Foto: Messe-Friedrichshafen
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Antriebs- und Speichertechnik
Materialien entsteht auch ein nöhres Gewicht. Obwohl Alumi nium eine geringere elektrische Leitfähigkeit besitzt, haben For- scher des Fraunhofer IFAM ein gießtechnisches Verfahren ent- wickelt, mit dem Wicklungen aus Aluminium mit höherem Nutfüll- faktor gefertigt werden können, die sich dennoch als Spulen eig- nen. Gegossene Spulen zeichnen sich durch eine flache Leiteran- ordnung aus, die zu einem höhe-
Gegossene Alu- oder Kupferspulen für effizientere und preiswertere Elektromotoren
Höhere Dichte dank Silizium
Höhere Dichte dank Silizium
Das niederländische Start-up Ley- denJar eröffnete eine Pilotanlage zur Herstellung von Batterien der neuen Generation, die bis zu 50 Prozent mehr Energie speichern. Mit der Pilotanlage, die Mitte 2020 voll in Betrieb genommen werden soll, will man demonstrieren, dass die neuen verbesserte Zellen zum gleichen Preis wie herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien hergestellt werden können. Die höhere Ener- giedichte des Energiespeichers ist auf die von der Firma LeydenJar
patentierte poröse Siliziumstruk- tur bei den Anoden zurückzufüh- ren. Das Projekt wurde von der Europäische Union zusammen und anderen Investoren mit vier Millionen Euro gefördert.
22.11.2019
Weitere Meldungen aus der Elektroflug-Szene:
Fraunhofer IFAM Fraunhofer IFAM
Elektromotoren für E-Bikes-, E- Auto- und E-Flugmotoren sind in ihrem Aufbau ähnlich, auch wenn sie mit Drehstrom betrieben wer- den. Sie besitzen über Eisenker- ne gewicklte Kupferspulen, die bei Stromdurchfluss, gesteuert und hohe Fertigungs und Materi- alkosten und gegenüber anderen
ren Nutfüllfaktor führt. Trotz höh- eren Widerstandes ergibt sich durch den größeren Querschnitt bezogen auf die gesamte Spule ein geringer Widerstand. Durch die bessere Anbindung an das Blechpaket und günstigere Aus- nutzung des Bauraums resultiert ein deutlich besseres thermisch- es und elektromagnetisches Ver- halten. Aus diesem Grund beteht die Möglichkeit, gewickelte Kup- ferspulen durch gegossene Alu- minium- oder auch Kupferspulen zu ersetzen. Damit der Nachweis im direkten Vergleich gelingt, wurden für die Studie handelsüb- liche E-Bike-Motoren mit 250 Watt eingesetzt. Die umgebauten Mo- toren, mit unterschiedlichen Blechpaketen und Spulen-Kombi-
nationen wurden anschließend auf einem Prüfstand getestet. Nach dem Umbau des E-Bike-Mo- tors konnte der Nutfüllfaktor von 32 auf 60 Prozent erhöht werden. Gleichzeitig ergab sich eine Ge- wichtsersparnis um 10 Prozent. Das Drehmoment stieg um 30 Prozent. Aufgrund des besseren thermischen Verhaltens der Spu- len erhöhte sich die Dauerleis- tung bei Betriebstemperatur um fast 20 Prozent. Gute Aussichten für zukünftige elektrische An-
LeydenJar LeydenJar
Foto: LeydenJar
Bild oben: konventionelle Wickeltechnik Bild unten: Spulen durch Giesstechnik
Muster von zwei in Feigusstechnik hergestellten Spulen
Geringerer Widerstand durch höheren Nutfüllfaktor
13.01.2020
Verein für Urban Mobility in der Schweiz im Aufbau
Schweizer Studenten gründeten zusammen mit Dufour Aerospace die Urban Air Mobility Association Switzerland (UAMAS) um den öffentlichem Verkehr und Airtaxis zusammenzubringen. Mit dem Projekt möchten sie die zukünf- tige „Mobilität der dritten Dimension“ bekannter machen. Airtaxis werden bereits in naher Zukunft eingesetzt werden. Trotz eines guten öffentlichen Verkehrsnetzes ist die Effizienz durch die Topographie besonders in der Schweiz limitiert. Ein Airtaxi würde die Reisezeit um zwei Drittel verkürzen. Dank zahlreichen technologischen Fortschritten in der Aviatik in den letzten Jahren sind diese Zeitersparnisse keine Utopie mehr. Die Initianten von UAMAS wollen helfen, diese Entwicklung zu beschleunigen. Dafür organisieren sie Veranstaltungen, an denen die verschiedensten Anspruchsgruppen gemeinsam an Chancen und Herausforderungen arbeiten können.
