Weitere Neuigkeiten aus der Elektroflug-Szene:
Noch verstecken sich die meisten E-Flugzeug-Konzepte auf den ganz großen Luftfahrtmessen. Alice von Eviation ist in Paris das erste GA-Großprojekt.
Wegbereiter für die Großen: die General Aviation
20.06.2019
Elektra Solar
Foto: Messe-Friedrichshafen
Rolls-Royce greift an
Bild: Rolls-Royce
09.01.2019
Boeing’s Air Taxy
23.01.2019
Airbus unterstützt Air Race E
05.02.2019
Anzeige
Fraport und Volocopter
12.02.2019
Sun Flyer mit Siemens-Antrieb
19.02.2019
Foto: H.Penner
Alice mit Siemens-Antrieb
08.03.2019
Antriebs- und Speichertechnik
Schweiz prophezeit Superzelle
Leichtgewichtige Kombination
25.03.2019
Foto: H. Penner
Der gültige Weltrekord mit einem E-Flugzeug liegt bei 337,5 km/h, von der Firma Siemens vor zwei Jahren mit einer umgerüsteten Extra 330 LE aufgestellt. Diesen Weltrekord möchte Rolls-Royce nun mit 480 km/h überbieten. Die Briten sind schon seit jeher für ihre Rekordsucht bekannt. Die Rekordmaschine, ACCEL, soll bereits 2020 in die Luft kommen. Sie wird mit einem 3-Scheiben Elektromotor, wie die bereits bekannten Geiger HPD-Motoren ausgerüstet werden. Der Motor soll 370 kW (500 PS) leisten, der von einer Batterie mit 750 Volt betrieben wird. Rolls-Royce spricht von einer 90-prozentigen Energieeffizienz. Das gesamte System soll von 6000 Zellen gespeist werden, wobei jede einzelne Zelle überwacht wird. Die Batteriekapazität soll ausreichen, um mit dem Flugzeug die 200 Meilen von London nach Paris zu bewältigen.
Boeing hat am 23.1.2019 den er-sten Testflug seines autonomen Airtaxis erfolgreich absolviert. Boeing NeXt ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft, die Airtaxis für innerstädtische Mobilität entwickeln soll. Zunächst nutzte Boe- ing Aurora Flight Sciences zur Entwicklung seines eVTOL. 2017 hatte Boeing das Unternehmen vollends übernommen. Nach den ersten Schwebeversuchen dieses auch aerodynamisch fliegbaren Vehicles sollen nun auch erste Transitionsflüge unternommen werden. Mit einer Länge von 9,14 Metern und einer Spannweite von 8,53 Metern integriert die fortschrittliche Zelle die Antriebs- und Flügelsysteme, um nach einem effizienten Schwebe- flug und auch schnelle Vorwärtsflüge zu erreichen. Der rein elektrische Antrieb ist vom Start bis zur Landung für eine Reichweite von bis zu 80 Kilometern ausgelegt.
Airbus hat eine globale Partnerschaft mit Air Race E bekannt gegeben, dem ersten E-Flugzeugrennen der Welt, das 2020 starten wird. Damit ist Airbus Gründungspartner. Der Wettbewerb zielt darauf ab, die Entwicklung und Einführung fortschrittlicher Elektroantriebe voranzutreiben, die für Airtaxis und gegebenenfalls auch für Verkehrs- flugzeuge eingesetzt werden können. Das Air Race E folgt in seiner Art der populären Air Race 1-Serie. Acht E- Flugzeuge konkurrieren auf einer knapp 5 km langen Strecke, 10 Meter über dem Boden, direkt untereinander. "Wir möchten Hersteller dazu motivieren, ihre Technologien der Antriebssysteme- und Komponenten zu präsentie- ren", sagte Vittadini, Chief Technology Officer von Airbus. „Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, um auf dem neuesten Stand der elektrischen Antriebstechnik zu bleiben.”
Fraport und Volocopter unterzeichneten einen Vertrag, gemeinsame Konzepte für die Bodeninfrastruktur und den Betrieb von Flugtaxis an Flughäfen zu entwickeln. Im Vordergrund steht die reibungslose Fluggastabfertigung und die effiziente Anbindung an die bestehende Verkehrsinfrastruktur. Das soll an einem sogenannten Volocopter-Port untersucht werden. Dieser Port könnte in Zukunft Knotenpunkte in Städten miteinander verbinden und zum Bei- spiel auch eine Verbindung vom und zum Flughafen Frankfurt sein. „Das autonome Fliegen wird die Luftfahrt grundlegend verändern. Wir wollen als erster Flughafen Europas das Potential des elektrischen Flugtaxis gemein- sam mit dem Pionier Volocopter erschließen - zum Vorteil unserer Fluggäste und der Region Frankfurt/-Rhein- Main“, erklärte Anke Giesen, Vortand Operations der Fraport AG.
