Foto: EHang
Menü

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric News
Electric Flight
Foto: Electrifly-In
17.6.2024
Die Pilot Academy der airBaltic will zur Schulung Diamonds eDA40 beschaffen Die Pilot Academy der airBaltic nahm erst kürzlich als 10. Diamond-Flugzeug, eine konventionelle DA 40 NG in Empfang. Anlässlich der Baltic International Airshow in Liepaja (Lettland) nahmen Anton Chirkovski, Leiter des zivilen Flugzeugverkaufs, Diamond Aircraft Austria und Jane Wang. Sales Director, Diamond Aircraft Austria die Kaufabsichtserklärung (LOI) für drei vollelektrische Schulungsflugzeuge eDA40 neben zwei DA42-VI in Empfang. Damit steigt dann die Flotte der Schulmaschinen auf 15 Flugzeuge. Der reguläre Viersitzer wird in einer 2-3-sitzigen Version in der E-Version mit einer EASA/FAA-Zulassung gefertigt werden. Diamond betont, dass eine sehr zuverlässiger E-Motor mit 94% Wirkungsgrad von Safran zur Anwendung kommt. Das verdoppelte Batteriesystem kommt vom amerikanischen Batterielieferanten EPS. Vilmantas Vaclovas Mažonas,(SVP Flight Operations, airBaltic und Kristaps Lapsa, General Manager, airBaltic Training übergaben die Schriftstücke an das Diamond Verkaufsteam. Im Frühling testeten bereits Lufthansapiloten das Flugzeug auf dem Flugplatz Dübendorf. bei Zürich. www.diamondaircraft.com
Foto: airBaltic Training, Kārlis Miksons
Foto: Electrifly-In
18.6.2024
Airbus und ZeroAvia wollen Infrastrukturen an amerikanischen Flughäfen für Wasserstoffeinsatz untersuchen Wie bereits Airbus angekündigt hatte, wolle man für eine CO2-freie Luftfahrt alle Gelegenheiten nutzen, den Ausbau der Flughäfen auf eine zu- künftige Wasserstoffinfrastruktur zu beschleunigen, um bei der Verfügbarkeit der ersten Wasserstoffflugzeuge gerüstet zu sein. Einer der Part- ner wird unter anderem ZeroAvia sein. ZeroAvia und Airbus haben gemeinsam Absichtserklärungen mit den drei größten Flughäfen Kanadas – Toronto, Montreal und Vancouver – unterzeichnet, um ein robustes Wasserstoff-Betankungssystem für die Zukunft der Luftfahrt zu entwickeln. Der US-Kongress hat eine fünfjährige Genehmigung der FAA verabschiedet, die die wasserstoffbezogenen Bestimmungen in das Gesetz aufge- nommen hat. Die Allianz für emissionsfreie Luftfahrt der Europäischen Kommission veröffentlichte nun ihr Visionsdokument, in dem der mögli- che Weg zur Umsetzung emissionsfreier Flüge skizziert wird und unterstützt damit die eigene Vision und Bestrebungen von ZeroAvia. Airbus hat bereits Programme mit Atlanta International (dem verkehrsreichsten Flughafen der Welt) und dem Houston gestartet. www.zeroavia.com
Bild: ZeroAvia
Foto: Electrifly-In
26.6.2024
Chinesischer Hersteller setzt zur Großserienfertigung von eVTOLs an Während sich in westlichen Ländern Start-ups bemühen, die Bedingungen der Zulassungsbehörden zu erfüllen, kann man zusehen, wie das chi- nesische Unternehmen EHang dank seiner im letzten Jahr erhaltenen Zulassung die Serienfertigung hochfährt. Dem vorangegangen waren über 40.000 Testflüge, die mit der autonomen Drohne, bemannt und unbemannt durchgeführt wurden. Nach welchen Kriterien die Civil Aviation Admi- nistration of China (CAA) bei dem eVTOL EHang 216-S vorging, ist nicht bekannt. Von chinesischer Seite verweist man nur darauf, dass andere Länder ihre Zulassung übernehmen könnten. Am 22. Juni absolvierte das pilotenlose elektrische eVTOL EH216-S seine ersten Passagierflüge in Wencheng zu einer Besichtigungstour. Auch gab EHang Holdings Limited bekannt, nicht nur die Zahlung der ersten 30 Einheiten erhalten zu ha- ben, sondern, dass auch die ersten 27 Maschinen zu diesem Zeitpunkt an die Wencheng County Transportation Development Group Co., Ltd. ausgeliefert worden sind. Das Unternehmen plant nun die Kopter für Tourismuszwecke über Chinas Provinzen einzusetzen. www.ehang.com
Foto: EHang
Foto: Electrifly-In
27.6.2024
Chinesen suggerieren rosige Zukunft für die Elektroluftfahrt Aus zuverlässiger Quelle war heute zu erfahren, dass der Welt größter Batteriezellen-Hersteller CATL seine Natrium-Ionen-Zellen als „Condensed Battery“ mit bis zu 500 Wh/kg schon im kommenden Jahr auf den Markt bringen werde. Außerdem soll der CEO, Robin Zeng bekannt gegeben haben, dass CATL in Kooperation mit dem größten Flugzeughersteller Chinas, COMAC (Commercial Aircraft Corporation of China) einen vier Tonnen Experimentalträger erfolgreich in die Luft gebracht habe. Eine acht-Tonnen-Version mit Reichweiten von 2.000 bis 3.000 Kilometern solle bis 2027 ebenfalls fliegen. Damit will der Batteriegigant die Leistungsfähigkeit seiner nicht nur für die Automobilwirtschaft entwickelten Zellen unter anderem unter Beweis stellen. Ob die Na-Ion-Zellgeneration, die nicht nur eine längere Lebensdauer aufweist, sondern auch niedrigere Temperaturen verträgt und obendrein deutlich weniger als klassische Lithium-Ionen-Zellen kosten soll, auch im deutschen Werk von CATL ge- fertigt wird, ist offen. „China Daily“ schreibt dazu, dass das CATL-Projekt auf einer Skala von 1 bis 10 auf Stufe 7 stehe. www.cnevpost.com
Foto: EHang
Foto: Electrifly-In
27.6.2024