Foto: UAMAS
Bild: Dufour Aerospace
14.01.2020
Breezer Aircraft will Brennstoffzellen für Kleinflugzeuge
Breezer Aircraft möchte in Zukunft in seinen Flugzeugen elektrische Antriebe mit anbieten. Der Kontakt mit dem Fahrzeugausrüster eCap, die auch Brennstoffzellentriebe entwickeln, führte zu einer Vereinbarung für das 600 kg- Muster B440-6, eine komplette Antriebseinheit zu entwickeln. eCap arbeitet mit dem chinesischen Brennstoff- zellenhersteller Re-Fire zusammen. Ein erstes Flugzeug soll zunächst nur rein elektrisch fliegen. Danach soll eine weitere Maschine zusätzlich mit einem Brennstoffzellen-System ausgerüstet werden. „Für die kommenden Jahre erwarten wir einen wachsenden Bedarf an zuverlässigen, sicheren und umweltfreundlichen Antriebs- und Umrüst- lösungen für Flugzeuge“, so Dirk Lehmann, Gründer von eCap. CEO Dirk Ketelsen von Breezer Aircraft bleibt aber realistisch und rechnet noch nicht mit großen Stückzahlen, dafür seien die Systeme noch viel zu teuer.
Foto: Breezer Aircraft
Foto: Breezer Aircraft
Als führende Forschungsorganisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa sind die Fraunhofer Institute Bindeglieder zwischen Forschung und Industrie. Sie entwerfen Produkte und verbessern Verfahren. Als jüngst die australische Monash Universität die Nachricht über demnächst verfügbare Lithium-Schwefel Batterien verbrei- tete, wurde man in Europa hellhörig. Angeblich sollten Autos damit Reich- weiten von 1000 Kilometer erreichen, was einer Vervierfachung herkömmli- cher Batterien bedeuten würde. Proto- typ-Zellen wurden zwar auch vom deutschen Forschungs- und Entwick- lungspartner Fraunhofer IWS in Dres- den hergestellt. Die Dresdner Forscher bestätigen auch das grundsätzliche Potenzial der Lithium-Schwefel-Tech- nologie, dämpfen aber die Hoffnung auf eine baldige Kommerzialisierung.
Die Technik sei sehr vielversprechend, befinde sich allerdings noch in der Entwicklung. „Erste Anwendungen werden dort gesehen, wo es um gerin- ges Gewicht geht, das gilt beispiels- weise in der Luftfahrt“, sagte der Lei- ter der Abteilung chemische Ober- flächen- und Batterietechnik am IWS, Holger Althues. Sein Team erforscht die Technik seit Jahren. Lithium- Schwefel-Zellen können bei gleichem Gewicht mehr Energie speichern als Lithium-Ionen-Akkus, sind dabei aller- dings größer. Der Vorteil der Lithium- Schwefel-Batterien sind die deutlich niedrigeren Kosten, auch das Gewicht ist geringer. In solchen Zellen besteht die Kathode aus einem Gemisch von Schwefel und Kohlenstoff und ersetzt die bisher vorherrschenden Kathoden aus Nickel, Mangan und Kobalt. „Das eröffnet das Potenzial für eine kosten-
günstige Zelle: Schwefel ist im Gegen- satz zu Nickel und Kobalt ein Abfall- produkt und weltweit verfügbar“, sagt Althues. Die Technologie hat sich aber noch nicht durchgesetzt, weil Proble- me mit der Stabilität der Kathode noch nicht gelöst waren. Beim Laden und Entladen dehnt sich diese deutlich stärker aus (bzw. zieht sich zusam- men), was zu feinen Rissen im Material und damit zu einem höheren Ver- schleiß führt. Das mit Dresden ver- netzte Stuttgarter Fraunhofer Institut IPA hat unter Federführung von Airbus und mit erhebliche Förderungsmitteln die Aufgabe übernommen, neben der Verbesserung der Kathode aus Schwe- fel und Kohlenstoff mit Hilfe neuer Ver- arbeitungsverfahren und der Erpro- bung von Hybridsystemen für den Elektrolyten – also der Mischung von Flüssig- und Fest-Elektrolyt –die Her- stellung der Lithium-Metall-Anode durch einen neuen, elektrochemischen Prozess zu übernehmen. Eines der Kernthemen des Projekts. Bisher werden Li-Metall-Anoden mit Hilfe von gewalzten Li-Folien herge- stellt. Diese können heute jedoch noch nicht viel dünner als 30 Mikrometer hergestellt werden, denn Lithiummetall neigt dazu, an anderen Oberflächen zu kleben. Deswegen muss eine gewisse Dicke für eine minimale mechanische Stabilität gegeben sein. Weil 30 Mikro- meter jedoch oft mehr sind, als die Zelle elektrochemisch benötigt, schleppen diese Zellen unnötiges Gewicht und damit unnötige Kosten mit. Um dies zu ändern, arbeitet die
Abteilung Galvanotechnik des Fraun- hofer IPA an einem elektrochemischen Prozess, mit dem beliebig starke Lithi- umschichten in einem Schritt auf Me- tallfolien aufgebracht werden können. Sowohl in Stuttgart als auch in Dres- den gibt man sich aber zurückhaltend. Frühestens 2022 werde man so weit sein, die bereits sehr seriennahen Er- gebnisse können dann als Prototypen an die Batterieforschungsfabrik in Münster übergeben werden. All dies zielt letztlich darauf, eine eigene Groß- produktion von Batteriezellen in der Bundesrepublik aufzubauen. 360 Wh/kg dann das Ziel bei deutlich über 1000 Ladezyklen. Davon ist Oxis in England noch meilenweit entfernt. Ihre Zellen schaffen gerade mal 75 Ladezy- klen.