Der Prototyp des Sun Flyer 2 von Bye Aerospace hat seinen ersten Flugtest mit einem Siemens-Motor bestanden. Siemens wird auch für die Serie die elektrischen Antriebssysteme für den Sun Flyer 2 liefern. Der 26 kg SP70D hat eine Startleistung von 90 kW und eine Reiseleistung von 70 kW. George E. Bye, CEO von Bye Aerospace, sagte, dass der erste Flug mit dem Siemens-Motor einwandfrei verlief. "Das Flugzeug funktionierte genau wie geplant", sagte er. "Ich danke dem gesamten Siemens-Team für die Teilnahme an diesem wichtigen Flugversuch von Sun Flyer 2." Immerhin soll das Elektroflugzeug 138 Knoten schnell sein. Damit zielt das Unternehmen auch eindeutig auf den Bereich von Schul- und Trainingsflugzeugen ab. Sun Flyer 2 soll bis zu 3,5 Stunden fliegen können. Basis dazu sind Batterien mit einer Leistung von 260 Wh/kg.
Das israelische Unternehmen Eviation teilte jüngst mit, dass alle drei Antriebe ihres Elektro-Flugzeugs Alice für 9 bis 11 Personen von Siemens eAircraft geliefert werden. Sie leisten jeweils 260 kW und bringen das Flugzeug auf 220 Knoten Reisegeschwindigkeit. Nur durch Batterien gespeist, sollen Strecken von bis zu 650 Meilen (1045 km) bewältigt werden. Neben dem Schubmotor im Heck sind zwei weitere Schubmotoren an den Flügelspitzen untergebracht. Das aus Verbundwerkstoffen bestehende Flugzeug weist einen Flügel hoher Streckung mit einer Spannweite von 16,12 Metern auf. Der delfinähnliche Druck-Rumpf hat eine Länge von 12,20 Meter. Die Maschine wird eine Abflugmasse von 6350 kg haben. Schubdifferenzen könnten durch eine Fly-by-wire-Steuerung ausgeglichen werden. Die ersten Testflüge sollen - dieses Jahr erfolgen.
Anton Roth gilt als einer der Pioniere für Elektroflug in Deutschland. Neben einer Flugschule betreibt er die Adaption von Elektroantrieben in Leichtflugzeugen. Dass auch das Fliegen mit Trikes noch viel Flugspaß bringen kann, beweist sein neues TITAN TRIKE. Dieses Trike stellt eine Konstruktion dar, die auf das Wesentliche reduziert wurde, um Gewicht zu sparen. Mit seinem patentierten Gelenksystem werden jetzt auch Cross-Windlandungen zum Kinderspiel- eine Entwicklung, die konventionellen Trikes bis jetzt gefehlt hat. Sein patentiertes Ansteck- system für den Geiger HPD 12 mit 14 kW und zwei 14 kg Lithium-Akkus halten das Trike trotzdem noch 20 kg unter dem Gewicht konventioneller Alu-Trikes. Dadurch wird das Trike zum idealen Thermikschnüffler, mit dem selbst kleinste Aufwindzonen ausgeflogen werden können.
50 000 neue Airliner bis 2039 lassen die Flugzeughersteller optimis- tisch in die Zukunft blicken. Doch wie begegnet man den zusätzlichen Belastungen für die Umwelt? Besonders Triebwerkhersteller sind gefragt, den Durst ihrer Luftfahrtantriebe leiser und nebst niedrigerem Treibstoffverbrauch auch effizienter zu machen. Bio- und synthetische Treibstoffe werden den riesigen Bedarf an Kohlenwasserstoffträgern aber nur zum Teil abdecken. Mineralölfirmen bemühen sich längstens um tragfähige Lösungen für Alternativkraftstoffe. Sie müssen eines Tages nicht nur konventionelle Antriebe damit versorgen, sondern auch die Hybridantriebe, die ebenfalls nicht ohne Kohlenwasserstoffe betrieben werden können. Auch reiner Wasserstoff steht auf der Alter- nativliste. Hoffnungen werden von Batteriezellenhersteller verbreitet. Darauf setzen nicht nur die Marktführer wie etwa Airbus oder Boeing, sondern eher die Start-ups, die von ihnen auch finanziell unterstützt werden. Mit Alice, einem Projekt aus Israel, dem französischen Volt- aero, dessen einstiger Wegbereiter bei Airbus, Jean Botti war, sind neben dem australisch-amerikanischen E-Motorenhersteller MagniX gleich weitere neue Namen zu finden.
