Neues aus der Elektroflug-Szene:
Eskil Amdal ud Tomas Brødreskift neben der P2 Xcursion (links) und der Boden- mannschaft (rechts) am Flugplatz in der Nähe von Oslo
Equator Aircraft AS „P2 Xcursion“ fliegt
23.06.2018
Schweizer Höhenflieger
17.04.2019
19.07.2018
Rolls Royce Elektroinitiative
Bild: Rolls Royce
Elektra Solar
Foto: Messe-Friedrichshafen
Schweizer Hybrid-Flieger
Rendering: Smartflyer
07.09.2018
Autonomes Air-Taxy
22.10.2018
06.11.2018
Elektrische-Luftrennen
Foto: Macesport
14.11.2018
Aus Einmot mach Zweimotot
Foto: Diamond Aircraft
Solar Two von Gologan
02.10.2018
26.11.2018
Elektromotorsegler Atos Wing
Foto: A.I.R.
Bild : Solarstratos
Foto: Solar Two
C42 bald als Elektroversion?
Foto: H.Penner
22.12.2018
Rolls-Royce greift an
Bild: Rolls-Royce
09.01.2019
Boeing’s Air Taxy
23.01.2019
Airbus unterstützt Air Race E
05.02.2019
Anzeige
Fraport und Volocopter
12.02.2019
Sun Flyer mit Siemens-Antrieb
19.02.2019
Foto: H.Penner
Anzeige
Alice mit Siemens-Antrieb
08.03.2019
Antriebs- und Speichertechnik
Schweiz prophezeit Superzelle
Leichtgewichtige Kombination
25.03.2019
Foto: H. Penner
Rendering: MagniX
Im Frühjahr hat Zephir Airworks das erste autonome Lufttaxi vorgestellt. Gegenüber den reinen Coptern kann Cora auch aerodynamisch fliegen. Cora hat bereits eine lange unbemannte Testphase hinter sich. Zephir Airworks ging eine Partnerschaft mit der neuseeländischen Regierung und der nationalen Fluggesellschaft Air New Zealand ein, eines Tages den ersten regulären Lufttaxy-Dienst eröffnen zu können. Das Erprobungs-programm wird mit dem Ziel fortgesetzt, bald eine Zulassung zu erlangen. Bemannte Flüge sollen folgen. Beim Lufttaxi Cora handelt es sich um einen VTOL Zweisitzer mit zwölf Hub-E-Motoren und einem E-Schubmotor. Das Luftfahrzeug soll in der Lage sein, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 177 km/h bis zu 100 Kilometer weit zu fliegen. Der reguläre Flugbetrieb könnte schon 2021/22 aufgenommen werden.
Foto: Zephir Airworks
Luftrennen sind so alt wie die Luftfahrt. Nun hat ein englisches Organisa-tionskomitee zu einem ersten Air Race mit Elektroflugzeugen für das Jahr 2020 aufgerufen. Der Sport existiert in verschiedenen Formen seit einem ersten Rennen 1909. Die Piloten starten nebeneinander und fliegen einsitzige Flugzeuge acht Runden um sechs Pylone über einen kilometerlangen Kurs. Beim Air-Race E sollen die Benzin-Motoren durch elektrische Antriebsstränge ersetzt werden. Das Air-Race E ist das erste Luftrennen dieser Art auf der Welt. Die University of Nottingham und Air-Race E haben eine Kooperation zur Entwicklung eines ersten elektrischen Rennflugzeugs angekündigt. Der Strom-Flieger soll zu einer Art Formel E der Lüfte abheben. Air-Race E sucht inzwischen technische Partner für Elektromotoren, Controller, Batterien und dazugehörige Systeme.
Eine neue Hybrid-Idee kommt von Siemens. Erprobungsträger ist eine DA50, die erstmals mit zwei Motoren, die auf Pylons sitzen, geflogen ist. In der Rumpfnase befindet sich ein Dieselgenerator, der konstante 110 kW liefert. Die Elektromotoren entwickeln eine Startleistung von 150 kW. Zwei Batterien mit je 12 kWh sind im hin-teren Fluggas- traum montiert und dienen als Speicher. Mit einem Leistungshebel kann der Pilot Batterien und Motor steuern. Er kann zwischen reinem elektrischen Modus (Generator aus), Cruise-Modus und Lademodus (Generator lädt die Batterien) auswählen. Rein elektrisch, kann das Flugzeug 30 Minuten fliegen. Das Hybrid-system verlängert dies auf 5 Stunden. Das Hauptziel des Projekts war die Entwicklung eines Systems, das einen geringeren Kraftstoffver- brauch sowie einen geringeren Geräuschpegel aufweist.