Fraunhofer Institute in Dresden und Stuttgart treiben die Entwicklung den Li-S-Zellen massiv voran
Fraunhofer Institute in Dresden und Stuttgart treiben die Entwicklung den Li-S-Zellen massiv voran
Schichtdicken sind Problemzonen
Herstellung der Lithium-Batterie-Elektroden im Pilotmaßstab bei Fraunhofer Institut IWS in Dresden
Anode im Schmelzverfahren hergestellt
Macroaufnahmen: Trockenfilmverfahren
Fotos: Fraunhofer
Fotos: Fraunhofer IWS
21.01.2020
Fraunhofer IWS Fraunhofer IWS Fraunhofer IPA Fraunhofer IPA Arbeiten unter Schutzatmosphäre
triebsstränge, denn wie aus Bre- men zu erfahren war, denke man auch an andere Anwendungen. Denkbar seien aufgrund der hoh- en Skalierbarkeit auch Elektro- Antriebsmotoren für die Luftfahrt! Die neue Entwicklung wird auf der AERO in der Halle A7 präsen- tiert.
Umgebauter Fahrradmotor
Vergleich alte und neue Technik
Foto: Messe-Friedrichshafen
Bild: Smartflyer
Gut aufgeräumt präsentiert sich Skyleaders Antriebsstrang im JA-400 S Skylea- der, bestehend aus Battery-Packages, Inverter, Motor und einem Dreiblatt-Ein- stellpropeller, welchen der ebenfalls aus Tschechien kommende Antriebsspe- zialist MGM entwickelt hat. Der gleiche Antriebsstrang wird inzwischen auch in anderen Typen in Tschechien verwendet.
Skyleader JA-400 S eignet sich zur Serie
02.04.2020
Foto: Messe-Friedrichshafen
Foto: VoltAero
Skyleader ist ein tschechisches Unternehmen, das sich auf Ultra- leichtflugzeuge in Ganzmetallbauweise spezialisiert hat. Mit sehr viel Sachverstand widmete man sich bereits vor drei Jahren elektrischen Antriebssystemen. Da der Elektromotorenhersteller MGM quasi vor der Haustür ist, fiel die Wahl auf den MGM RE 80-Motor mit 80 kW. Die früh begonnenen Versuche basieren jedoch auf dem Muster Sky- leader 400, einen kleinen Zweisitzer mit einer Leermasse von 383 kg, bzw. 443 kg und bis zu vier Sony-Battery-Packs, die 40 bis 90 Minu- ten Flugzeit ermöglichen. Ausgestattet mit einen französischen Dreiblattpropeller e-Prop-Durandal 100 M, der sich sehr gut für die Flugversuche den Bedürfnissen entsprechend anpassen lässt, fand bereit am 15.01.2018 am Flugplatz Budweis der Erstflug statt. Die Maschine erreicht eine Reisegeschwindigkeit von 124 kt (230 km/h). Über 200 Stunden ist man mit dem Muster bereits geflogen. Wie der kaufmännische Leiter, Andrzej Migus von Skyleader, in einem Gespräch wissen ließ, sei man jetzt in der Lage, das Flugzeug für etwa 140 000 € zu fertigen. Erste Anfragen habe man dazu auch schon aus einigen nordischen Ländern, wenngleich die Frage der Zulassung noch nicht geklärt ist. Natürlich würde man sich auch neuerer leistungsfähiger Batterien bedienen, die zudem dann auch leichter wären. Man sei auf jeden Fall auf gutem Weg und bedauere wegen Corona dieses Jahr nicht an der geplanten 1. Lindbergh e-flight-Rallye teilnehmen konnte.