Nordamerikas größte Wasserflugzeug-Fluggesellschaft Harbour Air gab bekannt, schrittweise ihre Flotte aus über 40 Kolbenmotormaschienen und Turboprops auf Elektroantriebe umrüsten zu wollen. Zunächst soll eine DHC-2 Beaver mit Kolbenmotor mit einen 560 kW (751 shp) Elektromotor von MagniX noch Ende dieses Jahres in die Luft kommen. MagniX bezeichnet sich als Spezialist für elektrische Luftfahrtantriebe. Der Motor wiegt 120 kg und dreht mit maximal 1900 UpM. Er entwickelt ein maximales Drehmoment von 2814 Nm. Harbour Air bietet 12 Kurzstrecken zwischen Hubs wie Seattle und Vancouver an und befördert jährlich 500 000 Passagiere. Mit den neuen Antriebssystemen sehe man ein enormes Potenzial für die elektrische Luftfahrt. Die Geschäftsführung hoffe mit dem Umstieg auf Elektroantriebe auch die Umwelt positiv zu beeinflussen.
Erste Fluggesellschaft der Welt will auf Elektroantriebe umstellen
29.03.2019
Kein Hersteller konnte sich bisher in Deutschland für die seit wenigen Jahren eingeführte 120 kg-Klasse erwär- men. Dr. Ing. Werner Eck, Konstrukteur der bekannten Geiger-HPD Motorenserie fand einen alternativen Weg ein Serien-Flugzeug in dieser Klasse zu realisieren. Als Machbarkeitsstudie rüstete er den poln. Segler AXEL auf einen E-Heckantrieb mit Fernwelle um. Das funktionierte auf Anhieb. Man beschloss dieses Konzept auf eine Neu- konstruktion für ein 120 kg Flugzeug zu übertragen und für ein solches Flugzeug nach potenziellen Kunden zu suchen. Innerhalb von 4 Wochen nach der AERO 2018 fanden sich bereitwillige Kunden, über eine Anzahlung die Entwicklung und den Prototypen zu finanzieren. Das Projekt wurde von den Initiatoren und Klenhart Aero Design zunächst als No-Profit-Vorhaben geplant und umgesetzt. Der Prototyp wurde auf der AERO gezeigt.
Mit „Birdy“ elektrisch starten
14.04.2019
Heute weisen verfügbare Lithium- Zellen Leistungsdichten bis 220 Wh/kg auf. Im deutschen Labor der Schweizer Innolith Energy Battery sollen sich Zellen für Fahrzeuge in Entwicklung befin- den, die Reichweiten von über 1000 km ermöglichen. Die Leis- tungsdichte würde dann 1000 Wh/kg betragen! Ganz so abwe- gig scheint die Prognose nicht zu sein, denn in den anderen For-
schungslaboren ist man ebenso weit, weiss aber noch nicht, ob solche Zellen den Wechselwir- kungen von Laden und Entladen auf Dauer gewachsen sind, was in langen Versuchsreihen noch nachgewiesen werden muss. Innolith möchte seine mit anorga- nischen Elektrolyten versehenen Zellen bis in 3 bis Jahren auf den Markt bringen.
08.04.2019
Foto: DLR
Als Schaufenster der Allgemeinen Luftfahrt widmet sich die AERO von Anbeginn neuer Antriebssysteme für die Luftfahrt. Auf keiner Messe der Welt werden im General Aviation-Bereich so viele Neuheiten, insbesondere auch aus dem Elektroflug-Bereich, wie auf der seit über 40 Jahren stattfindenden Messe ausgestellt. Vor 10 Jahren wurde dazu die Sonderschau e-flight-Expo ins Leben gerufen. Damit rückte die Messe Friedrichshafen zusätzlich in den Focus technischer Entwicklungen. Inzwischen wetteifern die Automobilindustrie und die Luftfahrt um immer höhere Leistungsdichten für Batteriezellen, leichtere Motoren und neuerdings auch um leichtere und finanzierbare Brennstoffzellen. 757 Aussteller luden für vier Messetage (10.-13..4.2019) an den Bodensee, der größten europäischen und für die Banche wichtigsten Messe der Welt ein.
Erfolgreiche AERO: 757 Aussteller und 32 100 Besucher!
