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Drei Meilensteine markieren die Elek- trofliegerei, die jedoch fast in Verges- senheit gerieten. Fred Militky verwandelte am 18. März 1959 ein Graupner-Modell durch den Einbau eines Kollektorläufers mit Glok- kenanker in ein E-Motormodell und konnte nachweislich damit fünf Minuten Kraftflug durchführen. Als Batterien dien- ten Nickel-Cadmium-Zellen. Ein Jahr zuvor experimentierte ein Engländer mit einem Modell, welches aber nur einen Schwebeflug unternahm. Bereits 1973 rüstete der österr. Fabri- kant Heinz Brditschka unter Anregung von F. Militky eine HB-3, ursprünglich ein deutscher Motorsegler, auf einen Elek- troantrieb um. Die als MB E1 bezeich- nete Maschine bewies während eines achtminütigen Fluges durch Sohn Heini Brditschka den Nachweis, dass man auch bemannt elektrisch fliegen kann! Die Versuche wurden nach kurzer Zeit  eingestellt. Am 14.3.1981 flog als erster Deutscher der Heidelberger Karl Friedel mit zwei umgebauten Scheibenwischermotoren und Nickel-Cadmium-Zellen in dem Hängegleiter Windspiel anlässlich der RMF (AERO) in Friedrichshafen 12 Mi- nuten und  30 Sekunden. Noch im glei- chen Jahr wurde der Ärmelkanal mit ei- nem von Paul McCready entwickelten Solarflugzeug überquert.

Electric-Flight ist eine Homepage, die in einer neu entwickelten Plattform die Chance sieht, um Zukunftsperspektiven in

der Luftfahrt transparenter zu machen. Elektrische Antriebe gelten in Flugzeugen noch immer als zu ineffizient, doch der

Wandel steht kurz bevor. Nicht die Elektromotoren, sondern die Energiespeicher sind das Problem.

In kleinen Schritten wird weltweit versucht, sich von fossilen Energieträgern speziell auch bei Luftfahrzeugen zu lösen. Im Bereich kleiner Drohnen ginge schon überhaupt nichts mehr ohne Elektroantriebe, doch dies etwa auf Verkehrs- flugzeuge übertragen zu wollen, wird aus heutiger Sicht noch noch einige Jahre dauern. In Spezialbereichen finden sich bereits brauchbare Lösungen. Ultraleichtflugzeuge für Ausbildungsflüge für lärmarmen Schulbetrieb. Motorsegler unter Verzicht auf zu hohe Lärmemissionen durch Zweitakter. Light Sport Aircrafts (LSA) und leichte Motorflugzeuge mit Hybridantrieb. Motorkunstflugmaschinen (kurz vor der Erprobung). RPAS (Remotely Piloted Aircraft Systems) besser bekannt als Drohnen. Electric-Flight beschäftigt sich nur mit bemannten Luftfahrzeugen, wenngleich ihre Wegbereiter aus den Modellflug- bereichen stammen. Die heutigen Drohnen, egal ob Spielzeug oder im kommerziellen Bereich, einschließlich militä- rischer Anwendungen, wurden fast ausschließlich aus Modellflugzeugen abgeleitet. Einsatzprofile, Antriebe und Ener- giespeicher bieten sich dazu geradezu an. Die Übertragung auf bemannte Flugzeuge ist 1:1 nicht direkt nachvoll- ziehbar. Die Info-Plattform Electric-Flight konzentriert alle Informationen nur auf bemannte Luftfahrzeuge. Es können keinerlei juristische Ansprüche auf Vollständigkeit und die Richtigkeit gestellt werden, da diese Homepage auf rein privater Initiative basiert!
Lesen Sie mehr über die allgemeinen Entwicklungen auf unserer History- und der Technik-Seite.
Erstausgabe 13.4.2015
letztes Update 21.11.2016

Elektrisches Fliegen - eine Zukunftsperspektive

Electric Flight
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Es war ein denkwürdiger Tag für die beiden Schweizer Kunstflieger Thomas Pfammater und Dominique Steffen als sie am 21.September ihr Projekt Hamil- ton aEro electric offiziell am Flugplatz Raron in die Luft brachten. Dahinter versteckt sich nichts anderes als die Silence Twister, ein sehr erfolgreiches deutsches Bausatzflugzeug, das seit 15 Jahren von Silence Aircraft angeboten wird. Mit dem Dreiergespann, Silence Aircraft, Siemens und Hamilton als Sponsor entstand das erste Schweizer Elektroflugzeug, was mit drei Akku- packs des Batterieherstellers Kokam auf eine Stunde Flugzeit kommt. Die Silence Twister Electro, wie sie beim Hersteller bezeichnet wird, hat eine Ab- flugmasse von 420 kg und ist für den Kunstflug gedacht, der mit dem 80 kW Siemens E-Motor zu neuen Sphären führen soll. Sehr wahrscheinlich wird diese Version bald in Serie gehen.
Erste öffentliche Präsentation des Einmann-Elektro-Hubschraubers Volta von Voltahelicopter in Paris-Issy-les-Moulineaux .
Foto: Voltahelicopter
Am 29. September 2016 startete der Viersitzer HY4 zum offiziellen Erstflug vom Flughafen Stuttgart. Die HY4 ist weltweit das erste viersitzige Passagier- flugzeug, das allein mit einem Wasser- stoffbrennstoffzellen-Batterie-System angetrieben wird. Das Brennstoffzellen- flugzeug HY4 wurde vom DLR-Institut für Technische Thermodynamik mit den Partnern Hydrogenics, Pipistrel, H2FLY, der Universität Ulm und dem Flughafen Stuttgart entwickelt. Der Antriebsstrang besteht aus einem Wasserstoffspeicher, einer Niedertemperatur-Wasserstoff- brennstoffzelle sowie einer Hochlei- stungsbatterie. Die Brennstoffzelle wan- delt die Energie des Treibstoffs Wasser- stoff direkt in elektrische Energie um. Mit dem gewonnenen Strom treibt der Elektromotor den Propeller des Flug- zeugs an. Die mitgeführte Lithium-Ion- en-Batterie liefert zusätzliche Energie bei Start- und Steigflügen.
Unter der anspruchsvollen Typbezeich- nung Volta präsentierten die Franzosen im Oktober 2016 einer größeren Öffent- lichkeit mit einem über neunminütigen Flug ihren einsitzigen Elektrohelicopter auf Basis des Microcopter MC1, einem bereits bekannten Einmann-Hubschrau- ber. Angetrieben wird der 520 kg schwe- re Hubschrauber von einem 70 kW En- strom-Elektromotor, der kurzzeitig so- gar 90 kW entwickelt. Eine Lithium-Ion- en-Batterie mit 22 kWh (165 kg) liefert die elektrische Energie. Anlässlich des offiziellen Erstfluges am 18. Oktober auf dem Heliport Paris-Issy-les-Moulineaux hob die Ministerin für Umwelt und Ener- gie, Ségolène Royal hervor, dass sie in Zukunft dieses innovative Projekt unter- stützen wolle. Ähnlich äusserte sich auch der Generaldirektor für Zivilluft- fahrt (DGCA) Gandil, dass man in Zu- kunft auf neue Energien setzen wolle.
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