A.I.R. fertigt den Bestseller Atos. Mit dem Atos Wing hat A.I.R. nun Bewährtes mit Neuem kombiniert. Das Ergeb- nis ist ein einsitziger Elektromotorsegler, der den Atos-Standardflügel mit einem Spezial-Rumpf verbindet. Ein Einziehfahrwerk und ein Geiger E-Motor mit einem schwenkbaren Propellersystem machen den Segler eigen- startfähig. Gesteuert wird der E-Segler mit einer Knüppelsteuerung über Ruder und Flügelklappen und nicht mehr wie bei der Drachen üblich, durch Gewichtsverlagerung. Das Muster passt in die 120 kg UL-Klasse. Eine Start- rollstrecke von nur 40 m reicht aus, um den Segler mit 3,0 m/s in die Luft zu bringen. Atos Wing weist eine Gleit- zahl von 28 auf. Es ist geplant, das Flugzeug bereits zur AERO zu präsentieren. Die meisten Interessenten, so die Firma, kämen übrigens aus dem PPL-Bereich.
Mit über 1500 C42 ist Comco Ikarus jahrelang deutscher Bestseller gewesen. Nun hat man in die Zukunft investiert und hofft mit einer Elektroversion Umsteiger und neue Freunde zu gewinnen. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen der Herstellerfirma und Geiger-Engineering. Die Firma Toni Roth Flugsport übernahm die Erprobung. Die C42 SC, die als Experimentalträger die Bezeichnung C42 CS Elektro trägt, erhielt anstelle des 80 PS Rotax einen Geiger HPD40 mit 55 kW, der von 6 Batterien mit je 60 Ah gespeist wird. Das vollredundante System entwi- ckelt einen Schub von 157 kg. Mit einer Batterieladung können 45 Minuten geflogen werden. Die Chancen für einen Serienbau stehen nicht schlecht. Eine endgültige Entscheidung dürfte spätestens im Sommer 2019 fallen. Die Firma spekuliert bereits auch auf stärkere Batterien und Range-Extender.
Der gültige Weltrekord mit einem E-Flugzeug liegt bei 337,5 km/h, von der Firma Siemens vor zwei Jahren mit einer umgerüsteten Extra 330 LE aufgestellt. Diesen Weltrekord möchte Rolls-Royce nun mit 480 km/h überbieten. Die Briten sind schon seit jeher für ihre Rekordsucht bekannt. Die Rekordmaschine, ACCEL, soll bereits 2020 in die Luft kommen. Sie wird mit einem 3-Scheiben Elektromotor, wie die bereits bekannten Geiger HPD-Motoren ausgerüstet werden. Der Motor soll 370 kW (500 PS) leisten, der von einer Batterie mit 750 Volt betrieben wird. Rolls-Royce spricht von einer 90-prozentigen Energieeffizienz. Das gesamte System soll von 6000 Zellen gespeist werden, wobei jede einzelne Zelle überwacht wird. Die Batteriekapazität soll ausreichen, um mit dem Flugzeug die 200 Meilen von London nach Paris zu bewältigen.
Boeing hat am 23.1.2019 den er-sten Testflug seines autonomen Airtaxis erfolgreich absolviert. Boeing NeXt ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft, die Airtaxis für innerstädtische Mobilität entwickeln soll. Zunächst nutzte Boe- ing Aurora Flight Sciences zur Entwicklung seines eVTOL. 2017 hatte Boeing das Unternehmen vollends übernommen. Nach den ersten Schwebeversuchen dieses auch aerodynamisch fliegbaren Vehicles sollen nun auch erste Transitionsflüge unternommen werden. Mit einer Länge von 9,14 Metern und einer Spannweite von 8,53 Metern integriert die fortschrittliche Zelle die Antriebs- und Flügelsysteme, um nach einem effizienten Schwebe- flug und auch schnelle Vorwärtsflüge zu erreichen. Der rein elektrische Antrieb ist vom Start bis zur Landung für eine Reichweite von bis zu 80 Kilometern ausgelegt.
Airbus hat eine globale Partnerschaft mit Air Race E bekannt gegeben, dem ersten E-Flugzeugrennen der Welt, das 2020 starten wird. Damit ist Airbus Gründungspartner. Der Wettbewerb zielt darauf ab, die Entwicklung und Einführung fortschrittlicher Elektroantriebe voranzutreiben, die für Airtaxis und gegebenenfalls auch für Verkehrs- flugzeuge eingesetzt werden können. Das Air Race E folgt in seiner Art der populären Air Race 1-Serie. Acht E- Flugzeuge konkurrieren auf einer knapp 5 km langen Strecke, 10 Meter über dem Boden, direkt untereinander. "Wir möchten Hersteller dazu motivieren, ihre Technologien der Antriebssysteme- und Komponenten zu präsentie- ren", sagte Vittadini, Chief Technology Officer von Airbus. „Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, um auf dem neuesten Stand der elektrischen Antriebstechnik zu bleiben.”