14.04.2019
Bye Aerospace, ursprünglich auf den deutschen Electra One setzend, glänzt jetzt mit 298 Kundenzusagen. Darun- ter auch eine Zusage von OSM Aviation Aca¬demy einen Siemens-Motor vom Typ SP70D mit 70 kW erhalten (max. Leistung 90 kW). Der 32 kg leichte E-Motor wird mit Lithium-Ionen Batterien gespeist. Die Kapazität des Zweisit- zers soll für einen einstündigen Schulflug ausreichen. Danach seien etwa 30 Minuten Ladezeit erforderlich. Firmengründer und CEO George Bye meint, dass die Flugstunde für den eFlyer bei nur etwa 15 Dollar lägen. Nor- wegens Elfly orderte 10 Flugzeuge mit 18 weiteren Optionen. Eric Lithun, CEO von Elfly AS. „Dies ist der entscheidende Schritt in der Luftfahrt für kleine Flugzeuge. Der Bye Aerospace eFlyer wird der Tesla der allgemei- nen Luftfahrtindustrie sein.“
298 Vorbestellungen für eFlyer 2 von Bye Aerospace
14.04.2019
Foto: H. Penner
Foto: Bye Aerospace
Foto: Harbour Air
In Gilching bei München wurde 2018 das Start-up-Unternehmen Auto FlightX gegründet, um ein elektrisch senk- recht-startendes und landendes Flugzeug (eVTOL) zu entwickeln. Der zweisitzige Prototyp ist ein Canardflügler, ähnlich des Speed Canard. Das ermöglich dem Flugzeug grundsätzlich aerodynamisch zu fliegen! Sechs Hubmo- toren, die auf zwei Pylons zwischen Haupt- und Canardflügel sitzen, sollen das Flugzeug senkrecht starten und landen lassen. V600 ist freilich nur ein Demonstrator, mit dem die Machbarkeit eines solchen Systems geprüft werden soll. Eigentliches Ziel ist ein VTOL für den Transport von 3 bis 5 Personen sowie eine autonome Cargo- Drohne. Hinter dem Projekt steht der Chinese und Yuneec-Gründer Tian Yu, der das Unternehmen in Deutschland gegründet und auch die Geschäftsführung inne hat.
AutoFlightX V600 wurde als eVTOL konzipiert
14.04.2019
Foto: H.Penner
Motorsegler-Vorreiter DG-Flugzeugbau hat nun nach langem Zögern den Sprung nach vorne mit einem FES- Antrieb von LZ-Design gewagt. Vor einigen Jahren hatte man schon einmal den Versuch unternommen (DG 1000) in das Elektro-Zeitalter des Segelflugs zu starten. Keine Experimente war deshalb die Devise. Das slowenische Unternehmen LZ-Design rüstete fast alle am Markt befindlichen Segelflugzeughersteller mit seinen FES-Antrieben aus, die in erster Linie als reine Heimweghilfe genutzt werden. Die LS8-neo als erfolgreicher Wettbewerbssegler der Standardklasse wird sowohl in der 12-Meter als auch in der 18-Meter Klasse mit dem E-Antrieb angeboten. Der 22 kW-Motor wird von einer 4,2 kWh-LiPo Batterie gespeist. Der Blatt-Faltpropeller ermöglicht ein Steigen von ca 1,5 bis bis zu 2 m/s. Die Leermasse erhöht sich gegenüber der reinen Segler-Version um zirka 60 kg.
DG offeriert erstes FES-Muster als LS8-e neo
14.04.2019
Foto: H.Penner
Nach der Insolvenz 2016 definierte sich Flight Design neu in der LiftAir-Gruppe in Eisenach. Mit dem chinesischen Parter Fuxiang als Produktionspartner möchte man in gewohnter Weise die F2/F4-Llinie in der Ukraine produzie- ren. Neu ist die Idee, eine reine Elektroversion der F2 als F2e an den Markt zu bringen, nachdem man schon vor mehreren Jahren als erste Firma sich mit einem Parallel-Hybridantrieb versuchte. Nun setzt die in Stuttgart gegründete Firma auf den Zulieferer Siemens mit reinem E-Antrieb. Vollmundig spricht Flight Design von einer Flugzeit mit zwei Flugstunden, während der Prototyp, der demnächst in die Luft kommen soll, nur eine Flugzeit von 40 Minuten aufweisen wird. Die Abflugmasse des Flugzeugs wird mit 950 kg angegeben, was auf das hohe Batteriegewicht zurück zu führen ist. Indes wird aber schon ein Preis von 144 000 € ohne MwSt. angegeben.
