Foto: Messe-Friedrichshafen
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Antriebs- und Speichertechnik
Deutsches-Lithium aus den Tiefen des Oberrheingraben
Forscher am KIT in Karlsruhe haben nach einem neuen Verfah- ren nachweisen können, wie man aus salzhaltigen Tiefengewässern im Oberrheingraben Lithiumionen aus dem Thermalwasser herausfil- tern kann und wie in einem zwei- ten Schritt Lithium als Salz aus- gefällt werden kann. Das inzwi- schen patentierte, nach seinen Erfindern benannte Grimmer-Sa- ravia-Verfahren soll nun in einer ersten Versuchsanlage umgesetzt werden, um daraus Lithiumkarbo-
nat bzw. Lithiumhydroxid zu gewinnen. Wenn die Versuche erfolgreich sind, ist der Bau einer Grossanlage geplant. Möglich wäre dann eine Pro- duktion von mehreren hundert Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr pro Geothermie-Anlage. Nach aktueller Datenlage be- laufen sich die Potenziale im Oberrheingraben auf deutscher und französischer Seite auf mehrere tausend Tonnen an förderbarem Lithium pro Jahr.
03.07.2020
Weitere Meldungen aus der Elektroflug-Szene:
KIT KIT
13.01.2020
Verein für Urban Mobility in der Schweiz im Aufbau
Schweizer Studenten gründeten zusammen mit Dufour Aerospace die Urban Air Mobility Association Switzerland (UAMAS) um den öffentlichem Verkehr und Airtaxis zusammenzubringen. Mit dem Projekt möchten sie die zukünf- tige „Mobilität der dritten Dimension“ bekannter machen. Airtaxis werden bereits in naher Zukunft eingesetzt werden. Trotz eines guten öffentlichen Verkehrsnetzes ist die Effizienz durch die Topographie besonders in der Schweiz limitiert. Ein Airtaxi würde die Reisezeit um zwei Drittel verkürzen. Dank zahlreichen technologischen Fortschritten in der Aviatik in den letzten Jahren sind diese Zeitersparnisse keine Utopie mehr. Die Initianten von UAMAS wollen helfen, diese Entwicklung zu beschleunigen. Dafür organisieren sie Veranstaltungen, an denen die verschiedensten Anspruchsgruppen gemeinsam an Chancen und Herausforderungen arbeiten können.
Foto: UAMAS
Bild: Dufour Aerospace
14.01.2020
Breezer Aircraft will Brennstoffzellen für Kleinflugzeuge
Breezer Aircraft möchte in Zukunft in seinen Flugzeugen elektrische Antriebe mit anbieten. Der Kontakt mit dem Fahrzeugausrüster eCap, die auch Brennstoffzellentriebe entwickeln, führte zu einer Vereinbarung für das 600 kg- Muster B440-6, eine komplette Antriebseinheit zu entwickeln. eCap arbeitet mit dem chinesischen Brennstoff- zellenhersteller Re-Fire zusammen. Ein erstes Flugzeug soll zunächst nur rein elektrisch fliegen. Danach soll eine weitere Maschine zusätzlich mit einem Brennstoffzellen-System ausgerüstet werden. „Für die kommenden Jahre erwarten wir einen wachsenden Bedarf an zuverlässigen, sicheren und umweltfreundlichen Antriebs- und Umrüst- lösungen für Flugzeuge“, so Dirk Lehmann, Gründer von eCap. CEO Dirk Ketelsen von Breezer Aircraft bleibt aber realistisch und rechnet noch nicht mit großen Stückzahlen, dafür seien die Systeme noch viel zu teuer.
Foto: Breezer Aircraft
Foto: Breezer Aircraft
18.01.2020
Joby Aviation: die Airtaxy-Schrittmacher
2009 gründeten Luftfahrt-Enthusiasten im kalifornischen Santa Cruz die Joby Aviation, um ein E-VTOL zu entwi- ckeln. Die Idee war, rein elektrisch senkrecht zu starten und zu landen und aerodynamisch zu fliegen. Inzwischen hat sich das Unternehmen mit bis zu 140 Mitarbeitern an zwei Standorten vergrößert. Das neuvorgestellte Muster ist bereits seriennah. Machbar war das erst, als man weitere Kapitalgeber fand und zuletzt Toyota erneut 394 Mil- lionen Dollar zusätzlich investierte. Damit hat Joby bereits 720 Millionen Dollar für das Projekt aufgebracht. Die Konstruktion basiert aus einer Art Schulterdecker, auf dessen Flügel sich vier Schwenk-und Kipptriebwerke befin- den. Die Stabilisierung der Querachse übernehmen zwei Schwenktriebwerke am V-Leitwerk. Der 4-5 Sitzer soll bis zu 200 Meilen schnell fliegen können und eine Reichweite von 220 Kilometer Reichweite besitzen.
Foto: Joby Aviation
Foto: Joby Aviation
23.01.2020
Neue Messe: European Rotors
Die European Helicopter Association(EHA) und die EASA bündeln ihre Kräfte, um der Rotorcraft-Community ein neues Gesicht anzubieten. Die neue Veranstaltung findet vom 10.–12. November 2020 in der Kölnmesse als glo- bale Netzwerkplattform statt. In diesem Rahmen wird auch das renommierte EASA-Rotorcraft- und VTOL-Sym- posium stattfinden. Die Einbindung der VTOL’s umfasst Entwicklungen bei Elektro- und Hybrid-Fluggeräten, die hochgradig autonom funktionieren und eine bedeutende Rolle für die Entwicklung des gesamten Sektors spielen – indem sie Helikopter-Missionen ergänzen oder als eigenständige Form der Mobilität in der Luft. Die Marktführer Airbus, Bell, Leonardo und Safran unterstützen das Konzept. Veranstaltungsort der EUROPEAN ROTORS ist die Kölnmesse. Neben den Organisatoren tritt die Messe Friedrichshafen auf, die auch die AERO organisiert.
Foto: Safran
Foto: Leonanrdo
VoltAero VoltAero EHang EHang
05.02.2020
APUS: Deutsche Forschungs-Factory möchte Akzente setzen
Die Straußberger APUS Group, ein EASA-zertifizierter Entwicklungsbetrieb, setzt seine Schwerpunkte auf For- schungs- und Entwicklungsprojekte der General Aviation. Dazu zählen innovative Flugantriebe, aeromechani- sches Design, Strukturentwicklung, CAD und die Zertifizierung von Flugsystemen. Neben einigen erfolgreichen Drohnenentwicklungen stehen jetzt zwei große Projekte an, die die Luftfahrt nachhaltig bereichern dürften. Mit der APUS i-2 hat man sich ein erstes großes Ziel gesetzt. Der zweimotorige Viersitzer mit 800 km Reichweite soll mit Brennstoffzellen betrieben werden. Wasserstofftanks befinden sich im Flügel. Wahlweise mit Brennstoffzellen oder Range-Extendern auf Basis eines Diesel- oder Gasturbinengenerators soll schon 2022 der Technologieträger APUS i-6 starten, der sich durch einen Canardflügel und verteilten Antrieben mit 7 E-Motoren auszeichnen wird.
Bild: APUS
Bild: APUS
06.02.2020
Amerikas erster Kurzstrecken-E-Jet in Planung
Wright Electric hofft seinen E-Jet bereits 2023 in die Luft zu bekommen. Am 30. Januar 2020 skizzierte das Unter- nehmen in New York eine komplette Antriebseinheit. 2030 soll die Inbetriebnahme des E-Jets sein. Verteilte An- triebe und ein anders ausgearbeitetes V-Leitwerk mit zusätzlichen Motoren sind die markantesten Veränderungen gegenüber dem ersten Entwurf. Zudem wurde aus dem angedachten 150-Sitzer ein 186-Sitzer. Wie ferner bekannt wurde, will das Unternehmen seinen Firmensitz nach Albany in den US-Bundesstaat Staat New York verlegen. Bereits im kommenden Jahr möchte man erste Testläufe mit dem noch in Entwicklung befindlichen Motor begin- nen. Die heutigen Entwicklungen sind ein weiterer, entscheidender Schritt für unseren Partner Wright Electric zur Einführung von E-Verkehrsflugzeugen, meinte Johan Lundgren, CEO von easyJet, dem Erstkunden.
Bild: Wiright Electric
Bild: Wright Electric
12.02.2020
Pipistrel baut Elektroflugzeuge in größeren Stückzahlen
Die slowenische Firma Pipistrel hat angekündigt, seine Fertigung in seinem Zweigwerk in Gorizia/Italien von 4 auf 6 Maschinen pro Monat beim Typ Alpha Electro auszuweiten. Die Alpha Electro ist derzeit das einzige Elektroflug- zeug auf dem Weltmarkt, das in bedeutenden Stückzahlen produziert wird, wenn man von Einzelstücken anderer Hersteller einmal absieht. Pipistrel gilt als erfahrenster Betrieb in der Herstellung von elektrischen Antrieben in Luftfahrzeugen. Sein Debüt feierte die Alpha Electro 2015 auf der AERO. Für dieses Jahr wird eine neuere Version dieses inzwischen erfolgreichen Flugzeugtyps erwartet. Der komplette Antriebstrang der Maschine wird von dem Hersteller selbst produziert. Eine speziell entwickelte Wasserkühlung für die Batterien verspricht eine längere Lebensdauer der teuren Batterien und kürzere Ladezeiten.