Das Cellsius H2-Projekt wird mit Sling Highwing fortgesetzt Das schweizerische CELLSIUS Project e-Sling und das Project H2 sind studentische Fokusprojekte der ETH Zürich. Der Verein CELLSIUS wurde 2022 von Studierenden gegründet und ist für die Instandhaltung, Flugerprobung sowie die Betreuung und Planung der zukünftigen Projekte im Bereich der nachhaltigen Aviatik zuständig. Das CELLSIUS Project H2 wurde 2021 ins Leben gerufen und hatte als Ziel, ein Wasserstoff-Brenn- stoffzellen-Antrieb für eine Lightwing AC4 zu entwickeln. Bereits im Sommer 2022 konnte ein Prototyp dieses Brennstoffzellensystems erfolg- reich getestet werden, welches für den finalen Einbau in das Leichtflugzeug AC4 vorgesehen war. Aus Gewichtsgründen hat man sich jedoch entscheiden müssen, das Projekt zugunsten der südafrikanischen Sling Highwing von Sling Aircraft fortzusetzen. Die Sling Highwing ist eine neue Ganzmetall-Konstruktion und erlaubt eine höhere Zuladung. Die Zusammenarbeit mit Lightwing Aircraft soll aber erhalten werden. Da das Studieren der Studenten im Vordergrund steht, gibt es keinen genauen Zeitplan, wann mit der Fertigstellung zu rechnen ist. www.cellsius.aero
Foto: Sling Aircraft
Foto: CATL
Foto: Electrifly-In
27.6.2024
magniX folgt Mitbewerbern und bietet mit einer Batterielinie Komplett-Antriebspekete an Zu den wichtigsten Merkmalen bei Batterien für Luftfahrtanwendungen gehören höchste Energiedichten. Der E-Motorenhersteller magniX, der die elektrischen Luftfahrt mit vorantreibt, gab die Einführung von Samson-Batterien bekannt, einer angeblich bahnbrechenden Batterielinie. Samson-Batterien werden gemäß den Luftfahrtvorschriften zertifizierbar sein und erfüllen gleichzeitig eine branchenführende Energiedichte und eine bis heute unübertroffene Lebensdauer. Die Kombination der Samson-Batterien mit den Elektromotoren von magniX biete Kunden einen vollständig optimierten elektrischen Antriebsstrang für die Luftfahrt. Die magniX Samson300 ist die erste Batterie in der Produktreihe und hat ein Design, das auf maximale Energiedichte für größere Reichweite und höhere Nutzlasten ausgerichtet ist. Energiedichten von 300 Wh/kg und eine Batterielebensdauer von über 1.000 vollständigen Entladezyklen sind bemerkenswerte Eckdaten. Verfügbare sind bis heute nur Zellen bis 250 Wh/kg. Der Plan, eine Energiedichte von 400 Wh/kg oder mehr zu erreichen, sieht deswegen sehr vielversprechend aus. www.magnix.com
Bild: magnix
Foto: Electrifly-In
01.07.2024
Rollout des Smartflyer für Oktober geplant Der schweizerische Viersitzers Smartflyer ist in die entscheidende Phase gegetreten. Das Proof-of-Concept eines elektrisch angetriebenen Flug- zeugs für die General Aviation soll ein sehr komfortables Fliegen ermöglichen. Ähnlich des französischen Cassio-Projektes setzt CEO, Rolf Stu- ber auf ein Hybrid-Antriebssystem, dessen Basis ein Rotax 912-Verbrennungsmotor ist. Der Elektromotor selbst sitzt in der Heckflosse ähnlich des e-Genius. Das System arbeitet als Range-Extender, das heißt, dass die Batterien während des Fluges nachgeladen werden, was Reichweiten über 750 km verspricht. Die Startleistung liegt bei 160 kW. Im Reiseflug stehen 120 kW zur Verfügung, die den Smartflyer bei 129 kt, bzw. 220 km/h vier Stunden in der Luft halten sollen. Noch wird gewerkelt, geschraubt und geklebt, doch in diesem Oktober will man das Rollout feiern können. Bei dem reinen Hybridkonzept wird es zunächst auch nicht bleiben. Nach Vorstellungen des Schweizer Teams könnte die Serie auch in Richtung eines reinen Batterieflugzeugs oder in Richtung eines einbaufertigen Brennstoffzellensystems gehen. www.smartflyer.ch
Foto: Smartflyer
Foto: Electrifly-In
03.07.2024
Archer ist mit Midnight auf dem Weg zur FAA-Zulassung Archer Aviation Inc., einer der weltweit führender Anbieter von eVTOLs, gab schon im Juni bekannt, dass seine Tochtergesellschaft Archer Air mit dem Part 135 Air Carrier & Operator Certificate von der Federal Aviation Administration (FAA) erhalten hat. Dieses Zertifikat ermöglicht es Archer, mit dem Betrieb von Flugzeugen im Handel zu beginnen, um seine Systeme und Verfahren vor dem Start von Midnight in Dienst für Flug- gesellschaften wie United Airlines zu verfeinern, wenn es die Midnight-Zertifizierung erhält. Zusätzlich zu seinem Zertifikat Part 135 gab Archer zuvor bekannt, dass es den Part 145 Zertifikat von der FAA erhalten hatte, das es ermöglicht, spezialisierte Flugzeugreparaturdienste durchzu- führen. Dies bedeutet, dass Archer nun die beiden wichtigsten Betriebsbescheinigungen erhalten hat, die von der FAA erforderlich sind, damit sie in der Lage ist, ihren Lufttaxi-Betrieb zu beginnen, wenn Midnight seine Typzertifizierung erhält. Mike Leskinen, Chief Financial Officer von United. "United Airlines gratuliert dem Team von Archer zum Erhalt ihres Part 135 Air Carrier & Operator Certificate. www.archer.com
Foto: Archer Aviation
Foto: Electrifly-In
06.07.2024