Auch Flight Design setzt auf Elekto
14.04.2019
Foto: Messe-FN
Das norwegische Amphibium des Designers Tomas Brødreskift konnte nach der Freigabe der norwegischen Luft- fahrtbehörde CAA jetzt die ersten vollständigen Testsam Flugplatz Eggemoen, einem Technology Park nördlich von Oslo mit jeweils 10 minütigen Flügen durchführen. Pilot war Eskil Amdal, der auch die weiteren Testflüge durchführen wird. Dazu gehören demnächst auch ausgedehnte Flugtestphasen, die die positive Kontrolle und die grundlegende statische und dynamische Stabilität des Flugzeugs ermitteln sollen. In einer weiteren Phase gehört dann auch die Erprobung auf dem Wasser. Die Equator Aircraft P2 Xcursion wird das erste vollelektrische Amphi- bium der Welt sein. Die Flugzeit mit einem Batteriesatz würde dann eine Stunde und 45 Minuten betragen. In der Hybridversion könnte man auf eine Flugzeit von 5-6 Stunden kommen.
Erfolgreiche AERO: 757 Aussteller und 32 100 Besucher!
17.04.2019
Deutsche Zellenfabrik? "Wir wollen eine europäische Batterietechnologie", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Damit würden auch Arbeitsplätze in Deutschland entstehen. Am 2. Mai 2019 trafen sich Altmaier und sein franzö- sischer Kollege Bruno Le Maire um bekannt zu geben, dass die EU-Kommission erlaubt habe, eine europäische Batteriezel- lenproduktion mit bis zu 1,2 Mil- liarden Euro fördern zu dürfen. Dabei wurde auch bestätigt, dass
der französische Konzern Peu- geot PSA und der Batterieher- steller SAFT ein europäisches Konsortium zur Produktion von Batteriezellen voranbringen wol- len. Man setze sich zum Ziel, so auch eine Erklärung von Altmaier schon vor längerer Zeit, dass 25- 30 % des globalen Bedarfs an Elektrobatterien in Europa herge- stellt werden. Leider werden im- mer noch bis zu 84 % des Weltbe- darfs von asiatischen Herstellern abgedeckt. Der Wirtschaftsmi- nister setzt dabei auf die PSA- Tochter Opel, die im Opel-Kom-
ponentenwerk Kaiserslautern die Batteriefertigung übernehmen könnte. Für eine Gigafabrik wä- ren 5 bis 6 Milliarden Euro erfor- derlich. Dazu soll in Frankreich eine Pilotanlage entstehen und je ein Werk in Frankreich und in Deutschland. Wie schwerfällig die EU an die bis Juni eingehenden Förderanträge herangeht, zeigt sich daran, dass erst im Herbst eine Kommission über die An- träge entscheiden soll. Ein zwei- tes Konsortium rückt inzwischen ebenfalls in die Auswahl. Altmai- er befragt, wann denn dann mit
einem Produktionsanlauf zu rech- nen sei, gab zu verstehen: "Meine Hoffnung ist, dass es 2022 soweit ist." Indes dürfte der chinesische Hersteller CATL in Erfurt schon ein Jahr Zellen „Made in Thü- ringen“ vom Band liefern, die mit 14 Gigawattstunden beginnen wollen. BMW hat sich bereits Lieferpositionen im Wert von 4 Milliarden Euro gesichert. CATL kündigte inzwischen an, dass man plane, Zellen im dreistelligen Gigawatt-Bereich nach weiterem Ausbau europäischer Werke bis 2030 zu liefern. 03.05.2019
2003 übernahm DG-Flugzeugbau die Pläne des schon damals sehr erfolgreichen Standardklasse-Flugzeugs von Rolladen-Schneider. Als LS8-e neo debütierte das Flugzeug nun auf der AERO mit einem 22 kW Elektro-Antrieb von LZ-Design, was der LS8-e neo als Heimweghilfe bis zu 2 m/s Steigen verschafft. Damit hat DG-Flugzeugbau einen erneuten Schritt in Bereich des Elektroflugs vollzogen. Die Basis des neo-Entwurfes beinhaltet eine in den Rumpf integrierte Mandl-Absaugung mit einem 5-Zoll-Hauptrad, ein neues, kleines Spornrad, ein überarbeitetes Cockpit mit großem Instrumentenpanel und eine Radbremse mit integrierter Parkbremse am Bremsklappenhebel. Die LS8-e neo ist sowohl als 15-Meter- als auch in der 18-Meter Version erhältlich. DG-Flugzeugbau war einst mit der DG-300 Vorreiter mit Motorisierungen mit Verbrennungsmotoren.