Foto:ipistrel
Foto:Pipistrel
13.02.2020
Geldgeber gesucht: Lazzarini denkt über kühnes Projekt nach
Pierpaolo Lazzarini hat sich mit seinem Design-Studio und bisherigen Entwürfen, die stets auf dem Boden blie- ben, einen Namen gemacht. In Bewegung geriet er erst mit seinem Water Jet. Zusammen mit seinem Team entwarf er nun einen Multicopter, Formula Drone ONE genannt, der auf Hybridtechnik basieren soll. Drei umman- telte Hubrotoren, die als gegenläufige Doppelrotoren zur reinen Redundanz ausgebildet sind und mit Strom von einem 12 Zylinder V-Motor-Generator mit 740 PS versorgt werden, sollen dem Fluggerät VTOL-Eigenschaften ver- leihen. Dabei lässt der Rumpf unverkennbar die Konturen früher Rennwagen erkennen, die den Namen Ferrari einst in die Welt trugen. Nach eigenen Angaben soll sich das 900 kg schwere „Luftgestühl“ mit 7,40 m Länge bis zu drei Stunden in der Luft halten können und dabei eine Reichweite von 500 Kilometer erreichen.
Bild: Lazzarini
Bild: Lazzarini
17.02.2020
Vordenker bei DLR und Bauhaus Luftfahrt
DLR und Bauhaus Luftfahrt arbeiten eng zusammen. Die Institutionen kamen zur Erkenntnis, dass mit heutigen Technologien ein 19-sitziges Commuterflugzeug realisiert werden könnte. Man lehnte sich dabei an vorhandene Flugzeugtypen. So könne man über die Triebwerksgondeln tauschbare Batterieblöcke unterbringen. Das reiche für Reichweiten von 200 Kilometern und entspricht 56 % aller beflogenen Strecken und bis zu 83 % der Strecken unter 350 Kilometern. Ergänzt um Range Extender könne bereits einen Großteil der CO2-Emissionen vermieden werden. Der Range Extender ist dabei auch für die Sicherheit solch eines elektrifizierten Flugzeugs entscheidend, da im Notfall ein entfernterer Ausweichflughafen bei schlechten Wetterbedingungen angesteuert werden könnte. Verteilte Antriebe, so eine andere Studie, ermöglichten Strecken von über 400 Kilometern.
Bild: DLR
Bild: DLR
20.02.2020
Foto: Peter Phillips
Foto: Per Lundgren, Swedavia
Schweden plant seine Verkehrsflughäfen mit elektrischer Ladeinfrastruktur auszurüsten. 10 davon werden von dem staatlichen Flughafenbetreiber Swedavia betrieben und die sollen ab diesem Jahr bereits mit Dockingsy- stemen ausgestattet werden. Swedavia hat dazu eine Strategie für die elektrische Luftfahrt verabschiedet. Ziel ist es, die Airports für elektrisch betriebene Flugzeuge so vorzubereiten, damit man in der Lage ist, bis 2025 die erste kommerzielle E-Fluglinie in Betrieb zu nehmen. Der in Mittelschweden liegende Airport Åre Östersund soll zusammen mit einem Testgelände für E-Flugzeuge noch diesen Herbst in Betrieb gehen. Allerdings rechnet man nicht vor 2025 mit dem ersten E-Linienflugverkehr. Da Schweden bis 2030 den Inlandflugverkehr möglichst frei von fossilen Brennstoffen betreiben will, wird dies von der schwedischen Regierung unterstützt.
Schwedens Airports erhalten elektrische Ladeinfrastruktur
25.02.2020
Kunstflugdrohne aus Liechtenstein
Herbert Weirather, 32, ist CEO der Liechtensteiner Drone Champions AG, eine Firma für Sportmarketing. Er kam auf die Idee, mit einer bemannten Drohne zu fliegen und damit sogar Kunstflug zu betreiben. Das Konzept dazu war klar: es sollte ein Rumpf mit 6 über CFK-Stützen liegende Doppelpylons werden, deren Motoren jeweils als Hub-und Schubmotoren ausgebildet sind. 12 luftgekühlte Motoren mit je 12 kW aus dem Modellbereich sollten in der Lage sein, 165 kg in die Luft zu bringen. 300 kg Schub stehen mit den Motoren mit einer etwas höheren Span- nung als angegeben zur Verfügung. Bis zu 140 km/h schnell wird man damit fliegen können. Die 98 kg leichte Drohne hat eine automatische Lageregelung. Der Einsitzer hat eine Sticksteuerung. Er wurde zunächst fernge- steuert. Weirather ließ sich im Anschluss ferngesteuert, nur einen Meter über dem Boden schwebend fliegen.
Bild: DCL
Bild: DCL
26.02.2020
EHang-Drohnen probten den Ernstfall
Das chinesische Unternehmen EHang bezeichnet sich als Führendes für autonome Luftfahrzeuge. Der Hexakopter EHang 216 VTOLwurde jüngst zu einer Übung zur Vorbeugung und Bekämpfung der Corona-Epidemie von den Behörden der Stadt Hezhou/ Guangxi eingeladen, ein medizinisches Notfallpaket vom Hezhou-Platz zu dem in vier Kilometer Entfernung liegenden Hezhou People's Hospital zu überbringen. Die Landung erfolgte auf einem 25- stöckigen Dach des Hospitals. Anschließend nahm Edward Xu, Chief Strategy Officer (CEO) von EHang, einen autonomen Flug vom Stadtzentrum, um vier Kilometer weiter auf dem Dach des Krankenhauses sicher zu landen. Der Flug diente einer Serie innerstädtischer, Testflüge. Dazu gehörten auch Missionen in Hezhou, einschließlich nächtlicher Flüge, mit einer Reichweite über 15 Kilometer und einer Reisegeschwindigkeit von bis zu 90 km/h.
Foto: EHang
Foto: EHang
16.03.2020
AERO und 1. AERO e-flight Rallye auf das Jahr 2021 verschoben!
Das Vorrücken des Corona-Virus veranlasste in der ersten Märzwoche viele europäische Messegesellschaften, aus Sicherheitsgründen und reinen Vorsichtsmaßnahmen, ihre eingeplanten Messen zu verschieben. Dazu zählt auch die General Aviation Messe AERO. Der neue Termin heißt laut einer neuen Mitteilung 2021. Die Welt steht Kopf, heißt es in der neuesten Mitteilung. Trotzdem gilt es auch bei der Messe Friedrichshafen, den Blick nach vorne zu richten. Seit der Entscheidung, die für das Zeitfenster 1. bis 4. April 2020 geplante AERO Friedrichshafen aufgrund des Einflusses des Coronaviruses zu verschieben, wurden viele Überlegungen zur Verlegung auf einen späteren Termin unternommen. Mit dem Ergebnis, dass die nächste Durchführung der Leitmesse der allgemeinen Luftfahrt zum Termin 21. bis 24. April 2021 stattfinden wird. Das gilt ebenfalls für die 1. AERO e-flight Rallye.
Bild: H.Penner
12.03.2020
VoltAero startete mit Cassio 1 zu Testflügen
Foto: VoltAero
Foto: VoltAero
VoltAero trat 2019 in Paris mit seinem Erprobungsträger Cassio 1, einer umgerüsteten Cessna C337 an die Öffent- lichkeit. Kern des Antriebs ist ein Verbrenner von Nissan, der einen Schubpropeller am Heck des Flugzeugs an- treibt. Cassio 1 besitzt regulär zwei Contis in Push-Pull-Anordnung. In dem Versuchsträger treibt der 300 kW Ver- brenner gleichzeitig drei Generator/Motoren mit an, deren Strom eine Pufferbatterie lädt. Anstelle des Zugmotors befindet sich jetzt je ein E-Motor von Safran Electrical & Power auf der Tragfläche. Safran hat dazu sein kleinstes Muster mit 45 kW, den Engineus 45, geliefert und feiert somit auch sein Debüt mit den Direktantrieben. Für den Start stehen dem 9-sitzigen Flugzeug 480 kW zur Verfügung. Das Unternehmen plant die Erfahrungen der Cassio1 in ein Serienflugzeug aus Faserverbundwerkstoff fließen zu lassen.
17.03.2020
Internationales Konsortium erarbeitet FUTPRINT50
Für den Luftfahrtsektor ist heute die globale Minimierung schädlicher Umwelteinflüsse eine enorme Herausforde- rung, und die EU-Kommission hat das Ziel gesetzt, die Luftfahrt bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Um dies zu erreichen, arbeiten Forschende im Rahmen des Projekts FUTPRINT50 (Future Propulsion and Integration towards a hybrid-electric 50-seat regional aircraft) an einem hybrid-elektrischen Flugzeug mit bis zu 50 Sitzen. Koordiniert wird das Projekt, von Wissenschaftlern des Instituts für Flugzeugbau der Universität Stuttgart. Ziel des Vorhabens ist es, bis 2035/40 Technologien zu identifizieren und voranzutreiben. Fördermittel von insgesamt 7,63 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Das Projekt FutPrInt50 wird von einem internationalen Konsortium durchgeführt, wel- ches das Fachwissen verschiedener Fachbereiche auf internationaler Ebene bündelt.
Foto: H.Penner
Bild: Uni Stgt.
24.03.2020
Weitere Millionen: frisches Geld stärkt Lilium-Projekt
Der chinesische Internetkonzern Tencent, unterstützte in einer weiteren Finanzierungsrunde neben anderen Kapi- talgebern das bayrische Unternehmen Lilium mit weiteren 240 Millionen. Schon wurde eine neue Halle in Weßling bei München mit einer Fläche von 3000 qm erstellt. Allein 400 Mitarbeiter werkeln bereits an dem utopisch wirken- den Flugobjekt. Ob die prognostizierten Daten tatsächlich erreicht werden, bezweifelte jüngst ein Ingenieur durch Berechnungen in einem Artikel im Aerokurier, dem auch anerkannte Professoren zustimmten. Der Beweis selbst, die volle Transportfähigkeit des Lilium-Jets medienwirksam zu präsentieren, etwa wie es Volocopter oder EHang bewiesen haben, steht bislang von Lilium aus. Rein technologisch zeigt sich aber bei den Flugversuchen, dass man mit dem Grundkonzept der schwenkbaren, verteilten Antriebe auf dem richtigen Weg zu sein scheint.