Fraport und Volocopter unterzeichneten einen Vertrag, gemeinsame Konzepte für die Bodeninfrastruktur und den Betrieb von Flugtaxis an Flughäfen zu entwickeln. Im Vordergrund steht die reibungslose Fluggastabfertigung und die effiziente Anbindung an die bestehende Verkehrsinfrastruktur. Das soll an einem sogenannten Volocopter-Port untersucht werden. Dieser Port könnte in Zukunft Knotenpunkte in Städten miteinander verbinden und zum Bei- spiel auch eine Verbindung vom und zum Flughafen Frankfurt sein. „Das autonome Fliegen wird die Luftfahrt grundlegend verändern. Wir wollen als erster Flughafen Europas das Potential des elektrischen Flugtaxis gemein- sam mit dem Pionier Volocopter erschließen - zum Vorteil unserer Fluggäste und der Region Frankfurt/-Rhein- Main“, erklärte Anke Giesen, Vortand Operations der Fraport AG.
Der Prototyp des Sun Flyer 2 von Bye Aerospace hat seinen ersten Flugtest mit einem Siemens-Motor bestanden. Siemens wird auch für die Serie die elektrischen Antriebssysteme für den Sun Flyer 2 liefern. Der 26 kg SP70D hat eine Startleistung von 90 kW und eine Reiseleistung von 70 kW. George E. Bye, CEO von Bye Aerospace, sagte, dass der erste Flug mit dem Siemens-Motor einwandfrei verlief. "Das Flugzeug funktionierte genau wie geplant", sagte er. "Ich danke dem gesamten Siemens-Team für die Teilnahme an diesem wichtigen Flugversuch von Sun Flyer 2." Immerhin soll das Elektroflugzeug 138 Knoten schnell sein. Damit zielt das Unternehmen auch eindeutig auf den Bereich von Schul- und Trainingsflugzeugen ab. Sun Flyer 2 soll bis zu 3,5 Stunden fliegen können. Basis dazu sind Batterien mit einer Leistung von 260 Wh/kg.
Das israelische Unternehmen Eviation teilte jüngst mit, dass alle drei Antriebe ihres Elektro-Flugzeugs Alice für 9 bis 11 Personen von Siemens eAircraft geliefert werden. Sie leisten jeweils 260 kW und bringen das Flugzeug auf 220 Knoten Reisegeschwindigkeit. Nur durch Batterien gespeist, sollen Strecken von bis zu 650 Meilen (1045 km) bewältigt werden. Neben dem Schubmotor im Heck sind zwei weitere Schubmotoren an den Flügelspitzen untergebracht. Das aus Verbundwerkstoffen bestehende Flugzeug weist einen Flügel hoher Streckung mit einer Spannweite von 16,12 Metern auf. Der delfinähnliche Druck-Rumpf hat eine Länge von 12,20 Meter. Die Maschine wird eine Abflugmasse von 6350 kg haben. Schubdifferenzen könnten durch eine Fly-by-wire-Steuerung ausgeglichen werden. Die ersten Testflüge sollen - dieses Jahr erfolgen.
Anton Roth gilt als einer der Pioniere für Elektroflug in Deutschland. Neben einer Flugschule betreibt er die Adaption von Elektroantrieben in Leichtflugzeugen. Dass auch das Fliegen mit Trikes noch viel Flugspaß bringen kann, beweist sein neues TITAN TRIKE. Dieses Trike stellt eine Konstruktion dar, die auf das Wesentliche reduziert wurde, um Gewicht zu sparen. Mit seinem patentierten Gelenksystem werden jetzt auch Cross-Windlandungen zum Kinderspiel- eine Entwicklung, die konventionellen Trikes bis jetzt gefehlt hat. Sein patentiertes Ansteck- system für den Geiger HPD 12 mit 14 kW und zwei 14 kg Lithium-Akkus halten das Trike trotzdem noch 20 kg unter dem Gewicht konventioneller Alu-Trikes. Dadurch wird das Trike zum idealen Thermikschnüffler, mit dem selbst kleinste Aufwindzonen ausgeflogen werden können.