LS8 neo erhält FES-Antrieb und heißt jetzt LS8-e neo
02.05.2019
Auf dem Luftfahrt-Symposium „Ambition 2050” in der Nähe von München verkündete Airbus, dass die Zusammen- arbeit mit Siemens zu diesem Jahresende beendet werde. „Die bisher erzielten Ergebnisse ebnen den Weg in die Zukunft des Hybrid-Elektroflugs. Wir sind sicher, dass Siemens eAircraft auch in Zukunft ein enger Part¬ner von Airbus sein wird.“ Allerdings gab es auch keine Antwort darauf, welche Zukunft der E-Fan X habe. Vielleicht ver- folgt Airbus auch ehrgeizigere Ziele, denn der im April neu angetretene Chef des Flugzeugbauers Guillaume Faury hat erst kürzlich angekündigt, dass sein Unternehmen bereits in rund zehn Jahren größere, rein elektrisch ange- triebene Flieger für den kommerziellen Flugverkehr anbieten wird. Siemens soll nun in ein Lieferantenverhältnis zu Airbus überführt werden. Mögliche Antworten könnte es auf der Paris Air Show geben.
Airbus beschließt Kooperationsende mit Siemens
11.05.2019
Lilium feierte erneut einen Erstflug. Diesmal allerdings mit einem wirklichen 1:1 Muster des fünfsitzigen Lilium Jet. Noch recht unsicher, wie ein flügge werdender Storch, wegen noch scheinbar unausgeglichener Flugsteuerung, hob die Konstruktion auf dem Flughafen Oberpfaffenhofen bei München ab, wo das Unternehmen jetzt auch mit rund 300 Mitarbeitern angesiedelt ist. Der eineinhalb Tonnen schwere Prototyp, angetrieben durch 36 Elektromoto- ren, startete senkrecht, blieb im Schwebeflug und landete ebenfalls wieder senkrecht. Der chinesische IT-Konzern Tencent und andere Investoren hatten Lilium bereits fast 90 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Flugzeug hat besondere Vorteile, da es auch aerodynamisch fliegen kann. Die schwenkbare Antriebskonfiguration soll sowohl bei Start und Landung als auch im Reiseflug (bis 300 km/h) besonders leise sein.
Lilium Jet hob erstmals in Oberpfaffenhofen ab
16.05.2019
Foto: H.Penner
Foto: H.Penner
Bild: Airbus
Foto: Equator
Foto: Lilium
Forscher der University of Illinois leiteten ein NASA Projekt ein, um rein elektrische Flugzeuge zu entwickeln. In dem Bestreben, diese Probleme anzugehen, schlägt diese Forschung eine grundlegende Abkehr von Flugbenzin hin zu nachhaltigeren Energiequellen für die Luftfahrt neuer Antriebssysteme für Verkehrsflugzeuge vor. Das Pro- gramm läuft unter der Bezeichnung CHEETA - das Zentrum für kryogene hocheffiziente Elektrotechnik für Flugzeuge. Die NASA wird die nächsten drei Jahre 6 Millionen Dollar zur Verfügung stellen. Es konzentriert sich im Wesentlichen auf die Entwicklung einer vollelektrischen Flugzeugplattform, bei der kryogener flüssiger Wasser- stoff als Energiespeichermethode verwendet wird. Die chemische Energie des Wasserstoffs wird durch Brenn- stoffzellen, die das hocheffiziente elektrische Antriebssystem antreiben, in elektrische Energie umgewandelt.
NASA finanziert Plattform für Wasserstoffantrieb
22.05.2019
Bild: University of Illinois
Flugzeuge sind pro Passagier-Kilometer rund 80% sparsamer als vor 50 Jahren. Der Luftverkehr wird sich in den nächsten 20 Jahren mit den entsprechenden Auswirkungen verdoppeln. Airbus hat dazu in einem Bereich bereits investiert und konzentriert seine Forschungsanstrengungen auf die Entwicklung von Hybrid- und Elektroantriebs- technologien. Mit dem Aufbau eines Portfolios von Technologiedemonstratoren wurde bereits begonnen, um langfristige Effizienzziele für den Bau und Betrieb von Elektroflugzeugen zu erreichen. Neu ist, noch tiefer in die Materie einzusteigen und darum hat Airbus mit SAS Scandinavian Airlines ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, das sich mit der Erforschung der Anforderungen an das Ökosystem und die Infrastruktur von Hybrid- und Elektroflugzeugen befasst. Die Zusammenarbeit beginnt im Juni 2019 und dauert bis Ende 2020.