Foto: Lilium
Bild: Lilium
31.03.2020
Dieses Jahr beginnen mit der X-57 die Flugversuche
Noch sind die Bilder der NASA mit der X-57 Fotomontagen, doch sie könnte ebenso wie ihre Vorgänger in die Annalen der Luftfahrtgeschichte eingehen. Als erster NASA-Erprobungsträger für E-Antriebe wurde Tecnams P 2006 ausgewählt. Für die Flugversuche wurde ein schlankerer Flügel entwickelt. Zwei Hauptantriebsmotoren mit Dreiblattpropellern an den Flügelenden mit 1,52 Meter Durchmesser sind dort angebracht, um den Widerstand der Flügelspitzenwirbel zu reduzieren und um Energie zurückzugewinnen. Über den gesamten Flügel verteilt, werden unter die Flügelvorderkante 12 kleine Hochauftriebsantriebe, bestehend aus kleinen Elektromotoren, mit kleinen Rotoren angebracht, die nur für den Start und die Landung aktiviert werden. Im Reiseflug werden die Pro- peller in die kleinen Antriebsgondeln eingeklappt. Die ersten Flugversuche sollen noch in diesem Jahr beginnen.
NASA Langley/Advanced Conceps Lab.
NASA Langley/Advanced Conceps Lab.
Skyleader JA-400 S eignet sich zur Serie
Skyleader widmete sich schon vor drei Jahren mit viel Sachverstand elektrischen Antriebssystemen. Da der Elek- tromotorenhersteller MGM quasi vor der Haustür ist, fiel die Wahl auf den MGM RE 80-Motor mit 80 kW. Die Versu- che basieren auf dem Muster Sky-leader 400, einen kleinen Zweisitzer mit einer Leermasse von 383 kg, bzw. 443 kg und bis zu vier Sony-Battery-Packs, die 40 bis 90 Minu¬ten Flugzeit ermöglichen. Ausgestattet mit einen fran- zösischen Dreiblattpropeller e-Prop-Durandal 100 M, der sich sehr gut für die Flugversuche den Bedürfnissen ent- sprechend anpassen lässt, fand bereit am 15.01.2018 am Flugplatz Budweis der Erstflug statt. Die Maschine er- reicht eine Reisegeschwindigkeit von 124 kt (230 km/h). Über 200 Stunden ist man damit bereits geflogen. Eine Serie daraus wäre denkbar. Den Antriebstrang würde man aber besser in ein Kunststoffflugzeug einbauen.
Foto: Skyleader
Foto: Skyleader
02.04.2020
14.04.2020
Smartflyers Hybridantrieb gilt als gelöst
Weltweit wird an Hybridantrieben entwickelt, die den CO2 -Ausstoß wesentlich verringern können. Eines der her- ausragenden Projekte ist der viersitzige Smartflyer des Schweizers Rolf Stuber, der nun auch erstmals seine Skiz- zen für einen 8-10-Sitzer bekanntgab. Dem gingen Prüfstandsversuche mit den Hauptkomponenten voraus. „wir haben einen Grund, uns zu freuen! Mit 7 Monaten Verspätung haben wir es geschafft! Der Meilenstein 1 "Entwick- lung des Antriebes" konnte vom Bundesamt für Zivilluftfahrt erfolgreich abgenommen werden. Mit dem Meilen- stein 2 "Konzeptionelle Auslegung eines Flugzeuges für den entwickelten Antrieb" wird es ab sofort wieder voll um das Flugzeug mit der Zelle selbst gehen. Der Viersitzer soll mit 14 l/h Treibstoff auskommen. Für den Start stehen 160 kW zur Verfügung. Er wird 120 kts schnell sein und eine Reichweite von 750 km haben.
Foto: Smartflyer
Grafik: Smartflyer
Smartflyer Smartflyer
Im eFlyer 2 flüstert jetzt ein Rolls-Royce E-Motor
Foto: Bye Aerospace
Foto: Bye Aerospace
15.04.2020
Die Alpha Electro hat einen neuen Namen. Sie heißt Velis Electro und sie ist der Folgetyp von Pipistrel erstem Elektro-UL, was durch viele Verbesserungen aufgewertet wurde. Gemeinsam wurden mit der EASA, Hand in Hand, sowohl die Vorschriften CS 23 als auch die vielen technischen Details in mühevoller Kleinarbeit zum Abschluss gebracht. Was die offizielle Typgenehmigung durch die EASA betrifft, so wird die Übergabe des Zertifikats erfol- gen, wenn wegen der Corona-Beschränkungen das begleitende Medienereignis für die Produkteinführung wieder möglich ist (Sommer). Indes produziert im italienischen Zweigwerk Pipistrel s.r.l. Gorizia das Unternehmen nach den Vorgaben der EASA die ersten Velis Electro in Serie. , nach dem ein weltweiter Auftragsbestand von über 120 Maschinen vorliegt. In der LSA-Klasse zugelassen ist die Velis das erste Elektroflugzeug der Welt.
Foto: Pipistrel
Foto: Pipistrel
Drei Flugstunden mit einem Elektroflugzeug in der Luft zu bleiben ist eine Ansage! Dazu noch die extrem niedri- gen Flugstundenkosten. Damit käme Bye Aerospace, benannt nach seinem Gründer und Besitzer George E. Bye, der gebeutelten General Aviation sehr weit entgegen. Berücksichtigt man, dass die Wartungskosten für ein E- Flugzeug deutlich niedriger liegen als bei kolbengetriebenen Maschinen, stände einem Kaufentscheid nichts im Wege. Unter der Cowling des eFlyer 2 steckte nun ein Rolls-Royce. Anfang 2022 möchte man mit der FAA 14 CFR 23-Zulassung die Serienproduktion beginnen. Über 300 zum Teil schon (cash backed) bezahlte Kaufeinlagen war- ten auf Umwandlung in feste Bestellungen, die ab 2022 zur Auslieferung kommen sollen. Der jetzige Zweisitzer, der kein LSA, sondern ein vollwertiges Motorflugzeug werden soll ist, kommt jedoch auf stolze 389 000 $.
Bye Aerospace Bye Aerospace
Velis wird erste E-Motormaschine mit EASA-Zulassung
20.04.2020
Personelles
Smartflyer „Eagle“ vorerst nur eine Studie
Bild: Smartflyer
Foto: Bye Aerospace
21.04.2020
Hybridflugzeuge sollen die Reichweiten normaler E-Flugzeuge verlängern, weil die Energiedichten verfügbarer Batterien heutiger Batteriezellen nicht ausreichen. Für die Dubai Airshow hatte Firmenchef Rolf Stuber vergange- nes Jahr erstmals das 8 bis 10-sitzige „Eagle“-Konzept vorgestellt, das sich auf einen skalierbaren Smartlyer– Entwurf bezieht. Für das Flugzeug würde man den Hauptantrieb, bestehend aus zwei gekoppelten Elektromotoren mit je 220 kW direkt auf einen mehrblättrigen Propeller geben, zusätzlich würden aber noch an den Flügelenden je ein 90 kW starker E-Antrieb installiert. Das reduziert den Widerstand, der normalerweise an den Flügelenden entsteht. Eine Pufferbatterie mit 200 kWh wird wie bei größeren Flugzeugen dann über eine Wellenturbine, die Einheit Range-Extender im Rumpfinneren versorgen wie z. B. auch die APU’s in Verkehrsflugzeugen.
Smartflyer Smartflyer
Siemens, Airbus und Rolls-Royce priesen vor drei Jahren mit einem Gemeinschaftsprojekt die Null-Emission- Luftfahrt auf den Weg zu bringen, den E-Fan X. Jetzt teilte Airbus mit, dass man das Projekt aufgegeben hätte. Siemens e-Aircraft sollte dazu einen 2,5 MW Elektroantrieb entwickeln. Der Ausstieg von Siemens mit dem Verkauf an Rolls-Royce hing mit einer Neustrukturierung zusammen. Welche Konsequenzen der Ausstieg von Airbus bedeutet, kann im Moment noch nicht abgesehen werden. Airbus beteuert aber, an der Dekarbonisierung festzu- halten, desgleichen Rolls-Royce, die noch mit den Bodentestversuchen fortfahren wollen. Ursprünglich war der Erstflug mit einem umgebauten Strahltriebwerk auf einen elektrischen Antrieb für das Jahr 2021 vorgesehen. Der europäische Hersteller betont, grundsätzlich an den Arbeiten für das schadstoffärmere Fliegen festzuhalten.
Foto: Airbus
Foto: Airbus
Aus für den E-Fan X
24.04.2020
Bild: Smartflyer
DLR-Überlegungen: ein 70-Sitzer mit 2000 Kilometer Reichweite
Bild: DLR
Foto: Bye Aerospace
04.05.2020
Dr. Johannes Hartmann vom DLR-Institut für Systemarchitekturen der Luftfahrt, leitet seit Anfang des Jahres 2020 arbeiten 45 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 20 DLR-Instituten gemeinsam im Projekt EXACT (Exploration of Electric Aircraft Concepts and Technologies) an der Entwicklung neuer Technologiebausteine für ein ökoeffizientes Ver-kehrsflugzeug. Ziel ist es, bis zum Jahr 2040 die Technologien für ein solches Luftfahrzeug mit mindestens 70 Sitzen und einer Reichweite von 2.000 Kilometern zur Einsatzreife zu bringen. Dr. Kai Wicke vom DLR-Institut für Instandhaltung und Modifikation hierzu: “Ob ein neuartiges Flugzeug mit Wasserstoff, Brennstoffzelle oder Batterie angetrieben wird – wir betrachten ganzheitlich, welche Auswirkungen dies auf das gesamte Öko- und Luftfahrtsystem hätte, also auf Flughäfen, Airlines sowie die Flugsicherung und Atmosphäre.“
Bild: DLR
Weltweit treiben Hersteller die Entwick- lung von Brennstoffzellen voran. Ein neues deutsches Konjunkturprogramm soll besonders die Wasserstofftechno- logie für den gesamten mobilen Be- reich beschleunigen helfen. Bislang gibt es nur das viersitzige Flugzeug HY4 des DLR in dem Wasserstoff, die Brennstoffzellen zur Stromerzeugung betreibt. Weitaus häufiger sind Anwen- dungen inLKW’s, Bussen und andere Nutzfahrzeugen.
