Neues aus der Elektroflug-Szene:
Erprobungsträger Diamond Aircraft DA 50 mit zwei Elektromotoren
Vor    zwei    Jahren    präsentierte    Sie- mens    auf    der   AERO    eine    zweimo- torige   Antriebsversion   für   einmoto- rige   Flugzeuge.   Die   E-Motoren   sol- len   auf   Pylons   sitzen,   die   am   vor- deren    Rumpfteil    befestigt    sind.    In der   Nase   einer   DA50,   die   nun   erst- mals   geflogen   ist,   befindet   sich   ein Dieselgenerator,   der   konstante   110 kW    liefert.    Die    beiden    Elektromo- toren   übertragen   eine   Startleistung von   150   kW.   Zwei   Batterien   mit   je   12 kWh   sind   im   hinteren   Fahrgastraum montiert    und    dienen    als    Energie- speicher.   Mit   einem   Leistungshebel kann     der     Pilot     den     Energiefluss
Was Siemens und Diamond Aircraft ausgetüftelt haben
zwischen      Generator,      Batterien und   Motor   steuern.   Er   kann   zwi- schen   reinem   elektrischen   Modus (Generator     aus),     Cruise-Modus und    Lademodus    (Generator    lädt die     Batterien)     auswählen.     Rein elektrisch,   kann   das   Flugzeug   mit den   Batterien   30   Minuten   fliegen. Das   Hybridsystem   verlängert   dies auf   5   Stunden.   Ein   Hauptziel   des Projekts   war   die   Entwicklung   ei- nes     Flugzeugs,     das     einen     ge- ringeren    Kraftstoffverbrauch    so- wie    einen    geringeren    Geräusch- pegel   als   konventionelle Antriebs- systeme aufweist.
14.11.2018
Foto: Diamond Aircraft
06.07.2018
Equator fliegt rein elektrisch
Bild: H.Penner
Nach     ersten     Rollversuchen     hob das   Amphibium   Equator   P2   Xcur- sion   von   Tomas   Brødreskift   am   26. Juni    auf    dem    ehemaligen    Militär- flugplatz   bei   Oslo   zu   seinem   ersten Sprung   in   die   Luft   ab.   Den   lang- ersehnten   Erstflug   führte   Eskil Am- dal   durch.   Er   beschleunigte   nach seinen   Angaben   die   Maschine   auf 70    Knoten,    rotierte    schon    nach kurzer   Strecke   und   beschleunigte automatisch   auf   100   Knoten,   um   in 9   Meter   die   Landebahn   bis   zum   En- de    zu    überfliegen.    Am    Folgetag wurden   zwei   weitere   Flüge   durch- geführt,    die    das    Vertrauen    in    die gewonnenen        Flugeigenschaften bekräftigten.   Das   Flugzeug   ist   ein Prototyp,    der    von    Equatoraircraft seit    2010    mit    begrenzten    Mitteln entwickelt   wurde.   Der   nur   für   Test- zwecke     ausgelegte     Prototyp     ist vollelektrisch.   Er   kann   ca.   35   Minu- ten    fliegen.    Die    Hybridkonfigura- tion   ist   auf   eine   Flugdauer   von   bis zu 6 Stunden ausgelegt.
Bild: Equatoraircraft
19.07.2018
Rolls Royce Elektroinitiative
Bild: H.Penner
Der   englische   Triebwerkshersteller Rolls   Royce   scheint   in   der   Zukunft auch     bei     elektrischen     Antriebs- strängen   mitmischen   zu   wollen.   Es sind    das    einmotorige    Experimen- talflugzeug   Accel   mit   reinem   elek- trischen    Antrieb    sowie    das    viel spannendere      EVOL-Projekt,      zu- nächst   nur   eine   reine   Studie   eines Kippflügels   nach   dem   Tilt-Konzept. Es    basiert    auf    Technologien,    die bereits      existieren      oder      derzeit noch   entwickelt   werden.   Es   könnte in   den   frühen   2020-er   Jahren   in   die Luft    gehen.    Das    Konzeptflugzeug verwendet   die   Gasturbinentechno- logie,    um    die    elektrische    Energie zu    erzeugen,    die    die    sechs    elek- trischen    Antriebe    versorgen    und die     speziell     dafür     so     ausgelegt sind,   ein   niedriges   Geräuschprofil zu    erzeugen.    Die    Tilt-Technik    er- laubt   den   Flügel   bis   zu   90   Grad   zu drehen,     wodurch     das     Flächen- Flugzeug      vertikal      starten      oder landen kann.
