Felder gibt, wurden inzwischen mehrere Flüge durch- geführt. Im Gegensatz zu den meisten anderen eVTOL-Anbietern wendet sich Airev ganz bewusst an zukünftige private Halter. Laut Rani Plaut, CEO der Firma soll Air One so sicher wie ein Auto gebaut und auch gehandhabt werden können. Schon Ende Juli soll es auf der EAA Airventure in Oshkosh präsen- tiert werden. www.airev.aero
AIR ONE aus Israel könnte ein Volks-eVTOL werden
20.07.2022
Voltaero hat sich für Safran-E-Motoren entschieden
VoltAeros Prototyp, die Cassio 330 wird mit dem E-Motor ENGINEUS- TM 100 smart von Safran Electrical & Power ausgestattet. Die Verwen- dung des Motors im Parallel-Elek- tro-Hybrid-Antriebssystem des Flugzeugs, wurde auf der Farnbo- rough International Airshow von beiden Partnern unterzeichnet. Der ENGINEUSTM 100 wird beim Start eine maximale Nennleistung von weit über 150 kW haben. Er wird mit einem 150-kW-Verbrenner in der Cassio 330-Hybridantriebsein- heit integriert. Der Fünfsitzer Cas- sio 330 erhält ein 330-kW-Elektro-
Hybrid-Gesamtantriebssystem. Wie VoltAero mitteilte, soll der mit ein-em integrierten Motorcontroller ver-sehene E-Motor mit einem integrierten Thermomanagement- System und einer Luftkühlung im kommenden Jahr von Safran aus- geliefert werden. Die Zertifizierung des Mo-tors soll 2023 erfolgen. Dann werden auch die ersten Flug- versuche mit dem Cassio 330 Pro- totyp beginnen. VoltAero wird die Cassio-Flugzeuge in drei Versio- nen entwickeln und produzieren. www.voltaero.aero
Bristow Group Inc., der weltweit führende Anbieter innovativer und nachhaltiger Vertikalfluglösungen, und Lilium, Entwickler des eVTOL, gab auf der Farborough Airshow gekannt, eine strategische Partner- schaft einzugehen, bei der Bristow die Option zum Kauf von 50 Lilium Jets haben wird, zusätzlich zur Be- reitstellung von Wartungsdiensten für das Startnetzwerk des Lilium Jets in Florida, und andere zukünf- tige Märkte in den USA und Euro- pa. Das Memorandum of Under- standing („MOU“) umreißt die Zu- sammenarbeit zwischen Bristow
und Lilium bei der Entwicklung ei- nes Wartungsprogramms zur Un- terstützung des Betriebs des Lilium Jets. Bristow wandelt sein Ge- schäft aktiv um, um innovative und nachhaltige Technologien, ein- schließlich eVTOL-Flugzeuge zu nutzen. Die Vereinbarung zwischen Bristow und Lilium steht unter dem Vorbehalt, dass die Parteien die Handelsbedingungen finalisieren und diesbezüglich endgültige Ver- einbarungen eingehen sowie be- stimmte Bedingungen erfüllen. www.lilium.com
Bristow hat Option zum Kauf von 50 Lilium Jets unterzeichnet
Bild: Lilium
Mit einer Absichtserklärung haben der Rolls-Royce und die Hyundai Motor Group erklärt, zukünftig ge- meinsam an Elektroantrieben und Brennstoffzellen-Systemen für Luft- fahrzeuge zu arbeiten. Dabei hat der US-Hersteller Supernal an der Farnborough Airshow sein erstes eVTOL Kabinenkonzept enthüllt. Mit dem Prototyp zeigt Supernal, wie der Mutterkonzern Hyundai Motor Group seine auf dem Auto- mobilmarkt erworbenen Kompeten- zen nutzt, um das Geschäft im Be- reich Advanced Air Mobility (AAM) voranzutreiben. Superrnal hat sich
für die Entwicklung seines eVTOL mit den Hy-undai Designstudios zusammengetan, damit das neue Luftfahrzeug schon 2028 in den USA und wenig später auch in der EU und Großbritannien eingesetzt werden kann. Zusätzlich arbeitet Supernal mit externen Partnern und einigen der mehr als 50 Hyun- dai Konzerngesellschaften zusam- men. Wichtig sind hier vor allem die Branchen Automobilbau und Autoteile sowie Konstruktion, Ro- botik und autonomes Fahren. www.supernal.aero
Supernal und Rolls Royce arbeiten zusammen an Antrieben
Collins Aerospace entwickelt einen 500-kW-Motor als Teil einer Familie von Elektromotoren, die nach oben oder unten skaliert werden können. Collins hat in Zusammenarbeit mit Hybrid Air Vehicles und der Univer- sity of Nottingham den ersten funk- tionsfähigen Prototypen seines 500-Kilowatt-Elektromotors herge- stellt, der für das Fluggerät Airlan- der 10 geeignet ist. Collins hat mit den Tests des Motors an der Uni- versity of Nottingham begonnen. Für den Elektromotor mit 2.000 U/min strebt Collins eine spezifi- sche Leistungsdichte von 9 Kilo-
watt pro Kilogramm und einen Wir- kungsgrad von 98 % durch die Verwendung einer neuartigen Mo- tortopologie und einer Verbundkon- struktion an. Collins entwickelt den Motor in seinem Kompetenzzen- trum für elektronische Steuerungen und Motorsysteme in Solihull, Großbritannien, wo es auch seinen 1-MW-Elektromotor und seine Mo- orsteuerung für den regionalen Hy- brid-Elektro-Flugdemonstrator von Pratt & Whitney Canada (P&WC) entwickelt. www.collinsaerospace.com
Collins hat 500-kW-E-Motor für das Fluggerät Airlander entwickelt
Statt normale Gasdrucktanks sol- len nun Hochdrucktanks zur Auf- nahme von Flüssigwasserstoff im Versuchsträger HY4 eingebaut werden. Der Vorteil: flüssiger Was- serstoff ist wesentlich energierei- cher und laut Angaben von H2Fly kommt man so auf die doppelte Reichweite. Nach der Integration des neuen Tanks und der Brenn- stoffzellen in das Testflugzeug, soll Anfang 2023 ein intensives Test- programm am Boden starten und die HY 4 das weltweit erste Ver- kehrsflugzeug sein, das mit flüssi- gem Wasserstoff fliegt. Damit der
Wasserstoff flüssig bleibt, muss er auf -253 C Grad gekühlt werden. Es soll das erste Mal sein, dass das Team mit flüssigem Wasser- stoff an Bord umgeht. Es ist ein weiterer, wichtiger Schritt in Rich- tung des Ziels von H2FLY, den weltweit ersten vollständig wasser- stoff-elektrischen Antriebsstrang zu entwickeln, der Brennstoffzellen und flüssigen Wasserstoff inte- griert. Dies ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Realisie- rung von emissionsfreien Mittel- und Langstreckenflügen. www.h2fly.de
H4Y: Umstellung von Gasdrucktanks auf Wasserstoff-Flüssigtanks
13.10.2022
Bild: Pie Aeronefs
11.10.2022
Symbolfoto: H55
06.10.2022
Bild: Aura Aero