systeme etwas mehr als die Hälfte aus- machen. Es funktioniert bei mehr oder weniger jeder realen Temperatur von - 50 bis +50 °C und darüber hinaus. Und während es sich zu diesem Zeitpunkt noch im Labor befindet, geht das Team davon aus, dass diese Brennstoffzellen etwa 20.000 Stunden ohne Wartung halten werden - ein weiterer sehr wich- tiger Faktor für zukünftige kommerziel- len Betreiber. Der Entwicklungsplan sieht für dieses Jahr noch vor, 15- bis 20-kW-Prototy-
Start-up Unternehmen weckt Hoffnungen für leichte und preiswerte Brennstoffzellen
Darin sieht das junge Start-up-Unter- nehmen HyPoint in Kalifornien eine große Chance für bestimmte Bereiche in der Luftfahrt, denn sie haben den riesigen Markt der eVTOL’s im Visier, deren Flugdauer mit heutigen Lithium- Ionen-Batterien zu stark begrenzt ist. Ihre Entwicklung konzentriert sich auf ein turbo-luftgekühltes Brennstoffzel- len-Design mit extrem hoher Energie-
dichte. Um diese Fluggeräte wirtschaft- lich zu betreiben, müssen sie den gan- zen Tag für den Einsatz verfügbar sein. Lange Ladezeiten, wie etwa für Batte- rien an den Ladestationen, stellen da- bei keine Lösung dar. Die Energiedichte des Gesamtsystems liegt bei etwa 960 Wh/kg, wobei Lithi- umbatterien normalerweise nur 250 Wh/kg hergeben und andere luft- und flüssigkeitsgekühlte Brennstoffzellen-
Versuchsstacks im kalifornischen Labor von HyPoint
pen zu bauen. Dem dann bis 2022 ein volleinsetzbares System mit 150-200- kW folgen wird. Bei Grossserienferti- gung werden sich die Preise zwischen 100 und 500 $/kW einpendeln, während flüssigkeitsgekühlte Systeme zwischen 300 und 600 $/kW liegen. Ihr zusätzli- cher Nachteil, sie müssen noch das komplette Kühlsystem mitschleppen.
Foto: Eviation
HyPoint HyPoint
Foto: HyPoint
05.06.2020
Zuerst eVTOL im Visier
Die Energiedichte von 960 Wh/kg schlägt bereits jedes Batteriesystem
100 $/kW als erreichbares Ziel
Foto: HiPoint
Versuchsmuster mit Wasserstofftank
HyPoint Brennstoffzellen-Stack
Drohne als Testmodul
Foto: HiPoint
Foto: HyPoint
Nach erfolgreichen Tests mit ihrem Hybridflugzeug Cassio 1 hat Voltaero nachgelegt. Mutig ist die neu vorge- stellte Flugzeugkonfiguration, denn sie ist rein optisch noch gewöhnungsbedürftig. Der Entenflügel im Bug, der Hauptflügel und das Höhenleitwerk liefern gleichermaßen Auftrieb, was zu einem kleineren Hauptflügel führt. Um die Energie optimal zum Vortrieb einzusetzen, hat Voltaero auf einen Pusher gesetzt. Die Baureihe ist als Cassio 330 mit 330 kW als Viersitzer, den Cassio 480 mit 480 kW als Sechssitzer und dem Zehnsitzer Cassio 600 mit 600 kW geplant. Die Maschinen sollen in einer neuen Montagelinie in der Region Nouvelle Aquitaine hergestellt wer- den. Ende 2022 sollen die ersten Maschinen der Cassio 330 zur Auslieferung kommen. Cassio wird nach der EASA CS23-Zertifizierungsspezifikation als einmotoriges Flugzeug der Kategorie Allgemeine Luftfahrt zertifiziert.
Foto: Volaero
Bild: Voltaero
Frankreichs Flugzeugbauer preschen voran
08.05.2020
H55 ist ein Spin-off von Solar Impulse. Ursprünglich ging es aus der Entwick- lung des ersten Schweizer Elektroflug- zeug, einer umgerüsteten Silence Twis- ter hervor. Der Firmenname wurde bei- behalten. Nach der Neugründung von H55 im Jahr 2017 verfolgte man eine ganz neue Linie. Besonders durch die Verstärkung von Solar Impulse-Pilot André Borschberg richtete sich das am Flugplatz Sion angesiedelte Unterneh-
Stärkung der regionalen Wirtschaft. Dazu erhält H55 noch weite 5 Millionen direkt vom Kanton. Zuvor kam bereits Unterstützung von der Stadt Sion und dem Centre de Cautionnement et de Financement. Durch das finanzielle Engagement können so nun die For- schungs-, Produktions- und Testein- richtungen des Unternehmens besser genutzt werden. Wie Gregory Blatt mit- teilte, werde man sich in Zukunft noch stärker darauf konzentrieren, die ge- samte Antriebskette, angefangen von der Energiequelle und ihrem Manage-
Im schweizerischen Wallis spezialisiert man sich auf elektrische Antriebsstränge
men auf die Entwicklung von elektri- schen Antriebstriebsträngen aus, während man man nach einem Flug- zeughersteller suchte, der eine Koope- rationsbasis darstellt. Auf der AERO 2019 präsentierte man sich zusammen mit dem tschechischen Flugzeugher- steller BRM Aero. Wie auch andere Flugzeughersteller hat man bei H55
sehr schnell erkannt, dass es wenig Sinn macht, eigene Flugzeuge zu ent- wickeln, zumal BRM Aero mit der Bri- stell ein ideales Flugzeug zur Umrüs- tung auf ein elektrisches Trainerflug- zeug geeignet ist. Das Team Bosch- berg, CEO der Firma, zusammen mit Sébastien Demont und Gregory Blatt sehen damit eine erste Kundenanwen- dung, die erfolgversprechend auf an- dere Flugzeugmuster anwendbar sein wird. Nach gründlicher Flugerprobung mit einem Rolls-Royce E-Motor (vor- her Siemens) weist das System, was man bis Ende 2021 zertifizieren möch- te, immerhin eine maximal mögliche Motorlaufzeit von 1,5 Stunden auf, was einer echten Flugzeit von 45-60 Minu- ten entspricht. Diese Angaben decken sich auch mit anderen Herstellern. Un- abhängig davon soll gemeinsam mit BRM Aero die Bristell Energic EASA zertifiziert werden. Nachdem im Grün- dungsjahr H55 bereits durch ND Capi- tal (Silicon Valley) unterstützt wurde, flossen 25 Millionen Franken des Kan- tion Wallis in den Innovationspark zur Errichtung des Campus Energypolis in das auch H55 einziehen wird. Dies zur
Der Zweisitzer Bristell Energic meistert auch steile Aufstiege
ment, über Schub und Leistung bis hin zu Pilotschnittstellen- und Steuerungs- systemen weiter zu entwickeln. Die junge Firma hat sich auf die Fahnen ge- schrieben, zu einem führenden Unter- nehmen heranzuwachsen, das Lösun- gen für CO2-freies Fliegen durch den Einsatz elektrischer Antriebe für die Luftfahrt findet.
H55 H55
Foto: H55
17.06.2020
Die AERO als Testballon
Die totale Flugzeit mit Rolls-Royce Elektromotor liegt bei 90 Minuten
CO2-freies Fliegen als Ziel
Foto: Rolls-Royce
Rolls-Royce Antriebsmotor
Foto: H55
André Borschberg, CEO von H55
MagniX tauscht Propellerturbine gegen 560 kW Elektromotor
Bild: MagniX
Foto: Bye Aerospace
29.05.2020
AeroTec ist in den USA ein ansässiges Ingenieur-Unternehmen, welches Tests für Flugzeug- und Triebwerksher- steller sowie für Airlines durchführt. In der Nähe von Seattle/USA, in Moses Lake, befindet sich deren Flight Test Center, das am 28. Mai das Passagier- und Arbeitsflugzeug, eine Cessna Grand Caravan 208B mit einem elektri- schen Antrieb für 30 Minuten in die Luft brachte. Die bereits 18 Jahre alte Maschine wurde mit einem Magni500 ausgestattet, einem Elektromotor, der noch jungen Firma MagniX, die im vergangenen Dezember im kanadischen Vancouver ein alte DeHavilland DHC-2 Beaver umrüstete und flügge machte. Der flüssigkeitsgekühlte magni500, der nun in der Maschine verbaut wurde, wird mit einer Nennspannung von 540 Volt Drehstrom betrieben. Er dreht mit 1900 UpM und soll einen Wirkungsgrad von 93 % haben. Das Motorgewicht wird mit 133 kg angegeben!
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Foto: AeroTec
Aerotec Aerotec
Seit 2012 arbeitet Raphaël Dinelli an der Idee mit einem Hybrid-Solar-Flugzeug den Atlantik von Ost nach West zu bewältigen. Sein Doppelflügel-Konzept mit einer Spannweite von 14 Metern wollte er mit Algen-Kraftstoff betrei- ben, doch in größerer Höhe fror ihm der Kraftstoff ein. Da er weiter auf einen Hybridantrieb setzte, schwenkte er auf ein Biojet-Fuel um. 70 Prozent der Leistung werden über den Diesel erzeugt, weil die Solarzellen nur 25 % zum Energiehaushalt beitragen können. 5 % kommen durch Hydrolyse, bei dem Wasserstoff für den Antrieb des Die- sels zugefügt werden. Ein E-Motor mit 60 kW treibt einen Zweiblattpropeller direkt an. Die Speicherbatterie hat nur 2 kWh. Am 29. Mai 2020 brach er den Höhenrekord für Hybridflugzeuge mit 10120 Fuß. Bei dem über 10-stündigen Flug verbrauchte das Flugzeug nur 5 Liter Kraftstoff pro Stunde. Nächstes Jahr will er über den Atlantik.