Airbus und SAS wollen Zukunftsentwicklungen untersuchen
16.05.2019
Bild: AIRBUS
Foto: Eviation
Es klingt noch fast wie Science Fiction, denn Toyota, zweitgröß- ter Autohersteller der Welt plant schon für kommendes Jahr die ersten Festköper-Zellen. In einem Joint Venture mit Panasonic ist ein Entwicklungszentrum in Japan geplant, das diese Techno- logie vorantreiben soll. Ungeach- tet dessen erklärte das Unterneh- men schon zur Olympiade die ersten Festkörper-Batterien vor-
zustellen. Festkörper-Zellen hät- ten den Vorteil, nicht brennbar zu sein und wären somit besonders für die Luftfahrt geeignet. Es steht außer Frage, dass nur aus dem Automobilbereich die Ent- wicklungen für modernen Zellen vorabgetrieben werden können, weil die benötigten Umsätze ungleich höher sind, als was die Luftfahrt je generieren könnte.
Toyota plant Festkörper-Zelle
11.06.2019
MagniX arbeitet an Supermotor
Das in Seattle/USA ansässige Un- ternehmen für elektrische An- triebe MagniX, welches im Herbst 2019 die ersten Flugzeuge mit
sehr leistungsstarken E-Motoren ausrüsten will, gab bekannt, an neuen Supermotoren mit Supralei- tern zu arbeiten, die Leistungsge- wichte von 26 kW/kg erreichen können. MagniAlpha ist eine erste Studie mit der man experimen- tiert. Supraleiter haben bei sehr niedrigen Temperaturen keinen elektrischen Widerstand. Diese Technologie könnte Schlüssel für Antriebsstränge über ein Gigwatt sein. Das Muster wird demnächst in Paris gezeigt.
11.06.2019
Ein aufgeräumtes Glas-Cockpit, wie auch eine Elektroflugzeug ausgestattet sein sollte. H55 verpricht weitere Antriebslösungen bishin für E-VTOL‘s.
André Borschberg löst Versprechen ein
21.06.2019
Elektra Solar
Foto: Messe-Friedrichshafen
Foto: H.Penner
2016 flog André Borschberg mit dem Solar Impulse 2 mit Partner Pic- card rund um die Welt. Als Ausgründung entstand H55, dem sich Wegegefährten Sébastien Demont und Gregory Blatt dazugesellten. Borschberg versprach nach der Weltumrundung, sich um das emissi- onsfreie Fliegen zu kümmern. Als CEO des neugegründeten Unter- nehmens hielt er Ausschau auf Flugzeugbauer, die in der Lage sind, Zellen für hohe Zuladungen herzustellen. In Tschechien fand er die Firma BRM AERO, die das Ultraleichtflugzeug Bristell herstellen, ein Tiefdecker mit festem Fahrwerk in konventioneller Aluminiumbau- weise. Das im Schweizer Wallis ansässige Team wollte mit dem am 21.06.2019 vorgestellten Elektroflugzeug keine Neukonstruktion wagen. Man möchte hingegen sich mit modernen elektrischen An- triebssträngen beschäftigen und so in einen Schulungs- und Trai- nermarkt vorarbeiten, der erst noch im Aufbau ist. Angetrieben durch einen Elektromotor kann sich das nur mit Batterie betriebenen Elek- troflugzeug maximal 1 ½ Stunden in der Luft halten, was nach An- gaben der Firma für eine typische Mission von 45-60 Minuten inklu- sive Reserve ausreicht. Fördermittel unterstützten das Vorhaben.
Erstflug der Flight Design F2e mit Siemens-Motor
06.06.2019
Foto: Flight Design
Auf der AERO wurde die neue Flight Design F2e angekündigt: ein Flugzeug mit wahrhaft gefälligem Aussehen, von dessen Voläufer immerhin 2000 Stück an den Mann gebracht werden konnten. Der Doppelsitzer in Voll-CFK, gefertigt mit integrierter Sicherheitszelle ist auch hinsichtlich seines Antriebs „Stand of the Art“. Die e-Ausführung ist mit einem 55 kW Elektromotor von Siemens ausgerüstet. Am 5.Juni 2019 wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Projekt dient dazu, Erkenntnisse zum umweltschonenden Fliegen mit neuartigen Antriebskonzep- ten zu gewinnen. Es stellt die Grundlage für weitere Flight Design-Vorhaben zur Entwicklung und Zertifizierung eines rein elektrischen Flugzeugs dar. Beladen mit Lithium-Ionen-Batterien wird das Flugzeug eine Abflugmasse von 1 100 kg haben. Damit seien 2-3 Flugstunden nonstop möglich.