18.01.2020
Joby Aviation: die Airtaxy-Schrittmacher
2009 gründeten Luftfahrt-Enthusiasten im kalifornischen Santa Cruz die Joby Aviation, um ein E-VTOL zu entwi- ckeln. Die Idee war, rein elektrisch senkrecht zu starten und zu landen und aerodynamisch zu fliegen. Inzwischen hat sich das Unternehmen mit bis zu 140 Mitarbeitern an zwei Standorten vergrößert. Das neuvorgestellte Muster ist bereits seriennah. Machbar war das erst, als man weitere Kapitalgeber fand und zuletzt Toyota erneut 394 Mil- lionen Dollar zusätzlich investierte. Damit hat Joby bereits 720 Millionen Dollar für das Projekt aufgebracht. Die Konstruktion basiert aus einer Art Schulterdecker, auf dessen Flügel sich vier Schwenk-und Kipptriebwerke befin- den. Die Stabilisierung der Querachse übernehmen zwei Schwenktriebwerke am V-Leitwerk. Der 4-5 Sitzer soll bis zu 200 Meilen schnell fliegen können und eine Reichweite von 220 Kilometer Reichweite besitzen.
Foto: Joby Aviation
Foto: Joby Aviation
23.01.2020
Neue Messe: European Rotors
Die European Helicopter Association(EHA) und die EASA bündeln ihre Kräfte, um der Rotorcraft-Community ein neues Gesicht anzubieten. Die neue Veranstaltung findet vom 10.–12. November 2020 in der Kölnmesse als glo- bale Netzwerkplattform statt. In diesem Rahmen wird auch das renommierte EASA-Rotorcraft- und VTOL-Sym- posium stattfinden. Die Einbindung der VTOL’s umfasst Entwicklungen bei Elektro- und Hybrid-Fluggeräten, die hochgradig autonom funktionieren und eine bedeutende Rolle für die Entwicklung des gesamten Sektors spielen – indem sie Helikopter-Missionen ergänzen oder als eigenständige Form der Mobilität in der Luft. Die Marktführer Airbus, Bell, Leonardo und Safran unterstützen das Konzept. Veranstaltungsort der EUROPEAN ROTORS ist die Kölnmesse. Neben den Organisatoren tritt die Messe Friedrichshafen auf, die auch die AERO organisiert.
Foto: Safran
Foto: Leonanrdo
VoltAero VoltAero
Foto: Messe-Friedrichshafen
Bild: Smartflyer
Bereits auf der Paris Airshow zeigte Onera ein Modell eines 50-Sitzers mit verteilten Antrieben. Dies könnte, so auch Projektkoordinator und Leiter des internationalen Teams Professor. Dr. Andreas Strohmayer, Universität Stuttgart, Institut für Flugzeugbau der Schlüssel zu effekti- ven elektrischen Antrieben für zukünftige Flugzeuge sein. Aufwand und Nutzen müssen im richtigen Verhältnis zueinander liegen. Es geht nicht um das Erreichen von Höchstgeschwindigkeiten.
17.03.2020
Foto: Messe-Friedrichshafen
Foto: H.Penner
Für den Luftfahrtsektor ist heute die globale Minimierung schädlicher Umwelteinflüsse eine enorme Herausforderung, und die EU-Kom- mission hat das Ziel gesetzt, die Luftfahrt bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Um dies zu erreichen, arbeiten Forschende im Rahmen des Projekts FUTPRINT50 (Future Propulsion and Integration towards a hybrid-electric 50-seat regional aircraft) an einem hybrid-elektrischen Flugzeug mit bis zu 50 Sitzen. Koordiniert wird das Projekt, das von der EU im Rahmen des Programms HORIZON 2020 gefördert wird, von Wissenschaftlern des Instituts für Flugzeugbau der Universität Stuttgart. Ziel des Vorhabens ist es, bis 2035/40 Technologien zu identifizieren und voranzutreiben, welche die kommerzielle Nutzung eines hybrid-elektrischen Flugzeugs mit bis zu 50 Sitzen ermöglichen. Die EU-Förderung für das Projekt beträgt 4.7 Millionen Euro. Durch weitere Mittel, die darüber hinaus von internationalen Partnern bereitgestellt werden, beträgt das Gesamtbudget insgesamt 7,63 Millionen Euro. Das Projekt FutPrInt50 wird von einem internationalen Konsortium durchgeführt, welches das Fachwissen verschiedener Fachbereiche auf internationaler Ebene mit Partnern aus der EU, Brasilen, Russland und den USA bündelt. Neben der Universität Stuttgart sind zehn weitere Universitäten und Forschungseinrich tungen sowie Industriepartner weltweit beteiligt. FutPrInt50 wird zu- dem durch ein Gremium beraten, in welchem die Europäische Luft- fahrtbehörde EASA, sowie weitere Partner aus Kanada vertreten sind.