Foto: Eraole
Foto: Eraole
Ein Franzose will mit seiner „Eraole“ über den Atlantik
02.06.2020
Pipistrel „Velis“ erhielt EASA-Zulassung
Foto: Pipistrel
Foto: Bye Aerospace
17.06.2020
Am 10.6. 2020 erteilte die EASA die Zulassung für die Pipistrel Velis. Pipistrel gilt als das erfahrenste Unterneh- men für elektrische Antriebe. Seit 2007 werden bei Pipstrel elektrische Antriebsstränge in Flugzeugen verbaut. Nach der Entwicklung verschiedener Schulterdecker entstand aus dem Muster Virus 121 eine erste Elektrover- sion. Dier Alpha Electro. Daraus wurde die Velis weiterentwickelt. Das jetzt nach EASA-Richtlinien für VLA zu- gelassene Flugzeug hat eine maximale Abflugmasse von 600 kg. Der Antriebsstrang besteht aus einem 57,6 kW Elektromotor, der über eine Dauerleistung von 49 kW verfügt und mit 2350 UpM dreht. Zwei flüssiggekühlte Lithium-Ionen Batterien mit einer Nennspannung von 345 Volt speisen das System. Die Velis besitzt eine Spann- weite von 10,50 Meter. Inzwischen läuft die Fertigung im italienischen Zweigwerk von Pipistrel auf vollen Touren.
Foto: Pipistrel
Pipistrel Pipistrel
Airflow, will als Luftlogistikunternehmen Flugzeuge und Dienstleistungen der nächsten Generation entwickeln. Ziel ihrer Entwicklung ist ein kleiner eSTOL-Frachter, um mit einer extrem kurzen Start- und Landebahn von nur 100 Meter auszukommen (erforderliche Startbahnlänge sogar nur 50 Meter). Das mit einem Doppelleitwerk, einem Druckpropeller sowie 10 kleine, über den Flügel verteilten E-Motoren zur Erzeugung des Hochauftriebs zu entwi- ckelnde Flugzeug soll einsitzig geflogen, bis zu 225 kg Fracht, sozusagen von Tür zu Tür fliegen. eSTOL-Flugzeu- ge können gemäß den Standards von FAR Part 23 zertifiziert werden. Das Luftlogistiknetzwerk von Airflow soll Fracht schnell und kostengünstig über den bodengebundenen Verkehr transportieren. Man stellte fest, dass eSTOL-Flugzeuge für ein Drittel der Betriebskosten gegenüber von eVTOL betrieben werden können.
Foto: Airflow
Bild Airflow
Airflow setzt neue Maßstäbe für eSTOL-Flugzeuge
23.06.2020
Airflow Airflow
Großbritannien startet Praxistests für H2-Flugzeugen
Foto: ZeroAvia
Foto: Bye Aerospace
24.06.2020
Großbritannien bemüht sich neben der Industrie um nachhaltige Projekte und unterstützt sie auch im Luftfahrtbe- reich. Das HyFlyer-Projekt zielt darauf ab, kleine Passagierflugzeuge mittlerer Reichweite zu dekarbonisieren. Der konventionelle Antriebsstrang im Flugzeug wird durch Elektromotoren, Brennstoffzellen und Speicher für den Wasserstoff ersetzt. Das Flugzeug, eine Piper M hat inzwischen erste Testflüge von Cranfield aus im reinen Batte- rie-Elektrobetrieb durchgeführt. Nach der Integration der Brennstoffzellen in das System sollen noch in diesem Sommer die Flüge dann im Betriebsmodus Wasserstoff-Brennstoffzelle-Batterie-E-Motor durchgeführt werden. ZeroAvia geht davon aus, dass Flugzeuge mit mehr als 200 Sitzplätzen und einer Reichweite von mehr als 3.000 Seemeilen bis 2040 machbar sind, ohne dass grundlegende wissenschaftliche Durchbrüche erforderlich sind.
Foto: ZeroAvia
HyFlyer HyFlyer
Das DLR erweitert derzeit seine Aktivitäten um vier weitere Institute, um die Mobilität der Zukunft umweltverträgli- cher zu gestalten, zwei davon zur Erforschung für zukünftige Elektroflugzeuge. Es geht unter anderem um Strom oder Wasserstoff, um emissionsarme Triebwerke der entsprechenden Luftfahrzeuge bzw. Konzepte. Mit institutio- nellen Forschungsprogrammen intensiviert das DLR seine Forschung. In Nordrhein-Westfalen und Sachsen- Anhalt wird das DLR im Rahmen des DLR-Forschungsprogramms zu den Themen des elektrischen Fliegens an Fragen zur Allgemeinen Luftfahrt zum urbanen Luftverkehr (Urban Air Mobility, UAM) sowie zu unbemannten Luft- fahrtsystemen (Unmanned Aircraft Systems, UAS) arbeiten. Die Einrichtung Technologien für Kleinflugzeuge in Aachen und Merzbrück wird sich den Themenkomplexen General Aviation und ‘Urban Air Mobility‘ widmen.
Bild DLR
Bild DLR
DLR konzentriert an neuen Standorten elektrisches Fliegen
06.07.2020
Erste Passagier-Touristikflüge mit autonomer Drohne
Foto: EHang
Foto: Bye Aerospace
16.07.2020
EHang 216 ist eine vollständig autonome Drohne der EHang Holdings Limited für maximal zwei Passagiere. Das Unternehmen bezeichnet sich als das weltweit führende Unternehmen für Technologieplattformen autonomer Luftfahrzeuge. In Yantai, einer Küstenstadt in Ostchina fanden am 14. Juli die ersten Sightseeing-Ausflüge um den Fishermans Wharf statt. Vier einzelne Passgiere hatten das große Glück, für einen Flug ausgewählt zu wer- den. Eine junge Frau kommentierte: „Es war unglaublich. Ich fühlte mich während der gesamten Reise sicher. Der EHang 216 flog nahezu turbulenzfrei und absolut ruhig. Dies war mein erstes Mal, dass ich eine solche Vo- gelperspektive aus der Luft erlebte. Ich kann es kaum erwarten, eine weitere Reise zu unternehmen!“ Man wollte damit die Sicherheit den Flugsystems unter Beweis zu stellen und auch Vertrauen damit aufbauen.
Foto: EHang
EHang EHang
Drei traditionelle Segelflugzeughersteller teilten sich seit Jahrzehnten größtenteils den Weltmarkt (zuvor vier) bei der Herstellung von Superorchideen. Mit der DG-400 kam Bewegung in die Szene - weg von Winde und Flugzeug- schlepp. Mit Motorkraft ging es fortan zur Thermik. Alle andere Hersteller weltweit folgten. Jonker Sailplanes aus Südafrika, der als Segelflugzeughersteller erst seit 2006 mitmischt, kommt nun mit der JS3 RES neu hinzu. Nun entstand mit der auf Zweitakter spezialisierten Firma Solo eine Initiative, elektrische Antriebsstränge neu zu defi- nieren, dies zunächst mit Emrax-Motoren aus Slowenien. Was noch folgen wird, bleibt offen, auch wenn Jonkers- Deutschland-Office in Ailingen bereits von FES-Antrieben, ebenfalls im JS3, aber von LZ-Design spricht. Erfreu- lich für die gesamte Segelflugszene: es wird sauberer und leiser!
Bild Jonker Sailplanes
Bild Jonker Sailplanes
Jonker Sailplanes JS3 RES wird elektrisch eigenstartfähig
22.07.2020
Jonker Sailplanes Jonker Sailplanes
Bild: Smartflyer
Foto: DLR
Testflüge mit Stratosphären-Solarflugzeug neu aufgenommen
Foto: Solar Stratos
Foto: Bye Aerospace
24.07.2020
Am 23. Juli hob auf dem Schweizer Militärflugplatz Payerne, Raphaël Domjans SolarStratos zu einem erneuten ersten Testflug ab. Das zweisitzige Stratosphären-Solarflugzeug ist mit einem HPD 25-Motor ausgestattet. Es war schon einmal für 7 Minuten in der Luft. Bei einem Belastungsversuch ging die linke Flügelhälfte vorzeitig zu Bruch. Nach zweijähriger Pause und einem neuen Flügelsatz war man bereit, die Flugversuche wieder aufzu- nehmen. Das mit den neuen Tragflächen ausgestattete Flugzeug stieg nach dem Start vom Aerodrome in Pay- erne zunächst auf eine Flughöhe von 800 Metern und landete 20 Minuten später wieder sicher auf dem Boden. Die eigentlichen Ziele liegen darin, nur mit Solarkraft elektrisch betrieben, das Flugzeug in Höhen von etwa 25.000 Metern zu bringen. Es sollen damit sowohl Gast- als auch Forschungsflüge durchgeführt werden.
Foto: Solar Stratos
SolarStratos SolarStratos
Foto: EHang
Rekordflüge waren schon immer ein probates Mittel, die Luftfahrt zu forcieren. Nun will eine Schweizer Initiative mit dem frisch zugelassenen ersten Elektro-Motorflugzeug Pipistrel Velis den Beweis antreten, dass man durch- aus respektable Strecken in kurzer Zeit überwinden kann. 7 Weltrekorde sind dafür geplant. Was nicht aufgeführt ist, sind die reinen Stromkosten, die für die rund 700 Kilometer Flugstrecke am interessantesten sein dürften und das dann alles ohne CO2-Belastung. Das fünfköpfige Flugteam, bestehend aus Zukunftsforscher Morell Wester- mann, dem Schweizer Piloten Marco Buholzer, dem Norderneyer Bierbrauer Tobi Pape, dem Video- und Musik- produzenten Tom Albrecht und dem Podcaster Malik Aziz, die dafür den Verein "Freunde der Elektromobilität" gegründet haben, wollen am 31. 8. dazu starten. Noch werden Sponsoren gesucht!