American Airlines will den größten Teil seiner CRJ700-Flotte auf umweltfreundliche Antriebe umrüsten American Airlines, Teilhaber von ZeroAvia, die unter anderem die kanadische Bombardier CRJ700 über ihre Tochter American Eagle regional einsetzt, hat ehrgeizige Pläne, den Luftverkehr CO2-freier zu machen. Gegenwärtig erprobt ZeroAvia mit einer Dornier 228 seine Antriebsstränge mit Brennstoffzellen. Jetzt hat sich American Airlines beschlossen, 100 Antriebsstränge vom Typ ZA2000 RJ zur Umrüstung von 50 Maschinen des Typs CRJ700 bei ZeroAvia in Auftrag zu geben. Zudem habe man an einer weiteren Finanzierungsrunde teilgenommen. Bis jetzt wird die CRJ700 mit zwei General Electric CF34-8C1 angetrieben. Das CRJ-Programm wurde 2020 von Mitsubishi Heavy Industries übernommen und zu- gunsten eines eigenen Regionaljets eingestellt. Mit einer Umrüstung auf den Hybridantrieb von ZeroAvia kann die CRJ700 noch länger in Diens- ten bleiben. Robert Isom, CEO von American Airlines, sagte: „Um den Übergang der kommerziellen Luftfahrt in eine kohlenstoffarme Zukunft vo- ranzutreiben, sind Investitionen in vielversprechende Technologien, einschließlich alternativer Antriebsformen, erforderlich.“ www.zeroavia.com
Bild: ZeroAvia
Foto: Electrifly-In
06.07.2024
Strukturbauteile mit Doppelfunktion zur Gewichtsreduktion Das vom Austrian Institute of Technology (AIT) geleitete europäische Forschungsprojekt SOLIFLY (Semi-SOlidstate LI-ion Batteries Functional- LY) hat erfolgreich seinen Abschluss erreicht. Über einen Zeitraum von drei Jahren hat ein europäisches Konsortium bedeutende Fortschritte im Bereich der Elektrifizierung der Luftfahrt erzielt. Im Fokus der Entwicklung standen spezielle Bauteile mit Doppelfunktion: Sie weisen mecha- nisch-strukturelle Eigenschaften auf und können in die Tragkonstruktion integriert werden, während sie gleichzeitig als elektrische Energie- speicher dienen. Eine Schlüsselinnovation des Projekts ist die neuartige, zukunftssichere lasttragende Semi-Solid-State-Elektrochemie. Diese basiert auf Aktivmaterialien mit hoher Energiedichte und einem nicht entflammbaren, strukturellen Elektrolyten. ONERA, CIRA und Universitäten aus der Batterie- (CustomCells) und Luftfahrtindustrie (Piaggio, Pipistrel Vertical Solutions, Dassault und FACC arbeiteten daran. Nachfolgepro- jekt ist MATISSE. Dessen Demonstrator wird als vollständige Flügelspitze auf einer Pipistrel Velis installiert. www.ait.ac.at
Foto: AIT
Foto: Electrifly-In
10.07.2024
Doch noch? Erste eVTOLs dürfen zu Demozwecken während der Olympdiade in Paris fliegen Kurz vor der Eröffnung der Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris, erhielten die ersten in Frankreich vorgesehenen Flugtaxis grünes Licht für Versuchsflüge in der Region Paris während der Olympischen Spiele. Verkehrsminister Patrice Vergriete habe lediglich „ein Experiment genehmigt“, heißt es. Seit einigen Tagen installiert der Flughafenbetreiber in rasender Geschwindigkeit einen Vertiport auf einem Lastkahn, der nur einen Steinwurf vom Bahnhof Gare d'Austerlitz und am Fuße der Cité du Design et de la Mode im 13. Pariser Arrondissement ist. Er soll Ma- schinen von Volocopter aufnehmen. Während der Pariser Spiele werden sie voraussichtlich nur "ein paar Flüge" machen. In der Praxis wird je- des fliegende Taxi nur zwei Personen befördern, einen Piloten und einen Passagier. Das Demonstrationsgelände in Austerlitz wird nicht der ein- zige Abflugort für die Fluggeräte sein. Die anderen VTOLs werden auch von vier weiteren Vertiports aus starten. Sie dürfen aber nicht über Wohngebiete hinwegfliegen, sondern dürfen nur über die Seine fliegen. Es ist das erste Großexperiment weltweit. www.volocopter.com
Bild: Volocopter
Foto: Electrifly-In
12.07.2024
Airbus bündelt in Madrid mit sechs Partnern einen Hydrogen Hub Airbus, Aena, Air Nostrum, Iberia, Exolum und Repsol arbeiten gemeinsam an der Errichtung des ersten Wasserstoff-Hubs in Spanien. Die sechs Unternehmen haben sich gekoppelt, um die Herausforderungen bei der Einführung einer wasserstoffbasierenden Luftfahrt im Land zu bewälti- gen. Dies ist das erste Mal, dass eine Zusammenarbeit die gesamte Wertschöpfungskette von der Primärenergieerzeugung über den Wasser- stoff- Bodenbetrieb mit zwei Airlinesn Bord und über ein komplettes Netzwerk von Flughäfen gleichzeitig zusammenführt. Diese Zusammenar- beit wird den Partnern einen ganzheitlichen Blick auf wasserstoffbetriebene Flugzeuge und deren Integration in das Ökosystem bieten. Dabei geht es nicht nur um die Versorgung und -infrastruktur, sondern auch um die Anforderungen für den Bodenbetrieb an den Airports. Airbus hat das Programm „Hydrogen Hub at Airports“ ins Leben gerufen, um den weiteren Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in der Luftfahrt voranzutrei- ben. Bisher wurden Vereinbarungen mit Partnern und Flughäfen in 13 Ländern, darunter auch Deutschland, unterzeichnet. www.airbus.com
Bild: Airbus
Foto: Electrifly-In
16.07.2024
Schweizer beleben ihren Electrifly-In-Event mit neuen Gesichtern und Namen Alle Jahre wieder, 7.+ 8. Sept. 2024, lockt das Electrifly-In in Bern. Das Organisations-Komitee freut sich mit allen Avaitikexperten auf ein ab- wechslungsreiches Programm. Neben den anfliegenden Elektroflugzeugen soll einer der Höhepunkte der eTalk mit dem Motto sein „Ist das Ziel der Netto Null CO2 in der Aviatik bis 2050 erreichbar?“ Ein hochkarätig besetztes Symposium mit spannenden Referaten aus der e-Fliegerei steht parallel auf dem Programm. Aktuell sind folgende Keynotes angemeldet: die Schweizer Dufour Aerospace, die ETH Zürich mit dem Projekt “Cellsius” und Morell Westermann mit dem Projekt “eForce”. AeroDelft aus den Niederlanden mit dem Projekt “Phoenix” und Flux Aviation aus Warwick/UK. Auch das im Zentrum stehende Fly-In mit der preisgelddotierten eTrophy des Gigawatt-Sponsors, der Waterjet AG in Aarwangen, hat natürlich seinen festen Platz. Mit Flux Aviation, Westermannns „eForce“ und Sengs CH-750 Cruzer tauchen neue Gesichter und Namen auf. Mehr über den Schweizer Elektroflug Event, der im Ausstellungshangar des Bundesbasis des Airports Bern stattfindet, unter www.electrifly-in.ch