Calin Gologan überraschte mit einer bemannten 25-Meter Drohne, deren Hauptaufgabe es sein soll, in extrem großen Höhen autonom Tag und Nacht als Kommunikationsplattform zu dienen. Das nur 220 kg leichte Flugzeug ist mit 25 m² Solarzellen bestückt, die bei 25 % Wirkungsgrad 6 kW Leistung bieten. Vier Puffer-Batterien bieten 14 kW/h, die den Geiger-Motor HPD-32D antreiben. Als Option ist eine Spannweite von bis zu 27 Meter gedacht, was zu einer noch höheren Ladeleistung für ebenfalls optionale Batterien sorgen wird, so dass dann bis zu 28 kW/h zur Verfügung stehen. Erstkunden für zwei Maschinen sind Chinesen. Gologans „Motorsegler“ verfügt einen Schub von 140 kg, der das Flugzeug schon nach 100 Meter Startbahn abheben lässt. ln zwei Jahren will Gologan einen 6 bis 10-Sitzer in die Luft bringen. Noch fehlen Investoren.
Ursprünglich sollte der Smartflyer ein reines Amateurflugzeugprojekt werden. Rolf Stuber, Initiator der Smartflyer AG hat inzwischen ein starkes Team gebildet. Sein Ziel ist es, nach dem „Proof-of Concept“, das mit einem Hybrid-Antrieb 2021 fliegen soll, später auch mit der Entwicklung in Serie zu gehen. Das Herz des flott wirkenden Viersitzers ist ein getriebeloser Siemens-Elektromotor, der einen langsam drehenden Fünfblattpropeller mit nur 1200-1500 UpM antreiben soll. Die Leistung bezieht er aus einem 160 kg Batteriepackage, das konstant über einen Rotax 914-Motor-Generator versorgt wird. Das verursacht geringe Lärmemissionen, weil sich der wassergekühlte Verbrenner lärmgekapselt im Rumpfbug befindet. Im 2019 sollen die ersten Arbeiten an der Zelle beginnen. Momentan konzentriert man sich an Detailverbesserungen.
Der englische Triebwerkshersteller Rolls Royce scheint in der Zukunft auch bei elektrischen Antriebssträngen mitmischen zu wollen. Es sind das einmotorige Experimentalflugzeug Accel mit reinem elektrischen Antrieb sowie das viel spannendere EVOL-Projekt, zunächst nur eine reine Studie eines Kippflügels nach dem Tilt-Konzept. Es basiert auf Technologien, die bereits existieren oder derzeit noch entwickelt werden. Es könnte in den frühen 2020-er Jahren in die Luft gehen. Das Konzeptflugzeug verwendet die Gasturbinentechnologie, um die elektrische Energie zu erzeugen, die die sechs elektrischen Antriebe versorgen und die speziell dafür so ausgelegt sind, ein niedriges Geräuschprofil zu erzeugen. Die Tilt-Technik erlaubt den Flügel bis zu 90 Grad zu drehen, wodurch das Flächen-Flugzeug vertikal starten oder landen kann.
SolarStratos aus Yverdon/Schweiz hat einen neuen Partner mit der amerikanischen Firma Sun-Power gefunden. Der Prototyp des ersten Maschine flog bereits im vergangenen Jahr. Beim neuen SolarStratos sollen deren Solar- zellen mit 24 Prozent Wirkungsgrad auf die Tragflächen und auf das Höhenleitwerk aufgebracht werden, um einen 32 kW Motor anzutreiben, der über eine 20 kWh Lithium-Ionen-Pufferbatterie betrieben wird. Es ist in dem Zusam- menhang von der „nächsten Generation“ des Solar-Stratos die Rede, die jedoch nicht vor dem Jahr 2020 fliegen wird. SunPower war übrigens auch der Lieferant der Solarzellen für die Schweizer SolarImpulse 2, die vor zwei Jahren im Solarflug die Welt umrundet hatte. Wenn alles gut geht, ist geplant, mit dem neuen, drucklosen Solar- Stratos-Elektro- Flugzeug auf über 24 000 Meter Höhe zu fliegen.
Die „The Real Life Guys“ sind zwei Darmstädter Studenten und ein DB-Zugbegleiter, die in den vergangenen Monaten die Medien aufmischten. Sie versahen eine Badewanne mit einem Alugerüst und sechs 9,6 kW-Motoren (á 1 065 €) aus dem Modellbaubereich mit 42 Volt Batterien verbunden, und gingen damit in die Luft. Assistiert von Drohnenhersteller Exabotix, die die selbstgebaute Lageelektronik genauer anpassten, steuerte einer der Youtuber, Philipp Mickenbecker von einem Anwesen zur nahegelegenen Bäcker eine hohe Hecke überwindend nach knapp einem Kilometer zum Parkplatz des Ladengeschäfts um Brötchen zu holen. Kein Fake, sondern eher ein Werbegag. Zahlreiche Videos beweisen es! Der Spaß inklusive der Batterien und der Regelung kostete 17 000 Euro, gesponsert von einem Elektronikversender.