Foto: Pipistrel
Elektrisch fliegen von den Alpen bis zur Nordsee
30.07.2020
E-Rekordversuch E-Rekordversuch
Geplante 7 Welt-Rekorde Geringster Energieverbrauch Höchste Durchschnittsgeschwindigkeit Höchste je mit einem Elektroflugzeug erreichte Flughöhe Schnellste Steigleistung Schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit Geringste Anzahl Zwischenstopps a Längste elektrisch geflogene Strecke
DLR ergreift Initiative für Wasserstoffantriebe mit Industriepartner MTU
Bild: DLR
Foto: Bye Aerospace
Emissionsfreies fliegen lautet das langfristige Ziel in der internationalen Luftfahrt. Realisieren lässt sich Emissi- onsfreiheit zum Beispiel durch die Wandlung von Wasserstoff in Strom und damit die Elektrifizierung des An- triebs. Seitens der Politik soll die Technologie gefördert werden. Mit einem Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichneten am 5.8.2020 MTU Aero Engines gemeinsam mit DLR-Vorstandsmitglied Prof. Rolf Henke den zu- kunftsweisenden Vertrag. Damit unterstreicht auch die MTU Aero Engines seine Kernkompetenz auf einem völlig neuen Geschäftsfeld. Als Demonstrator für einen wasserstoffbetriebenen Antriebsstrang wird eine Do 228 dienen, die zunächst einen einseitigen elektrischen Propellerantrieb der Leistungsklasse von über 500 Kilowatt-Wellen- leistung erhalten wird und der dann im Flug getestet werden soll. Der Erstflug ist für das Jahr 2026 geplant.
Foto: DLR
Es ist der Initiative einiger Segelflug-Fans zu verdanken, dass Birdy, ein selbststartendes Segelflugzeug der 120 kg-Klasse am 7. August in die Luft gebracht werden konnte. Das Projekt wurde von ihnen und von dem Flugzeug- bauer und Entwickler Klenhart Aero Design zunächst als No-Profit-Vorhaben geplant und umgesetzt. Durch die Verwendung der CFK-Bauweise lassen sich heutzutage extrem leichte Zellen entwickeln. Im Fall des Birdy wiegen Rumpf, Flügel und Leitwerk ganze 93 kg. Dazu kommen 5,5 kg für den E-Motor und seiner Motorsteuerung, 32 kg für zwei Batterien, 8 kg für das Rettungsgerät sowie restliche 12 kg für weitere Einbauten. Als FAI-Segler der 13,5 Meter-Klasse kann er bei einer Gleitzahl von 40 und dank seines geringsten Sinkens von 0,58 m/s manch anderem Mitbewerber Paroli bieten. Dazu marschiert er bei Motordauerleistung mit flotten 170 km/h manch anderen davon.
Foto: H.Penner
Eigenstartfähiger 13,5 Meter Segler „Birdy“ wurde flügge
06.08.2020
10.08.2020
Foto: H.Penner
Birdy Birdy
Bild: Smartflyer
Foto: Messe-Friedrichshafen
Bild: Smartflyer
22.10.2020
Foto: Messe-Friedrichshafen
Karte: Volt Aero
Wie schon im Mai dieses Jahres angekündigt, plant die französische Firma Volt Aero mit ihren Mustern Cassio 330, 480 und 600 eine ganze Flugzeugfamilie vom Viersitzer über 6- Sitzer bis zum 10-Sitzer zu entwickeln. Hervorstechendes Merkmal wird ein Pusher mit Canardflügel sein. Dazu entwickelte man zunächst auf Basis einer Cessna 337 einen Ver- suchsträger, um das hybridelektrische Antriebssystem zu testen. Jetzt bereitet sich Volt Aero darauf vor, mit ihrem hybridelektrischen Technologie-Demonstrator Cassio 1 eine Demo-Tour durch 10 französische Städte zu unternehmen. Am 19. Oktober gab das Unter- nehmen bekannt, dass es eine Partnerschaft mit dem Flughafen- und Infrastrukturkonzern Edeis eingeht, um weitere Pläne für eine erste Version des Starrflügel-eSTOL-Designs zu entwickeln, das Anfang 2023 in den kommerziellen Dienst gestellt werden soll. Im Rahmen der Partnerschaft wird Edeis die Ressourcen bereitstellen, einschließlich der Flughafen- infrastruktur, der Luftraumunterstützung und des Kundendienstes. Der Versuchsträger be- sitzt zusätzlich zwei Safran Engineus 45-Elektromotoren unter dem Flügel. Der Hauptan- trieb ist im Heck des Rumpfes verbaut. Von der Basis des Unternehmens am Flughafen Royan-Medis im Südwesten Frankreichs werden die Testflüge durchgeführt. Die Tour be- ginnt am 26. Oktober in Vannes in der Bretagne in Westfrankreich und führt über Le Havre, Toussus-le-Noble (in der Nähe von Paris), Troyes, Dijon, Annecy, Aix, Nimes, Toulouse und Angouleme. Lokale politische und geschäftliche Führungskräfte sowie Führungskräfte von Flugzeugbetreibern und Flughäfen werden eingeladen, sich das Cassio anzusehen und sie über zukünftige Perspektiven zu instruieren. Das Antriebssystem von VoltAero kombi- niert drei 60-kW-Elektromotoren, die um die Hauptwelle mit einem 370-PS-Verbrennungs- motor angeordnet sind und einen fünfblättrigen Propeller antreiben. Laut Jean Botti, CEO und Chief Technology Officer von Volt Aero, liegt das Unternehmen im Zeitplan, um ihr spä- teres Ziel mit den drei Varianten Cassio 330, Cassio 480 und Cassio 600 nach den CS-23- Regeln der EASA für die Inbetriebnahme Ende 2022 oder Anfang 2023 zertifiziert zu werden. Die Serienflugzeuge werden voraussichtlich fast 750 Meilen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 230 Meilen pro Stunde fliegen können.
A.Schleicher AS 34 Me A.Schleicher AS 34 Me
Volt Aero plant für kommende Woche große Demo-Tour

Electrifly-In vom 12.-13.9.2020 in Grenchen/Schweiz. Ein Nachtrag. Bilder hier klicken

2017 startete ein kleines Team von Elektroflug-Enthusiasten ein internationales Meeting mit dem Ziel, in alljähr- licher Wiederholung die Fortschritte der Elektroflugentwicklungen zu dokumentieren und einen freien Austausch unter Experten zu ermöglichen. Bei schwierigsten Wetterdingungen konnte seinerzeit das erste zweitägige Treffen durchgeführt werden. Die jetzt zum vierten Mal durchgeführte Veranstaltung, die zuvor als „Smartflyer Challenge“ lief, erhielt nun, um nicht mit dem gleichnamigen viersitzigen Flugzeugprojekt Smartflyer verwechselt zu werden, den Namen „Electrifly-In“. Trotz Traumwetter konnten zum Teil coronabedingt viele Flugzeuge Grenchen nicht ansteuern. Hinter dem Fly-In steht nun aber auch einer der Welt größter Verfechter für dem Elektroflug: Schirm- herr des Fly-In: Bertrand Piccard.
Studenten der ETH-Zürich wollen 4-Sitzer elektrisch flott machen
Foto: Sling Aircraft
Foto: Bye Aerospace
14.08.2020
Auf Basis des südafrikanischen einmotorigen und viersitzigen Kit-Tiefdeckers Sling 4 werden ab diesem Herbst- semester bis zu 12 Studenten an der Integration eines an der ETH entwickelten elektrischen Antriebsstrangs tätig sein. Das komplette System erfährt eine Flüssigkeitskühlung, so dass für die Dauer von etwa 5 Minuten eine Spit- zenantriebsleistung von bis zu 110 kW auf die Propellerwelle zur Verfügung stehen (Peack Power). Die vorgesehe- ne Ladespannung liegt bei 540 Volt. Dementsprechend stark werden auch BMS, Controller und Inverter ausgelegt. Der Rohbau des Flugzeugs steht kurz vor seiner Fertigstellung in Südafrika. Demnächst soll er nach Europa ver- schifft werden. Dort werden der Einbau Umbau des Antriebsstranges und erste Tests am Innovationspark in Dübendorf erfolgen. Schon im kommenden Jahr sollen dann dort die Flugversuche beginnen.
FotBild: eSling
Das zweisitzige Solarflugzeug Solar Stratos des Schweizer Raphaël Domjan startete am 25. August zu einem der ersten großen Etappenziele. Bei guten Wetter stieg man doppelsitzig auf 5 000 Fuß (1,520) Meter) Höhe, wo Aben- teurer Domjan aus dem Flugzeug ausstieg, um anschließend nach freiem Fall mit dem Fallschirm wieder sicher wieder auf der Erde zu landen. Pilot war Miguel A. Iturmendi. Die nächsten Testfüge will Raphaël Domjan selber nach und nach bis auf 25 000 Meter Höhe durchführen. Dann wird er allerdings einen russischen Raumanzug tragen. Auch Bertrand Piccard äußerte sich zu dem Abenteuer Solar-Statos. Er sagte, er sähe immer gerne, wenn Menschen ihre Träume in die Tat umsetzen. „Raphaëls Arbeit ist fantastisch“, sagt Piccard, „sein Projekt zeigt das neue Zeitalter der Luftfahrt auf, das ohne Zweifel in Richtung erneuerbare Energien gehen muss.“
Foto: SolarStratos
SolarStratos erreichte weiteres Etappenziel mit Fallschirmabsprung
26.08.2020
Foto: Solar Strats
Foto: EHang
Foto: EHang
Foto: EHang
Foto: Messe-Friedrichshafen
Bild: Smartflyer
Der Schlüssel für CO2-freies Fliegen liegt in den Designs zukünftiger Flugzeuge und in seinen Antriebsssystemen. Die einzigartigen Innovationen im gesamten elektrischen Antriebssystem werden die Entwicklung von Flugzeugen unterstützen, die ausschließlich mit elektrischem Strom fliegen. Single-Aisle- und Twin-Aisle-Flugzeuge, die 100 oder mehr Passagiere befördern, verursachen mehr als 90 Prozent der weltweiten Emissionen von Verkehrsflugzeugen. Hier will Wright Electric mit seinem Konzept ansetzen.