Bild: Rolls Royce
Do 228 bald auch elektrisch?
10.08.2018
Foto: DLR
Noch   ist   es   nur   eine Absichtserklä- rung,   was   DLR,   Siemens,   MTU   und Ruag   beschlossen   haben.   Sie   wol- len    eine    Do    228    schrittweise    auf elektrische   Antriebsstränge   umrü- sten.    Der    Erstflug    könnte    bereits 2020   sein,   wie   vom   DLR   zu   erfah- ren   war.   Ruag   Aerospace   in   Ober- pfaffenhofen   hatte   die   Produktion von   Dornier   übernommen.   Die   er- ste   Maschine   dieses   Typs   flog   vor 35    Jahren.    Weltweit    fliegen    zirka 300    Exemplare.    Siemens,    bereits an    anderen    ähnlichen    Projekten beteiligt,     wird     den     elektrischen Antriebsstrang    liefern.    Der    Strom kommt    von    einem    Gasgenerator der    Firma    MTU.    Dr.    Frank   Anton, CEO   von   Siemens   Luftfahrt   meint, dass   das   Unternehmen   einen   Tech- nologievorsprung       besitze,       den man   jetzt   nutzen   sollte,   doch   noch fehlt      das      Geld.      Der      19-Sitzer könnte   neben   einer   BAe   146   das erste         Hybrid-Passagierflugzeug der Welt werden,  
Foto: DLR
Zweiter Smartflyer-Challenge
03.09.2018
Im    Frühjahr    erklärten    24    Firmen sich    am    diesjährigen    Smartflyer- Challenge   beteiligen   wollen.   Doch es   kamen   nur   fünf.   Im   Gegensatz zum    vergangenen    Jahr    hielt    sich auch     das     Besucherinteresse     in Grenzen.    Sehr    positiv    aufgenom- men      wurde      das      Vortragspro- gramm,   an   dem   sich   teilweise   bis 80     Zuhörer     beteiligten,     die     mit einer   etwas   größeren   Erwartungs- haltung    gekommen    waren.    Desto stärker   wurden   die   fünf   Exponate aus     Tschechien,     Slowenien     und der   Schweiz   beachtet.   Roger   Rup- pert   kündigte   einen   Preissturz   für den   Archaeopteryx   auf   nur   56000   in   der   Seglerversion   und   70   000   in    der    E-Motorenvariante    an.    Der Schweizer    Pipistrel-Vertreter    Marc B.   Corpataux   hofft   die   Alpha   Elec- tro   in   erster   Linie   an   Flugschulen zu   verkaufen.   Seine   Flüge   mit   dem Alpha    Electro    überzeugten    sehr. Eine    Maschine    wurde    bereit    aus geliefert.
Foto: Jegerlener
Elektra Solar
Foto: Diamond Aircraft
Schweizer Hybrid-Flieger
Ursprünglich   sollte   der   Smartflyer ein   reines   Amateurflugzeugprojekt werden.    Rolf    Stuber,    Initiator    der Smartflyer   AG   hat   inzwischen   ein starkes   Team   gebildet.   Sein   Ziel   ist es,   nach   dem   „Proof-of   Concept“, das   mit   einem   Hybrid-Antrieb   2021 fliegen    soll,    später    auch    mit    der Entwicklung    in    Serie    zu    gehen. Das     Herz     des     flott     wirkenden Viersitzers     ist     ein     getriebeloser Siemens-Elektromotor,     der     einen langsam    drehenden    Fünfblattpro- peller   mit   nur   1200-1500   UpM   an- treiben    soll.    Die    Leistung    bezieht er   aus   einem   160   kg   Batteriepack- age,     das     konstant     über     einen Rotax      914-Motor-Generator      ver- sorgt   wird.   Das   verursacht   geringe Lärmemissionen,     weil     sich     der wassergekühlte    Verbrenner    lärm- gekapselt    im    Rumpfbug    befindet. Im   2019   sollen   die   ersten   Arbeiten an   der   Zelle   beginnen.   Momentan konzentriert    man    sich    an    Detail- verbesserungen
Rendering: Smartflyer
07.09.2018
Solar Two von Gologan
Calin   Gologan   überraschte   mit   ei- ner    bemannten    25-Meter    Drohne, deren    Hauptaufgabe    es    sein    soll, in   extrem   großen   Höhen   autonom Tag    und    Nacht    als    Kommunika- tionsplattform   zu   dienen.   Das   nur 220   kg   leichte   Flugzeug   ist   mit   25 m²   Solarzellen   bestückt,   die   bei   25 %    Wirkungsgrad    6    kW    Leistung bieten.   Vier   Puffer-Batterien   bieten 14     kW/h,     die     den     Geiger-Motor HPD-32D   antreiben.   Als   Option   ist eine   Spannweite   von   bis   zu   27   Me- ter    gedacht,    was    zu    einer    noch höheren   Ladeleistung   für   ebenfalls optionale   Batterien   sorgen   wird,   so dass   dann   bis   zu   28   kW/h   zur   Ver- fügung     stehen.     Erstkunden     für zwei     Maschinen     sind     Chinesen. Gologans     „Motorsegler“     verfügt       einen   Schub   von   140   kg,   der   das Flugzeug    schon    nach    100    Meter Startbahn    abheben    lässt.    ln    zwei Jahren   will   Gologan   einen   6   bis   10- Sitzer    in    die    Luft    bringen.    Noch fehlen Investoren.