Kitty Hawk ist eine von Google-Mitbegründer Larry Page finanzierte Firma, die mit urbanen Mobilitätskonzepten in den Markt einsteigen möchte. Die Firma wird von dem deutschstämmigen Wissenschaftler Sebastian Thun ge- leitet. „Cora“ ist ein Zweisitzer, der in Zukunft autonom fliegen soll. Er besitzt 12 Hubmotoren für die Transition sowie einen Schubmotor für den Horizontalflug. Kitty Hawk will bereits in drei Jahren in Neuseeland einen kom- merziellen Dienst mit dem bis zu 177 km/h schnellen VTOL-Flugzeug eröffnen. Ob die nach eigenen Angaben gesteckten Ziel von 100 Kilometer Reichweite erreicht werden, muss noch bewiesen werden. Nach einer Vereinba- rung mit der neuseeländischen Regierung sollen zunächst offizielle Tests der Maschine für eine Zertifizierung vorausgehen. Das Muster flog zunächst noch ferngesteuert!
Eine neue Kipprotorlösung
Mit dem Dufour aEro 2 schnell mal vom Schweizer Luxusskiort Zermatt in 30 Minuten nach Zürich fliegen und das mit senkrechtem Start und Landung, das ist das Ziel der neugründeten Schweizer Dufour Aerospace. Dahinter stecken die beiden bereits bekannten Piloten Thomas Pfammatter und Dominique Steffen, die vor zwei Jahren die einsitzige Kunstflugmaschine aEro 1 auf Basis des Silence Twister vorstellten, die mit einem Siemens-Motor aus- gestattet war. Das Dufour-Team möchte nun ein Fluggerät mit einem zweimotorigen Kipprotorsytem, ähnlich des CL-84 entwickeln. Die aEro 2 soll wie ein Hubschrauber starten und landen und soll auch mit zu 320 km/h schnell wie ein Flugzeug von A nach B fliegen. In ihrer rein elektrischen, emmissionsfreien Konfiguration hat die aEro 2 eine Reichweite von 120 km.
Das norwegische Amphibium des Designers und CEO von Equator Aircraft AS Tomas Brødreskift konnte nach der Freigabe der norwe gischen Luftfahrtbehörde CAA jetzt die ersten vollständigen Tests am Flugplatz Eggemoen, einem Technology Park nördlich von Oslo mit jeweils 10 minütigen Flügen durchführen. Mit dem Prototypen wurden bereits im Juni 2018 zur Überprüfung des Schwerpunktes über der Landebahn des Flugplatzes erste Roll- und Bodeneffekt flüge durchgeführt. Pilot war Eskil Amdal, der auch die weiteren Testflüge durchführen wird. Dazu gehören demnächst auch ausge- dehnte Flugtestphasen, die die positive Kontrolle und die grundle- gende statische und dynamische Stabilität des Flugzeugs ermitteln sollen. In einer weiteren Phase gehört dann auch die Erprobung auf dem Wasser. Die Equator Aircraft P2 Xcursion wird das erste volle lektrische Amphibium der Welt sein. Die Flugzeit mit einem Batteriesatz würde dann eine Stunde und 45 Minuten betragen. In der Hybridversion könnte man auf eine Flugzeit von 5-6 Stunden kommen. Noch aber sucht das junge Unternehmen Investoren, um die Produktion aufzubauen.
Equator Aircraft Equator Aircraft
06.07.2018
Equator fliegt rein elektrisch
Foto: Equatoraircraft
Foto: DLR
10.08.2018
Do 228 bald auch elektrisch?
Nach ersten Rollversuchen hob das Amphibium Equator P2 Xcursion von Tomas Brødreskift am 26. Juni auf dem ehemaligen Militär-flugplatz bei Oslo zu seinem ersten Sprung in die Luft ab. Den langersehnten Erstflug führte Eskil Amdal durch. Er beschleunigte nach seinen Angaben die Maschine auf 70 Knoten, rotierte schon nach kurzer Strecke und beschleunigte automatisch auf 100 Knoten, um in 9 Meter die Landebahn bis zum Ende zu überfliegen. Am Folgetag wurden zwei weitere Flüge durchgeführt, die das Vertrauen in die gewonnenen Flugeigenschaften bekräftigten. Das Flugzeug ist ein Prototyp, der von Equatoraircraft seit 2010 mit begrenzten Mitteln entwickelt wurde. Der nur für Testzwecke ausgelegte Prototyp ist vollelektrisch. Er kann ca. 35 Minuten fliegen. Die Hybridkonfiguration ist auf eine Flugdauer von bis zu 6 Stunden ausgelegt.