Foto: Jegerlehner
Foto: Electrifly-In
17.07.2024
Erstes VTOL fliegt mit deutscher Wasserstoff-Technik in den USA Entgegen Schweizer Ankündigungen mit einem VTOL als erste auch mit Wasserstoff fliegen zu wollen, hat das US Start-up Joby mit einem 842 Kilometer-Flug (523 ml) mit seinem wasserstoffbetriebenen eVTOL-Demonstrator bewiesen, wo die wahre Zukunft der modernen Drehflügler lie- gen könnte. In einer PR-Mitteilung am 11.7. ließ JoeBen Bevirt, CEO von Joby wissen, dass man die VTOLs nun auch für regionale Reisen nützen könne, nachdem man über das Know-how der deutschen Tochter H2FLY, die bereits 2023 mit ihrem Erprobungsträger erfolgreich mit kryogenem Wasserstoff geflogen sind, deren System adaptiert habe. Man baue jetzt auf die Konstruktions-, Test- und Zertifizierungsarbeiten auf, die man be- reits mit der sechsmotorigen batterieelektrischen Version gesammelt habe. Joby hat bis jetzt mehr als 2 Milliarden Dollar an Finanzmitteln aufge- bracht. Darunter sind auch Investitionen von Toyota, Delta Air Lines, SK Telecom, Uber und Baillie Gifford sowie von der US-Air-Force, die den Senkrechtstarter bereits erprobt. Ab 2025 sollen zunächst die ersten rein elektrisches eVTOL zugelassen werden. www.joby.com
Foto: Joby
Foto: Electrifly-In
18.07.2024
Lilium konnte Großauftrag aus Saudi-Arabien verbuchen Die Saudia Group und eVTOL-Hersteller Lilium haben einen verbindlichen Kaufvertrag über 50 Lilium Jets unterzeichnet. Dazu kommen noch weitere 50 Optionen. Bekannt ist die Group durch seine Ailrine Saudia. Die Vertragsunterzeichnung fand am Hauptsitz von Lilium in Gauting. Der Vertrag wurde von Fahd Al-Jarbou, CEO von Saudia Private, der die Saudia Gruppe vertrat, und Klaus Roewe, CEO von Lilium, in Anwesenheit mehrerer hochrangiger Gäste unterzeichnet, Der Kaufvertrag folgt auf die im Oktober 2022 unterzeichnete Absichtserklärung zwischen beiden Partnern. Die Vereinbarung umfasst einen Zeitplan für Anzahlungen, einen Zeitplan für künftige Lieferungen, Garantien für die Leistung des Flug- zeugs sowie Regelungen für Ersatzteile, Wartung und Reparaturen. Die eVTOL-Jets werden die Pilgerreisen nach Hadsch und Umrah unterstüt- zen, einen schnelleren Zugang zu wichtigen Veranstaltungen in Riad bieten und neue Möglichkeiten für die Erkundung schwer erreichbarer touristischer Ziele im ganzen Königreich eröffnen. Damit liegt der Auftragsbestand von Lilium jetzt bei 600 Einheiten (MoU). www.lilium.com
Bild: Lilium
Foto: Electrifly-In
22.07.2024
Eves Prototyp steht vor der Flugerprobung. Schon fast 3000 Vorbestellungen Kurz vor Beginn der am 22. Juli startenden 45. Farnborough Airshow teilte Eve Air Mobility das Rollout seines eVTOL Prototyps aus Gaviao Pei- xoto mit. Mit Absichtserklärungen für 2.900 eVTOLs verwendet Eves Flugzeugacht Hub-Propeller für den vertikalen Flug und Starrflügel für den Reiseflug, wobei die Position dieser Komponenten während des Flugs unverändert bleibt, dies anders als bei amerikanischen Mustern. Das Kon- zept umfasst einen elektrischen Schubantrieb, der von zwei Elektromotoren angetrieben wird, die für Antriebsredundanz sorgen, um ein Höchst- maß an Leistung, und Zuverlässigkeit bei niedrigen Betriebskosten zu gewährleisten. Als Embraers Tochtergesellschaft, dem drittgrößten Flug- zeughersteller der Welt, kann Eve bei der Entwicklung seines eVTOL von Embraers 55-jähriger Erfahrung in der Entwicklung, Konstruktion, Zerti- fizierung und Produktion von Flugzeugen profitieren. Darüber hinaus profitieren die Kunden vom Zugang zu einem bestehenden globalen Netz- werk. Parallel zu beginnenden Tests gab Eve auch bekannt, die Auswahl der Hauptlieferanten abgeschlossen zu haben. www.eveairmobility.com
Foto: Eve
Foto: Electrifly-In
22.07.2024
Verical Aerocpace schöpft Mut mit neuen Lieferanten und Eigenentwicklungen Das britische Unternehmen Vertical Aerospace hat seinen neuen VX4-Prototyp vorgestellt, weil man in den kommenden Monaten eine wichtige Wiederaufnahme der Flugtests anstrebt, nachdem das erstes VX4-Testflugzeug im August 2023 bei einem Unfall abgeschrieben wurde, der durch den Ausfall eines Propellerblatts verursacht wurde. Der neue Prototyp weist Verbesserungen gegenüber der ersten Version auf. Da das Unternehmen weiterhin auf die Zertifizierung und Inbetriebnahme des eVTOL im Jahr 2026 abzielt, hat es ein weiteres gebaut, das Verbesserun- gen gegenüber der ersten Version enthält. Vertical sagte, dass das neue Flugzeug (G-EVTA) einen größeren Anteil an Technologie und Kompo- nenten aus seiner Kernlieferkette aufweist – jetzt 60 % statt 10 % beim vorherigen Prototyp – sowie erstmals selbst entwickelte Batterien, An- triebsstränge und neue Propeller. Die Elektromotoren bleiben jedoch ein Unsicherheitsbereich für das Programm, da Vertical daran arbeitet, ei- nen langfristigen Partner für deren Lieferung auszuwählen. Von Rolls-Royce hatte man sich Anfang 2024 getrennt. www.vertical-aerospace.com