Mehr aus Paris
Aachener Professor auf den Spuren von Prof. Prandtl
11.06.2019
Das am 11. Juni in Aachen vorgestellte Silent Air Taxi (SAT) ist eine alte Box-Wing-Idee. Solche Flugzeuge lassen sich weder überziehen, noch können sie ins Trudeln gebracht werden. Diese Merkmale werden das von dem E- Postauto-Erfinder Professor Dr. Günther Schuh konzipierte Flugzeug ebenfalls mit auszeichnen. Angetrieben durch zwei Schubgondeln der MTU Aero Engines soll der Fünfsitzer eine Reichweite von 1000 Kilometer bei 300 km/h Reisegeschwindigkeit bekommen. Dem hybrid-elektrischen Flugzeug, das mit 400 Meter langen Startbahnen auskommen soll, eilt schon großes Lob voraus. Zu Zeit arbeiten 50 Experten an dem Projekt, welches 2015 gestar- tet wurde. Der Erstflug wird erst für 2022 erwartet, doch 2024 möchte man zertifiziert sein und in Serie gehen. Für MTU AERO Engines ist es der Einstieg über die e.Sat Powertrain in ein überzeugendes Zukunftskonzept.
Copyright: e.SAT GmbH
Foto: H.Penner
Foto: H55/Florian Bloesch
Am 18. Juni wurde auf der Paris Air Show durch Siemens bekannt gegeben, dass man sich von der Luftfahrtsparte trennen werde. Siemens eAircraft ist ein firmen- internes Start-Up mit rund 180 Mitarbeitern, das elektrische und hybrid-elektrische Antriebssys- teme für die Luftfahrt entwickelt. In Zusammenarbeit mit Partnern wie Airbus entstehen an den Standorten München, Erlangen und Budapest Prototypen für Antriebssysteme von unter hun- dert bis mehreren tausend Kilo- watt. Im Jahr 2016 ging eAircraft eine Entwicklungspartnerschaft mit Airbus ein, um die Technolo-
gie weiter voranzutreiben. Sie- mens erforscht und entwickelt bereits seit rund zehn Jahren elektrische Antriebe für Flug- zeuge und konnte dabei mehrere Rekorde aufstellen. Rolls-Royce übernimmt eAircraft. Der Verkauf beschleunige die Entwicklung nachhaltiger Luftfahrt. Rolls- Royce will führender Anbieter von elektrischen und hybrid-elek- trischen Antriebssystemen für Flugzeuge werden. Siemens wird den Übergang zur elektrischen Luftfahrt mit seinem digitalen Lösungsportfolio weiter unter- stützen. Der Abschluss der Trans- aktion wird voraussichtlich Ende
2019 sein. Die Partner haben sich darauf geeinigt, die finanziellen Details der Transaktion nicht offen zu legen. "Unser eAircraft- Team unter der Leitung von Frank Anton hat in den vergangenen zehn Jahren bereits mehrmals Luftfahrtgeschichte geschrieben und sich als Pionier bei elektri- schen und hybrid-elektrischen Antriebsystemen für Flugzeuge etabliert", sagte Roland Busch, CTO und COO der Siemens AG. "Mit Rolls-Royce haben wir nun eine perfekte Heimat für dieses Geschäft gefunden und die Kompetenzen in die Hände eines engen Partners von Airbus gege-
ben. Wir werden unsere Koopera- tion mit Rolls-Royce weiterführen, insbesondere durch das Einbrin- gen unseres digitalen Lösungs- portfolios, um diesen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen, emissionsärmeren Luftfahrt zu unterstützen."
Siemens verkauft Geschäft mit elektrischen Flugzeug-Antrieben an Rolls-Royce
18.06.2019
Foto: H. Penner
Foto: Boeing

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Erstausgabe 13.4.2015
Meilensteine des Elektroflugs Bereits 1973 flog Heini Brditsch- ka mit einer HB-3 und einem Elektroantrieb. 1981 flog als er- ster Deutscher der Heidelberger Karl Friedel mit dem Elektro- Windspiel anlässlich der RMF (AERO) in Friedrichshafen.
Startseite
1. Lange Antares 20E 2. LAK 18 B 3. Schleicher ASG 32 4. Silent 2 Electro 5. Pipistrel Taurus Electro 6. Song 120 7. Archaeropteryx electric 8. eSpyder 9. Silent E 10.Carbon Trike
Typenliste zugelassener Flugzeuge
Anzeige
Typenreihe wird fortgesetzt
Bild: Dufour Aerospace
Electric Flight
Quelle: Airbus
Quelle: Fraport
Foto: Bye Aerospace
Bild: Eviation Aerospace
PARIS AIR SHOW 2019
Foto: H.Penner
Na bitte - es geht doch!
protzt noch mit Superlativen
Foto: H55/Anna Pizzolante