Noch ist es nur eine Absichtserklärung, was DLR, Siemens, MTU und Ruag beschlossen haben. Sie wollen eine Do 228 schrittweise auf elektrische Antriebsstränge umrü-sten. Der Erstflug könnte bereits 2020 sein, wie vom DLR zu erfah-ren war. Ruag Aerospace in Oberpfaffenhofen hatte die Produktion von Dornier übernommen. Die erste Maschine dieses Typs flog vor 35 Jahren. Weltweit fliegen zirka 300 Exemplare. Siemens, bereits an anderen ähnlichen Projekten beteiligt, wird den elektrischen Antriebsstrang liefern. Der Strom kommt von einem Gasgene- rator der Firma MTU. Dr. Frank Anton, CEO von Siemens Luftfahrt meint, dass das Unternehmen einen Techno- logievorsprung besitze, den man jetzt nutzen sollte, doch noch fehlt das Geld. Der 19-Sitzer könnte neben einer BAe 146 das erste Hybrid-Passagierflugzeug der Welt werden.
Deutschlands größter UL-Hersteller Comco Ikarus in Mengen konnte kurz vor der AERO den Erstflug seines erfolgreichen Zweisitzers C42/CS als Elektro-Version melden. Der komplette Antriebsstrang mit 32 kW/50 PS- Motor, einschließlich des Controllers, dem Stellhebel und einem speziellen Anzeigeinstrument wurde von Geiger- Engineering geliefert. Das geplante Serienflugzeug, wird zunächst mit vier Lithium-Ionen-Batterien mit je 15 kg betrieben. Für die Serie werden 6 Akkupacks zum Einbau kommen, die sollen 90 Minuten Flugzeit ermöglichen. Den Erstflug absolvierte Geschäftsführer Horst Lieb am 15.04.2018. Der Prototyp wurde zunächst von der CS- Version abgeleitet. Die komplette elektrische Einheit mit Batterien wird nur unwesentlich teurer als die Verbrenner- Version werden. Eine Kampfansage an zukünftige Mitbewerber!
Erstflug der C42/CS Elektro
Wegweisende Bestellung
24.05.2018
Foto: Zunum
Zunum Aero, ein von Boeing unterstütztes Unternehmen kann sich freuen. Vor kurzem gab JetSuite ein Charterun- ternehmen bekannt, eine Flotte von 100 Hybrid-Flugzeugen ab 2022 beschaffen. Jet-Suite ist gestärkt durch Anteilseigner Qatar Airways. Das Hybridflugzeug erhält zwei Triebwerksgondeln, in denen sich Elektromo-toren befinden. Sie werden von einem Gasgenerator im Rumpfheck angetrieben. Der bis zu 12 Passagiere fassende Jet soll im umweltfreundlichen Regionalverkehr eingesetzt werden. Mit fortschreitender technischer Entwicklung sind auch größere Muster von Zunum geplant. Der Prototyp wird Lithium-Ionen Batterien in den Trag-flächen erhalten, die eine zusätzliche Leistung zum Generators bieten. Das Flugzeug wird eine Geschwindigkeit von 340 mph errei- chen und eine Reichweite von 700 Meilen haben.
Foto: Messe-Friedrichshafen
Nordamerikas größte Wasserflugzeug-Fluggesellschaft Harbour Air gab bekannt, schrittweise ihre Flotte aus über 40 Kolbenmotormaschienen und Turboprops auf Elektroantriebe umrüsten zu wollen. Zunächst soll eine DHC-2 Beaver mit Kolbenmotor mit einen 560 kW (751 shp) Elektromotor von MagniX noch Ende dieses Jahres in die Luft kommen. MagniX bezeichnet sich als Spezialist für elektrische Luftfahrtantriebe. Der Motor wiegt 120 kg und dreht mit maximal 1900 UpM. Er entwickelt ein maximales Drehmoment von 2814 Nm. Harbour Air bietet 12 Kurzstrecken zwischen Hubs wie Seattle und Vancouver an und befördert jährlich 500 000 Passagiere. Mit den neuen Antriebssystemen sehe man ein enormes Potenzial für die elektrische Luftfahrt. Die Geschäftsführung hoffe mit dem Umstieg auf Elektroantriebe auch die Umwelt positiv zu beeinflussen.