EHang EHang
Internationales Konsortium erarbeitet FUTPRINT50
05.02.2020
APUS: Deutsche Forschungs-Factory möchte Akzente setzen
Die Straußberger APUS Group, ein EASA-zertifizierter Entwicklungsbetrieb, setzt seine Schwerpunkte auf For- schungs- und Entwicklungsprojekte der General Aviation. Dazu zählen innovative Flugantriebe, aeromechani- sches Design, Strukturentwicklung, CAD und die Zertifizierung von Flugsystemen. Neben einigen erfolgreichen Drohnenentwicklungen stehen jetzt zwei große Projekte an, die die Luftfahrt nachhaltig bereichern dürften. Mit der APUS i-2 hat man sich ein erstes großes Ziel gesetzt. Der zweimotorige Viersitzer mit 800 km Reichweite soll mit Brennstoffzellen betrieben werden. Wasserstofftanks befinden sich im Flügel. Wahlweise mit Brennstoffzellen oder Range-Extendern auf Basis eines Diesel- oder Gasturbinengenerators soll schon 2022 der Technologieträger APUS i-6 starten, der sich durch einen Canardflügel und verteilten Antrieben mit 7 E-Motoren auszeichnen wird.
Bild: APUS
Bild: APUS
06.02.2020
Amerikas erster Kurzstrecken-E-Jet in Planung
Wright Electric hofft seinen E-Jet bereits 2023 in die Luft zu bekommen. Am 30. Januar 2020 skizzierte das Unter- nehmen in New York eine komplette Antriebseinheit. 2030 soll die Inbetriebnahme des E-Jets sein. Verteilte An- triebe und ein anders ausgearbeitetes V-Leitwerk mit zusätzlichen Motoren sind die markantesten Veränderungen gegenüber dem ersten Entwurf. Zudem wurde aus dem angedachten 150-Sitzer ein 186-Sitzer. Wie ferner bekannt wurde, will das Unternehmen seinen Firmensitz nach Albany in den US-Bundesstaat Staat New York verlegen. Bereits im kommenden Jahr möchte man erste Testläufe mit dem noch in Entwicklung befindlichen Motor begin- nen. Die heutigen Entwicklungen sind ein weiterer, entscheidender Schritt für unseren Partner Wright Electric zur Einführung von E-Verkehrsflugzeugen, meinte Johan Lundgren, CEO von easyJet, dem Erstkunden.
Bild: Wiright Electric
Bild: Wright Electric
12.02.2020
Pipistrel baut Elektroflugzeuge in größeren Stückzahlen
Die slowenische Firma Pipistrel hat angekündigt, seine Fertigung in seinem Zweigwerk in Gorizia/Italien von 4 auf 6 Maschinen pro Monat beim Typ Alpha Electro auszuweiten. Die Alpha Electro ist derzeit das einzige Elektroflug- zeug auf dem Weltmarkt, das in bedeutenden Stückzahlen produziert wird, wenn man von Einzelstücken anderer Hersteller einmal absieht. Pipistrel gilt als erfahrenster Betrieb in der Herstellung von elektrischen Antrieben in Luftfahrzeugen. Sein Debüt feierte die Alpha Electro 2015 auf der AERO. Für dieses Jahr wird eine neuere Version dieses inzwischen erfolgreichen Flugzeugtyps erwartet. Der komplette Antriebstrang der Maschine wird von dem Hersteller selbst produziert. Eine speziell entwickelte Wasserkühlung für die Batterien verspricht eine längere Lebensdauer der teuren Batterien und kürzere Ladezeiten.
Foto:ipistrel
Foto:Pipistrel
13.02.2020
Geldgeber gesucht: Lazzarini denkt über kühnes Projekt nach
Pierpaolo Lazzarini hat sich mit seinem Design-Studio und bisherigen Entwürfen, die stets auf dem Boden blie- ben, einen Namen gemacht. In Bewegung geriet er erst mit seinem Water Jet. Zusammen mit seinem Team entwarf er nun einen Multicopter, Formula Drone ONE genannt, der auf Hybridtechnik basieren soll. Drei umman- telte Hubrotoren, die als gegenläufige Doppelrotoren zur reinen Redundanz ausgebildet sind und mit Strom von einem 12 Zylinder V-Motor-Generator mit 740 PS versorgt werden, sollen dem Fluggerät VTOL-Eigenschaften ver- leihen. Dabei lässt der Rumpf unverkennbar die Konturen früher Rennwagen erkennen, die den Namen Ferrari einst in die Welt trugen. Nach eigenen Angaben soll sich das 900 kg schwere „Luftgestühl“ mit 7,40 m Länge bis zu drei Stunden in der Luft halten können und dabei eine Reichweite von 500 Kilometer erreichen.