25.09.2020
Foto: Messe-Friedrichshafen
Foto: Ampaire
Wright Electric wurde kürzlich vom U.S. Department of Energy für ein E-Flugzeug-Förder- programm ausgewählt, dass die Entwicklung innovativer und ultraeffizienter elektrischer Antriebssysteme zur Verwendung in kommerziellen Flugzeugen unterstützt. ARPA-E wählte Wright für den prestigeträchtigen Auftrag aus, um einen neuartigen Ansatz für innovative, leichte und hocheffiziente elektrische Antriebe und zugehörige Wärmemanagementsysteme für kommerzielle Elektroflugzeuge zu unterstützen. Wright wurde ins Leben gerufen, um ei- ne Branche zu revolutionieren, die in der Vergangenheit einen großen Beitrag zu den CO2- Emissionen geleistet hat. Seit seiner Gründung im Jahr 2016 hat Wright Pionierarbeit ge- leistet, um die Aerodynamik und die Antriebstechnologien voranzutreiben. Wrights Ziel ist es, eine Flotte emissionsfreier Verkehrsflugzeuge zu produzieren. Wrights Flaggschiff in der Entwicklung ist das Wright 1, ein Verkehrsflugzeug mit 186 Sitzplätzen und einer Reich- weite von 800 Meilen, das 2030 in Dienst gestellt werden soll. Die Grundlage des Flugzeugs Wright 1 ist sein hocheffizientes elektrisches Antriebssystem. Im Rahmen des ARPA-E-Pro- gramms wird Wright Antriebssysteme entwickeln, die innovative Innovationen in den Be- reichen integrierte Kühlung, Leistungselektronik und strukturelles Design nutzen. Dies neuartige Flugzeugkonzeption von Wright wird vorhandene Fertigungstechniken verwen- den, um einen hocheffizienten Hochleistungsmotor zu schaffen, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Dies wird von elektrischen Antriebsstrang geliefert, der mit einer aggres- siven Kühlstrategie und einem Hochfrequenzumrichter gekoppelt ist. In Phase 1 des ARPA- E-Programms wird das Team ein detailliertes Design erstellen und Unterkomponententests dieses Systems durchführen. In Phase 2 wird dieses System erstellt und demonstriert. Wright erhielt seine Auszeichnung vom ARPA-E-Programm für synergistisch gekühlte Elektromotoren der Luftfahrtklasse mit iNtegrated Drives (ASCEND). Schätzungen zufolge erhalten weniger als zehn Prozent der Bewerber Auszeichnungen im Rahmen der ARPA-E- Programme. Wright Electric arbeitet eng mit easyJet zusammen, die sich zur Aufgabe ge- macht haben schon in einem sehr frühen Stadium eine Flotte mit CO2-freien Flugzeugen operieren zu können. „In der Zwischenzeit konzentriert sich easyJet weiterhin darauf, die Flotte mit modernen, treibstoffeffizienten Triebwerken, die leiser sind und weniger Treib- stoff verbrauchen, so effizient wie möglich zu gestalten“, wie aus dem englischen London zu erfahren war.
ACCEL ACCEL
„Spirit of Innovation“ will neue Rekordmarke im Elektroflug setzen
Wright Electric wird Teil des U.S. Department of Energy E-Flugzeug-Programms
U.S. Department für Energy wählte Wright Electric für Förderprogramm
Ein großer Wurf aus dem Hause A. Schleicher: AS 34 Me
Foto: Bye Aerospace
Die AS 34 Me steht für Schleichers neuen einsitzigen Selbststarter. Ein nach Firmenangaben erschwingliches 15/18 m-Segelflugzeug, mit den in dieser Kategorie üblichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards. Die Firma kom- biniert mit dem bereits bewährten, kraftvollen Elektroantrieb aus der ASG 32 El von Emrax neue Möglichkeiten für Hobbypiloten und Vereine. Durch die Adaption eines bewährten 15/18m-Seglers mit Starrprofil entstand ein un- komplizierter, alltagstauglicher Eigenstarter. Nach dem Start von etwa 220 Meter Startstrecke stehen 3,5 m/s Stei- gen an. Ab etwa 500 Meter Höhe steht bei Bedarf noch eine zusätzliche Steighöhe von weiteren 2200 m Höhe zur Verfügung, was im Sägezahnflug einer Reichweite von 125 km für den Rückflug entspricht. Möglich wird das durch den 25 kW starken Elektromotor, der luftgekühlt bis maximal 35 kW Wellenleistung abgeben kann.
07.09.2020
Copyright: Manfred Münch
Copyright: Manfred Münch
Bild: Smartflyer
Foto: EHang
Bild: Smartflyer
Foto: Messe-Friedrichshafen
Bild: Smartflyer
Die Flugaufnahme zeigt die Serienversion der P 2012, die das Ausgangsmuster der P-Volt sein wird. Nachdem Paolo Pascale Langer, CEO von Tecnam das Projekt zur Entwicklung der P-Volt bekanntgegeben hatte, äußerte sich auch Rob Watson, Direktor von Rolls-Royce Electrical, sag- te: „Rolls-Royce setzt sich für die Elektrifizierung von Flugzeugen und die Unterstützung der Entkarbonisierung der Luftfahrt ein. Diese neue Partnerschaft mit TECNAM wird unsere besteh- ende Beziehung stärken und die Fähigkeiten beider Unternehmen weiterentwickeln. Wir freu- en uns, mit allen Partnern an einem Programm zu arbeiten, das das Potenzial hat, die Techno- logie zu entwickeln, um einen bedeutenden Sprung auf dem Zubringermarkt zu machen.“
24.10.2020
Foto: Messe-Friedrichshafen
Costruzioni Aeronautiche Tecnam wurde im März 1986 gegründet. Zunächst als UL-Hersteller unter dem Namen Tecnam bekannt geworden, erarbeitete sich das Unternehmen schneller als jeder andere Flugzeugbauer in die vordere Riege. Hauptinitiator war Giovanni Pascale, der auch die Firma Partenavia aufbaute. Sein letzter großer Wurf war die zweimotorige 11–sitzige P2012, die der P2006, der ersten Zweimot aus dem Hause Tecnam, folgte. Ausgerüstet mit 2 × Lycoming TEO-540-C1A mit je 280 kW (375 PS) weist sie durchaus STOL-Eigenschaften auf. Schon im vergangenen Jahr hatte Tecnam angeküdigt, an einem Parallel-Hybrid auf Basis eines Rotax-Motors in der P2010 zu arbeiten. Dies mit Siemens begonnen, werden die Arbeiten mit Rolls-Royce fortgesetzt, so wie man auch nun bekanntgab, mit der Firma an einer rein elektrischen Version der P2012 zu arbeiten. Als P-Volt wird es eine Wei- terentwicklung des bereits seit letztem Jahr im Linieneinsatz befindlichen Commuter-Flug- zeugs geben. Die Philosophie von Tecnam ist denkbar einfach. Keine Flugzeugneuentwick- lung, wie häufig von Elektrotechnikern gefordert, sondern nur eine Änderung des Antriebs und eine Ergänzung durch einen Pod unter dem Rumpf für die Batterien, was keine totale Neuzulassung erfordert und was inzwischen auch von andere Herstellern praktiziert wird. Die spezielle Batterietechnologie gewährleistet die volle Stromverfügbarkeit für schnelle Durchlaufzeiten zwischen Landung und Start. Die Vorteile des Antriebssystems erstrecken sich auch auf die Reduzierung der Betriebskosten und der Geräuschemissionen des Flug- zeugs für ein zugänglicheres und komfortableres Transportsystem, das den Flugverkehr auf ein neues Niveau hebt. Tecnam spricht explizit über ein partnerschaftliches Projekt mit Rolls-Royce, die das gesamte Know-how zur Jahreswende 2019/2020 von Siemens über- nommen haben. Das für den späteren Passagier- und Frachtverkehr sowie für medizinische Flüge ausgelegte Evakuierungs- und Spezialflugzeug wird für eine hohe Zuverlässigkeit, effizienten Einsatz, tragbaren Anschaffungs- und Betriebskosten trotz modernster Avionik, eines üblichen Heizungs- und Klimatisierungssystem, eines De-und Anti-Icingsystem aus- gelegt. Das Flugzeug soll den Betreibern einen nachhaltigen Transport sichern, der auch die Perspektive verfolgt, die Zukunft CO2-freier zu gestalten.
Rolls-Royce und Tecnam suchen Gemeinsamkeit mit Elektroantrieb
Tecnam Tecnam
Foto: Tecnam
Ampaire‘s EEL geht in die Streckenerprobung
Das US-Unternehmen Ampaire gab kürzlich bekannt, seinen zweiten Prototypen erfolgreich in die Luft gebracht zu haben. Mit der Electric EEL einer Cessna 337 Push-pull, wurde der Frontantrieb durch einen Elektromotor ausge- tauscht. Am 10. September startete der zweite Prototyp vom Flugplatz Camarillo. Die elektrische Energie bezog er aus einem Batterie-Package, welches sich in einem Pod unter dem Rumpf befand. Der vordere Continental IO-360- Kolbenmotor mit 157 kW wird durch einen Elektromotor ersetzt, der von einer Batterie als parallele Hybridkonfigu- ration angetrieben wird. Die gegenläufigen Motoren machen die Cessna 337 zu einem nützlichen Prüfstand, die im Gegensatz zu einem herkömmlichen zweimotorigen Flugzeug Schubunterschiede ohne Gieren ermöglicht. Nun ist geplant, das Flugzeug nach Hawai zu verschiffen, um dort in eine Art Streckenerprobung zu gehen.