Erste Fluggesellschaft der Welt will auf Elektroantriebe umstellen
29.03.2019
Kein Hersteller konnte sich bisher in Deutschland für die seit wenigen Jahren eingeführte 120 kg-Klasse erwär- men. Dr. Ing. Werner Eck, Konstrukteur der bekannten Geiger-HPD Motorenserie fand einen alternativen Weg ein Serien-Flugzeug in dieser Klasse zu realisieren. Als Machbarkeitsstudie rüstete er den poln. Segler AXEL auf einen E-Heckantrieb mit Fernwelle um. Das funktionierte auf Anhieb. Man beschloss dieses Konzept auf eine Neu- konstruktion für ein 120 kg Flugzeug zu übertragen und für ein solches Flugzeug nach potenziellen Kunden zu suchen. Innerhalb von 4 Wochen nach der AERO 2018 fanden sich bereitwillige Kunden, über eine Anzahlung die Entwicklung und den Prototypen zu finanzieren. Das Projekt wurde von den Initiatoren und Klenhart Aero Design zunächst als No-Profit-Vorhaben geplant und umgesetzt. Der Prototyp wurde auf der AERO gezeigt.
Mit „Birdy“ elektrisch starten
14.04.2019
Heute weisen verfügbare Lithium- Zellen Leistungsdichten bis 220 Wh/kg auf. Im deutschen Labor der Schweizer Innolith Energy Battery sollen sich Zellen für Fahrzeuge in Entwicklung befin- den, die Reichweiten von über 1000 km ermöglichen. Die Leis- tungsdichte würde dann 1000 Wh/kg betragen! Ganz so abwe- gig scheint die Prognose nicht zu
sein, denn in den anderen For- schungslaboren ist man ebenso weit, weiss aber noch nicht, ob solche Zellen den Wechselwir- kungen von Laden und Entladen auf Dauer gewachsen sind, was in langen Versuchsreihen noch nachgewiesen werden muss. Innolith möchte seine mit anorga- nischen Elektrolyten versehen Zellen bis in 3 bis Jahren auf den Markt bringen.
08.04.2019
Foto: Equator Aircraft
Als Schaufenster der Allgemeinen Luftfahrt widmet sich die AERO von Anbeginn neuer Antriebssysteme für die Luftfahrt. Auf keiner Messe der Welt werden im General Aviation-Bereich so viele Neuheiten, insbesondere auch aus dem Elektroflug-Bereich, wie auf der seit über 40 Jahren stattfindenden Messe ausgestellt. Vor 10 Jahren wurde dazu die Sonderschau e-flight-Expo ins Leben gerufen. Damit rückte die Messe Friedrichshafen zusätzlich in den Focus technischer Entwicklungen. Inzwischen wetteifern die Automobilindustrie und die Luftfahrt um immer höhere Leistungsdichten für Batteriezellen, leichtere Motoren und neuerdings auch um leichtere und finanzierbare Brennstoffzellen. 757 Aussteller luden für vier Messetage (10.-13..4.2019) an den Bodensee, der größten europäischen und für die Banche wichtigsten Messe der Welt ein.
Erfolgreiche AERO: 757 Aussteller und 32 100 Besucher!
14.04.2019
Bye Aerospace, ursprünglich auf den deutschen Electra One setzend, glänzt jetzt mit 298 Kundenzusagen. Darun- ter auch eine Zusage von OSM Aviation Aca¬demy einen Siemens-Motor vom Typ SP70D mit 70 kW erhalten (max. Leistung 90 kW). Der 32 kg leichte E-Motor wird mit Lithium-Ionen Batterien gespeist. Die Kapazität des Zweisit- zers soll für einen einstündigen Schulflug ausreichen. Danach seien etwa 30 Minuten Ladezeit erforderlich. Firmengründer und CEO George Bye meint, dass die Flugstunde für den eFlyer bei nur etwa 15 Dollar lägen. Nor- wegens Elfly orderte 10 Flugzeuge mit 18 weiteren Optionen. Eric Lithun, CEO von Elfly AS. „Dies ist der entscheidende Schritt in der Luftfahrt für kleine Flugzeuge. Der Bye Aerospace eFlyer wird der Tesla der allgemei- nen Luftfahrtindustrie sein.“
298 Vorbestellungen für eFlyer 2 von Bye Aerospace
14.04.2019
Foto: H. Penner
Foto: H. Penner
Foto: Bye Aerospace
Foto: Harbour Air
In Gilching bei München wurde 2018 das Start-up-Unternehmen Auto FlightX gegründet, um ein elektrisch senk- recht-startendes und landendes Flugzeug (eVTOL) zu entwickeln. Der zweisitzige Prototyp ist ein Canardflügler, ähnlich des Speed Canard. Das ermöglich dem Flugzeug grundsätzlich aerodynamisch zu fliegen! Sechs Hubmo- toren, die auf zwei Pylons zwischen Haupt- und Canardflügel sitzen, sollen das Flugzeug senkrecht starten und landen lassen. V600 ist freilich nur ein Demonstrator, mit dem die Machbarkeit eines solchen Systems geprüft werden soll. Eigentliches Ziel ist ein VTOL für den Transport von 3 bis 5 Personen sowie eine autonome Cargo- Drohne. Hinter dem Projekt steht der Chinese und Yuneec-Gründer Tian Yu, der das Unternehmen in Deutschland gegründet und auch die Geschäftsführung inne hat.