Bild: Lazzarini
Bild: Lazzarini
17.02.2020
Vordenker bei DLR und Bauhaus Luftfahrt
DLR und Bauhaus Luftfahrt arbeiten eng zusammen. Die Institutionen kamen zur Erkenntnis, dass mit heutigen Technologien ein 19-sitziges Commuterflugzeug realisiert werden könnte. Man lehnte sich dabei an vorhandene Flugzeugtypen. So könne man über die Triebwerksgondeln tauschbare Batterieblöcke unterbringen. Das reiche für Reichweiten von 200 Kilometern und entspricht 56 % aller beflogenen Strecken und bis zu 83 % der Strecken unter 350 Kilometern. Ergänzt um Range Extender könne bereits einen Großteil der CO2-Emissionen vermieden werden. Der Range Extender ist dabei auch für die Sicherheit solch eines elektrifizierten Flugzeugs entscheidend, da im Notfall ein entfernterer Ausweichflughafen bei schlechten Wetterbedingungen angesteuert werden könnte. Verteilte Antriebe, so eine andere Studie, ermöglichten Strecken von über 400 Kilometern.
Bild: DLR
Bild: DLR
20.02.2020
Foto: Peter Phillips
Foto: Per Lundgren, Swedavia
Schweden plant seine Verkehrsflughäfen mit elektrischer Ladeinfrastruktur auszurüsten. 10 davon werden von dem staatlichen Flughafenbetreiber Swedavia betrieben und die sollen ab diesem Jahr bereits mit Dockingsy- stemen ausgestattet werden. Swedavia hat dazu eine Strategie für die elektrische Luftfahrt verabschiedet. Ziel ist es, die Airports für elektrisch betriebene Flugzeuge so vorzubereiten, damit man in der Lage ist, bis 2025 die erste kommerzielle E-Fluglinie in Betrieb zu nehmen. Der in Mittelschweden liegende Airport Åre Östersund soll zusammen mit einem Testgelände für E-Flugzeuge noch diesen Herbst in Betrieb gehen. Allerdings rechnet man nicht vor 2025 mit dem ersten E-Linienflugverkehr. Da Schweden bis 2030 den Inlandflugverkehr möglichst frei von fossilen Brennstoffen betreiben will, wird dies von der schwedischen Regierung unterstützt.
Schwedens Airports erhalten elektrische Ladeinfrastruktur
Termin auf das Jahr 2021 verschoben!
Die NASA X-Baureihen sind weltbekannt
31.03.2020
Epochemachende Flugzeugkonstruktionen erhalten zumindest in den USA vor der Projektnummer ein großes X. Die Bell X-1 war das erste Überschallflugzeug. Die jetzige X-57 könnte ebenso in die Annalen der Luftfahrtgeschichte eingehen. Als erster Erprobungsträger der NASA für elektrische Antriebe wurde Tecnams P 2006 ausgewählt. Regulär wird die Maschine mit zwei Rotax-Motoren mit je 73 kW (100 PS) ausgerüstet. Das Armstrong Flight Research Center der NASA auf der Edwards Air Force Base sah im Tecnam-Zweimot den idealen Erprobungsträger, um in einer späteren Phase auch Vergleichsmes- sungen durchführen zu können. Die jetzt vor kurzem vorgestellte Modifikation geht von einem Flügel mit hohem Seitenverhältnis aus, der nichts mehr mit dem Standard- flügel gemeinsam hat. Er wurde eigens dafür neu entwickelt. Die jetz- ige vollelektrische Modifikation läuft als Mod IV. Sie soll durch Redu- zierung des Luftwiderstandes im Flug zu einer höheren Effizienz füh- ren. Zwei große Hauptantriebsmotoren mit Dreiblattpropellern an den Flügelenden von je 1,52 Meter Propeller-Durchmesser sind ganz be- wusst dort angebracht, um den induzierten Widerstand der Flügel- spitzenwirbel zu reduzieren und um theoretisch Energie zurückzuge- winnen. Über den gesamten Flügel verteilt, werden unter die Flügel- vorderkante 12 kleine Hochauftriebsantriebe, bestehend aus kleinen Elektromotoren, mit kleinen Rotoren angebracht, die nur für den Start und die Landung aktiviert werden. Im Reiseflug werden die Propeller in die kleinen Antriebsgondeln eingeklappt. Die ersten Flugversuche sollen noch in diesem Jahr beginnen. Achtung! Die hier gezeigten Bil- der sind noch reine Fotomontagen! Welche Auswirkungen die Untersuchungergebnisse haben werden, ist noch nicht abzusehen. Das Projekt Alice bei Eviation verfolgt ein ähnliches Ziel mit außenliegenden Flügelmotoren wie die NASA bei der X-57. Auch bei Daher befindet sich ein Umbau, der die Hauptan- triebsmotoren am Flügelende haben wird.