Foto: EHang
Volocopter bietet erste kommerzielle Flüge an
Foto: Bye Aerospace
Volocopter hat 2011 mit seinem "Yogaball-Flug“ erstmals Luftfahrtgeschichte geschrieben. Seitdem stellte Voloco- pter seine technologische Kompetenz wiederholt bei pilotierten und ferngesteuerten Flügen auf der ganzen Welt unter Beweis. Nachdem sich das Unternehmen im letzten Jahr der Öffentlichkeit durch einen gelungenen Flug über dem Daimler Benz Gelände in Stuttgart präsentierte und zahlreiche Städte wie Helsinki und Singapur erste Erfahrungen durch Flüge mit dem EVTOL machen konnten, ging das Karlsruher Unternehmen nun noch einen Schritt weitere nach vorne. Ab sofort können Volocopter-Fans weltweit online Tickets reservieren und zu den ers- ten gehören, die diese neue Form der Mobilität erfahren werden. Das VoloFirst Ticket kostet 300 Euro und kann mit einer 10%igen Anzahlung reserviert werden. Die Anzahl der Reservierungen ist auf insgesamt 1000 begrenzt.
17.09.2020
Foto: Volocopter
20.09.2020
Foto: H.Penner
Foto: H.Penner
Volocopter Volocopter
Foto: Ampaire Electric Aircraft
Foto: Ampaire Electric Aircraft
Foto: EHang
Rolls-Royce strebt neuen Speed-Rekord im Elektroflug an
Foto: Bye Aerospace
Rolls-Royce hatte angekündigt, an einem elektrischen Rekordflugzeug namens „ACCEL“ zu arbeiten. Inzwischen hat das Unternehmen die Tests an einem als "Ion-Bird" bezeichneten Zelle durchgeführt. Dazu gehört der elektri- sche Antriebsstrang mit 370 kW (500 PS) und einer Peak Power von 750 kW und einer Batterie mit 6000 Lithium- Zellen. Das Projektteam besteht aus den Hauptpartnern YASA, dem Hersteller von Elektromotoren und Steuer- ungen, und dem Start-up Electroflight für die Luftfahrt. Der Abschluss der Bodentests für das von der Regierung unterstützte ACCEL-Projekt wird als Schritt in Richtung eines Weltrekordversuchs vollelektrischer und hybrid- elektrischer Flugzeuge bezeichnet. Der Antriebsstrang ist so ausgelegt, dass er bei voller Fluggeschwindigkeit auf den Propeller eine Drehzahl von 2 400 UpM überträgt. Der mehrstufige Elektromotor wird mit 750 Volt betrieben.
Bild: Rollls-Royce
Foto: Rolls-Royce
Bild: ARPA
14.10.2020
Wright Electric Wright Electric
Foto: EHang
Foto: Messe-Friedrichshafen
Bild: Smartflyer
Zero Emission Aviation erfordert großen Forschungsbedarf. Für das Ziel eines emissionsfreien Luftverkehrs müssen viele radikale Technologien parallel untersucht und hinsichtlich ihres Ein- satzes in Abhängigkeit von Größe und Reichweite von Luftfahrzeugen bewertet werden. Im Be- reich Urban Air Mobility und bei Regionalflugzeugen für kurze Reisen innerhalb von Ballungs- gebieten zeigen batterie-elektrische Konzepte eine Perspektive, Luftfahrzeuge mit hybriden An- triebskonzepten auf Basis von Brennstoffzellen lösen perspektivisch heutige Flugzeuge auf der Kurz- und Mittelstrecke ab. Bis die globale Flugzeugflotte in rund 20 bis 30 Jahren durch die nächste Generation ersetzt wird, sind neben Investitionen in neuen Technologien parallel finan- zielle Mittel für die Verbesserung aktueller Luftfahrzeuge hinsichtlich ihrer Klimawirkung nötig.
Foto: Messe-Friedrichshafen
Foto: Ampaire
Eine Energiewende in der Luftfahrt mit dem Ziel Zero Emission ist bis zur Mitte des Jahrhun- derts möglich und bedarf eines umfassenden Innovationsschubs. Das betonen das Deut- sche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) bei der gemeinsamen Übergabe des White Paper ‚Zero Emis- sion Aviation – Emissionsfreies Fliegen‘ an das Bundesministerium für Wirtschaft und Ener- gie (BMWi) am 14.10.2020. Das Papier führt erstmals umfassend den aktuellen Forschungs- stand sowie technologische Handlungsfelder auf dem Weg zum emissionsfreien Fliegen in allen Luftfahrtbereichen zusammen. Dafür werden ein vielfältiger Technologiemix mit um- fangreichen Entwicklungen in den Bereichen nachhaltige Kraftstoffe, neue Konfigurationen, Batterie- und Brennstoffzellentechnologie sowie verschiedene Hybridantriebslösungen und neue Gasturbinenkonzepte nötig sein. "Es ist jetzt Zeit ein neues Kapitel der Luftfahrt aufzuschlagen. Unser ‚White Paper‘ zeigt den Weg zum emissionsfreien Fliegen für den ‚Green Deal‘ der Luftfahrt, der zu neuen Technologien, attraktiven High-Tech Arbeitsplätzen, faszinierenden Produkten führt und den gesellschaftlichen Wohlstand in Deutschland und Europa fördert", sagt Prof. Rolf Henke, Mitglied des DLR-Vorstands, zuständig für Luftfahrt- forschung und -technologie. "Mit der Transformation einer ganzen Branche hält dieser Weg aber auch große Forschungsanstrengungen bereit. Insbesondere werden fliegende Demon- stratoren ein wesentliches Element sein, beim Thema Elektrisches Fliegen, bei Wasserstoff, bei neuen Kraftstoffen und bei neuen Flugzeugkonfigurationen." Reiner Winkler, BDLI-Vize- präsident Luftfahrt unterstreicht: "Jetzt stehen wir vor zwei nie dagewesenen Herausforde- rungen. Zum einen hat die Corona-Pandemie die wirtschaftlich schwerste Krise unserer Branche ausgelöst. Der Zusammenbruch des weltweiten Luftverkehrs bedingt eine drama- tische Situation für die Hersteller ebenso wie für unsere tief gestaffelte Zulieferkette, die in der gesamten Bundesrepublik beheimatet ist. Zum anderen steht die Luftfahrt an der Schwelle zum klimaneutralen Fliegen. Wir haben uns ambitionierte Ziele gesetzt: Bis 2050 werden wir klimaneutral fliegen. Darum zielen seit langem bis zu 90 Prozent unserer Inves- titionen in Forschung und Entwicklung unmittelbar auf die Senkung von Emissionen ab." Die Transformation zur emissionsfreien Luftfahrt bis 2050 braucht die enge Zusammenar- beit von Wissenschaft, Industrie und Politik, wie die Partner bei der Übergabe des „White Paper“ „Zero Emission Aviation – Emissionsfreies Fliegen“ gemeinsam feststellten.
„Spirit of Innovation“ will neue Rekordmarke im Elektroflug setzen
Zero Emission Aviation „White Paper“ von DLR und BDLI auf den Weg gebracht
Deutschland auf gradem Kurs zum klimaneutralen Fliegen
Foto: DLR
14.10.2020
DLR DLR
Zero Avia testet sich behutsam an die Wasserstofftechnologie heran
Das Wasserstoff-Brennstoffzellenflugzeug hatte bereits im September seinen Jungfernflug im Wasserstoff-Betrieb absolviert. Die sechssitzige Piper M von ZeroAvia wurde entsprechend auf das Mitführen von Wasserstofftanks, Brennstoffzellen und einem kompletten elektrischen Antriebsstrang mit Pufferbatterie umgerüstet. Der von ZeroA- via durchgeführte Flug fand am Forschungs- und Entwicklungsstandort des Unternehmens am Cranfield-Airport statt. Die Designs mit dem Namen ZEROe unterscheiden sich in Größe und Stil, sind jedoch alle emissionsfrei und verwenden ausschließlich Wasserstoff zur Stromerzeugung. Man könnte man sich schon heute einen 200-Sitzer vorstellen. Im nächsten Schritt des HyFlyer-Projekts will ZeroAvia auf einen Flug zwischen 250 und 300 Seemeilen vor den Orkney-Inseln hinarbeiten. Man hofft, dass diese Demo-Tour noch vor Ende 2020 stattfinden wird.
30.09.2020
Foto: Zero Avia
Foto: Zero Avia
Zero Avia Zero Avia
30.09.2020
Foto: EHang
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Schweden prescht mit viermotorigem Commuter ES-19 vor
Foto: Bye Aerospace
2024 soll nach den Vorstellungen des schwedischen Start-ups Heart Aerospace ihr 19-sitziges Commuter-Flug- zeug rein elektrisch betrieben, bereits in die Luft gehen. Schwedische Airports sollen mithilfe von Regierungs- geldern mit Elektro-Ladesysteme ausgestattet werden. Immerhin weist man aber jetzt trotz nur vorhandener Computerzeichnungen eine stattliche Liste von Kaufabsichtserklärungen auf (Letter of Intents). Darunter befinden sich namhafte Linien wie die skandinavische SAS. Der 19-Sitzer, eine für Commuterflugzeuge übliche Größen- klasse, soll nach EASA-Bauvorschriften CS23 ausgelegt und zugelassen werden. Dabei setzt man sich auf die allgemein übliche Metallbauweise. Über Motoren und Batterien ist noch nichts bekannt, doch man rechnet für Wartung und Instandhaltung um 90 Prozent niedrigere Kosten gegenüber herkömmlichen Turbopro-Flugzeugen.
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Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Erstausgabe 13.4.2015
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