AutoFlightX V600 wurde als eVTOL konzipiert
14.04.2019
Foto: H.Penner
Motorsegler-Vorreiter DG-Flugzeugbau hat nun nach langem Zögern den Sprung nach vorne mit einem FES- Antrieb von LZ-Design gewagt. Vor einigen Jahren hatte man schon einmal den Versuch unternommen (DG 1000) in das Elektro-Zeitalter des Segelflugs zu starten. Keine Experimente war deshalb die Devise. Das slowenische Unternehmen LZ-Design rüstete fast alle am Markt befindlichen Segelflugzeughersteller mit seinen FES-Antrieben aus, die in erster Linie als reine Heimweghilfe genutzt werden. Die LS8-neo als erfolgreicher Wettbewerbssegler der Standardklasse wird sowohl in der 12-Meter als auch in der 18-Meter Klasse mit dem E-Antrieb angeboten. Der 22 kW-Motor wird von einer 4,2 kWh-LiPo Batterie gespeist. Der Blatt-Faltpropeller ermöglicht ein Steigen von ca 1,5 bis bis zu 2 m/s. Die Leermasse erhöht sich gegenüber der reinen Segler-Version um zirka 60 kg.
DG offeriert erstes FES-Muster als LS8-e neo
14.04.2019
Foto: H.Penner
Nach der Insolvenz 2016 definierte sich Flight Design neu in der LiftAir-Gruppe in Eisenach. Mit dem chinesischen Parter Fuxiang als Produktionspartner möchte man in gewohnter Weise die F2/F4-Llinie in der Ukraine produzie- ren. Neu ist die Idee, eine reine Elektroversion der F2 als F2e an den Markt zu bringen, nachdem man schon vor mehreren Jahren als erste Firma sich mit einem Parallel-Hybridantrieb versuchte. Nun setzt die in Stuttgart gegründete Firma auf den Zulieferer Siemens mit reinem E-Antrieb. Vollmundig spricht Flight Design von einer Flugzeit mit zwei Flugstunden, während der Prototyp, der demnächst in die Luft kommen soll, nur eine Flugzeit von 40 Minuten aufweisen wird. Die Abflugmasse des Flugzeugs wird mit 950 kg angegeben, was auf das hohe Batteriegewicht zurück zu führen ist. Indes wird aber schon ein Preis von 144 000 € ohne MwSt. angegeben.
Auch Flight Design setzt auf Elekto
14.04.2019
Foto: Messe-FN
Foto: Boeing

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Erstausgabe 13.4.2015
Meilensteine des Elektroflugs Bereits 1973 flog Heini Brditsch- ka mit einer HB-3 und einem Elektroantrieb. 1981 flog als er- ster Deutscher der Heidelberger Karl Friedel mit dem Elektro- Windspiel anlässlich der RMF (AERO) in Friedrichshafen.
Startseite
1. Lange Antares 20E 2. LAK 18 B 3. Schleicher ASG 32 4. Silent 2 Electro 5. Pipistrel Taurus Electro 6. Song 120 7. Archaeropteryx electric 8. eSpyder 9. Silent E 10.Carbon Trike
Typenliste zugelassener Flugzeuge
Anzeige
Cora fliegt in Neuseeland
14.03.2018
Typenreihe wird fortgesetzt
Foto: Kitty Hawk
Fliegende Badewanne
20.01.2018
Bild: Dufour Aerospace
Freie Werbefläche
Electric Flight
Quelle: Airbus
Quelle: Fraport
Foto: Bye Aerospace
Bild: Eviation Aerospace
16.04. 2018
Foto: H.Penner
Meilenstein für Equator Aircraft
Foto: Equator Aircraft