Foto: Vertical Aerospace

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric News
Electric Flight
17.6.2024
Foto: airBaltic Training, Kārlis Miksons
18.6.2024
Bild: ZeroAvia
26.6.2024
Foto: EHang
27.6.2024
Bild: CATL
27.6.2024
Foto: Sling Aircraft
27.6.2024
Bild: magnix
01.07.2024
Foto: Smartflyer
03.07.2024
Foto: Archer Aviation
06.07.2024
Bild: ZeroAvia
06.07.2024
Foto: AIT
10.07.2024
Bild: Volocopter
12.07.2024
Bild: Airbus
16.07.2024
Foto: Jegerlehner
17.07.2024
Foto: Joby
18.07.2024
Bild: Lilium
22.07.2024
Foto: Eve
22.07.2024
Foto: Vertical Aerospace
vor
airBaltic will zur Schulung Diamonds eDA40 beschaffen
Die Pilot Academy der airBaltic nahm erst kürzlich als 10. Dia- mond-Flugzeug, eine konventio- nelle DA 40 NG in Empfang. An- lässlich der Baltic International Airshow in Liepaja (Lettland) nah- men Anton Chirkovski, Leiter des zivilen Flugzeugverkaufs, Diamond Aircraft Austria und Jane Wang. Sales Director, Diamond Aircraft Austria die Kaufabsichtserklärung (LOI) für drei vollelektrische Schu- lungsflugzeuge eDA40 neben zwei DA42-VI in Empfang. Damit steigt dann die Flotte der Schulmaschi- nen auf 15 Flugzeuge. Der regu- läre Viersitzer wird in einer 2-3- sitzigen Version in der E-Version
mit einer EASA/FAA-Zulassung gefertigt werden. Diamond betont, dass eine sehr zuverlässiger E- Motor mit 94% Wirkungsgrad von Safran zur Anwendung kommt. Das verdoppelte Batteriesystem kommt vom amerikanischen Batte- rielieferanten EPS. Vilmantas Vac- lovas Mažonas,(SVP Flight Ope- rations, airBaltic und Kristaps Lap- sa, General Manager, airBaltic Training übergaben die Schrift- stücke an das Diamond Verkaufs- team. Im Frühling testeten bereits Lufthansapiloten das Flugzeug auf dem Flugplatz Dübendorf. bei Zürich. www.diamondaircraft.com
Airbus und ZeroAvia wollen Strukturen für H2- Einsatz untersuchen
Wie bereits Airbus angekündigt hatte, wolle man für eine CO2-freie Luftfahrt alle Gelegenheiten nut- zen, den Ausbau der Flughäfen auf eine zukünftige Wasserstoffinfra- struktur zu beschleunigen, um bei der Verfügbarkeit der ersten Was- serstoffflugzeuge gerüstet zu sein. Einer der Partner wird unter ande- rem ZeroAvia sein. ZeroAvia und Airbus haben gemeinsam Ab- sichtserklärungen mit den drei größten Flughäfen Kanadas – To- ronto, Montreal und Vancouver – unterzeichnet, um ein robustes Wasserstoff-Betankungssystem für die Zukunft der Luftfahrt zu entwi-
ckeln. Der US-Kongress hat eine fünfjährige Genehmigung der FAA verabschiedet, die die wasserstoff- bezogenen Bestimmungen in das Gesetz aufgenommen hat. Die Alli- anz für emissionsfreie Luftfahrt der Europäischen Kommission veröf- fentlichte nun ihr Visionsdokument, in dem der mögliche Weg zur Um- setzung emissionsfreier Flüge skizziert wird und unterstützt damit die eigene Vision und Bestrebun- gen von ZeroAvia. Airbus hat ber- eits Programme mit Atlanta Inter- national (dem verkehrsreichsten Flughafen der Welt) und dem Hou- ston gestartet. www.zeroavia.com
Chinesischer Hersteller setzt zur Großserienfertigung von eVTOLs an
Während sich in westlichen Län- dern Start-ups bemühen, die Be- dingungen der Zulassungsbehör- den zu erfüllen, kann man zuseh- en, wie das chinesische Unterneh- men EHang dank seiner im letzten Jahr erhaltenen Zulassung die Se- rienfertigung hochfährt. Dem vor- angegangen waren über 40.000 Testflüge, die mit der autonomen Drohne, bemannt und unbemannt durchgeführt wurden. Nach wel- chen Kriterien die Civil Aviation Ad- ministration of China (CAA) bei dem eVTOL EHang 216-S vorging, ist nicht bekannt. Von chinesischer Seite verweist man nur darauf, dass andere Länder ihre Zulas-
sung übernehmen könnten. Am 22. Juni absolvierte das pilotenlose elektrische eVTOL EH216-S seine ersten Passagierflüge in Wen- cheng zu einer Besichtigungstour. Auch gab EHang Holdings Limited bekannt, nicht nur die Zahlung der ersten 30 Einheiten erhalten zu ha- ben, sondern, dass auch die ersten 27 Maschinen zu diesem Zeitpunkt an die Wencheng County Trans- portation Development Group Co., Ltd. ausgeliefert worden sind. Das Unternehmen plant nun die Kopter für Tourismuszwecke über Chinas Provinzen einzusetzen. www.ehang.com
Chinesen suggerieren rosige Zukunft für die Elektroluftfahrt
Aus zuverlässiger Quelle war heu- te zu erfahren, dass der Welt größ- ter Batteriezellen-Hersteller CATL seine Natrium-Ionen-Zellen als „Condensed Battery“ mit bis zu 500 Wh/kg schon im kommenden Jahr auf den Markt bringen werde. Aus- serdem soll der CEO, Robin Zeng bekannt gegeben haben, dass CATL in Kooperation mit dem größ- ten Flugzeughersteller Chinas, CO- MAC (Commercial Aircraft Corpo- ration of China) einen vier Tonnen Experimentalträger erfolgreich in die Luft gebracht habe. Eine acht- Tonnen-Version mit Reichweiten von 2.000 bis 3.000 Kilometern sol- le bis 2027 ebenfalls fliegen. Damit
will der Batteriegigant die Leis- tungsfähigkeit seiner nicht nur für die Automobilwirtschaft entwickel- ten Zellen unter anderem unter Beweis stellen. Ob die Na-Ion-Zell- generation, die nicht nur eine län- gere Lebensdauer aufweist, son- dern auch niedrigere Temperatu- ren verträgt und obendrein deutlich weniger als klassische Lithium- Ionen-Zellen kosten soll, auch im deutschen Werk von CATL ge-fer- tigt wird, ist offen. „China Daily“ schreibt dazu, dass das CATL-Pro- jekt auf einer Skala von 1 bis 10 auf Stufe 7 stehe. www.cnevpost.com