25.02.2020
Kunstflugdrohne aus Liechtenstein
Herbert Weirather, 32, ist CEO der Liechtensteiner Drone Champions AG, eine Firma für Sportmarketing. Er kam auf die Idee, mit einer bemannten Drohne zu fliegen und damit sogar Kunstflug zu betreiben. Das Konzept dazu war klar: es sollte ein Rumpf mit 6 über CFK-Stützen liegende Doppelpylons werden, deren Motoren jeweils als Hub-und Schubmotoren ausgebildet sind. 12 luftgekühlte Motoren mit je 12 kW aus dem Modellbereich sollten in der Lage sein, 165 kg in die Luft zu bringen. 300 kg Schub stehen mit den Motoren mit einer etwas höheren Span- nung als angegeben zur Verfügung. Bis zu 140 km/h schnell wird man damit fliegen können. Die 98 kg leichte Drohne hat eine automatische Lageregelung. Der Einsitzer hat eine Sticksteuerung. Er wurde zunächst fernge- steuert. Weirather ließ sich im Anschluss ferngesteuert, nur einen Meter über dem Boden schwebend fliegen.
Bild: DCL
Bild: DCL
26.02.2020
EHang-Drohnen probten den Ernstfall
Das chinesische Unternehmen EHang bezeichnet sich als Führendes für autonome Luftfahrzeuge. Der Hexakopter EHang 216 VTOLwurde jüngst zu einer Übung zur Vorbeugung und Bekämpfung der Corona-Epidemie von den Behörden der Stadt Hezhou/ Guangxi eingeladen, ein medizinisches Notfallpaket vom Hezhou-Platz zu dem in vier Kilometer Entfernung liegenden Hezhou People's Hospital zu überbringen. Die Landung erfolgte auf einem 25- stöckigen Dach des Hospitals. Anschließend nahm Edward Xu, Chief Strategy Officer (CEO) von EHang, einen autonomen Flug vom Stadtzentrum, um vier Kilometer weiter auf dem Dach des Krankenhauses sicher zu landen. Der Flug diente einer Serie innerstädtischer, Testflüge. Dazu gehörten auch Missionen in Hezhou, einschließlich nächtlicher Flüge, mit einer Reichweite über 15 Kilometer und einer Reisegeschwindigkeit von bis zu 90 km/h.
Foto: EHang
Foto: EHang
Foto: Messe-Friedrichshafen
Bild: Smartflyer
36 kleine elektrische Antriebsmotoren treiben den Lilium-Jet sowohl bei der Transition als auch im Reiseflug an. Die Antriebspakete des Enten- flüglers werden bei Start und Landung geschwenkt. Noch werden die Flugversuche unbemannt durchgeführt. Bereits jetzt wird eine zweite Produktionshalle erstellt, aus der ab 2025 bis zu 100 Maschinen jährlich rollen sollen.
24.03.2020
Foto: Messe-Friedrichshafen
Foto: Lilium
Es ist erstaunlich, wie manche Kapitalgeber ihr Geld investieren, dies ohne Garantie, ob sie eines Tages den erhofften Nutzen ziehen kön- nen. Dazu zählt auch der chinesische Internetkonzern Tencent, der in einer weiteren Finanzierungsrunde neben anderen Kapitalgebern das bayrische Unternehmen Lilium mit weiteren 240 Millionen Dollar un- terstützt hat. Nun wird diesem chinesischen Kapitalgeber wie auch den anderen daran beteiligten Mitstreitern nicht gleich das Licht aus- gehen, wenn sich eines Tages der Bedarf an Mobilitätssystemen doch nicht so groß zeigt, wie es sich Städteplaner vorstellen, doch man muss den Mut und Entschlossenheit bewundern, mit welchem Elan Lilium selbst und seine Förderer das Projekt des E-VTOL vorantrei- ben. Schon wurde eine neue Halle in Weßling bei München mit einer Fläche von 3000 qm erstellt. Allein 400 Mitarbeiter werkeln bereits an dem utopisch wirkenden Flugobjekt, das eines Tages auf Strecken bis zu 300 km im 300 km/h-Tempo autonom bis zu fünf Passagiere zu ei- nem Preis vergleichbar mit einem Taxi von A nach B transportieren soll. Ob die prognostizierten Daten tatsächlich erreicht werden, be- zweifelte jüngst ein Ingenieur durch Berechnungen in einem Artikel im Aerokurier, dem auch anerkannte Professoren zustimmten. Der Beweis selbst, die volle Transportfähigkeit des Lilium-Jets medien- wirksam zu präsentieren, etwa wie es Volocopter oder EHang bewie- sen haben, steht bislang von Lilium aus. Rein technologisch zeigt sich aber bei den Flugversuchen, dass man mit dem Grundkonzept der schwenkbaren, verteilten Antriebe auf dem richtigen Weg zu sein scheint.
