Elektrisches Fliegen - eine Zukunftsperspektive

Electric Flight
Erstausgabe 13.4.2015
letztes Update 13.02.2018
Meilensteine des Elektroflugs Bereits 1973 Heini Brditschka mit einer HB-3 und Elektroantrieb. 1981 flog als erster Deutscher der Heidelberger Karl Friedel mit dem Elektro-Windspiel. anlässlich der RMF (AERO) in Fried- richshafen.
Startseite
+++ Latest News+++
Foto: A. Schleicher Segelflugzeugbau
Boeing beteiligt sich über seine Toch- tergesellschaft HorizonX am kaliforni- schen Start-up Unternehmen Cuberg. Sie hat eine, besonders für die Luftfahrt geeignete Lithium-Metall-Akkuzelle mit hoher Energiedichte und thermischer Beständigkeit entwickelt. Das bedeutet im Wesentlichen, dass man hofft, in der in der Lage zu sein, eine neue Art von Batteriezelle zu bauen, die mehr Ener- gie liefern kann, und obendrein nicht zu brennen droht. Für Boeing bieten sich potentielle Vorteile für Batterien, die wesentlich länger halten könnten als die, die über die heutige Technologie verfügbar sind.
Zur Jahreswende meldete Alexander Schleicher Segelflugzeugbau die EASA- Zulassung seines Doppelsitzers ASG 32 El. Als reine Heimweghilfe treibt ein 25 kW Synchronmotor einen eigens bei Schleicher entwickelten Propeller mit 1,55 m an. Nach Angaben der Firma er- möglicht das Antriebssystem Steigwer- te von bis zu 1,3 m/s. Diese Leistung soll  ausreichen, bei voller Batteriekapa- zität im Sägezahnflug eine Reichweite von 100 Kilometer für den Heimflug zu überbrücken. Im Motorbedienteil vor dem Steuerknüppel ist anstelle eines Gashebels der Regulierhebel für die Drehzahl untergebracht. Durch Be- wegen zur ersten Raste fährt das Trieb- werk aus. Wird der Regulierhebel weiter bewegt, startet der Elektromotor und die gewünschte Drehzahl stellt sich ein. Grossen Wert legte man auf die Sicher- heit. Basis des Sicherheitskonzeptes ist das BMS. 1200 Lithium-Ionen-Zellen, die als Batterieblock im Motorkasten des Rumpfes untergebracht sind.
Alles aus einem Guss: e-Starling-Jet soll ein reiner Faserverbund-Fünfsitzer werden. Der Erstflug ist für 2021 geplant.
Dr. Seyed Mohseni will mit seinem Elek- tro-Fünfsitzer senkrecht in die Luft gehen und nach der Transitionsphase in einen schnellen Reiseflug von bis zu 725 km/h (450 mph) schnell werden. Dies präsentierte er jüngst auf der Singapore Airshow im Februar. Mohseni ist eine Art Tausendsassa, der überall Geschäfte wittert und die generiert, wo er sich Renditen verspricht, so auch von dem schon vor 6 Jahren gegründe- ten Start-up-Unternehmen Samad Aero- space. Noch ist der Unternehmer aller- dings auf der Suche nach zusätzlichen Millionen. Für eine Hybrid-Version soll der VTOL-Flächenflieger, der mit einem V-Leitwerk ausgestattet ist, einen Rang- Extender mit Dieselbetrieb erhalten. Noch in diesem Jahr soll mit einem Modell der Nachweis für die Funktion des Systems erbracht werden. Für 2019 ist eine UAV-Version geplant und 2021     ist der Erstflug der e-Starling-Jet, dem ersten Serienflugzeug geplant. Die durchaus realistische Zeitschiene sieht vor, erst 2024 nach der Zertifikation in die Fertigung überzugehen.
Foto: Ehang
Während Deutsche ihre Copter bislang nur unbemannt fliegen, sind die Chinesen mit Ehang 184 schon auf Höhenflügen.
Artist Impression: Samad Aerospacee
Das in Guangzhou, der Provinz Guang- dong in China ansässige Unternehmen Ehang ist eigentlich auf Fotodrohnen spezialisiert. Vor zwei Jahren machte das Unternehmen bereits auf sich auf- merksam, als es auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas eine zwei- sitzige Drohne präsentierte, mit der ei- nes Tages innerstädtische Verkehrspro- bleme gelöst werden sollen. Nun melde- te das junge Unternehmen, dass mit Ehang 184 bereits Dutzende von Passa- gierflügen durchgeführt werden konn- ten. Dabei haben man Höhen von bis 300 m erreicht. Auf der Homepage wur- den zwei verschiedene Typen unter der gleichen Typbezeichnung präsentiert. Der Einsitzer besitzt vier Doppelrotoren, während auch schon Flüge mit dem Doppelsitzer mit sechs Doppelrotoren dokumentiert werden. Die Copter sollen leicht zu fliegen sein. Eine ausgefeilte Lagesensorik und eine automatische Flugsteuerung sorgen für problemloses Fliegen. www.ehang.com/ehang184/
E-Propulsion

Electric-Flight ist eine Homepage, die in einer neu entwickelten Plattform die Chance sieht, um Zukunftsperspektiven in

der Luftfahrt transparenter zu machen. Elektrische Antriebe gelten in Flugzeugen noch immer als zu ineffizient, doch der

Wandel steht kurz bevor. Nicht die Elektromotoren, sondern die Energiespeicher sind das Problem.

In kleinen Schritten wird weltweit versucht, sich von fossilen Energieträgern, speziell auch bei Luftfahrzeugen zu lösen. Im Bereich kleiner Drohnen ginge schon überhaupt nichts mehr ohne Elektroantriebe, doch dies etwa auf Verkehrs- flugzeuge übertragen zu wollen, wird aus heutiger Sicht noch einige Jahre dauern. In Spezialbereichen finden sich bereits brauchbare Lösungen: Ultraleichtflugzeuge für Ausbildungsflüge für lärmarmen Schulbetrieb. Motorsegler unter Verzicht auf zu hohe Lärmemissionen durch Zweitakter. Light Sport Aircrafts (LSA) und leichte Motorflugzeuge mit Hybridantrieb. Motorkunstflugmaschinen (kurz vor der Erprobung). RPAS (Remotely Piloted Aircraft Systems), besser bekannt als Drohnen. Electric-Flight beschäftigt sich nur mit bemannten Luftfahrzeugen, wenngleich ihre Wegbereiter aus den Modellflug- bereichen stammen. Die heutigen Drohnen, egal ob Spielzeug oder im kommerziellen Bereich, einschließlich militä- rischer Anwendungen, wurden fast ausschließlich aus Modellflugzeugen abgeleitet. Einsatzprofile, Antriebe und Ener- giespeicher bieten sich dazu an. Die Übertragung auf bemannte Flugzeuge ist 1:1 nicht direkt nachvollziehbar. Die Info- Plattform Electric-Flight konzentriert alle Informationen nur auf bemannte Luftfahrzeuge. Es können keinerlei juristische Ansprüche auf Vollständigkeit und die Richtigkeit gestellt werden, da diese Homepage auf rein privater Initiative basiert!