Das Cellsius H2-Projekt wird mit Sling Highwing fortgesetzt
Das schweizerische CELLSIUS Project e-Sling und das Project H2 sind studentische Fokusprojekte der ETH Zürich. Der Verein CELL- SIUS wurde 2022 von Studieren- den gegründet und ist für die In- standhaltung, Flugerprobung so- wie die Betreuung und Planung der zukünftigen Projekte im Be- reich der nachhaltigen Aviatik zu- ständig. Das CELLSIUS Project H2 wurde 2021 ins Leben gerufen und hatte als Ziel, ein Wasserstoff- Brennstoffzellen-Antrieb für eine Lightwing AC4 zu entwickeln. Be- reits im Sommer 2022 konnte ein Prototyp dieses Brennstoffzellen- systems erfolgreich getestet wer-
den, welches für den finalen Ein- bau in das Leichtflugzeug AC4 vorgesehen war. Aus Gewichts- gründen hat man sich jedoch ent- scheiden müssen, das Projekt zugunsten der südafrikanischen Sling Highwing von Sling Aircraft fortzusetzen. Die Sling Highwing ist eine neue Ganzmetall-Kon- struktion und erlaubt eine höhere Zuladung. Die Zusammenarbeit mit Lightwing Aircraft soll aber erhalten werden. Da das Studieren der Studenten im Vordergrund steht, gibt es keinen genauen Zeit- plan, wann mit der Fertigstellung zu rechnen ist. www.cellsius.aero
-
magniX folgt Mitbewerbern und bietet Batterielinie mit an
Zu den wichtigsten Merkmalen bei Batterien für Luftfahrtanwendun- gen gehören höchste Energiedich- ten. Der E-Motorenhersteller mag- niX, der die elektrischen Luftfahrt mit vorantreibt, gab die Einführung von Samson-Batterien bekannt, einer angeblich bahnbrechenden Batterielinie. Samson-Batterien werden gemäß den Luftfahrtvor- schriften zertifizierbar sein und er- füllen gleichzeitig eine branchen- führende Energiedichte und eine bis heute unübertroffene Lebens- dauer. Die Kombination der Sam- son-Batterien mit den Elektromoto- ren von magniX biete Kunden ei- nen vollständig optimierten elek-
trischen Antriebsstrang für die Luft- fahrt. Die magniX Samson300 ist die erste Batterie in der Produk- treihe und hat ein Design, das auf maximale Energiedichte für grö- ßere Reichweite und höhere Nutz- lasten ausgerichtet ist. Energie- dichten von 300 Wh/kg und eine Batterielebensdauer von über 1.000 vollständigen Entladezyklen sind bemerkenswerte Eckdaten. Verfügbare sind bis heute nur Zel- len bis 250 Wh/kg. Der Plan, eine Energiedichte von 400 Wh/kg oder mehr zu erreichen, sieht deswegen sehr vielversprechend aus. www.magnix.com
Rollout des Smartflyer für Oktober geplant
Der schweizerische Viersitzers Smartflyer ist in die entscheidende Phase gegetreten. Das Proof-of- Concept eines elektrisch angetrie- benen Flug-zeugs für die General Aviation soll ein sehr komfortables Fliegen ermöglichen. Ähnlich des französischen Cassio-Projektes setzt CEO, Rolf Stuber auf ein Hy- brid-Antriebssystem, dessen Basis ein Rotax 912-Verbrennungsmotor ist. Der Elektromotor selbst sitzt in der Heckflosse ähnlich des e-Ge- nius. Das System arbeitet als Ran- ge-Extender, das heißt, dass die Batterien während des Fluges nachgeladen werden, was Reich- weiten über 750 km verspricht. Die
Startleistung liegt bei 160 kW. Im Reiseflug stehen 120 kW zur Ver- fügung, die den Smartflyer bei 129 kt, bzw. 220 km/h vier Stunden in der Luft halten sollen. Noch wird gewerkelt, geschraubt und ge- klebt, doch in diesem Oktober will man das Rollout feiern können. Bei dem reinen Hybridkonzept wird es zunächst auch nicht blei- ben. Nach Vorstellungen des Schweizer Teams könnte die Serie auch in Richtung eines reinen Bat- terieflugzeugs oder in Richtung eines einbaufertigen Brennstoffzel- lensystems gehen. www.smartflyer.ch
Archer ist mit Midnight auf dem Weg zur FAA-Zulassung
Archer Aviation Inc., einer der welt- weit führender Anbieter von eVTOLs, gab schon im Juni be- kannt, dass seine Tochtergesell- schaft Archer Air mit dem Part 135 Air Carrier & Operator Certificate von der Federal Aviation Adminis- tration (FAA) erhalten hat. Dieses Zertifikat ermöglicht es Archer, mit dem Betrieb von Flugzeugen im Handel zu beginnen, um seine Systeme und Verfahren vor dem Start von Midnight in Dienst für Fluggesellschaften wie United Airli- nes zu verfeinern, wenn es die Midnight-Zertifizierung erhält. Zu- sätzlich zu seinem Zertifikat Part 135 gab Archer zuvor bekannt,
dass es den Part 145 Zertifikat von der FAA erhalten hatte, das es er- möglicht, spezialisierte Flugzeug- reparaturdienste durchzuführen. Dies bedeutet, dass Archer nun die beiden wichtigsten Betriebsbe- scheinigungen erhalten hat, die von der FAA erforderlich sind, da- mit sie in der Lage ist, ihren Luft- taxi-Betrieb zu beginnen, wenn Midnight seine Typzertifizierung erhält. Mike Leskinen, Chief Finan- cial Officer von United. "United Airlines gratuliert dem Team von Archer zum Erhalt ihres Part 135 Air Carrier & Operator Certificate. www.archer.com
American Airlines setzt auf umweltfreundliche Antriebe