Neue Messe: Neue Messe:
Weitere Millionen: frisches Geld stärkt Lilium-Projekt
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Lilium Lilium
16.03.2020
AERO und 1. Lindberg e-flight Rallye auf das Jahr 2021 verschoben!
Das Vorrücken des Corona-Virus veranlasste in der ersten Märzwoche viele europäische Messegesellschaften, aus Sicherheitsgründen und reinen Vorsichtsmaßnahmen, ihre eingeplanten Messen zu verschieben. Dazu zählt auch die General Aviation Messe AERO. Der neue Termin heißt laut einer neuen Mitteilung 2021. Die Welt steht Kopf, heißt es in der neuesten Mitteilung. Trotzdem gilt es auch bei der Messe Friedrichshafen, den Blick nach vorne zu richten. Seit der Entscheidung, die für das Zeitfenster 1. bis 4. April 2020 geplante AERO Friedrichshafen aufgrund des Einflusses des Coronaviruses zu verschieben, wurden viele Überlegungen zur Verle¬gung auf einen späteren Termin unternommen. Mit dem Ergebnis, dass die nächste Durchführung der Leitmesse der allgemeinen Luftfahrt zum Termin 14. bis 17. April 2021 stattfinden wird. Das gilt ebenfalls für die 1. Lindberg e-flight Rallye.
Bild: H.Penner
Die NASA will‘s wissen
Dieses Jahr beginnen mit X-57 die Flugversuche
NASA NASA
NASA Erprobungsträger X-57 mit allen laufenden Motoren im Steigflug
X-57 im Reiseflug - nur die Haupttriebwerke laufen noch
Image Credit: NASA Langleey/Advanced Conceps Lab, AMA, Inc.
Image Credit: NASA Langleey/Advanced Conceps Lab, AMA, Inc.
Image Credit: NASA Langleey/Advanced Conceps Lab, AMA, Inc.
12.03.2020
VoltAero startete mit Cassio 1 zu Testflügen
Foto: VoltAero
Foto: VoltAero
VoltAero trat 2019 in Paris mit seinem Erprobungsträger Cassio 1, einer umgerüsteten Cessna C337 an die Öffent- lichkeit. Kern des Antriebs ist ein Verbrenner von Nissan, der einen Schubpropeller am Heck des Flugzeugs an- treibt. Cassio 1 besitzt regulär zwei Contis in Push-Pull-Anordnung. In dem Versuchsträger treibt der 300 kW Ver- brenner gleichzeitig drei Generator/Motoren mit an, deren Strom eine Pufferbatterie lädt. Anstelle des Zugmotors befindet sich jetzt je ein E-Motor von Safran Electrical & Power auf der Tragfläche. Safran hat dazu sein kleinstes Muster mit 45 kW, den Engineus 45, geliefert und feiert somit auch sein Debüt mit den Direktantrieben. Für den Start stehen dem 9-sitzigen Flugzeug 480 kW zur Verfügung. Das Unternehmen plant die Erfahrungen der Cassio1 in ein Serienflugzeug aus Faserverbundwerkstoff fließen zu lassen.
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Skyleader Skyleader
Foto: Skyleader
Foto: Fraunhofer IFAM
20.01.2020

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Erstausgabe 13.4.2015
Meilensteine des Elektroflugs Bereits 1973 flog Heini Brditsch- ka mit einer HB-3 und einem Elektroantrieb. 1981 flog als er- ster Deutscher der Heidelberger Karl Friedel mit dem Elektro- Windspiel anlässlich der RMF (AERO) in Friedrichshafen.
1. Lange Antares 20E 2. LAK 18 B 3. Schleicher ASG 32 4. Silent 2 Electro 5. Pipistrel Taurus Electro 6. Song 120 7. Archaeropteryx electric 8. eSpyder 9. Silent E 10.Carbon Trike
1. Lange Antares 20E 2. LAK 18 B 3. Schleicher ASG 32 4. Silent 2 Electro 5. Pipistrel Taurus Electro 6. Song 120 7. Archaeropteryx electric 8. eSpyder 9. Silent E 10.Carbon Trike
Typenliste zugelassener Flugzeuge
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Electric Flight
Bild: Smartflyer
Foto: Skyleader
Tschechen zum Serienbau bereit
Bild: Smartflyer
Bild: Uni-Stuttgart
Verteilte Antriebe auch für 50-Sitzer?
Bild: Smartflyer
Foto: Lilium
Neues von Lilium