Foto: Electra Solar
02.10.2018
Autonomes Air-Taxy
Im    Frühjahr    hat    Zephir    Airworks das    erste    autonome    Lufttaxi    vor- gestellt.     Gegenüber     den     reinen Coptern    kann    Cora    auch    aerody- namisch   fliegen.   Cora   hat   bereits eine   lange   unbemannte   Testphase hinter    sich.    Zephir   Airworks    ging eine   Partnerschaft   mit   der   neusee- ländischen     Regierung     und     der nationalen      Fluggesellschaft      Air New   Zealand   ein,   eines   Tages   den ersten     regulären     Lufttaxy-Dienst eröffnen    zu    können.    Das    Erpro- bungsprogramm      wird   mit   dem   Ziel fortgesetzt,   bald   eine   Zulassung   zu erlangen.    Bemannte    Flüge    sollen folgen.   Beim   Lufttaxi   Cora   handelt es   sich   um   einen   VTOL   Zweisitzer mit    zwölf    Hub-E-Motoren    und    ei- nem   E-Schubmotor.   Das   Luftfahr- zeug    soll    in    der    Lage    sein,    mit einer    Höchstgeschwindigkeit    von 177   km/h   bis   zu   100   Kilometer   weit zu    fliegen.    Der    reguläre    Flugbe- trieb   könnte   schon   2021/22   aufge- nommen werden.
Foto: Zephir Airworks
22.10.2018
Diamonds Hybrid-Idee
06.11.2018
Elektrische-Luftrennen
Luftrennen   sind   so   alt   wie   die   Luft- fahrt.   Nun   hat   ein   englisches   Or- ganisationskomitee    zu    einem    er- sten   Air    Race    mit    Elektroflugzeu- gen   für   das   Jahr   2020   aufgerufen. Der   Sport   existiert   in   verschiede- nen   Formen   seit   einem   ersten   Ren- nen   1909.   Die   Piloten   starten   ne- beneinander   und   fliegen   einsitzige Flugzeuge   acht   Runden   um   sechs Pylone   über   einen   kilometerlangen Kurs.   Beim   Air-Race   E   sollen   die Benzin-Motoren    durch    elektrische Antriebstränge      ersetzt      werden. Das   Air-Race   E   ist   das   erste   Luft- rennen   dieser   Art   auf   der   Welt.   Die University   of   Nottingham   und   Air- Race    E    haben    eine    Kooperation zur   Entwicklung   eines   ersten   elek- trischen    Rennflugzeugs    angekün- digt.   Der   Strom-Flieger   soll   zu   ei- ner   Art   Formel   E   der   Lüfte   abhe- ben.   Air-Race   E   sucht   inzwischen technische   Partner   für   Elektromo- toren,     Controller,     Batterien     und dazugehörige Systeme.
Foto: Macesport

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric Flight
Erstausgabe 13.4.2015
Meilensteine des Elektroflugs  Bereits 1973 flog Heini Brditsch- ka mit einer HB-3 und einem Elektroantrieb. 1981 flog als er- ster Deutscher der Heidelberger Karl Friedel mit dem Elektro- Windspiel anlässlich der RMF (AERO) in Friedrichshafen.
Startseite
1.  Lange Antares 20E 2.  LAK 18 B 3.  Schleicher ASG 32 4.  Silent 2 Electro 5.  Pipistrel Taurus Electro 6.  Song 120 7.  Archaeropteryx electric 8.  eSpyder 9.  Silent E 10.Carbon Trike
Typenliste zugelassener Flugzeuge
Anzeige
Typenreihe wird fortgesetzt
Bild: Dufour Aerospace
Freie Werbefläche
Diamond Aircraft Diamond Aircraft