American Airlines, Teilhaber von ZeroAvia, die unter anderem die kanadische Bombardier CRJ700 über ihre Tochter American Eagle regional einsetzt, hat ehrgeizige Pläne, den Luftverkehr CO2-freier zu machen. Gegenwärtig erprobt ZeroAvia mit einer Dornier 228 seine Antriebsstränge mit Brenn- stoffzellen. Jetzt hat sich American Airlines beschlossen, 100 Antriebs stränge vom Typ ZA2000 RJ zur Umrüstung von 50 Maschinen des Typs CRJ700 bei ZeroAvia in Auf- trag zu geben. Zudem habe man an einer weiteren Finanzierungs- runde teilgenommen. Bis jetzt wird die CRJ700 mit zwei General Elec-
tric CF34-8C1 angetrieben. Das CRJ-Programm wurde 2020 von Mitsubishi Heavy Industries über- nommen und zugunsten eines ei- genen Regionaljets eingestellt. Mit einer Umrüstung auf den Hybrid- antrieb von ZeroAvia kann die CRJ700 noch länger in Diensten bleiben. Robert Isom, CEO von American Airlines, sagte: „Um den Übergang der kommerziellen Luft- fahrt in eine kohlenstoffarme Zu- kunft voranzutreiben, sind Investi- tionen in vielversprechende Tech- nologien, einschließlich alternativer Antriebsformen, erforderlich.“ www.zeroavia.com
Strukturbauteile mit Doppelfunktion zur Gewichtsreduktion
Das vom Austrian Institute of Tech- nology (AIT) geleitete europäische Forschungsprojekt SOLIFLY (Se- mi-SOlidstate LI-ion Batteries Functional-LY) hat erfolgreich sei- nen Abschluss erreicht. Über einen Zeitraum von drei Jahren hat ein europäisches Konsortium bedeu- tende Fortschritte im Bereich der Elektrifizierung der Luftfahrt erzielt. Im Fokus der Entwicklung standen spezielle Bauteile mit Doppelfunk- tion: Sie weisen mechanisch-struk- turelle Eigenschaften auf und kön- nen in die Tragkonstruktion inte- griert werden, während sie gleich- zeitig als elektrische Energie- speicher dienen. Eine
Schlüsselinnovation des Projekts ist die neuartige, zukunftssichere lasttragende Semi-Solid-State- Elektrochemie. Diese basiert auf Aktivmaterialien mit hoher Ener- giedichte und einem nicht ent- flammbaren, strukturellen Elektro- lyten. ONERA, CIRA und Universitäten aus der Batterie- (CustomCells) und Luftfahrtindus- trie (Piaggio, Pipistrel Vertical Solutions, Dassault und FACC arbeiteten daran. Nachfolgeprojekt ist MATISSE. Dessen Demonstra- tor wird als vollständige Flügel- spitze auf einer Pipistrel Velis installiert. www.ait.ac.at
Doch noch? Erste eVTOLs dürfen über Paris fliegen
Kurz vor der Eröffnung der Olympi- schen und Paralympischen Spiele in Paris, erhielten die ersten in Frankreich vorgesehenen Flugta- xis grünes Licht für Versuchsflüge in der Region Paris während der Olympischen Spiele. Verkehrsmi- nister Patrice Vergriete habe ledig- lich „ein Experiment genehmigt“, heißt es. Seit einigen Tagen instal- liert der Flughafenbetreiber in ra- sender Geschwindigkeit einen Ver- tiport auf einem Lastkahn, der nur einen Steinwurf vom Bahnhof Ga- re d'Austerlitz und am Fuße der Cité du Design et de la Mode im 13. Pariser Arrondissement ist. Er soll Maschinen von Volocopter
aufnehmen. Während der Pariser Spiele werden sie voraussichtlich nur "ein paar Flüge" machen. In der Praxis wird jedes fliegende Taxi nur zwei Personen befördern, einen Piloten und einen Passagier. Das Demonstrationsgelände in Austerlitz wird nicht der einzige Abflugort für die Fluggeräte sein. Die anderen VTOLs werden auch von vier weiteren Vertiports aus starten. Sie dürfen aber nicht über Wohngebiete hinwegfliegen, son- dern dürfen nur über die Seine fliegen. Es ist das erste Großexpe- riment weltweit. www.volocopter.com
Airbus bündelt in Madrid mit Partnern einen Hydrogen Hub
Airbus, Aena, Air Nostrum, Iberia, Exolum und Repsol arbeiten ge- meinsam an der Errichtung des ersten Wasserstoff-Hubs in Spa- nien. Die sechs Unternehmen ha- ben sich gekoppelt, um die He- rausforderungen bei der Einfüh- rung einer wasserstoffbasierenden Luftfahrt im Land zu bewältigen. Dies ist das erste Mal, dass eine Zusammenarbeit die gesamte Wertschöpfungskette von der Pri- märenergieerzeugung über den Wasserstoff- Bodenbetrieb mit zwei Airlinesn Bord und über ein kom- plettes Netzwerk von Flughäfen gleichzeitig zusammenführt. Diese Zusammenarbeit wird den Partnern
einen ganzheitlichen Blick auf was- serstoffbetriebene Flugzeuge und deren Integration in das Ökosys- tem bieten. Dabei geht es nicht nur um die Versorgung und -infrastruk- tur, sondern auch um die Anforde- rungen für den Bodenbetrieb an den Airports. Airbus hat das Pro- gramm „Hydrogen Hub at Airports“ ins Leben gerufen, um den weite- ren Ausbau der Wasserstoffinfra- struktur in der Luftfahrt voranzu- treiben. Bisher wurden Vereinba- rungen mit Partnern und Flughäfen in 13 Ländern, darunter auch Deutschland, unterzeichnet. www.airbus.com
Schweizer beleben ihren Electrifly-In-Event mit neuen Namen
Alle Jahre wieder, 7.+ 8. Sept. 2024, lockt das Electrifly-In in Bern. Das Organisations-Komitee freut sich mit allen Avaitikexperten auf ein ab-wechslungsreiches Pro- gramm. Neben den anfliegenden Elektroflugzeugen soll einer der Höhepunkte der eTalk mit dem Motto sein „Ist das Ziel der Netto Null CO2 in der Aviatik bis 2050 erreichbar?“ Ein hochkarätig be- setztes Symposium mit spannen- den Referaten aus der e-Fliegerei steht parallel auf dem Programm. Aktuell sind folgende Keynotes angemeldet: die Schweizer Dufour Aerospace, die ETH Zürich mit dem Projekt “Cellsius” und Morell
Westermann mit dem Projekt “eForce”. AeroDelft aus den Nie- derlanden mit dem Projekt “Phoe- nix” und Flux Aviation aus War- wick/UK. Auch das im Zentrum stehende Fly-In mit der preisgeld- dotierten eTrophy des Gigawatt- Sponsors, der Waterjet AG in Aar- wangen, hat natürlich seinen fes- ten Platz. Mit Flux Aviation, Wes- termannns „eForce“ und Sengs CH-750 Cruzer tauchen neue Gesichter und Namen auf. Mehr über den Schweizer Elektroflug Event, der im Ausstellungshangar des Bundesbasis des Airports Bern stattfindet, unter www.electrifly-in.ch
Erstes VTOL fliegt mit deutscher Wasserstoff-Technik in den USA
Entgegen Schweizer Ankündigun- gen mit einem VTOL als erste auch mit Wasserstoff fliegen zu wollen, hat das US Start-up Joby mit ei- nem 842 Kilometer-Flug (523 ml) mit seinem wasserstoffbetriebenen eVTOL-Demonstrator bewiesen, wo die wahre Zukunft der moder- nen Drehflügler liegen könnte. In einer PR-Mitteilung am 11.7. ließ JoeBen Bevirt, CEO von Joby wis- sen, dass man die VTOLs nun auch für regionale Reisen nützen könne, nachdem man über das Know-how der deutschen Tochter H2FLY, die bereits 2023 mit ihrem Erprobungsträger erfolgreich mit kryogenem Wasserstoff geflogen
sind, deren System adaptiert habe. Man baue jetzt auf die Konstrukti- ons-, Test- und Zertifizierungsar- beiten auf, die man bereits mit der sechsmotorigen batterieelektri- schen Version gesammelt habe. Joby hat bis jetzt mehr als 2 Milli- arden Dollar an Finanzmitteln auf- gebracht. Darunter sind auch In- vestitionen von Toyota, Delta Air Lines, SK Telecom, Uber und Bail- lie Gifford sowie von der US-Air- Force, die den Senkrechtstarter bereits erprobt. Ab 2025 sollen zunächst die ersten rein elektri- sches eVTOL zugelassen werden. www.joby.com
Lilium konnte Großauftrag aus Saudi-Arabien verbuchen
Die Saudia Group und eVTOL- Hersteller Lilium haben einen ver- bindlichen Kaufvertrag über 50 Lilium Jets unterzeichnet. Dazu kommen noch weitere 50 Optio- nen. Bekannt ist die Group durch seine Ailrine Saudia. Die Vertrags- unterzeichnung fand am Hauptsitz von Lilium in Gauting. Der Vertrag wurde von Fahd Al-Jarbou, CEO von Saudia Private, der die Saudia Gruppe vertrat, und Klaus Roewe, CEO von Lilium, in Anwesenheit mehrerer hochrangiger Gäste unt- erzeichnet, Der Kaufvertrag folgt auf die im Oktober 2022 unter- zeichnete Absichtserklärung zwi- schen beiden Partnern. Die Ver-
einbarung umfasst einen Zeitplan für Anzahlungen, einen Zeitplan für künftige Lieferungen, Garantien für die Leistung des Flugzeugs sowie Regelungen für Ersatzteile, Wartung und Reparaturen. Die eVTOL-Jets werden die Pilgerrei- sen nach Hadsch und Umrah un- terstützen, einen schnelleren Zu- gang zu wichtigen Veranstaltun- gen in Riad bieten und neue Mög- lichkeiten für die Erkundung schwer erreichbarer touristischer Ziele im ganzen Königreich eröff- nen. Damit liegt der Auftragsbe- stand von Lilium jetzt bei 600 Einheiten (MoU). www.lilium.com
Eves Prototyp steht vor der Flugerprobung.
Kurz vor Beginn der am 22. Juli startenden 45. Farnborough Airs- how teilte Eve Air Mobility das Rol- lout seines eVTOL Prototyps aus Gaviao Pei-xoto mit. Mit Absichts- erklärungen für 2.900 eVTOLs ver- wendet Eves Flugzeugacht Hub- Propeller für den vertikalen Flug und Starrflügel für den Reiseflug, wobei die Position dieser Kompo- nenten während des Flugs unver- ändert bleibt, dies anders als bei amerikanischen Mustern. Das Kon- zept umfasst einen elektrischen Schubantrieb, der von zwei Elek- tromotoren angetrieben wird, die für Antriebsredundanz sorgen, um ein Höchstmaß an Leistung, und
Zuverlässigkeit bei niedrigen Be- triebskosten zu gewährleisten. Als Embraers Tochtergesellschaft, dem drittgrößten Flugzeugherstel- ler der Welt, kann Eve bei der Ent- wicklung seines eVTOL von Em- braers 55-jähriger Erfahrung in der Entwicklung, Konstruktion, Zerti- fizierung und Produktion von Flug- zeugen profitieren. Darüber hinaus profitieren die Kunden vom Zu- gang zu einem bestehenden glo- balen Netz-werk. Parallel zu be- ginnenden Tests gab Eve auch bekannt, die Auswahl der Hauptlie- feranten abgeschlossen zu haben. www.eveairmobility.com
Vertical Aerocpace schöpft Mut mit neuen Komponenten
Das britische Unternehmen Verti- cal Aerospace hat seinen neuen VX4-Prototyp vorgestellt, weil man in den kommenden Monaten eine wichtige Wiederaufnahme der Flugtests anstrebt, nachdem das erstes VX4-Testflugzeug im August 2023 bei einem Unfall abgeschrie- ben wurde, der durch den Ausfall eines Propellerblatts verursacht wurde. Der neue Prototyp weist Verbesserungen gegenüber der ersten Version auf. Da das Unter- nehmen weiterhin auf die Zertifizie- rung und Inbetriebnahme des eVTOL im Jahr 2026 abzielt, hat es ein weiteres gebaut, das Verbesse- rungen gegenüber der ersten Ver-
sion enthält. Vertical sagte, dass das neue Flugzeug (G-EVTA) ei- nen größeren Anteil an Technolo- gie und Kompo-nenten aus seiner Kernlieferkette aufweist – jetzt 60 % statt 10 % beim vorherigen Pro- totyp – sowie erstmals selbst ent- wickelte Batterien, Antriebsstränge und neue Propeller. Die Elektromo- toren bleiben jedoch ein Unsicher- heitsbereich für das Programm, da Vertical daran arbeitet, ei-nen lang- fristigen Partner für deren Liefe- rung auszuwählen. Von Rolls- Royce hatte man sich Anfang 2024 getrennt. www.vertical-aero- space.com